Small is beautiful. Weniger ist Mehr. Beim Reisegepäck treffen diese Redewendungen unbedingt zu. Warum fällt es mir bloß immer so schwer, auf meinen Kopfpolster, meine Reisedecke und eine Tupperbox in Schuhschachtelgröße (für Fußbäder unterwegs hervorrangend geeignet, wenn man wie ich, komplizierte Füße hat ;-)) )zu verzichten? Ich habe auch diesmal NICHT verzichtet und das alles mitgenommen. Nebst umfangreicher Reiseapotheke, um die mich jedes „Ersteweltland“ beneiden kann. Dafür bin ich brav und nehme für 36 Tage tatsächlich nur 10 T-Shirts mit!
Kategorie: Indian Summer
Letzter Tag
Mein Schatz hat heute früh noch zufällig eine märchenhafte Route für die Weiterreise entdeckt. Er sah nämlich auf FACEBOOK ein Foto von bizarrer Schönheit und hat es sofort bei GOOGLE LENS eingegeben und die abgebildete Straße identifiziert. Meine erste Reaktion war „da wird mir bestimmt schlecht“, als ich die Zick-Zack-Straße durch den Wald sah und schon war mein Süßer beleidigt. Eine Entspannung der Lage war schnell gefunden: natürlich werde ich NICHT KOTZEN müssen, weil ich ja ohnehin die Fahrerin sein werde. Der Meister hängt ja ständig bis zur Hüfte aus dem Fenster oder reckt seine GOPRO beim offenen Schiebedach hinaus. Ich sitze mit Kaputzenhoodie brav am Steuer ;-))



Die Strecke war tatsächlich so unwirklich schön, obwohl der Fotograf auf FACEBOOK mit PHOTOSHOP schon reichlich nachcoloriert hatte. Mir hat es gefallen, so wie es war. Es war eine Fahrt durch ROTGOLDFARBENE, GOLDENE, ORANGEFARBIGE, IN ALLEN FARBEN MARMORIERTE Wälder. Von diesem Eindruck werden wir wohl noch sehr lange zehren!


In den Vorgärten überall die übliche, VERRÜCKTE HORROR DEKO in Erwartung von HALLOWEEN. Erfreulicherweise gab es auch die phantasievollsten Gebilde aus KÜRBIS ohne Horrorfiguren. Besonders beeindruckend fand ich eine AUS KÜRBISSEN nachgebaute STUPA. Sonst sieht man häufig bereits die WAHLWERBUNG FÜR DONALD TRUMP 2024. Die war allerdings bereits im Vorjahr, besonders in FORT WORTH, stark vertreten.
On the road again
Reisen wir mit dem berühmten „lachenden Auge“ und „weinenden Auge“ ab? Nein. Es war wunderschön. Es waren tolle, neue Erfahrungen. Es hat gut gepasst. Jede Begegnung und jedes Erlebnis hat Spuren in uns hinterlassen, hat unseren Blick weiter werden lassen. Wir haben Material für eine wunderbare MULTIMEDIA–REISEREPORTAGE gesammelt. Walter wird ca. 200 Stunden daran arbeiten. Wir werden noch sehr oft diese Reise VIRTUELL WIEDERHOLEN ;-)) es ist noch lange nicht vorbei.

Ganz zaghaft hat sich heute zum Abschied von den NIAGARA FALLS die Sonne gezeigt. Ebenso zaghaft grüßte uns ein zarter Regebogen zum Abschied.



Die Fahrt verlief recht angenehm. Der Bundesstaat NEW YORK ist sehr grün, waldreich und manchmal gab es sogar einen wunderbaren INDIAN SUMMER zu genießen. Die Liebe der Amerikaner zum HORROR und zu HALLOWEEN zeigt sich oft schon extrem deutlich! Und auch das ist der berühmte „American Way of Life„: Wem das aus- und einräumen beim übersiedeln zu aufwändig ist, der nimmt einfach das ganze Haus mit!



Das gab es während der rund 5-stündigen Fahrt von NIAGARA FALLS nach SCRANTON zu sehen, wenn man aus dem Autofenster sah. SCRANTON in PENNSYLVANIA ist kein besonderer Ort, wo es etwas zu besichtigen gibt. Wir wollten die Rückfahrt nach NEW YORK ganz einfach in gemütliche, kurze Etappen einteilen. Morgen geht es wieder ein kleines Stück weiter durch den Bundesstaat NEW YORK und übermorgen steigen in NEWARK wir bereichert, zufrieden und ausgeruht in das Flugzeug für den Heimflug nach WIEN.
Niagara, Tag 3 – USA
Was für ein fulminanter ABSCHIED VON KANADA! Was für ein fulminanter BEGINN IN DEN USA! Wir haben die NIAGARA FALLS von allen Seiten und aus jeder Höhenlage gesehen. Zufrieden sind wir leichten Herzens heute früh über die RAINBOW BRIDGE IN DIE USA gefahren Nach 10 Minuten waren wir auf der anderen Seite der NIAGARA FALLS, um von von hier neue Perspektiven zu bewundern.







Schon die Fahrt mit dem AUSSENLIFT auf den SKYLON TOWER war ein Erlebnis. Der LIFTBOY war nämlich ein großartiger ENTERTAINER. Mit verschiedenen Stimmen hat er witzige Dialoge mit sich selbst geführt. Die Aussicht war mehr als grandios! SO hatten wir die Fälle bisher noch nicht gesehen. Unser Tisch war direkt am Fenster. Das DINNER selbst war ausgezeichnet und preislich für diese Location mit CAN $ 220,– okay. Ich habe meine Meeresfrüchtediät fortgesetzt und WaWa hat sich geräucherte Entenbrust und Lachsfilet mit Reis und Gemüse einverleibt. Die NIAGARA FALLS schimmern bei Tageslicht wundervoll in JADE! Bei Dunkelheit haben die Kanadier gezeigt, was sie unter ILLUMINATION verstehen. Großartig, diese wechselnden FARBENSPIELE. Wir wollten gar nicht mehr runter fahren. Aber da war ja nochmals der großartige LIFTBOY-ENTERTAINER, der uns die Abfahrt versüßt hat!


Wir haben uns für die MADE OF THE MIST entschieden und die BOOTSFAHRT bis ganz nahe an die NIAGARA FALLS von den USA aus unternommen. Auf der kanadischen Seite sind die Boote stets überfüllt. Die MADE OF THE MIST hingegen fährt mit ganz wenigen Passagieren. Wir sind patschnass geworden. Es war das helle Vergnügen. Der Bootsführer hat uns für unsere US$ 28,– pro Person ganz viel geboten. Wir sind bis fast UNTER die Fälle gefahren und dort auch lange stehen geblieben! Die KRAFT UND ENERGIE des Wasser zu spüren, war ein unglaublicher ENERGIE-BOOSTER! Ich möchte dieses Erlebnis nicht missen. Anschließend sind wir schnurstraks in 5 Minuten in unser nahe gelegenes Hotel COMFORT INN THE POINTE gegangen und haben uns trocken gelegt. (Für die nicht-deutschsprachigen unter euch: wir sind auf direktem Weg ins Hotel gegangen und haben uns trockene Kleidung angezogen). Um die Bewegung und Energie des Wassers besser einzufangen, haben wir in erster Linie gefilmt statt fotografiert. Ihr könnt euch also schon auf den Vortrag von Walter freuen. www.walterwasinger.at.






Zum Ausklang, und weil wir schließlich unsere täglichen „Schritte“ für unser Gewichtsmanagement brauchen, sind wir den ganze Tag durch den NIAGARA FALLS STATE PARK gelaufen. Unendlich viele schöne Perspektiven und traumhafte Farben. Über allem das permanente Geräusch der NIAGARA FALLS. Ehrlich gesagt erinnert das Geräusch ein wenig an die permanente Beschallung durch die SÜD-OST-TANGENTE in WIEN, wenn der Wind für unser Haus ungünstig steht. Bisher hat mich das Geräusch immer ziemlich genervt. Jetzt werde ich es reframen und positiv dem Gleichklang der LKWs und Autos lauschen ;-))


Gestern fein im SKYLON TOWER gespeist. Heute fein beim DOSA HUT FOOD TRUCK gespeist. Beides köstlich. Ich liebe beides. Das GESAMTPAKET stimmt ;-))
Niagara, Tag 2
Ein richtiger „Wohlfühltag“ war das heute! Die Vorfreude auf die Fahrt mit der WILD PLAY NIAGARA ZIPLINE TO THE FALLS war groß. Leider durften wir unsere eigenen Helme nicht verwenden. Mein Süßer hatte extra seine Go-Pro am Helm montiert und durfte ihn nicht aufsetzen. Also musste er aus der freien Hand filmen und das gelang ihm sogar sehr gut.







Die Fahrt mit der WILD PLAY NIAGARA ZIPLINE TO THE FALLS ist wirklich sehr empfehlenswert. Man legt sehr entspannt die Strecke mit 70 km/h in 67 Metern über den NIAGARA FALLS zurück. Der Blick auf die NIAGARA FALLS ist überwältigend. Das Gefühl der absoluten Freiheit ist wunderbar. Man segelt mit ausgestreckten Armen durch die Luft und ist einfach nur happy. Keine Adrinalindusche, nur pure Freude.



In unserem NIAGARA-PASS war auch ein Besuch der NIAGARA POWER STATION inkludiert. Wir wären sonst nicht auf die Idee gekommen, sie zu besuchen. Dabei war der Besuch recht interessant. Ich musste zwar mit dem Lift im Bauch des Berges hinunter ca. 60 Meter fahren und dann 700 Meter durch einen Tunnel gehen. Ich habe kein Problem mit der Höhe. Ich fühle mich aber in Tunnels und unter einem Berg unwohl. Hilft nichts, da musste ich trotzdem durch. Der Ausblick auf die NIAGARA FALLS von einer Terasse auf FLUSSNIVEAU hat mich für mein mulmiges Gefühl entschädigt!

Ein entspannter Nachmittagsspaziergang durch NIAGARA FALLS CITY, ein paar Souverniers kaufen und dann ein bisschen ausruhen, denn für 18 Uhr haben wir im SKYLON TOWER einen Tisch für ein schönes DINNER IM RESTAURANT AUF 158 METERN bestellt. Da werden wir dann hoffentlich guten Blick auf die beleuchteten NIAGARA FALLS genießen können. Darüber werden wir morgen berichten.
Niagara Falls
Lange ersehnt, endlich erreicht. Es waren bloß angenehme zwei Stunden von TORONTO nach NIAGARA FALLS zu fahren. Wir durften auch schon um 11 Uhr unser schönes Hotelzimmer im 11. Stock des Fairfield By Marriott Niagara Falls beziehen. Der Hotelparkplatz um CAN$ 30,– pro Tag ist deutlich günstiger als z.B. in NEW ORLEANS oder MEMPHIS. Wir werden drei Tage bei den NIAGARA FALLS verbringen. Für jeden dieser drei Tage haben wir uns ein Highlight ausgesucht. Welche, verrate ich aber noch nicht ;-)) Nur so viel: es werden erlebnisreiche, spannende und gleichzeitig gemütliche Tage werden. Schließlich sind es die letzten Tage unserer wunderbaren Rundreise. Übermorgen geht es wieder in die USA und dann in zwei Etappen zurück nach NEWARK zum AUA-Flug nach WIEN:



NIAGARA FALLS CITY erinnert uns mit den vielen bunten Lichtern und Schaubuden, Riesenrad etc. ein ganz kleines bisschen an LAS VEGAS. Hotels reihen sich aneinander. Hier muss auch niemand verhungern, denn es gibt alle paar Meter ein Restaurant oder Cafe. Chinesische, Japanische, Indische, Kanadische, Mexikanische Küche, für jeden Geschmack ist etwas dabei. Ich esse hier gerne die RAMEN Soup, weil kalorienarm, sättigend und wärmend.




