Nächste öffentliche Reiseshow: 5.10.2026, 16:00 Uhr ***** Japan: Land der aufgehenden Sonne ***** im Theater in der Seniorenresidenz am Kurpark Oberlaa, Fontanastraße 10, 1100 Wien

Japan im Alleingang ohne Guide

Nach 11 1/2 Stunden wartete in der Ankunftshalle GREEN TOMATO auf uns und brachte uns direkt ins Hotel (MIYAKO CITY TOKYO TAKANAWA), wo wir schon mal unser Gepäck abgeben konnten. Einchecken war leider erst ab 15 Uhr möglich. Das Hotel liegt praktisch gegenüber einer U-Bahn-Station und somit sind wir recht unkompliziert mit Öffis in TOKYO unterwegs.

Einen Pass für die U-Bahn kaufen und mit Geld aufladen und in der Rush hour rein in den überfüllten Waggon. Das muss man auch einmal erlebt haben. Ein zweites Mal braucht das kein Mensch.

Ich sag’s gleich: wir haben an diesem ersten Tag mehr als 22.000 Schritte zurückgelegt, viele davon auf Stufen Treppauf/Treppab. Aber es hat sich gelohnt. Wir haben den MEIJI SHRINE samt aller TORI gesehen, sind durch den dazugehörigen YOYOGI PARK spaziert. Das war der allerbeste Einstieg ins Sightseeing, weil wir nach dem langen Sitzen im Flugzeug unseren enormen Bewegungsdrang stillen konnten.

Die stark frequentierte Kreuzung SHIBUYA haben wir uns von der Aussichtsplattform von Starbucks bei einem stärkenden Kaffee und später vom TOKYO METROPOLITAN kostenlos anschauen können. Die Hochhäuser hier sind extrem zahlreich und sehr beeindruckend. Wir haben unseren Bummel durch die Stadt sehr genossen und zum Abschluss noch einen (kostenlosen) Blick vom GOVERNMENT BUILDING auf die Umgebung genossen. TOWER auf Tokyo zu blicken – das geht auch gratis. Das ersparte Geld investieren wir viel lieber in eine gute Mahlzeit ;-))

Tokyo intensiv

Gut ausgeschlafen, die Blasen an meiner linken Fußsohle gut verklebt, machen wir uns nach der Rush Hour tatendurstig wieder auf den Weg mit der U-Bahn zu weiteren Besichtigungen.

Heute sind wir schon fast wie Japaner unterwegs, wie ich stolz berichten darf. Da man hier mit dem rechts gesteuerten Fahrzeug auf der linken Straßenseite unterwegs ist, bewegt man sich auf Gehwegen und Rolltreppen auch auf der linken Seite. Für uns, die es andersrum gewohnt sind, eine Aufmerksamkeitsübung!

Das Essen mit Stäbchen hingegen ist für uns keine Schwierigkeit, da wir als überaus begabte Esser damit schon seit Jahrzehnten vertraut sind. Ich liebe die asiatische Küche und koche auch daheim gerne nach diesen Rezepten und dann wird natürlich authentisch mit Stäbchen gegessen, auch in Wien.

Heute stand in ASAKUSA der SENSOJI TEMPEL mit der 5-stöckigen PAGODE sowie das KAMINARI-MON (das Donnertor) am Programm. Sehr sehenswert, wenn man keine Scheu vor Menschenmassen hat! Uns hat das Bad in der Menge sogar gefallen. Es waren auch viele Touristen in Kimonos unterwegs, was wir natürlich für uns abgelehnt hatten. Aber zumindest bei asiatischen Touristinnen hat es sehr hübsch ausgesehen.

Gegessen haben wir endlich in einem winzigkleinen Lokal, in dem auch viele Einheimische waren. Für umgerechnet fast € 12,– wurden wir beide mehr als satt!

