Heute gab es unser erstes richtiges „traditional scothish breakfast“ von dem ich mich allerdings nur über das pochierte Ei gewagt habe, weil alles andere zwar sehr gut und interessant aussah, aber eben auch sehr, sehr deftig. Ich vertrags halt einfach nicht.

Danach sind wir frohen Mutes zum CRATHES CASTLE & GARDEN & PARK gefahren, weil wir uns das Gebäude von außen anschauen wollten um uns und unseren Gelenken danach einen ausgiebigen Spaziergang zu gönnen. Das Castle ist momentan zur Hälfte eingerüstet, aber die Vorderseite sah recht nett aus. Der Garten wurde gerade kunstvoll im französischen Stil geschnitten, was mir total imponiert. Der Spaziergang durch den Park war erholsam, obwohl wir unsere Route mangels Beschilderung nicht finden konnten. 1000 Rosen, im Wald waren wir trotzdem 😉


Weiter ging es – heute wieder gemeinsam zufrieden schweigend – vorbei an Feldern, die an das „Majestätsgelb“ von Sterling Castle erinnert, an Wäldern und Wiesen auf denen entweder Rinder oder Schafe gleichmütig grasen. Das Getreide der Felder wird meiner Meinung nach wohl in beachtlichem Umfang für das Brennen von Whisky verwendet, statt für Brot. Denn ich habe hier schon wundervollen Whisky verkostet, aber leider habe ich noch kein gutes Brot zwischen die Zähne bekommen.




Aus Vorfreude auf BALMORAL CASTLE haben wir in BALLATER zuerst den HIGHLAND GAMES einen Besuch abgestattet und anschließend dem BALMORAL PUB. Im Pub war großartige Stimmung und es gab sehr solides, gutes, typisches Pub-Essen. Ein schöner Programmpunkt am heutigen Tag.




BALMORAL hofften wir besichtigen zu dürfen, zumindestens von der Ferne von außen. Leider weilt im August die Royal Family auf Balmoral und damit war dieses für den heutigen Tag geplante Highlight gestorben. Ich habe trotzig das Eingangstor fotografiert und ein bisschen die Gegend rundherum. Die Royals wissen genau, wo es besonders schön ist!

Um dem Flop ein gutes Ende zu geben, sind wir dann die letzte Meile zur ROYAL WHISKY DISTILLERY gefahren und ich habe im Shop noch zwei Whiskys verkostet. Aus medizinischen Gründen, weil ich doch das schottische Essen so furchtbar schlecht vertrage, habe ich mir für unterwegs eine Flasche von phantastischen „Dalwhinnie Winter’s Gold“ gegönnt. Der ist so weich, samtig, süße und brennt überhaupt nicht auf der Zunge. Meine Gesundheit ist gerettet! Oder doch nicht, denn den Dahlwhinnie Winter’s Gold MUSS man unbedingt eiskalt genießen. Ich muss mir also morgen einen anderen Whisky aus medizinischen Gründen besorgen 😉