Die NIAGARA FALLS haben uns nicht enttäuscht! Ganz im Gegenteil sind wir angenehm überrascht, dass man ganz unkompliziert eine lange Promenade entlang gehen und die Fälle bewundern kann. Es sind auch alle Touristen sehr freundlich und niemand steht anderen im Bild. Man macht sich gegenseitig Platz. Man bietet anderen Paaren den Platz an und auch, sie zu fotografieren. Natürlich waren wir auch bei JOURNEY NIAGARA BEHIND THE FALLS und in NIAGARAS FURY.




Bereits daheim haben wir alle Eintrittkarten gekauft. Wir haben einen NIAGARA-FALLS-PASS mit dem wir Busse benutzen können und Zugang zu den verschiedenen Sehenswürdigkeiten der 11 km langen NIAGARA SCHLUCHT haben. Wir waren heute bereits am WHITE-WATER-WALK und haben die WHITE-WATER-RAPIDS besucht. Hier schwammen todesmutige Abenteurer durch und manche überlebten es sogar! Mit der AERO-CAR sind wir trocken und gemütlich über den sogenannten WHIRLPOOL gefahren. Auch das ist eine extrem gefährliche Stelle, an der Abenteurer immer schon ihr Glück herausgefordert hatten.
Toronto bye bye
Ein letzter Tag in TORONTO-UMGEBUNG. Wegen des Marathons mussten wir ausweichen und Walter hat sich für mich ein sehr schönes und angenehmes Programm ausgedacht. Wir sind raus aus der Stadt gefahren. Er hat in den vergangenen Jahren aus einem Urban-Girl eine Country-Granny geformt ;-))



Unser letzter Tag hier war sehr schön, denn wir sind dem TORONTO STADTMARATHON geschickt ausgewichen und waren vormittags am schönen LAKE ONTARIO spazieren. Das war eine Wohltat, das war Balsam für die Seele, die Nerven, die Augen!



Die CASA LOMA wurde uns gestern vom Info-Center-Mitarbeiter als Alternativprogramm für TORONTO empfohlen. Dieses Gebäude wurde von einem der erfolgreichsten Geschäftsmänner Kanadas Anfang 1900 erbaut. HENRY PELLATT hatte eine Vorliebe für das Mittelalter und deshalb sieht das Gebäude so aus. Geschmacksache, nicht mein Geschmack, aber bitte. Ich will dem guten Mann nicht Unrecht tun, denn immerhin war ER es, der die Elektrizität in die Häuser und Straßen von TORONTO brachte. Die Energie dazu holte er aus den NIAGARA-FALLS. Ein cleverer Bursche! Im Inneren gibt es ein HORROR-MUSEUM , das wir allerdings nicht besuchten. Ich zahle doch nicht CAN $ 35,– pro Person für Albträume in der kommenden Nacht!!!



Für HORROR-STORYS haben die Kanadier lebhaftes Interesse und große Begeisterung. Hier sehen wir, unweit der CASA LOMA, ein ESCAPE HOUSE (der Link für alle, die stärkere Nerven haben). Auch das ist nichts für meiner Mutter Tochter! Außen anschauen: ja, hineingehen: NEIN !



NERVENNAHRUNG beim Mexikaner PLAYA CABANA im Vorort. Keine Touristen, keine Marathonläufer, bloß ein paar Menschen aus der Nachbarschaft und wir. Da unser gestriges DINNER beim Asiaten recht kompliziert war (Speisekarte nur online im Lokal, jedoch kein Internet im Lokal !) und wir es heute einfacher haben wollten, haben wir hier sehr solide Hausmannskost genossen. Morgen geht es weiter zu den NIAGARA-FALLS und darauf freue ich mich, wie ein kleines Kind!
Toronto Multi-Kulti und Marathon
Der Tag begann sehr gut. Lediglich zwei Stunden Autofahrt und schon waren wir in TORONTO und fanden durch Zufall gleich eine günstige Parkgarage. Parken ist in Toronto nämlich grundsätzlich sehr teuer. Da in Kanada nach THANKSGIVING mehr oder weniger alles zugesperrt wird, hatten wir große Hoffnungen auf TORONTO, eine Großstadt, gesetzt. Wie das Leben so spielt, findet am Sonntag, 15.10.23 der STADTMARATHON statt und deshalb fährt am Sonntag kein HOP ON – HOP OFF BUS. Das Angebot, um CAN $ 66,– pro Person (!!) eine 2-stündige Fahrt mit dem HOP ON – HOP OFF -BUS zu unternehmen, haben wir erbost abgelehnt. Sehr zum Unverständnis der jungen chinesischstämmigen Mitarbeiterin, deren Mandelaugenvor Erstaunen, so kreisrund es ihr möglich war, wurden. Man kennt wohl kein Schamgefühl beim Ausbeuten von Besuchern. Laut einem jungen Mitarbeiter der TOURISTENINFORMATION haben am Sonntag sowieso die ATTRAKTIONEN alle geschlossen, es verkehren keine Busse, weil ALLE beim MARATHON sein werden.

Bevor wir mit dem Sightseeing beginnen, haben wir noch einen kurzen Stop für einen kleinen Imbiss bei MR. GREEK (Personal bestand aus einem Chinesen und einer Inderin ;-)) eingelegt. Meine Bitte um ein Glas Retsina wurde ignoriert, zuerst beteuerte die kleine Inderin, keinen Retsina zu haben und als Walter ihr die Flasche zeigte, bekam ich 1/2 Liter. Klar, dass ich den einwandfrei geschafft hätte – es wäre eine leichte Übung für mich gewesen! Aber da ich vor meinem Schatz einen guten Eindruck machen wollte, habe ich nur die Hälfte getrunken und die zweite Hälfte in eine leere Mineralwasserflasche gefüllt und mitgenommen. Ein fieser Security im CN-TOWER hat mich dieser Flasche mit dem Hinweis beraubt, dass Alkohol im CN-TOWER verboten sei. Oben wurde schließlich WEißwein, Rotwein und Roséwein dann teuer verkauft! Solche hinterhältigen, verlogenen Schweinebacken!



Der Blick vom CN-TOWER ist natürlich grandios! Fast könnte man dem Security-Kerl verzeihen; aber nur fast ! Den besten Blick auf die SKYLINE von TORONTO genießt man von der FÄHRE zur gegenüberliegenden INSEL. Das ist wieder die günstigere Variante gegenüber einer Hafenrundfahrt, die – jawohl: THANKSGIVING war schon – ohnehin nicht mehr angeboten wird. Das Restaurant auf der Insel hat natürlich ebenfalls schon geschlossen (wovon die TICKETVERKÄUFERIN aber nichts weiß), weshalb man eine Stunde Aufenthalt sportlich spazieren gehend verbringt. Sonst wird es nämlich echt kalt!


Das ALTE RATHAUS in der CITY und davor lagern wieder Obdachlose. Es ist furchtbar, wieviele Menschen auch hier auf der Straße leben. TORONTO hat drei Kathedralen zu bieten. In der Kathedrale, die quasi die „Hauptkathedrale“ ist, fand eine Trauung statt und deshalb war uns der Eintritt verwehrt. Das hatten wir auch in MONTRÉAL und in OTTAWA ;-(( Die beiden anderen Kathedralen in Toronto waren schlicht und ergreifend „CLOSED“.

Schwindelfrei sollte man schon sein, wenn man am CN-TOWER (553 Meter hoch) auf dem GLASBODEN posiert und 342 Meter in die Tiefe blickt. Eine gute Übung für unsere bevorstehende Fahrt mit der ZIPLINE über die NIAGARA-FALLS.
Midland – eine Stadt im Winterschlaf
Eine Fahrt, wie entlang einer „INDIAN SUMMER„-FOTOTAPETE. Traumhafte Farben rechts und links auf unserer Reise vom ALGONQUIN PROVINCIAL PARK nach MIDLAND. Walter hätte am liebsten alle 5 km einen Fotostop eingelegt, aber ich war am Steuer und habe entschieden, dass wir mittags in MIDLAND sein wollen. Denn da startet laut Walters Reiseplan eine Bootstour in den GEORGIAN BAY ISLANDS NATIONAL PARK auf BEAUSOLEIL ISLAND.



Was mein Schatz nicht wußte, weil es nicht im Reiseführer stand: Mit THANKSGIVING schließen viele Einrichtungen in Kanada. Das Bootsunternehmen gehört dazu.



Ersatzprogramm war schnell gefunden! Da wir aus dem gleichen Grund auch nicht zu den HURONEN konnten, haben wir schließlich das (Überraschung!!) geöffnete HURONEN-MUSEUM besucht und viel über die hochentwickelte Kultur und deren Demokratieverständnis gelernt.





Der Besuch des PUMPKIN-INFERNO wurde uns von verschiedenen Personen dringend als Herz gelegt. Es gäbe dort KÜRBISSE jeder Größe, kunstvolle Schnitzereien, Künstler, Musik, Essen. Es wäre ein Spektakel sondergleichen. Und tatsächlich finden wir Kürbisse aller Größen, phantasievoll geschnitzt und illuminiert sowie einige wirklich gruselige Installationen. Das mit dem Essen war allerdings eine Übertreibung, denn es gab lediglich Zuckerwatte und Pizzaschnitten. Beides nichts für uns. Da um 20 Uhr auch die Restaurants bereits geschlossen haben (!!!), musste ein Sandwich am Zimmer reichen. Morgen ist auch noch ein Tag und in TORONTO haben wir hoffentlich bessere (Speise-)Karten ;-)) Und eins ist auch klar: in 8 Tagen koche ich uns in Wien einen großen Topf KÜRBISCREMESUPPE AUS EINEM HOKAIDO-KÜRBIS!!!! Den Gusto dazu haben wir uns heute geholt.
Algonquin Provincial Park
Ein Tag, wie im Bilderbuch! Alles hat wunderbar gepasst! So wünscht man sich seinen Hochzeitstag: gemeinsam wunderschöne Erlebnisse sammeln und teilen.




Kanada ohne Elchsichtung wäre unvollständig. Wir sind überglücklich, dieser wunderbare ELCHKUH beim entspannten Abendessen zusehen zu dürfen. Sie ließ sich überhaupt nicht stören und uns ganz nah bis auf ca. 10 Meter heran. Näher sind wir aus Respekt nicht gegangen. Sie stapfte seelenruhig durch das Moor, bis zu den Knien eingesunken, naschte mit großem Appetit von den saftigen Blättern und schenkte uns immer wieder einen nachdenklichen Blick.
Der GRAUREIHER posiert und weiß, dass er schön ist. Die PUTEN waren recht sorglos – THANKSGIVING ist schließlich schon vorbei.