Es war so gemütlich und dank Walters guter Fußpflege meiner gestern geschundenen Fußsohle war ich heute schmerzfrei unterwegs! Danke, mein Schatz!!!

Ein Muss war nach einer entspannten Bootsfahrt auf dem SUMIDA FLUSS war ein Besuch im kleinen TEEHAUS im AMARIKYU GARDEN. Ich liebe MATCHA TEA, Walter nennt ihn „Grastee“ und mag ihn nicht. Den Spaziergang durch den Park liebten wir beide!

Mit viel Energie sind wir noch durch GINZA strawanzt, haben die Luxusgeschäft und Kaufhäuser bestaunt und dann doch nicht Luxus geshoppt, sondern im Ginza-Food-Court im Untergeschoß des Mitsucosai Department Store Köstlichkeiten take-away gekauft und uns auf der Terasse schmecken lassen. Empfehlenswert!!!

Aufregende Zugfahrt nach NIKKO

Das Reisebüro hat uns unzureichend informiert und deshalb mussten wir einen späteren Zug nach NIKKO nehmen. Die Karten und Platzreservierung mussten wir selbst vornehmen. Mein Süßer ist perfekt in diesen Dingen! Beim Durchgang zum Bahnsteig konnten die eifrigen Mitarbeiter allerdings die App nicht öffnen. Nach langem Hin und Her gelang es doch und wir durften mit erhöhtem Puls und mit Angstschweiß auf der Stirn einsteigen.

Es war zu nebelig für den Blick von der Seilbahnstation auf den CHUZENJI SEE, also haben wir -flexibel wie Bambus- einen Bus zur Aussichtsplattform auf den KEGON WASSERFALL bestiegen. Er zählt zu den drei schönsten Wasserfällen Japans, kann aber natürlich mit den KRIMMLER Wasserfällen in Salzburg/Österreich nicht mithalten!

Obwohl einige Programmpunkte unschaffbar waren, hatten wir einen übermütigen und lustigen Tag. Im Zug machen wir es bereits wie echte Japaner: wir schließen die Augen und verschlafen die Fahrt ;-))

Ausgeschlafen erreichen wir wieder Tokyo und finden ein entzückendes TEPANYAKI Restaurant, wo uns eine wunderschöne, mandeläugige Japanerin hervorragend versorgt. Satt und zufrieden endet unser dritte Tag in Japan. Sayonara.

Kamakura & der Fuji

… ist eine der alten Hauptstädte Japans mit vielen Tempeln, Schreinen und Zen-Klöstern.

Heute wollten wir es besonders entspannt angehen und so war es dann auch. Man muss sich nicht unbedingt alles anschauen. Oft ist weniger mehr!

Dafür hatten wir Zeit für interessante Beobachtungen, wie zum Beispiel,

  • dass die Schulkinder hier statt Handy alle kleine Fotoapparate hatten.
  • dass es überall absolut sauber ist trotz fehlener Mistkübeln.
  • dass man die „nicht-japanischen Asiaten“ unter anderem daran erkennt, dass sie immer auf der falschen Seite des Gehweges gehen.
  • dass man hier keine Obdachlosen sieht. Laut Google Search gibt es in ganz Japan ungefähr 2.820 wohnungslose Menschen. Im kleinen Österreich haben wir an jeder Ecke (vornehmlich aus anderen Ländern wie Slowakei, Bulgarien, Rumänien, Ungarn) Bettler und Obdachlose.

132 Stufen muss man vom ENGAKUJI Tempel bis zum BENTENDO Teehaus aufsteigen (mein Muskelkater wird mir wohl bis zum Ende dieser Reise erhalten bleiben). Als Belohnung gab es einen Blick auf den Fuji. Der Blick hat mich für alles entschädigt.

Zum Ausklang noch ein abenteuerliches Abendessen bei ein paar Essensständen mit köstlichem Seafood, frischen Austern und Pommes frittes und dann ab nach Hause ins Hotel.

