Heute zeigt sich die ISLE OF SKYE während unserer Inselerkundigung von seiner schönsten Seite! Sonnig von 19 bis 21 Grad Celsius, blauer Himmel mit einzelnen Wölkchen die unsere Fotos noch schöner und interessanter erscheinen lassen. Es ist ein traumhafter Tag. Wir haben uns auch ein ehrgeiziges, strammes Programm vorgenommen und wäre mein Süßer nicht so ein rasanter und beherzter Fahrer, hätten wir es nicht alle Punkte davon geschafft 😉


Unser erster Halt galt ARMADALE CASTLE mit seinem wunderschönen Garten. Vom Castle steht leider nur mehr die sehenswerte Ruine. Der Spaziergang durch den Garten in der klaren Luft bei wunderbar sanftem Licht, der war Erholung pur und ein Quell der Freude. Entspannt haben wir uns die verschiedenen Baumarten – von der Japanischen Tanne bis zu den Redwoods, die wir aus Kalifornien gut kennen – angesehen. Es war die reine Freude! Die 11 Pfund Eintritt pro Person (Seniorentarif) haben wir zwar nur zähneknirschend bezahlt, haben sich allerdings gelohnt.



Auf dem Areal fanden wir schließlich auch ein Museum, das sich der Geschichte des Clans MacDonald widmet. Mehr als eine Stunde haben wir in diesem Museum verbracht, weil es so fesselnd und informativ war.




PORTREE ist ein kleines Küstenstädtchen mit bunten Häusern der Hafenzeile entlang. Ein bisserl hat es mich an Hallstadt erinnert, weil hier wie dort eine Heerschar an Touristen fotografierend durchzieht. Natürlich ist es NICHT genau wie in Hallstadt, denn Hallstadt hat schon Einiges mehr zu bieten und in Portree schließt sich ein Laden an den anderen und ein Esslokal an das nächste Esslokal, während in Hallstadt tatsächlich noch Einheimische leben und diese von den Touristen belästigt werden (besonders, wenn diese einfach in deren Wohnhäuser eindringen!).


Gestern hat mein lieber Mann bereits recherchiert, wo wir heute zum Abendessen hingehen können und ist dabei auf OYSTER SHED gestoßen. Eine hervorragende Idee! Oyster Shed ist im Grunde ein kleiner Imbisswagen mit angeschlossenem Verkaufslokal für Austern und Meeresfrüchte aller Art sowie einigen Kleinigkeiten der Kategorie „Souvenier“. Man sitzt mit Fremden an einem einzigen großen Tisch oder auf roh gezimmerten Planken an der Hauswand. Wir haben uns für einen kleinen Hummer und eine Schale mit Langustinos mit Maiskolben sowie jeweils einer „Soup of the Day“ (Tomatensuppe mit Lachs, eine mutige Kombination) entschieden und dafür inklusive Getränke 50 Pfund bezahlt. Als wir vor einigen Tagen Pizza essen waren, hat man uns für zwei Pizzen mit einem kleinen Beilagensalat und zwei Cola stolze 70 Pfund verrechnet. Essen gehen ist in Schottland wirklich teuer, leider 🙁



Für DUNVEGAN CASTLE haben wir eine lange Anfahrt in Kauf genommen. Auch hier wird wieder Eintritt verlangt. Langsam nervt uns das echt 🙁 Wenn wir geahnt hätten, dass die Schotten für jeden Blick auf eine Ruine, jeden Schritt in einen Garten, jeden Parkplatz horrende Beträge einheben, dann hätten wir uns doch den Explorer Pass zugelegt. In Japan, auf unserer letzten Rundreise, war das alles kostenfrei möglich. Man soll nicht von eine Land auf ein anderes Land schließen.

Die FAIRY POOLS sind ein absolutes MUSS. So sagte man uns, so steht es im Reiseführer. Also wollten wir sie natürlich nicht auslassen. Parkplatz wieder mit 8 Pfund Parkgebühr und dann ging es – wenigstens das war gratis – rund 4 km einen gut gehbaren Pfad abwärts, dann aufwärts, einem kleinen Fluss entlang. Immer wieder sahen wir kleine Wasserfälle. Indische Touristen sind vor Begeisterung ausgerastet. Wir fanden den Spaziergang nett und vor allem wohltuend, weil die Temperatur so angenehm, das Licht so schön und die Atmosphäre insgesamt, so super war. Nach der langen Zeit im Auto war es eine willkommene Abwechslung.



Morgen geht es weiter nach Fort William.