HOCHZEITTAG war heute gleichzeitig WANDERTAG. Es hat zum Glück überhaupt nicht geregnet. Der Himmel war zwar großteils bedeckt, aber die Temperatur war für eine schöne Wanderung gerade richtig. Herrliches Laub in allen Farben, ein ganz ruhiger Wald in dem nur der eigene Atem, das Rascheln der Blätter, die Rufe der Vögel und die Eichhörnchen und Streifenhörnchen zu hören war.





Morgen reisen wir wieder ab und es geht weiter nach MIDLAND. Zwei wunderbare Tage und Nächte haben wir hier am Eingang zum ALGONQUIN PROVINCIAL PARK in einem der LAKEWOODS COTTAGES am Ufer des OXTONGUE LAKE verbracht. Die Lage ist unübertroffen, das Cottage bestens ausgestattet. WaWa konnte mit seiner Drohne fliegen. Besser geht es nicht!
Auf zu neuen Ufern zum Algonquin Nationalpark
Reisetage bieten normalerweise eine hohe Dichte an neuen Blickwinkeln, Landschaften, Stimmungen etc. Der Reisetag heute war etwas anders, als gedacht. Ich habe mein Frühstücksei (halb roh, weil sunnyside up) ganz schlecht vertragen und daher musste WaWa heute ausnahmsweise fast die gesamte Strecke das Auto lenken, während ich, natürlich unglaublich tapfer(!!!), neben ihm am Beifahrersitz leidend liegend wenig von der Fahrt mitbekommen habe. Nur so viel: das Wetter war wieder einmal extrem wechselhaft.

Schon wieder sahen wir etliche WEINGÄRTEN und WEINGÜTER mit Verkostungsmöglichkeit. Nach einer ersten Weinprobe vor einigen Tagen werde ich auf Kanadischen Wein allerdings weiterhin verzichten und freue mich, ganz Patriotin, auf die wunderbaren ÖSTERREICHISCHEN WEINE vom Wagram, dem Burgenland, der Südsteiermark und natürlich auf die hervorragenden WIENER WEINE! Immerhin ist WIEN die EINZIGE WELTSTADT mit eigenen WEINGÄRTEN! Nicht zu vergessen ist natürlich mein LIEBLINGS-ROTWEIN aus dem zauberhaften BRANIK/SLOWENIEN von unserem lieben FREUND BORIS und seiner wunderbaren Frau JOZICA, die außerdem den weltbesten GRAPPA für die Familie produzieren!





Die Landschaft hat sich gewandelt, seit wir die THOUSAND ISLANDS verlassen haben. Wir befinden uns nun im ALGONQUIN NATIONALPARK mit seinen vielen Flüssen und Seen und nahezu undurchdringlichen, dichten Wäldern. Hier sollen auch viele Tiere beheimatet sein und wir würden uns über eine Begegnung mit einem MOOSE, wie die Elche hier genannt werden, sehr freuen. Also steht für morgen, unserem 45. HOCHZEITSTAG, ein WANDERTAG am Programm. Dann gibt es hoffentlich wieder mehr zu erzählen!
Regen, Capuccino, Regenbogen
Man darf sich nie, wirklich nie, erwarten, dass das Wetter während einer Reise immer „schön“ ist, der Himmel himmelblau und die Sonne von 7 Uhr früh bis 19 Uhr abends scheint. Wir hatten heute den dritten Regentag in Folge und das Beste daraus gemacht. Zuerst wollten wir das UPPER CANADA VILLAGE erkunden, wo ein HISTORISCHES DORF nachgebaut und von DARSTELLERN IN HISTORISCHEN GEWÄNDERN das damalige Dorfleben gezeigt wird. Leider Fehlanzeige! Das Areal ist bereits winterdicht gemacht und geschlossen. Das stand nicht im Reiseführer. Da steh‘ ich nun in meiner Regenpelarine und schau‘ verdutzt! Offenbar sperrt nun wirklich langsam alles zu, weil die Saison vorbei ist.



PRESCOTT. Ein kleines, hübsches Städtchen mit einem kleinen, hübschen, historischen Stadtkern. Es gibt einen – mittlerweile leeren, weil Saisonende – Hafen, einen SHAKESPEARE-GARTEN und im OUTPOST-CAFÉ DEN BESTEN CAPUCCINO, den wir seit 3 1/2 Wochen in KANADA zu trinken bekommen haben. Die Damen waren reizend und wir konnten uns noch eine Weile sehr nett unterhalten. Eine CHARMANTE IDEE übrigens: jeder Gast aus dem Ausland bekommt ein selbst gehäkeltes Souvernier, damit jeder ein Stückchen Kanada mit nach Hause nehmen kann ;-)) Ich werde unseres in Ehren halten. Versprochen!




Am späten Nachmittag endlich für 20 Minuten ein wenig Sonnenschein und regenfrei. Wir sind sofort (ich ohne Socken!) raus aus dem Haus, um die DROHNE ein wenig steigen zu lassen. Noch immer kein strahlend blauer Himmel, der auch den ST. LORENZ STROM blau schimmern lässt, aber immerhin ein kleiner Eindruck.




Zum Schluss noch ein kleiner Blick von oben auf unser aktuelles Quartier, das wunderbare, gastfreundliche RIVERVIEW B&B und den Ausblick vom Haus. Schade, dass wir morgen wieder übersiedeln müssen, aber der ALGONQUIN NATIONALPARK ruft uns für die kommenden zwei Tage und Nächte.
Thousand Islands rauhe Schönheit
Diese Region gehört abseits der Rocky Mountains laut Erzählungen einer lieben Freundin, die lange in Kanada gelebt hat, zu den schönsten, reizvollsten Ecken Kanadas. Bei Schönwetter zeigen sich die THOUSAND ISLANDS bei blauem Himmel, blauem Wasser und warmen Licht in ihrer betörenden Schönheit. Durch einen Schlechtwettereinbruch mit starkem Wind, kühlen 9-11 Grad und heftigen Regenschauern erleben wir frierend die raue Seite mit seinen eigenen Reizen.






Trotz des schlechten Wetters und der rauen Bedingungen am ST. LORENZ STROM kann man eine 3-STÜNDIGE BOOTSFAHRT zwischen den Inseln unternehmen. WaWa hat sich das natürlich nicht entgehen lassen!


Man kann aber auch von einem Spaziergang durchgefroren die Schiffsfahrt verweigern, ein paar neue Bücher auf den e-Book-Reader laden und es sich mit einem Obstsalat im Bett gemütlich machen. Ich werde schließlich nicht dafür bezahlt, zwanghaft etwas zu unternehmen. Ich darf auch mal streiken und rasten.
1000 Islands – nein, nicht das Dressing!
Außerdem sind es sogar mehr als 1700 Inseln und Inselchen im ST. LORENZ STROM, die dieses idyllische Insellabyrinth bilden. Es ist, wie halt überall auf der Welt, so, dass sich die meisten Inseln in PRIVATBESITZ – meist vermögender – Menschen befinden. Zu einigen dieser Häuser und deren Besitzer gibt es interessante Geschichten, die hier überall zu lesen sind.
Wir waren heute gleich am 1000 ISLANDS TOWER luftiger Höh‘ einen ersten interessierten Blick über einen Teil dieser Inselwelt schweifen zu lassen. Trotz des bewölkten, teilweise regnerischen, Wetters war die Aussicht grandios! Eiskalt war es.





Wenn das Wetter einigermaßen (bitte, bitte!) passt, wollen wir morgen eine 3-STÜNDIGE BOOTSFAHRT mit CITY EXPERIENCES am ST. LORENZ STROM unternehmen. Mit der Unterkunft für die kommenden 3 Nächte haben wir es wieder gut getroffen. Das von sehr netten, sympathischen Vermietern betriebene RIVERVIEW B&B ist wunderbar gelegen, sehr gut ausgestattet, bietet einen hübschen Blick auf den ST. LORENZ STROM zu einem vernünftigen Preis. Und wieder sind unsere Gastgeber tüchtige indischstämmige Kanadier. Wobei wir auch gestern und heute wieder extrem viele indische Touristen getroffen haben. Alle immer gut drauf, in größeren Familienverbänden und sehr kommunikativ. Kein Wunder also, dass wir viele indische Freunde haben!

THANKSGIVING wird in Kanada morgen gefeiert. Da wird daheim oppulent gekocht und gegessen, weshalb im kleinen Ort GANANOQUE morgen etliche Lokale gesperrt haben werden. Wir wollten auf Nummer Sicher gehen und haben uns bereits heute unser THANKSGIVING MENÜ, bestehend aus TURKEY, MASH, BROKKOLI, GRAVY, gegönnt. Für morgen hat sich WaWa einen Schweinsbraten mit Erdäpfeln und Krautsalat im örtlichen Supermarkt zur Feier des Tages gesichert. Ich habe eben einen sehr vorausschauenden, klugen Ehemann!!

Auch das ist KANADA. Meistens ist alles wirklich proper, gepflegt, gediegen und sieht nach „Geld“ aus. Aber es sind auf den Supermarktparkplätzen immer wieder auch solche Fahrzeuge zu sehen. Es gibt zwischen den gut situierten und den obdachlosen Kanadiern auch diese Zwischenschicht.
Ottawa, die Hauptstadt
Es war eine strategisch kluge Entscheidung von Queen Victoria, OTTAWA zur Hauptstadt zu machen, auch wenn es damals nicht unbedingt verstanden wurde. Für Touristen (oder Reisende, wir wir es sind) ist OTTAWA praktisch zu besichtigen, da alle abgebildeten Gebäude eng beieinander liegen und sich im Regierungsbezirk befinden. Uns hat heute eine Schlechtwetterfront erwischt, aber unseren Wetterpelarinen ist es zu verdanken, dass wir trotzdem einen schönen Besichtigungstag erleben konnten. NOTRE DAME war aufgrund von zwei Hochzeiten für Besucher gesperrt. Schade, aber sich deswegen als dritte Hochzeit anzumelden, war es uns dann doch nicht wert.

Parlament am PARLIAMENTS HILL.

Centennial Flame: symbolische Flamme; wurde am Silvesterabend 1966 durch den damaligen Premierminister Lester Pearson anlässlich der Eröffnung der Feierlichkeiten zum 100-jährigen Bestehen der Kanadischen Konföderation entzünet.

Krieger-Denkmal erinnert an den Krieg von 1812 – Britsch-Amerikanischer Krieg


Nett spazieren gehen und den Blick auf die umliegenden historischen Gebäude zu genießen ist im MAJOR’S HILL PARK ein Muss!

Blick vom Major’s Hill auf den OTTAWA FLUSS.

LANGEVIN BLOCK: beherbergt das Büro des feschen Premierministers und die Büroräume des (hoffentlich auch so attraktiven) kanadischen Kronrates. Wir finden die Kanadier grundsätzlich fesch.