Reisen geht ganz einfach…

… in Japan. Die Hauptinsel Honshu ist ungefähr dreimal so groß wie Österreich und hat 100 Millionen Einwohner. Irgendeiner dieser 100 Millionen Japaner spricht uns immer sofort an, wenn wir uns suchend umschauen. Man fühlt sich verantwortlich.

Heute stand eine Zugfahrt nach ODAWARA am Programm und da das Wetter wieder einmal eher durchwachsen war, waren nur wenige Besucher unterwegs, die uns „ins Bild“ laufen. Die Burg ist sehr imposant und man kann erahnen, welchen feudalen Lebensstil die Lords damals pflegten.

Besonders beeindruckend fand ich ja das Museum der SAMURAI. Das waren die edlen adeligen Krieger mit hohem Anspruch an sich und die ihren. Bei Versagen gab es nur noch SEPPUCO zur Ehrenrettung.

Was mir heute sonst noch auffiel:

  • man sieht keine Hunde und wenn, dann sind es ganz kleine in Kinderwägen
  • es sind hier vorwiegend junge Touristen unterwegs, in den Dreißigern bis maximal 50jährige
  • der wunderbare „sing-sang“ des Japanischen

Unser Hotel für die kommenden zwei Nächte ist ein 4* Onsen Hotel in HAKONE. Wir haben ein hübsches Zimmer mit Aussicht auf die umliegenden Berge sowie einen privaten Onsen auf unserer kleinen Terasse.

Außer den in Japan üblichen umfangreichen Pflegeprodukten wird uns hier sogar Kleidung für unsere Besuche im Restaurant zum Frühstück und Abendessen zur Verfügung gestellt. Japanfeeling pur. Arigatou gozaimasu (so bedankt man sich sehr höflich).

Vom 10gängigen Menü im Rahmen der Halbpension haben wir einen Gang mit Haifischflossensauce verweigert. Diese Tierquälerei unterstützen wir nicht! Aber die restlichen 9 Gänge waren spektakulär.

Hakone Nationalpark

„Nichts Schlechtes, das nicht auch sein Gutes hat“ hat meine liebe Mami oft gesagt und das stimmt auch. Heute wettermäßig der Regen und die Wolken dominiert. Das Gute daran war, dass wir nirgends anstehen mußten und sofort in die Bahn, den Cable Car, die Seilbahn, das „Piratenschiff“ und den Bus einsteigen konnten.

In Nationalparks trifft man ja immer auf Menschen aus aller Welt: aus dem arabischen Raum, aus den USA, aus dem asiatischen Raum, aus Europa usw. Wir haben heute die Bekanntschaft mit einer Familie aus Neuseeland gemacht, die uns mit wertvollen Tipps für unsere 2026 geplante Reise versorgt hat. Toll, mit Menschen einfach plaudern zu können, wenn es eine gemeinsame Sprache (Englisch) gibt.

Was wir heute außerdem beobachtet bzw. gelernt haben:

  • es wird in den öffentlichen Verkehrsmitteln weder gegessen, noch getrunken!
  • der noch so harmlose Austausch von Zärtlichkeiten (Busserl, Händchen halten) ist verpönt.
  • Geld gibt man der Verkäuferin niemals direkt in die Hand, sondern auf den dafür vorgesehenen Teller.
  • das japanische Frühstück ist für unsere europäischen Mägen wirklich „hard core“ (es war wirklich hübsch anzusehen und sehr, sehr elitär … Walter wäre für ein Butterbrot sehr, sehr dankbar gewesen. Da hilft aber nichts: raus aus der Komfortzone!!!!
  • wenn Frühstück und Abendessen absolte Gourmetmahlzeiten sind, dann ist es für uns ratsam, dazwischen in einem ganz normalen kleinen „Beisl“ eine dampfende Nudelsuppe zu essen. Es könnte sein, dass man sonst hungrig bleibt.

Nochmals Hakone Nationalpark & Shinkhansen

Heute hatten wir das dringende Bedürfnis nach einem ausgedehnten Spaziergang entlang des ASHI SEE und nach einer wilden Busfahrt auf einer Serpentinenstraße waren wir auch bald dort. Gut so, denn nach dem zweiten Frühstück mit rohem Fisch und anderen lokalen, für meinen europäischen Magen ungewohnten, Köstlichkeiten war mir ziemlich flau im Magen.

Den Spaziergang haben wir dann auch gleich mit einem Besuch beim berühmten HAKONE TORI und HAKONE SCHREIN verbunden. Beides sehr sehenswert! Es hat zwar nicht geregnet, aber es war bewölkt und so waren auch heute wieder relativ wenige Besucher vor Ort. Diese haben sich allerdings in einer gut und gerne 40 Meter langen Warteschlange für ein Instagram-Selfie mit dem HAKONE TORI geduldig angestellt. Mir ist das unbegreiflich, was die Leute dazu treibt. Wir haben ein schönes Foto OHNE Menschen zwischen dem Wechsel zweier „Fotomodelle“ gemacht ;-))

Hurra, wir fahren mit dem berühmten SHINKHANSEN in nur etwas mehr als einer Stunde nach NAGOYA. In Nagoya werden wir dreimal (im 22. Stock mit sensationeller Aussicht!!!) übernachten und von hier aus ab morgen schöne Ausflüge unternehmen.

Der Zug ist unfassbar pünktlich, extrem sauber, wahnsinnig schnell und man wird von den höflichsten Schaffnern der Welt betreut. Nur die Sitze sind so schmal, wie die Sitze in der Ryan Air. Die sind halt für die zarten, schmalen Japaner gemacht und nicht für breitschultrige Europäer.

Heute möchte ich folgende Beobachtungen teilen:

  • statt Schokolade werden Süßigkeiten mit einer Paste aus roten Bohnen gefüllt und das ist sehr schmackhaft!
  • die Preise sind hier sehr moderat, auch die bei uns sehr teure Kurtaxe
  • ein Liter Benzin kostet zwischen 90 Cent und 1,10 €
  • die Höflichkeit der Japaner ist überall top: im Zug verneigt sich der Schaffner bei jeden Eintreten und Verlassen des Zugabteils (in Österreich hat mir ein Schaffner mal auf meine Bitte um Hilfe gesagt, dass ihm die Radfahrer auf die Nerven gehen und ich selber schauen soll wie ich mein Fahrrad in den Waggon hieve)
  • heute habe ich drei kleine Hunde an der Leine gesehen und immer noch keine „Kot-Hundehaufen“ und auch keine „Sackerl fürs Gackerl“

Gute Nacht. Morgen ist auch noch ein Tag.

Nagoya: Inuyama Castle & Urakuen Garten

Wir haben unsere Reise so angelegt, dass wir viel in der Natur und in den wunderschönen japanischen Gärten unterwegs sind. ABER natürlich gibt es dann doch überall ein Schloss oder eine Burg oder ein Schrein oder ein Tori oder alles zusammen, das angesehen werden will. Und deshalb waren wir wieder genötigt, den ganzen lieben langen Tag unterwegs zu sein.

Der URAKUEN GARTEN war der erholsamste Teil des Tages, obwohl die Teezeremonie in einem der drei zum kulturellen Erbe zählenden Teehäuser schon sitztechnisch für mich eine große, sehr große, Herausforderung war. „Relaxe“ hat die Zeremonienmeisterin gesagt. Mit schmerzender Hüfte war mir das nicht ganz möglich, aber ich habe mich bemüht!

Das INUYAMA CASTLE (1537 errichtet von einem der größten Samurai Krieger) mußte mein Süßer dann schließlich alleine erklimmen, denn die Stufen waren irre hoch und es waren locker 5 Stockwerke, die ich meinen Knien und Hüften nicht zumuten konnte. Walter war danach auch groggy!