Skulptur von Louise Bourgeois vor der NATIONAL GALLERY OF OTTAWA. In der Hauptstadt sind die meisten Gallerien und Museen des Landes zu finden. Warum wir nicht zu den eifrigen Besuchern zählen? Wir haben in Wien die schönsten, interessantesten und tollsten Museen, wie z.B. ALBERTINA, BELVEDERE, KUNSTHISTORISCHES MUSEUM … Dort sind wir regelmäßig zu Gast, im Ausland genießen wir Land & Leute ;-))


BEAVERTAILS aufzusuchen und das berühmte SCHMALZGEBÄCK zu probieren, war natürlich ein Fixpunkt des heutigen Programmes und dem Besuch des BYWARD MARKET’s . Am Weg dorthin fand ich ein interessantes POLNISCHES Deli (Food, Puppen, Häferln, Krimskrams ) @WEDELONLINE.CA und nette Gesprächspartner.
Montréal, die Schöne
Nach der gestrigen Radtour durch Montréal haben wir uns für heute ein gemütliches Programm erstellt. WaWa hat sogar zwei relativ günstige Parkgaragen gefunden, sodass wir die großen Entfernungen gut mit dem Auto zurücklegen konnten. Gegangen sind wir trotzdem wieder mehr als genug.



Für die wunderschöne BASILIQUE NOTRE -DAME DE MONTRÉAL hatten wir heute Eintrittskarten und konnten daher den Innenraum besichtigen, beten und einer exzellenten Sängerin lauschen. Außen ist leider ein Turm eingerüstet, aber momentan ist, gefühlt, halb MONTRÉAL eine Baustelle.




MARCHE JEAN-TALON ist, so hat man uns erzählt, der GRÖSSTE MARKT NORDAMERIKAS! Für uns ist er jedenfalls der sauberste Markt, den wir jemals irgendwo auf der Welt besucht haben. Was für ein Unterschied zu den mittlerweile zunehmend orientalischen Märkten in Wien! Beim Anblick der frischen, vielfältigen Produkte hätte ich gerne sofort einen Kochlöffel geschnappt und zu schnipseln und kochen begonnen!!!



Was für eine tolle Aussicht vom MONT ROYAL, dem HAUSBERG MONTRÉALS. Obwohl der Himmel heute bedeckt war, konnten wir den Ausblick sehr genießen. Die Stadt scheint zum Greifen nah. Der Park erinnert mich stark an den KURPARK OBERLAA. Langsam bekomme ich nämlich Heimweh.


MONTRÉAL BEI NACHT zeigt sich dezent beleuchtet und nur ein wenig bunt. Die Lokalszene ist überschaubar. Es scheint zu stimmen, dass die Kanadier keine Partylöwen sind. Oben LA GRANDE ROUE DE MONTRÉAL. Unten sehen wir die JACQUES-CARTIER BRÜCKE. Der Herr, ein Franzose aus St. Malo, war der erste Europäer, der den St. Lorenz Strom vermessen und kartiert hat.
Montreal, Tag 1, Fortsetzung folgt
Man sagt, MONTREAL sei die europäischste Stadt Kanadas. Zumindest was den Umgang mit dem HAUSHALTSMÜLL angeht, kann ich das meiner heutigen Beobachtung nach bestätigen. Es schaut aus, wie in BRÜSSEL. Überall liegen die Müllsäcke herum. MONTREAL ist momentan eine einzige Baustelle, wie es scheint. Wir haben uns Fahrräder gemietet und haben damit drei Stunden lang die Stadt und die ILE NOTRE DAME sowie die ILE SAINTE-HÉLÈNE erkundet. Aufgrund der unzähligen Umleitungen sind wir dadurch auch in die Ecken der Stadt gekommen, die wohl nicht so gerne hergezeigt worden wäre. Wir haben sehr viel Leid und Obdachlosigkeit gesehen, verwahrloste und hoffnungslose, am Boden liegende Männer. Es schien mir schlimmer als in LOS ANGELES zu sein. Als Gegenpol zeigt sich die quirrlige ALTSTADT, in der sich Touristenmassen aus der ganzen Welt fröhlich tummeln. Den auffallend vielen chinesischen Gästen zollt man hier Respekt und schreibt die meisten INFOTAFELN neben Französisch und Englisch auch in CHINESISCHEN SCHRIFTZEICHEN.

Die Skulptur TROIS DISQUES, im PARC JEAN-DRAPEAU symbolisiert FORTSCHRITT UND MENSCHLICHE KRAFT. So man kunstverständig genug ist, dies zu erkennen. Ich bekenne mich als Banause, mich erinnert diese Skulptur eher an die ROSANANTE von DON QUIJOTE. Oje !

BIOSPHÉRE MONTREAL, das Wasser- und Umweltmuseum. Wenn man den Weg immer geradeaus weiter fährt, erreicht man ein gemütliches Plätzchen mit einem spektakulären Ausblick auf die Stadt und ihre Baukräne.

MARCHE BONSECOURS, ein beliebtes KULTURZENTRUM war früher eine MARKTHALLE. Einer der wenigen Plätze, die heute nicht überfüllt waren.

Saint-Pierre-Apôtre, eine der vielen sehenswerten Kirchen der Stadt. In die BASILIQUE NOTRE DAME DE MONTRÉAL fanden wir keinen Einlass, sie steht morgen auf unserem Programm.


Ein netter Park am HAFEN spendet auf einer kurzen Rast Erholung und Abkühlung. Familien und verliebte Paare liegen gemütlich auf Decken im Gras, Pensionisten und Touristen machen es sich auf den Bänken gemütlich. Auch ich habe mich hier von den Strapazen der Radtour erholt, waren doch alle Rückgabestellen für die Räder voll und wir mussten einen weiteren Kilometer fahren, um die Räder zurück geben zu können – und dann natürlich diesen einen Kilometer zu Fuß wieder in die City.
WIR FEIERN BAYERN – dieses Motto scheint auch in MONTREAL angekommen zu sein. BREZN & OBATZDA mit WEISSBIER sorgen für OKTOBERFESTSTIMMUNG. Jo mei, wer’s mog. In ein paar Tagen wird ohnehin THANKSGIVING gefeiert. Wieder ein Grund für ein Essen ;-))
Mauricie Nationalpark
Wieder einmal ein Wandertag, diesmal durch den wundervollen MAURICIE NATIONALPARK. Walter geht es immer besser, je steiler und weiter der Weg ist. Ich hingegen habe eine blutende Zehe, laboriere immer noch an den Folgen meines Sturzes (Rippe geprellt und etliche andere Blessuren) und am Überfall durch kleine, fiese Tiere in der romantischen Auberge Chez Sam.
Trotz einmal vor Anstrengung übergeben müssen, hat sich der Aufstieg auch für mich gelohnt und es war trotzdem wunderschön durch den INDIAN SUMMER zu wandern. Herrlich mildes Licht ließ die Farben in allen Schattierungen strahlen. Mehr sag‘ ich dazu nicht, denn wie sagt man so schön – ein Bild sagt mehr als 1000 Worte.





Zum Abschluss haben wir uns mit einem Sprung in den LAC-BOUCHARD belohnt. Das tat wirklich gut und war notwendig. Durch das viele Schwitzen hätte man an meinem Körper gut und gerne 1/4 kg Salz gewinnen können.
Québec – Frankreich in der Neuen Welt
Gestern haben wir den oberen Teil der Stadt, HAUTE VILLE, erkundet. Ich war so erschöpft am Abend, dass ich heute den gestrigen Eintrag noch ergänzen muss. Heute stand BASSE VILLE, der untere Stadtteil am Programm. Vergnügen pur! Für einen besonders guten Blick auf die Stadt und das CHATEAU FRONTENAC bietet sich eine Fahrt mit der FÄHRE an.






Gestern das „Pflichtprogramm“, heute die „Kür“ mit Bummel durch die quirrligen Gässchen, mit zufällig getroffenen Vorarlbergern Kaffee trinken und plaudern. Herrlich!



Kanadas Antwort auf das GOLDENE DACHL von INNSBRUCK sind die SILBERNEN DÄCHER der Kirche SAINTE ANNE DE LA PÉRADE im gleichnamigen Ort. Interessant an dieser schönen Kirche fand ich auch die Pendeluhr. Vielleicht gibt hier besonders ungeduldige Kirchgänger, die schon sehnsüchtig auf den Besuch beim Kirchenwirt warten? Wenn der Fluss von Ende Dezember bis Februar zugefroren ist, treffen sich hier viele EISFISCHER und fischen KABELJAU aus dem Fluss.
Für die nächsten zwei Nächte haben wir im neu renovierten MOTEL MIAMI eingecheckt und fühlen uns hier pudelwohl.
Québec, eine Stadt mit viel Flair
Vorweg: ich mag Québec. Es ist eine hübsch gelegene Stadt mit viel Charme und französischem Flair. Straßenmusiker, die wirklich gute Musik machen und Chansons zum Besten geben, tragen zur schönen Atmosphäre bei. Wir sind dementsprechend auch extrem viel herum gelaufen. Durch die engen Gassen, genussvoll über die TERASSE DUFFERIN (quasi ein „Holzweg“ diese Promenade ;-)) auf zu LA CITADELLE, denn wo die Kanonen stehen, hat man immer den besten Überblick, runter zum Rathaus und zum Parlament und durch die vielen verwinkelten Gassen mit unzähligen Lokalen; jetzt tun mir die Füße weh.





Schau mal an. Wenn es um Spenden geht, dann kann man Hinweistafeln sogar zweisprachig zur Verfügung stellen.
Die Kirche SAINTE ANNE DE BEAUPRÉ ist eine wirklich wunderschöne Kirche UND sie ist die WICHTIGSTE WALLFAHRTSKIRCHE GANZ NORDAMERIKAS. Bemerkenswert, außer der zweisprachigen, elektronischen Spendemöglichkeit, fand ich die Darstellung in der Kapelle, die die FIRST NATIONS zeigt und würdigt.





Ein kleiner Auszug, was es heute in der Stadt zu sehen gab, wie z,B.Teil der STADTMAUER, das berühmte CHATEAU FRONTENAC (Hotel Fairmont), das PARLAMENT, den WASSERFALL CHUTE MONTMORENCY, entzückende, kleine Läden.
Magic Moments
„Z’fleiss“ bleib ich Englisch ;-)) Ich verstehe nicht, dass Frankokanadier alle Informationstafeln nur Französisch schreiben, obwohl gerade zu den Hot Spots viele Gäste aus Asien und Europa kommen. Deshalb bleibe ich stur Englisch! Am zweiten Tag in der französischsprachigen Provinz Quebec fallen uns zwar laufend die notwendigen Wörter wieder ein, aber auf einen Besuch in einer Apotheke waren wir trotzdem nicht wirklich vorbereitet. Die Apothekerin sprach natürlich NICHT ENGLISCH, aber trotzdem haben wir es geschafft, zu bekommen, was wir wollten.




Eine herausragende INGENIEURLEISTUNG ist mit dieser ALUMINIUMBRÜCKE, die 1950 in Betrieb genommen wurde, geglückt. Diese Brücke ist, wie könnte es anders sein, die erste und längste ALUMINIUMBRÜCKE DER WELT.