Die Anlage rundherum war wiederum purer Genuss mit all den Tori und Schreinen.

Der Besuch in MEIJI MURA hingegen war für uns ein Flop. Aber das ist halt Geschmacksache….

Die Beobachungen des heutigen Tages:

  • Japans Bahnhöfe sind top organisiert mit einem Farbleitsystem, sodass man leicht den gewünschten Zug und den Platz zum Anstellen in der Warteschleife findet
  • Japaner nehmen ihren Müll tatsächlich mit nach Hause; es gibt kaum mehr Mistkübeln seit es in der Vergangenheit einmal einen Giftgasanschlag in der U-Bahn gab
  • für Hundehalter gelten sehr strenge Regeln, weshalb man wenige Hunde auf der Straße sieht (wenn ein Hund uriniert, muss der Platz mit Wasser gereinigt werden, der Hundekot muss mit nach Hause genommen und dort entsorgt werden, der Hund darf nicht bellen, muss angeleint sein etc

Gestern haben wir in einem sehr urigen kleinen Lokal zu Abend gegessen. Dort saßen die Gäste barfuß in Separees, die Schuhe in Regalen davor. Unser Tisch war gegenüber dieser Regale und deshalb kann ich berichten, dass die meisten Gäste käsige Schweißfüße hatten. Leider.

Daher haben wir uns für heute ein chices Restaurant ausgesucht und einen für diese Gegend typischen Hot Pot gespeist. Der Name war Programm. Gute Nacht!°

Noch mehr Sightseeing in Nagoya

NAGOYA ist DIE Autostadt von TOYOTA, weshalb den Autos mehr Platz als den Menschen im öffentlichen Raum zur Verfügung steht. Viele Restaurants und Shops sind in unterirdische Malls ausgewichen. Aber natürlich gibt es auch oben Restaurants und Shops.

Die heute besichtigten Attraktionen sind natürlich auch „oberirdisch“ ;-))

NAGOYA CASTLE liegt in einem wunderschönen Park und es war wieder herrlich entspannend, bei sonnigem Herbstwetter hier zu lustwandeln.

Der ATSUTA SHRINE ist laut Reiseführer einer der wichtigsten Schreine in Japan. Uns hat er jetzt nicht sooo beeindruckt, aber der Garten war auch wieder richtig schön. Hinein durften wir ohnehin nicht, weil da alles sehr geheim gehalten wird.

Gut gefallen hat uns jedenfalls der Besuch im OSUKANNON-TEMPEL kurz vor Einbruch der Dämmerung. Es war richtig idyllisch und gemütlich wandernd anzusehen und mit viel Gold und kleinen Buddha-Figuren hat auch das Auge was davon.

Meine Beobachungen und Erkenntnisse heute:

  • Japanische Männer gehen mit ernster Miene und mit schwarzen bzw. dunkelblauen Anzügen und blütenweißen Hemden zur Arbeit ins Büro und am Abend trifft man die gleichen Männer ohne Sakko und lauthals lachend und gestigulierend beim „after-work-Bierchen“
  • Japanische Mädchen lieben sehr kurze Röcke, die aber nicht jede Schuluniform zulässt. Niedlich anzusehen sind sie allerdings alle! Kleine Buben tragen kurze Hosen und riesige Lederschultaschen und oftmals Hüte/Kappen
  • In Japan gibt es rund 200.000 Muslime (meist Einwanderer) und dafür stattliche 110 Moscheen. Auch arabische Touristen sind eher selten. Heute habe ich erstmals 3 Frauen mit Hijab und den langen, schwarzen Mänteln in der U-Bahn gesehen. Hoffentlich setzt sich das hier nicht so durch, wie in Österreich, wo das Stadtbild mancherorts dadurch schwarz und traurig wirkt. In Tokyo sah man bei Sehenswürdigkeiten, wo Kimonos auszuleihen waren, vereinzelt Frauen, die mutig einen farbenfrohen Kimono mit Hijab kombiniert hatten. Das sah nett und lustig aus.