Und jetzt sind wir bei den MAGIC MOMENTS angelangt. Den ganzen Tag sind wir bei mildem Licht und angenehmsten Temperaturen über kleine Sträßchen mit offenem Schiebedach getuckert. Rechts und links der Straße oft ein ganz unterschiedliches Bild. Manchmal auf einer Seite überbordender FARBENRAUSCH und auf der anderen Seite alle möglichen Grünschattierenungen, dann wieder auf beiden Seiten INDIAN SUMMER bzw. GRÜNE WÄLDER. MAGISCH halt.


Nach so einem Tag stand uns der Sinn nicht mehr nach Restaurant, sondern nach gemütlichem BBQ am SAGUENAY RIVER. Eine schöne Abendstimmung zum Tagesabschluß! Morgen geht es weiter nach QUEBEC CITY. Schau ma mal ;-))
Bunt, bunter, Saguenay
Ein gemütlicher Tag. Einmal Fähre, nur rund 120 Kilometer Strecke war auf kleinen Straßen zurückzulegen. Ein kleiner Spaziergang, Wanderung wäre ein zu großes Wort dafür, mit Genuss. So kann ein Tag auf einer Rundreise auch sein. So MUSS ein Tag auf einer Rundreise auch sein. Wir sind in SAGUENAY angekommen, haben uns im örtlichen Supermarkt mit ein paar Köstlichkeiten versorgt und machen es uns am SAGUENAY FLUSS bequem. Heute ist Waschtag in unserer Unterkunft für die nächsten zwei Nächte, im 3 Stern MOTEL PANORAMIQUE. Tom Cruise sagte in einem Film „unterschätze nie den Charme eines schäbigen Motels“ . Dieses Motel ist allerdings keinesfalls schäbig, sondern bestens ausgestattet!










Mit diesen Impressionen vom heutigen Tag verabschiede ich mich bis morgen.
Weiße Wale, bunte Blätter
Ab jetzt nenne ich meinen Süßen „Cherie“ und nicht mehr „Sweetheart„, denn ab der Provinz Quebec hat Französisch die Oberhand. Das hat mich heute schon in die erste peinliche Situation gebracht, als ich auf der Fähre Rivière-du-Loup – Saint-Siméon das gut gemeinte Trinkgeld generös in den Behälter für die leeren Zuckerpackerln geworfen habe. Oje.




Mit dem Auto verlief unsere Route wieder hauptsächlich auf dem TRANS-CANADA HIGHWAY. Rechts und links atemberaubende Wälder und Seen. Die Farben der Bäume ganz unterschiedlich im Grad der Färbung. Jedenfalls so farbenprächtig, dass man sich davon durchaus eine kitschige Fototapete wünschen kann. Wenn man denn dem Charme des Moments verfällt.




Wir hatten heute das Vergnügen, gleich mit zwei Fähren Rivière-du-Loup – Saint-Siméon und Tadoussac – Baie-Sainte-Catherine fahren und wunderbare Ausblicke genießen zu dürfen. In der BAIE SAINTE CATHERINE an der NORDKÜSTE DES ST. LORENZ STROMS dann eine wunderbare Überraschung: jede Menge BELUGAWALE tummeln sind im FJORD! So nahe kommt man den seltenen Tieren mit einem Boot niemals. Mit TADOUSSAC entdecken wir ein entzückendes, kleines Städtchen in dem viele nette Lokale zum Verweilen einlädt. Aber wir heben uns unseren Hunger für unsere AUBERGE CHEZ SAM auf.





Unsere heutige Unterkunft AUBERGE CAFE CHEZ SAM ist bezaubernd! Man muss sich natürlich trauen, ein 2-Stern-Hotel zu buchen, aber ich finde, wenn man immer in 4 Stern und 5 Stern Hotels absteigt, die auf der ganzen Welt irgendwie gleich sind, findet man die Seele eines Landes nicht. Hier ist es sehr, sehr französisch, sehr charmant, sehr verspielt, sehr originell. Ein Platzerl zum Glücklichsein für uns 2, obwohl das Zimmer nur 17 m2 (sehr sauberen) Platz bietet.
Opa & Oma on Tour – ein Reisetag
Heute legen wir BEI KAISERWETTER (der bewölkte Himmel gestern kam von einem Brand in den USA!) die längste Strecke (ca. 520 km) zurück und davor hatte ich nun wirklich Bammel. Obwohl wir meistens auf dem schönen TRANS-CANADA-HIGHWAY unterwegs waren, haben wir dann doch 7 Stunden gebraucht. Selbst schuld, denn wir sind Umwege gefahren, haben an romantischen Plätzen Pausen gemacht, kleine Spaziergänge unternommen. Die Landschaft wiederum traumhaft schön mit unendlichen Wäldern und erstaunlich, wie unterschiedlich die Laubfärbung ist. Mal schon etwas deutlicher, dann wiederum gelblich/orangefarben und dann plötzlich ist alles frisch und grün. Begleitet hat unsere beschwingte Fahrt ein Oldie-Sender rewind 93.1 , den wir gefunden haben (sehr empfehlenswert !!) und der ROD STEWARD, EURYTHMICS, QUEEN, LADY GAGA und ähnliches spielt. Ich habe zumindest den Refrain immer mitgesungen. Wie eine Lerche. Ich fand den Reisetag unterhaltsam, lehrreich und lustig.

Na bitte! Auch heute einmal SUPERLATIV AUF KANADISCH: die längste überdachte Brücke der Welt mit 391 Metern haben wir in HARTLAND, NEW BRUNSWICK, entdeckt.





Ich finde ja, man muss nicht alles fotografieren, sondern soll sich die Sehenswürdigkeiten und Naturschönheit in Ruhe anschauen, wenn man da ist. Walter konnte natürlich nicht widerstehen und hat wieder seine Drohne ausgepackt und gestartet. So kommt man auf 7 Stunden Fahrt für 520 km. Ein paar Kostproben oben. Aber alles gut, ich habe die Zeit zum Nachdenken über die großen Themen des Lebens genutzt. Wo wir in Europa „WC“ schreiben, lesen wir in den USA „RESTROOM“ und in Kanada „WASHROOM„. An österreichischen Briefkästen steht „KEINE WERBUNG“ während in Kanada „ONLY ADRESSED MAILS“ verlangt wird.
Spannend finde ich auch, dass unsere VERMIETER bisher hauptsächlich KANADIER mit INDISCHEN bzw. CHINESISCHEN WURZELN waren. In den letzten zwei Tagen wurde es dann besonders exotisch, denn der beste Host ever ist in MALI zur Welt gekommen und seine Gattin ist gebürtige RUSSIN. Ich liebe dieses INTERNATIONALE FLAIR!! Heute sind wir bei FRANKOKANADIERN im Manoir la Licorne, Temiscouata-Sur-Le-Lac gelandet.
Fundy National Park: where the ocean meets the forest
Wie man sieht, war der Himmel heute bewölkt. Wer aber, so wie wir, Sonne im Herzen hat, öffent das Schiebedach und genießt gut gelaunt einen weiteren Ferientag. Doch halt! Wir sind nicht auf Urlaub hier, wir betrachten unsere Reise als Dienstreise, weil wir ja Bildmaterial für den nächsten REISEVORTRAG www.walterwasinger.at sammeln UND jede Reise ist natürlich auch eine Bildungsreise, weil wir immer so viel Neues lernen dürfen! Außerdem genießen wir die vielen Begegnungen mit anderen Reisenden aus aller Welt und auch das ist eine geschätzte Quelle an Informationen, neuen Blickwinkeln, Eindrücken …..

Auf Empfehlung unseres phantastischen Gastgebers im Shepody Bay Inn machten wir uns heute auf den Weg zum CAPE ENRAGE, einem Naturschutzgebiet mit einem der spektakulärsten Ausblicke auf die Küste von FUNDY. Den LEUCHTTURM aus den späten 1830er Jahren hat Walter mit seiner Drohne gefilmt.







Ein Tag in angenehmer Umgebung, diese schier unendlichen Wälder verbreiten eine soooo gute Atmosphäre. Das können auch die vielen, kleinen, lästigen GELSEN nicht ändern. Wichtig: UNBEDINGT Gelsenspray mitnehmen, was wir auch taten. Im FUNDY NATIONALPARK sorgen 32 (!!) Arten von Bäumen für eine gesunde BIODIVERSITÄT. Jede Pflanze, jedes Tier ist wichtig für diesen funktionierenden Kreislauf, eins nährt das nächste usw. Im NATIONALPARK gibt es immer wieder INFO-TAFELN mit interessanten Erklärungen. Spannend zu lesen! Zu Hause werden wir bestimmt nachlesen auf ibacanada bzw. Nature Trust of New Brunswick.

Das Geheimnis der WINERY’s in Kanada ist gelüftet! Hier, in NEW BRUNSWICK wird Wein aus Obst erzeugt. Es wurde Rhabarber-Wein, Cranberry-Wein, Heidelbeer-Wein angeboten und ich habe tapfer alle Weine verkostet. Immerhin gibt es in Österreich ja auch RIBISELWEIN, also da brauchen wir einander nichts vorwerfen;-)) Schmecken hier alle ein bisserl wie früher unsere BRÜNNERSTRASSLER. Wir haben erfahren, dass in Kanada aber tatsächlich WEIN aus Trauben gekeltert wird und zwar z.b: in ONTARIO, BRITISH COLUMBIA, QUEBEC und NOVA SCOTIA. In den Supermärkten fand ich bisher allerdings nur Weine aus AUSTRALIEN, CALIFORNIEN etc.




Es ist mir unverständlich, dass man hier etwas anderes als HUMMER essen mag. Walter ist ja mehr der LACHS Liebhaber und ich muss deshalb ganz alleine den Hummer vertilgen. Dieser Bursche wog 1 1/2 Pfund zum Preis von umgerechnet € 20,– (wir erinnern uns, dass Hummer früher das Essen der armen Leute war) und schmeckte köstlich. Er hat mich glücklich gemacht und sein Tod war nicht umsonst, sondern Freude stiftend. Mit der HUMMER-DIÄT könnte ich mich anfreunden! Sollte ich wieder einmal in der Nähe von ALMA LOBSTER SHOP sein, werde ich zur Wiederholungstäterin!!!!!
Hopewell Rocks Provincial Park
Der heutige Tag war wieder ein Geschenk des Himmels! Blauer Himmel, angenehme Temperaturen und eine sanfte Brise im lächelnden Gesicht waren wir auch heute wieder mit offenem Schiebedach unterwegs. Die Strecke von unserer Unterkunft in AMHERST ( Super 8 by Wyndham Amherst NS ) zum neuen Quartier in der SHEPODY BAY ( Shepody Bay Inn ) verwöhnte uns mit Blick in die unendlichen Weiten der Kanadischen Wälder. Unser heutiges Pensum an gefahrenen Kilometern: 200

Eigentlich wollten wir ja sofort in den FUNDY NATIONALPARK wandern gehen, ( Parks Canada ), aber dann der spontane Entschluss zum Besuch des HOPEWELL ROCKS PROVINCIAL PARK und wir haben den halben Tag in dieser Sehenswürdigkeit extrem genossen. Auf der Karte oben ist der Unterschied zwischen EBBE und FLUT sehr gut zu sehen. Man muss sich vorstellen, das 160 MILLIARDEN TONNEN WASSER ZWEI MAL innerhalb von 25 Stunden TÄGLICH IN DIE UND AUS DER BUCHT fließen.




Diese bizarren FELSFORMATIONEN entstehen durch Wind, Sonne, Wasser, natürliche Erosion. Manche dieser Felsformationen bestehen nur ein paar hundert Jahre, andere wiederum Jahrmillionen. Jedenfalls ist dieses Gebiet mit dem HÖCHSTEN TIDEN-HUB der Welt (14 Meter Höhe und ca. 2 Fußballfelder horizontal) ein extrem wichtiges ÖKOSYSTEM für viele ZUGVÖGEL, aber auch für viele heimische Vögel.



Ein Paradies für FALKEN, die hier genügend andere Vögel zum Fressen finden und hier auch gerne brüten. Der WEISSKOPFSEEADLER ist selbstverständlich auch hier vertreten, was meinen begeisterten Tierfotografen Walter unendlich freut und über Stunden beschäftigt hält. Der SCHLAMM ist auch EIN KINDERPARADIES, denn hier dürfen, ja müssen, sie sich so richtig schmutzig machen. Der Schlamm hat aber noch weiteren MEHRWERT, denn ich traf einen Mann mit einem kleinen Kübel voll Schlamm. Er sammelte den SCHLAMM für GESICHTSMASKEN FÜR SEINE GATTIN. Na, wenn es nützt …
Weite Wälder, kleine Städte

Ein bisserl wehmütig haben wir das malerische Fisherman’s Cove verlassen. Weil die Sonne schien und ein paar hübsche Schäfchenwolken den blauen Himmel schmückten, haben wir das Schiebedach geöffnet und sind gemütlich zu unserem nächsten Ziel, AMHERST, getuckert. Ganz viele Fotostopp’s haben wir gemacht, weil Walter ganz selig war, seine geliebten Vögel fotografieren zu können. Seeadler in ihren schönsten Posen werden im Vortrag zu sehen sein! Während er seine Fotos schoss, hatte ich am Straßenrand Gelegenheit für meine schönsten Posen von FIT MIT PHILIPP und aus dem QI GONG. Davon wird es NIE Fotos geben, keine Sorge.
Auf der Fahrt am Highway kann sich das Auge auf den endlosen Wäldern ausruhen. Dieser weite Blick hat hohen Entspannungsfaktor und es überrascht, wenn dann plötzlich, wie aus dem Nichts, eine Stadt aus dem Wald heraus wächst.
Ein interessantes Erlebnis im SOBEY Supermarkt hatten wir als umweltbewußte Europäer. Selbstverständlich wollten wir die Plastikpfandflaschen retournieren. Als wir einen Mitarbeiter nach der Rückgabebox fragten, sah er uns perplex an und meinte, so etwas gäbe es nicht. Was passiert also in Nordamerika mit den Pfandflaschen? Ein weiteres ungeklärtes Mysterium für mich.



Mein Süßer, immer noch der ungestüme, wilde Desperado von 1977, hatte sich bereits in Wien für die Fahrt im Schlauchboot auf der höchsten Tidenwelle angemeldet. Es sieht so harmlos aus, aber die Strömung war so heftig (man bedenke: der Fluss hatte seine Richtung umgekehrt und floß nun quasi flussaufwärts ;-)) , dass das PS-starke Boot bloß am Flußrand gegen die Strömung ankam; keine Chance, in der Mitte zu fahren. Sind jetzt alle endgültig verwirrt ??


Immer die ATLANTIK-KÜSTE entlang auf dem TRANS CANADA HIGHWAY sehen wir linker Hand immer auf das Meer mit seinen vom Fluss angeschwemmten rosafarbenen Sandpartikel, die einen eigenen Zauber verströmen. Immer wieder stoßen wir wieder auf die Spuren der FIRST NATIONS, der MIK’MAQ, die so wunderbare, sprechende Namen für Orte fanden, wie z.B. „heilendes Wasser“ oder „Fluss, der schnell fließt“. Da kann man sich doch was darunter vorstellen! Jetzt heißt der genannte Ort allerdings „Mitland“ nach Sir Mitland, einem britischen Offizier und erfolgreichen Cricket-Spieler.





AMHERST, eine Stadt, die ich wohl eher als Dörfchen bezeichnen würde. Walter meinte, dass sogar im Zwettl seiner Jugend mehr los war und es für Jugendliche ziemlich frustrierend sein müsse, hier Party machen zu wollen. Trotzdem hat diese verschlafen wirkende Stadt viel Charme und eine hübsche VIKTORIANISCHE ALTSTADT sowie eine schmucke VORSTADT mit beeindruckenden VILLEN. Die Vorgärten haben locker die Größe von zwei Fußballfeldern! Da kann man sich als Kind/Jugendlicher jedenfalls gehörig austoben.
Heile Welt in Fisherman’s Cove

Waterfront im malerischen Fisherman’s Cove. Am Sonntag wird hier der Gehsteig hochgeklappt. Gestern haben Familien und Jugendliche noch ausgelassen gefeiert, heute waren nur ein paar wenige Tagesgäste, die sich Kanus für eine Ausfahrt geliehen hatten, zu sehen. Wo in Vorstädten die Männer am Sonntag gerne ihre Autos waschen, waschen die Männer hier die Boote.


In diesem kleinen Fischerdörfchen dreht sich alles um Hummer und Fischerei. Außer Fischern gibt es noch einen großen, internationalen Fischhändler hier, der die Fische abnimmt und weiter verkauft. Ein Restaurant und drei kleine Läden, in denen auch Seafood, Fish & Chips, Salate und Kuchen angeboten wird, bieten ausgezeichnete kulinarische Versorgung. Eine kleine Galerie und ein Dorfmuseum decken die kulturellen Bedürfnisse und natürlich gibt es noch einige winzige Kunsthandwerkläden.. That’s it – mehr gibt es zum Glück hier nicht.



Auf ausgedehnten Reisen ist es für mich notwendig, immer wieder einen ruhigen Tag einzuplanen. Die unzähligen Eindrück wollen schließlich im Kopf und in der Seele sortiert und verarbeitet werden. Ohne diese Muße dazwischen überlagern sich die Erlebnisse und dafür sind mir diese zu kostbar. Am Balkon meines Zimmers im wunderbaren „Fisherman’s Inn“ zu sitzen, einfach nur DA zu sein, zu schauen und runterzukommen, dafür war der heutige Tag ideal. Morgen geht’s wieder weiter !
Glück gehabt !
Walter flog in der Nähe von Peggy’s Cove noch eine Runde durch die Bucht mit seiner Drohne und landete sanft. Ich flog ohne Drohne und landete unsanft auf scharfkantigen Granitsteinen. Ich hatte unfassbar viel Glück, mir nichts gebrochen zu haben und nur mit Abschürfungen und Prellungen davon gekommen zu sein! Unten ein Drohnenfoto von Walter. Ein Foto meiner Blessuren erspare ich uns ;-))

Halifax, Hauptstadt von Nova Scocia ist eine junge, pulsierende Stadt, was auch an den 5 Universitäten liegt. Nach unserem Pflichtprogramm, wie z.B. TOWN CLOCK (siehe erstes Foto unten), die das WAHRZEICHEN VON HALIFAX ist, und dem RATHAUS (2. Foto) zieht es uns in eine der unzähligen Pubs, in diesem Fall war es „LOWER DECK“, wo jeden Abend Live-Music geboten wird.




Bitte das ist KEIN CAMPINGPLATZ in der Stadt, sondern hier logieren Obdachlose.


In der CITADEL erfahren wir, wie die MIK’MAQ nach tausenden von Jahren, in denen sie nachhaltig und gut in diesem Gebiet leben konnten, von den ENGLÄNDERN ihres Landes und ihrer Lebensgrundlage beraubt wurden. Eine eindrucksvolle Schau, wie wirtschaftliche und geopolitische Interessen – damals wie heute – Veränderungen auslösen. Die Nachfahren der Engländer, heute Kanadier, präsentieren die Vorkommnisse mit großer Begeisterung in historischen Kostümen.



Der PUBLIC GARDEN präsentiert sich als einer der schönsten viktorianischen Gärten Kanadas. In dieser Oase lässt es sich hervorragend chillen, in einem Buch versinken oder ganz einfach Löcher in die Luft schauen, Passanten beobachten, nichts tun. Morgen geht es weiter mit der Erkundung von HALIFAX – für heute ist Schluß, denn auf uns wartet noch ein schönes Feuerwerk, das wir vom Balkon unserer Unterkunft in einem kleinen Fischerhafen genießen wollen.
In eigener Sache
Mein Blog existiert heute seit einer Woche! Ein Jubiläum! Walter hatte die Idee dazu und den Wunsch, dass ich den Blog mit meinen Gedanken und Eindrücken fülle.
Dass ich diese Möglichkeit habe, verdanke ich meinem lieben Freund ANDI, der nicht nur alles programmiert hat, sondern auch weiterhin intensiv daran arbeitet, dass alles funktioniert und besser wird.
Vielleicht ist es ja schon aufgefallen, dass sich das Layout weiter entwickelt hat. Andi arbeitet daran, dass man sich für einen Newsletter anmelden kann, dass man reisemitrosi.com auf Facebook und auf Twitter folgen kann usw.
Noch ist der Blog nicht perfekt, wir lernen täglich Neues dazu. Die Ideen sprießen.
Mein lieber Freund Andi ist für mich jedenfalls schon heute perfekt, so wie er ist.
DANKE LIEBER ANDI FÜR ALLES !
Das muss endlich mal gesagt/geschrieben werden !!!!
Rosi und natürlich auch Walter
Superlative in kleinen Fischerdörfern

Wir sind immer noch im Mik’maq Gebiet und daher sind die Info-Tafeln zuerst in Mik’maq, dann Englisch und zuletzt Französisch geschrieben. Das finde ich gut und respektvoll gegenüber den Natives/First Nations. Um 1740 wurden viele Deutsche hier angesiedelt, um die Evangelische Kirche zu pushen. So entstand die ÄLTESTE DEUTSCHE SIEDLUNG IN CANADA. Deshalb steht hier auch ein originales Stück der Berliner Mauer. Mit deutschem Fleiß und Gründlichkeit wurden sie rasch zu erfolgreichen SCHIFFSBAUERN, Kapitänen und FISCHERN. Gegendert wurde damals noch nicht und so saßen die Frauen und Witwen in den Erkerfenstern im obersten Stockwerk der FARBENPRÄCHTIGEN HOLZHÄUSER und blicken sehnsüchtig auf die heimkehrenden Schiffe und ihre Männer, Söhne und Brüder. Wir waren so fasziniert, dass wir auf’s fotografieren vergessen haben ;-((
Bis heute sind die Schiffsbauer in LUNEBURG begehrt und so wurde die BOUNTY für die MEUTEREI AUF DER BOUNTY sowie die BLACK PEARL für PIRATES OF THE CARIBIAN ebenso hier gebaut, wie die BLUENOSE II, die lange Zeit der erfolgreichste und schnellste Segler im Atlantik war.