Morgen geht es weiter nach GERO ONSEN.

Gero, das kleine Onsen-Städtchen …

… in den japanischen Alpen ist entzückend und erinnert mich irgendwie an Bad Gastein in Salzburg/Österreich. Die Hotels sind in den Wäldern der umliegenden Hänge versteckt, ein Fluß fließt lebhaft durch das Tal und Thermalquellen sprudeln überall.

Frei und kostenlos zugängliche Onsen für Fußbäder sind überall verfügbar. Ein kleines Handtuch zum Abtrocknen gibt es überall für wenige Yen zu kaufen.

Schon die Fahrt mit dem pünktlichen HIDA Express war ein Genuss! Die Landschaft entlang der ca. 90 Minütigen Fahrtstrecke wurde immer schöner. Der HIDA Express wird übrigens Hybrid betrieben!

Das Abendessen war in der Halbpension enthalten und absolut japanisch. Alles war wunderschön angerichtet und obwohl wir aufgrund der ausschließlich auf japanisch verfügbaren Speisekarte keine Ahnung haben, was wir gegessen haben, hat es gut geschmeckt.

Einige Beobachtungen der letzten Tage:

  • Am Bahnhof gibt es eigene Mitarbeiter mit einer Schleife um den Oberarm mit der Aufschrift „foreign traveller service“
  • Wir haben bisher noch keine e-Scooter, e-Roller, e-Bikes in den Städten gesehen, es gibt keine Leih-e-Scooter und nur wenige Radfahrer. Die Radfahrer fahren langsam auf den Gehwegen.
  • Obwohl kunstvolle Tätowierungen in Japan eine lange Tradition haben, sind Tatoos in Onsen, Bädern und Fitness Studios in der Regel unerwünscht. Grund dafür ist die Assoziation mit den YAKUZAS, der japanischen Mafia. YAKUZA zeigten die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppe häufig durch Ganzkörpertätowierung. Durch den starken Tourismus, der automatisch viele junge tätowierte Menschen ins Land bringt, wird das wohl nicht mehr lange durchgehalten werden können. Momentan muss man aber ein etwaiges Tatoo mit einem Pflaster verstecken ODER man mietet sich einen privaten ONSEN.

Gero -> Takayama

Nach einem sehr speziellen, sehr japanischen Frühstück (da mußten wir wirklich mutig sein, denn was wir aßen war nicht erkennbar) haben wir erst einmal Zuflucht in einem kleinen französischen Bistro gesucht und (we will survive) Cafe Latte und ein köstliches Crepe schnabuliert. GERO ist wirklich ein verschlafener Ort. Sogar im tiefsten Waldviertel ist mehr los. Aber das macht auch den Charme von Gero aus.

Mit dem Taxi (9 Cent für die Fahrt) waren wir bald beim Bahnhof und wiederum in einem sehr bequemen Zug, der uns in 90 Minuten nach TAKAYAMA, ein weiteres entzückendes Städtchen in den japanischen Alpen, brachte. Unser Hotel war hier in 10 Minuten fußläufig erreichbar und so haben wir nur unsere Reisetaschen abgegeben und sind sofort losmarschiert.

Laut Reisebeschreibung gibt es hier einen Rundweg von einer Stunde, der mit Besichtigungen 2 Stunden dauert. Unternehmungslustig und bewegungshungrig machen wir uns auf den Weg. Wir verlaufen uns allerdings immer wieder, woran natürlich nicht wir, sondern die schlechte Beschilderung schuld trägt!!! Aber egal, es gibt inflationär Tempel, Schreine, Tempel, Schreine, Gräber … in Endlosschleife. Wir sind übersättigt und wollen keine Tempel, Schreine und Gräber mehr sehen.