Heute finden wir hier das erste Gebäude in Kanada, das die Auszeichnung WELTKULTURERBE erhielt, „Academy“ bis zur 10. Klasse, Bild rechts. Links sehen wir die ST. JOHN’S CHURCH, die zweitälteste Kirche Kanadas. Die älteste steht in HALLIFAX. Nicht schlecht für ein 2200 Einwohner Städtchen! Denn hier steht auch KANADA’S GRÖßTES FISCHVERARBEITUNGSWERK!



PEGGY’S COVE ist ein pittoreskes, kleines Fischerdorf mit nur 60 Einwohnern. Man sagt, es wäre das hübscheste Fischerdorf der Atlantik Küste. Angeblich ist der Leuchtturm an der mit malerisch verstreuten Granitfelsen das am häufigsten fotografierte Motiv ganz Kanada’s. Behauptet man hier. Es ist nett, aber ich glaube trotzdem, das ist gelogen.

Wir haben erfahren, dass HUMMER früher das Essen der ARMEN war, die sich und Ihre Tiere mit dem Fang ernähren mussten, während die REICHEN den Luxus hatten, sich ERDNUSSBUTTER und MARMELADE für die Schulbrote ihrer Kinder zu kaufen. Die armen Kinder mussten mit HUMMER-SANDWICH zufrieden sein. Die Häftlinge im Gefängnis haben heftig protestiert, weil sie an 7 Tagen der Woche zu allen 3 Mahlzeiten HUMMER serviert bekamen. Heute kostet so ein SEAFOOD-TOWER mit einem Hummer, 12 Austern, je 6 Jakobsmuscheln, Shrimps, Muscheln rund € 80,– in einem Restaurant am Hafen.

MR. JACK, das Pferd für die Kutsche der TROT IN TIME Tour, weiß sich zu benehmen und pinkelt auf Anweisung in sein mobiles Pferde-Pissoir statt auf die Straße. Was sollten sich sonst die Touristen von ihm denken !

Weil die Kanadier nette Nachbarn sind, haben sie während der PROHIBITION in den USA fleißig jede Menge RUM produziert und in diesem Gässchen steht das Haus, von dem aus der verbotene Schatz binnen 3 Sekunden zum Hafen gebracht und von dort in die USA geschmuggelt werden konnte.
Die benötigte MELASSE war reichlich vorhanden, da die wunderschönen, BUNTEN GLASFENSTER für die Häuser der Kapitäne und Schiffsbauer aus England in Fässern transportiert wurden, die zum Schutz der heiklen Fracht mit MELASSE gefüllt waren! DAS war NACHHALTIGKEIT!

Ein bisserl Zeit haben wir ja noch bis WEIHNACHTEN, aber man kann ja vorsichtshalber schon jetzt einen WEIHNACHTSBAUM AUS HUMMERFALLEN mit einem Stern schmücken und aufstellen. Was erledigt ist, ist erledigt, basta !
Kejimkujik – und nein, das ist kein Tippfehler, sondern ein Nationalpark
Heute Bilderbuchwetter und erste Drohnenaufnahmen. NATUR PUR, wie Miriam Weichselbraun so schön in der Werbung flötet. Ich hab‘ heute den ganzen Tag diesen Ohrwurm im Kopf ;-))
Man merkt schon, dass langsam, ganz langsam der INDIAN SUMMER startet. Richtig eindrucksvoll wird sich die Färbung in den kommenden vier Wochen entwickeln. Dieser Nationalpark war früher das Gebiet der MI’KMAQ des Stammes der örtlichen First Nations. Die MI’KMAQ waren Halbnomaden und den Großteil des Tages damit beschäftigt, zu überleben. Das ist auch heute in manchen Konzernen wohl noch immer für so manchen so. Leider.


Man sagt, dass es die Beziehung eines Paares festigt, wenn es jährlich mindestens einmal gemeinsam eine KRISENSITUATION bewältigt. Nicht, dass das nicht sowieso mein Alltag wäre, trotzdem haben wir uns zu einer gemeinsamen KANUTOUR auf einem idyllisch gelegenen See entschlossen. Danger is my business. Noch nie waren wir mit einem so wackeligen Boot unterwegs. Zum Glück sind wir erfahren und sogar im 1er-Kajak auf der Salza erprobt. Sonst wäre es schief gegangen. Lustig war es in jedem Fall und der Beziehung hat es zumindest nicht geschadet.




„A SKY FULL OF STARS“ so einen herrlichen Sternenhimmel sieht man sonst nicht so schnell. Ich habe einen ähnlich schönen Himmel bisher nur in der Wüste Thar in Indien und in Südafrika gesehen. Allerdings war es nirgends, wirklich nirgends, so finster, wie hier. Freut euch, dass ihr die Milchstraße so schön deutlich sehen könnt!

Reizvolles Nova Scotia

Fast wär’s passiert, dass ich ähnlich grimmig dreinschaue, wie diese Halloween-Torte. Bei aller Liebe, aber manchmal treibt mich mein Süßer zu sehr vor sich her und heute war so ein Tag. Aber: alles ist wieder gut!
Wir haben heute im Städchen Saint John noch ausreichend Proviant im SOBEYS Supermarkt gebunkert. Jetzt haben wir auch von dieser Supermarktkette eine Kundenkarte, wie wir sie in den USA auch bei SAFEWAY nutzen. Ihr wisst schon: sparen, wo’s nicht weh tut ;-)) Die Fähre MV FUNDY ROSE hat uns nach NOVA SCOTIA gebracht, wo wir einen ersten Stop für 2 Übernachtungen im MERSEY RIVER LODGE & NATURE RETREAT vorgesehen haben. Hier gibt es „Natur pur“ (wie Miriam Weichselbraun immer so schön in der Werbung flötet) und sonst sehr wenig. Internet nur am Eingang des Naturzentrums, im Zimmer einen Kühlschrank (brauchen wir für die gebunkerten Lebensmittel für’s Frühstück), eine Mikrowelle (brauchen wir NICHT). Wir werden morgen 20 km zu E-J’s Grill fahren.






So, jetzt habt ihr die ersten Eindrücke auf den Fotos oben bekommen. So stellt man sich Kanada doch vor?
Wir sind jedenfalls wieder entspannt, wie schon lange nicht mehr. Zwar ist der Stress der letzten beiden Wochen vor der Abreise in den ersten zwei Tagen bereits abgeperlt und einer tiefen, inneren Ruhe gewichen, ABER hier in dieser traumhaften Naturlandschaft bekommt die Ruhe gleich nochmal eine andere Dimension und Qualität. Und vielleicht ist es gar nicht so übel, dass wir in unserem Zimmer kein Netz haben !!
Wechsel von USA -> Kanada

Ganz schön crazy begann unsere Fahrt heute mit DRUNKEN NOODLES bei einem nicht unbedingt vertrauenseinflößenden Thai-Restaurant. Wir blieben NICHT stehen und heben uns unseren Hunger für SAINT JOHN in Kanada auf.

Ein bisserl früh für HALLOWEEN, aber immerhin beginnt die Weihnachtsdeko in Österreich auch häufig schon im Oktober und die Osterdeko gleich nach den Heiligen 3 Königen. In den USA sind die HALLOWEEN Figuren monströs, riesig, gruselig und einfach Kult. Das ärgstens geschmückte Haus war in ein weißes Netz als „Spinnweben“ gehüllt und mit einer 3 Meter großen, schwarzen, fetten Spinne dekoriert. Beeindruckend gruselig, selbst für coole Pensionistinnen, wie ich es bin.

Vielleicht hilft ja ein bisserl Grünzeug gegen die Albträume ?? In den USA ist „Gras“, „Hasch“, „Hanf“, „Canabis“ schließlich in manchen Bundesstaaten legal. Ich tu nur so als ob, denn ich war und bin halt ein braves Mädchen und militante Nichtraucherin ! Meine Droge hat blaue Augen und heißt Walter ;-)) Siehe: www.walterwasinger.at


Kanada erreicht. Der Grenzübertritt war easy-cheesy: keine Fragen nach Feuerholz (wird man gefragt, wenn man mit einem Wohnmobil unterwegs ist) oder nach verbotenen Substanzen. Jetzt heißt es Umstellung von Meilen auf Kilometer. Beim Tempomat müssen wir jetzt im Kopf umrechnen, wieviele km/h des Tempolimits den Meilen/h am Tacho entsprechen. Der Wechselkurs ist wieder anders, als in den USA und auch die Uhrzeit hat sich um eine Stunde verschoben. War in den USA noch manch Info-Tafel englisch/spanisch, sind die Tafeln hier französisch/englisch. Bald werden wir mit Englisch nicht mehr so gut ankommen. Viel zu beachten also.

Damit es nicht so aussieht, als ob wir uns ausschließlich von HUMMER ernähren würden, gab es heute RAMEN vom Koreaner auf dem OLD CITY MARKET, dem ältesten Markt Kanadas (seit 1785). SAINT JOHN, zwar die größte Stadt von NEW BRUNSWICK (wer denkt da an Bowlinghallen in Wien ??) und nach HALIFAX der wichtigste Hafen Kanadas am Atlantik, aber trotzdem eine gemütliche Kleinstadt mit Parks und dem ÄLTESTEN MUSEUM von Kanada. BESONDERHEIT hier ist u.a., dass durch den enormen TIDENHUB der SAINT JOHN RIVER zweimal am Tag seine Fließrichtung ändert. Tja, so etwas schaffen für gewöhnlich doch nur Politiker aller Coleurs weltweit.


Abendmahl im angesagten Fischrestaurant „Billy’s Seafood“. Kanadischer Wildlachs mit Poutine für Walter. Lobster Roll mit Salat für mich. Lobster Roll ist wie Leberkässemmel nur halt mit Hummer und wird an der Ostküste sehr gerne gegessen. Preislich ist das leistbar und wir sind ja schließlich die überhöhten Preise manch österreichischer Autobahn-Raststellen gewöhnt. Ich denke mit Schrecken an den Capuccino um € 7,60! Hier bezahle ich für ein außergewöhnliches Essen mit Lachs und Hummer samt Getränken im Urlaub als Ausnahme gerne € 70–.

Satt und zufrieden sinken wir in viktorianischem Ambiente ins Land der Träume. Morgen wird es ohnehin spannend werden, denn im angepeilten Kejimkujik Nationalpark gibt es nach dem, bereits zum Tropensturm herbgestuften, Hurricane Lee, Probleme mit der Stromversorgung und diverse Sperren.
Heute war es eine feuchte Angelegenheit!
Zuerst hat mir mein Süßer beim Frühstück seinen Orangensaft über die frische Jean geschüttet, am Nachmittag ich seine Jacke in die größte Regenpfütze von Maine fallen gelassen. Wir haben einander verziehen, das macht das Leben einfacher, besonders an einem Reisetag von Boston nach Bangor, Maine. Ich frage mich besorgt, wohin die vielen, vielen Homeless in Boston bei dem starken Schauer verschwunden sind. Obdachlosigkeit ist in den USA ein verbreitetes Phänomen, leider. Wir absolvieren wieder unsere obligaten Turnübungen von „Fit mit Philipp“ und dann geht’s los zur HARVARD UNIVERSITY. Übrigens ein herrlicher Ort mit vielen Grünflächen, alten Bäumen in der extrem gepflegten Stadt CAMBRIDGE, Massachusetts. Alles sehr elitär!