Da ist doch ein SAKE Tasting eine willkommene Abwechslung. Erstaunlicherweise schmeckt mir der Sake und wir kaufen gleich zwei Fläschen ein ;-))

Das Abendessen ist nur nach langem Anstellen möglich, war aber ganz okay, mehr aber auch nicht.

Meine Beobachtungen/Erkenntnisse heute:

  • Langsam weicht meine Begeisterung für die japanische Küche, denn so wahnsinnig abwechslungsreich ist sie bisher ja doch nicht.
  • Ich freue mich auf ein Roggenvollkornbrot mit Butter.
  • Bisher waren die Hotels durchaus sehr ansprechend, wenngleich manche Zimmer doch recht klein waren. Unser Hotel für die nächsten zwei Nächte liegt ausgezeichnet, das Zimmer ist winzig, aber vor allem das Bad/WC-in einem Raum bringt es lediglich auf die Größe eines Badezimmers in einem Mobilehome ;-((
  • Die Straßen sind deshalb nicht von Hunden verunreinigt, weil die geliebten Haustiere tatsächlich im „Kinderwagen“ kutschiert werden.

Takayama und Furukawa

Heute hat das Wetter wieder den ganzen Tag durchgehalten und erst beim Weg zum Abendessen begann ein ruhiger, stetiger Regen. Hoffentlich gestaltet es sich morgen auch so.

Nach einem nicht erwähnenswerten Frühstück fanden wir auf dem MIYAGAWA Morgenarkt entlang des Flusses nicht nur nette Souveniershops und Kunsthandwerk, sondern auch kleine Essensstände. Es war eine Freude, dass wir nicht nur Appetit, sondern auch noch ein wenig Hunger hatten. Es gab überall ganz ganz kleine Kostpröbchen von exotischen Leckereien, hmmm!

Und mein Süßer konnte im Fluss wieder seine geliebten Reiher fotografieren ;-))

Mit einem Zug waren es gerade mal 25 Minuten Fahrzeit nach FURUKAWA, einem kleinen verschlafenen Dörfchen, wo die Gassen menschenleer waren und man nur sehr vereinzelt Bewohner und noch seltener Touristen sah.

DIE Sehenswürdigkeit in Furukawa war für uns die FESTIVAL HALL, eine Ausstellung der Festwägen samt Bilddokumentation des beliebten, jährlichen, sehr spektakulären FURUKAWA FESTIVALS.

Dann hieß es aber auch schon wieder zurück. Unsere Reise ist schließlich kein Urlaub! Koffer packen und voraus ins übernächste Hotel senden, das will gut bedacht sein. Im Shinkhansen darf das große Gepäck nicht mit, daher der Versand. Kostenpunkt rund 30 €. Einen Tagesrucksack für eine Übernachtung, da darf auch nichts vergessen werden. Abschließend noch ein schönes Abendessen, diesmal zur Abwechslung beim hervorragenden Vietnamesen. Inkl. Getränke, 4 Frühlingsrollen, 2 Sommerrollen, 2 Hauptspeisen, 3 Gyozas: 3.850,– Yen also wieder rund 20,– €.

Auch heute wieder ein paar Beobachtungen/Bemerkungen aus meiner Sicht zu Japan:

  • Die Japaner tragen in Öffis die Rücksäcke aus Rücksicht auf die anderen Passagiere auf der Brust und nicht am Rücken. Wir machen es ebenso.
  • Japan ist äußerst Gay-friendly
  • Das Design der Autos ist sehr platzsparend ; ich nenne diese Autos liebevoll „stupsnasige Bonsai“, weil die „Nase“ der Autos ganz kurz ist und die Autos selbst klein sind.
  • Japanische Kinder lassen sich (im Gegensatz zu anderen Ländern) nicht gerne fotografieren und senken sofort den Kopf so tief, dass die Kappe/der Hut (gehört zur Schuluniform) das Gesichtchen verdeckt. Das ist natürlich zu respektieren! Ein Foto ist zufällig entstanden.