JOHN HARVARD, der Gründer der Universität. 1636 als HARVARD COLLEGE gegründet, zählt diese Universität mit 10 Fakultäten zu den anerkanntesten Unis.

Der Uni-Campus, heute wegen des Dauerregens leer. Im normalen Studienbetrieb wuselt es nur so von Studenten. Heute waren alle recht flott mit Schirmen und Käppis unterwegs. Trotzdem hatten diese jungen Leute ausnahmslos ein höfliches und herzliches Lächeln für mich. Toll, dass diese priviligierten, intelligenten Nachwuchs-Leader für Sekunden Teil meines Lebens waren – und umgekehrt!


Schon beeindruckend, die MEMORIAL HALL, nicht wahr ? Im ebenfalls repräsentativen SANDERS THEATRE, der als Vorlesungsraum dient, wurde gerade eine lebhafte Vorlesung gehalten. Für meine älteste Enkelin (mein Sonnenschein hat demnächst Englisch-Matura) konnte ich ein Handout dieser Vorlesung stibitzen ;-))

Aber hallo! Hier, in der WIDENER LIBRARY ist das GRÖSSTE BIBLIOTHEKEN SYSTEM weltweit und gleichzeitig das ÄLTESTE BIBLIOTHEKEN SYSTEM DER USA zu finden. Leider haben nur Studenten und Studentinnen Zutritt. Das war in YALE anders.

Die wilden Truthähne wissen ganz genau, dass sie noch rund 2 Monate Zeit haben, bevor THANKSGIVING für sie zur Bedrohung wird ;-)) In Kanada wird THANKSGIVING bereits am 8. Oktober gefeiert, darauf freuen wir uns schon.

Wieder nix mit der Weiterbildung im reifen Alter, verdammt. Mir bleibt immer noch „Dr. Google“ und die WIENER BÜCHEREIEN und meine schlauen Verwandten und Freunde als Quellen der Weisheit. Abgesehen davon, kratzt ohnehin die Altersdemenz an meiner Tür zum Oberstübchen.
„I bin ka Depp – i hob a App“ oder eleganter: I’m not a fool – I have a tool




Das Invest von 100,– für die amerikanische SIM-Card hat sich mehr als gelohnt. Statt der horrenden Parkgaragengebühren sind wir mit wohlfeilen $ 11,– prepaid günstig davon gekommen und konnten dieses Budget am Nachmittag am LOCAL FOOD FESTIVAL ausgeben. Davor konnten wir den hochinteressanten BOSTON FREEDOME TRAIL self-guided in unserem eigenen Tempo absolvieren und uns alles Wissenswertes googeln. Hier findet man z.B.den ÄLTESTEN STADTPARK AMERIKAS. Hier fand die BOSTON TEA PARTY statt. Boston gilt als die Wiege der Freiheit (Cradle of Liberty) und der FREEDOME TRAIL führt zu den bedeutendsten Punkten. Hier ist viel passiert! Irritierend fand ich die Information zur BOSTON LATIN SCHOOL gleich neben dem Denkmal eines seiner bedeutendsten Söhne, Benjamin Franklin; siehe auch der Mosaik „City Carpet“. Diese Schule war 1635 die erste öffentliche Schule in den USA und auch Benjamin Franklin war hier Schüler. Mädchen wurden allerdings erst 1972 (!!) zugelassen – Jahre nach der Mondlandung, die ohne der tüchtigen Mathematikerinnen (siehe Film „Hidden Figures“) wohl nicht gelungen wäre. Wir Europäer müssen jedoch still sein, denn in Österreich war der Ehemann bis zum 1.1.1976 der Haushaltsvorstand und konnte über die Berufstätigkeit der Ehefrau entscheiden.

Die USS CONSTITUTION, 1797 vom Stapel gelassen, ist das dienstälteste, und heute noch seetüchtige, Kriegsschiff der Welt. Da mein Sohn den Verlust von Triest bis zum heutigen Tag heftig bedauert, weil er doch so gerne Marine-Offizier wie einst Baron von Trapp geworden wäre (er singt übrigens auch so gut, wie Baron Trapp!) und Österreich nun eben keinen Seezugang mehr hat, muss ich jedes Kriegsschiff besichtigen und ihm Fotos schicken ;-)) Die USS CONSTITUTION ist ein besonders schönes Schiff!

Das BOSTON LOCAL FOOD FESTIVAL ist nicht zu verwechseln mit den HUMMER FESTIVALS IN MAINE, aber trotzdem ein Erlebnis. Man kann sich durch die verschiedenen Küchen dieser multikulturellen Stadt kosten. Boston ist fast so vielfältig wie Wien, wo immerhin angeblich 190 verschiedene Sprachen gesprochen werden. Behaupte ich mal.
Was für ein Tag !



Am Vormittag streunen wir wissensdurstig durch das beschauliche New Haven, das meiner Meinung nach fast nur aus wunderschönen Gebäuden der alterwürdigen Yale University besteht. Eine großartige Atmosphäre auf dem gesamten Campus! Auf dem Bild sind die ersten 7 weiblichen Absolventinnen, die 1894 ihre PhD.s gemacht haben. Was für tolle Frauen und Pionierinnen für meine wundervolle Tochter!


Weil es ja fast unnatürlich wäre, würde immer alles klaglos klappen, hat unser schöner Mietwagen nach schlappen 122 km Fahrt wild eine Warnlampe leuchten lassen. Da am Samstag die Hertz Filiale um 13 Uhr schließt, mussten wir bangen Herzens nach Boston fahren und dort um einen Wagentausch kämpfen. Mein Schatz war wie immer „gentle & patient“, während ich gerne wie ein Rumpelstilzchen gesprungen wäre und auch nicht ganz so ruhig blieb. Aber er hat ja auch immer mit Computern gearbeitet, während ich mit Menschen mein Toleranzkonto ziemlich strapaziert bekam.


Bosten ist einfach wahnsinnig schön! Wir sind erst um 17 Uhr mit dem neuen Mietwagen angekommen, haben an uns heruntergesehen und festgestellt, dass wir hübsch genug gekleidet sind, um sofort zum Hafen zu fahren ohne uns im Motel frisch zu machen und gleich Hummer essen zu gehen. Nach diesem Nachmittag hatten wir uns das verdient! Nervennahrung nach den Strapazen und dem Schock, dass die Parkgarage $ 28,– gekostet hätte. Wir haben dann doch einen Parkplatz mit Parkuhr um ca. $ 4,– gefunden. Sparen, wo’s nicht weh tut ist meine Devise! Morgen werden wir uns mehr von dieser sympatischen Stadt ansehen.
Reisezeit ist Lebenszeit



Zwar beträgt die Flugzeit Wien – New York nur 9 Stunden, aber auch dafür gibt es Einiges zu beachten, wie z.B. Bewegung im Flugzeug. Es ist mir total egal, was sich die anderen Fluggäste über mich denken. Ich tue was für meine Venen und turne im Flugzeug wie bei „Fit mit Philipp“ und auch während der einen Stunde Wartezeit bei der Einreise am Schalter der Homelandsecurity, kreise ich mit Kopf und Armen und Hüften. Mein Sohn erklärt mich deshalb zwar immer liebevoll für verrückt, aber wie gesagt, ist mir das total egal ;-)) Trinken ist auch wichtig, daher nehme ich mir immer eine kleine Wasserflasche mit, die mir die freundliche Stewardess mehrfach befüllt. Das ist gut für mich und für die Umwelt. Sorry, dass ich diesmal leider meine Mehrwegflasche daheim vergessen habe.





Die Fahrt nach New Haven hat wegen vieler Baustellen (ich habe mich fast wie daheim in Wien gefühlt) wesentlich länger gedauert, als wir bei der Planung mit google.maps berechnet hatten. Also nix mit gemütlich essen, sondern gleich am Straßenrand bei einem foodtruck frierend, aber glücklich zuschlagen. Köstlich war es! Gesättigt checken wir in unsere erste Unterkunft ein und genießen die launige Führung durch das historische Haus. Baujahr 1930 ist in den USA halt schon alt. Übrigens war der zweite Besitzer des Hauses angeblich der Erfinder der Sprinkleranlage und das Haus das erste Privathaus mit einer dieser Anlagen. Erfunden soll er es haben, weil davor seine Fabrik einem Brand zum Opfer fiel.
Los geht’s

Nach ausgefeilten Planungen und Recherchen meines Süßen ist es endlich soweit: wir brechen auf zum Flughafen Wien-Schwecht, von wo wir – hoffentlich pünktlich – um 10:40 Uhr Richtung New York abheben werden. Wir werden in den kommenden Wochen unendlich viel erleben und sehen. Erholungsreise wird es keine werden, aber dafür prall gefüllt mit neuen Erfahrungen!
Heimflug – home sweet home
In 38 Tagen haben wir 24 mal die Unterkunft gewechselt und mit dem Auto 6.850 Kilometer zurückgelegt. Über alle Tage gerechnet ergibt sich somit ein Tagesschnitt von 180 Kilometern. Unterwegs waren wir in den USA in 7 Bundesstaaten und in Kanada 4 Provinzen. Unsere Ausbeute beträgt ca. 5.000 Fotos sowie ca. 6 Stunden Filmmaterial. Das zu bearbeiten, auszuwählen, zu arrangieren, vertonen etc. wird ca. 200 Arbeitsstunden brauchen.
2 Paar Schuhe, 4 T-Shirts waren uns nicht gewachsen und mußten entsorgt werden. 1 Auto hat nach einem Tag den Geist aufgegeben und wurde ausgetauscht. Verletzungen gab es bloß einmal bei meinem veritablem Sturz und einmal durch Tierbiss. Eine Woche nach unserer Ankunft daheim folgt der übliche „Fast-Herzinfarkt“, wenn Walter mir die Reiseabrechnung präsentiert und ich meinen Teil überweise. Was mein Budget übersteigt, darauf lädt mich mein Schatz Gentleman-like ein. Was soll’s! Reisen ist das beste Invest überhaupt!

Mit Mitte 50 konnte ich den Herbst nicht ertragen, weil er mich zu sehr an meine eigene Vergänglichkeit erinnerte. Weil er mich daran erinnerte, dass mit meiner Jugend viele Attribute schwinden, mit denen ich identifiziert wurde. Heute ist es mir total egal. Ihr habt gesehen, wie es in der Natur zugeht: IN SCHÖNHEIT STERBEN könnte man als Überschrift für den INDIAN SUMMER nehmen. Bevor es soweit ist, leben wir aber erst intensiv UNSEREN INDIAN SUMMER!
Mit diesem Gedanken verabschieden wir uns bis zum nächsten BLOG! Meldet euch bei INTERESSE BITTE AUF DER WEBSITE ZUM NEWSLETTER AN. IHR BEKOMMT DANN UNSEREN NÄCHSTEN BLOG AUTOMATISCH PER MAIL ZUGESANDT. Und sonst gar nichts, weder Werbung noch sonstige Belästigungen. Immerhin werden wir bald wieder mit der Planung einer nächsten Reise und mit den REISEVORTRÄGEN gut ausgelastet sein.
Alles Liebe, Eure Rosi & natürlich Euer WaWa