Alpendorf Shirakawago

Mit dem öffentlichen Bus mit sehr schmalen Sitzen (geeicht für schmale japanische Schultern und Hüften) fahren wir um ca. € 15,– pro Person von Takayama nach Shirakawago. Wir wollen mit ganz vielen Menschen aus der lieben weiten Welt dieses WELTKULTURERBE bestaunen. Erst gilt es einen Storage Platz für unser Tagesgepäck zu ergattern, was für schlappe € 3,– pro Rucksack auch gelingt. Und schon sind wir unterwegs und schauen und staunen.

Das pittoreske Dorf selbst erinnert ein wenig an kleine, alte Bauerndörfer in Tirol, nur sind die Dächer dick mit Reet gedeckt und das erinnert wieder an Sylt. Eine spannende Mischung. Der ausgedehnte Spaziergang tut richtig gut!!

Die Natur rundherum ist berückend schön. Ein klarer, grünlicher Fluss fließt am Rand des Dorfes. Zwischen den Häusern finden sich überall kleine Reisfelder. Wir sehen auch wieder Gräber mittendrin, wie wir sie schon aus Vietnam und Bali kennen.

Wir genießen dieses Stilleben bis zur Weiterfahrt nach KANAZAWA, wo wir eine Reihe von Erledigungen (Zugtickets und Platzreservierungen kaufen) für die Weiterreise nach KYOTO meistern müssen. Aber eine Nacht bleiben wir hier, weil es morgen was ganz Besonderes zu sehen geben wird.

Das Abendessen haben wir uns verdient und probieren ein Restaurant aus, wo wir von SERVICE ROBOTERN überrascht werden. Witzig einerseits. Bedenklich andererseits. Ich bin mir nicht sicher, was ich davon halten soll.

Beobachtungen des Tages:

  • Polizisten strafen auch Radfahrer wegen Vergehen (Radstreifen nicht benutzen)
  • Fußgänger dürfen nicht überall gehen, sondern müssen Unterführungen bzw. Fu´ßgängerübergänge und markierte Gehwege benutzen
  • Japanern ist die Einhaltung von Regeln ein großes Anliegen und Regeln werden 100%ig eingehalten

Kanazawa —> Kyoto

Ein Tag, der sich wie drei Tage anfühlt, weil so intensiv.

In KANAZAWA gab es ein paar Punkte auf unserer to-do-List, die unverhandelbar waren: der Besuch des alten SAMURAI VIERTELS und dort Haus und Garten der Familie NOMURA. Als wir dort ankamen, begann es „zu schütten“, also ganz stark zu regnen. Gut, dass uns der Besuch dieser Sehenswürdigkeit geschützt hat.

Noch wichtiger war mir allerdings, dass wir Zeit mit einem ausgedehnten Spaziergang im KENROKUEN GARTEN verbringen. Immerhin zählt dieser Garten zu den drei schönsten Landschaftsgärten ganz Japans! Eine angenehme Überraschung war, dass wir als über 65jährige gratis Eintritt hatten!!

Den Besuch im Geisha-Viertel NISHI CHAYA mussten wir leider auslassen, das ging sich einfach nicht mehr aus, da wir den Zug um 14:05 nach KYOTO erwischen mussten. Dafür sind wir einer Empfehlung gefolgt und haben einen Zwischenstop beim OMICHO MARKT genommen und uns dort mit Proviant für die Fahrt mit dem SHINKHANSEN eingedeckt. Der Markt ist ein Erlebnis der Sonderklasse und das pralle Leben. Der Proviant war köstlich und mit umgerechnet ca. € 18,– inkl. Getränken für uns zwei mehr als preiswert.

Die Fahrt mit einmal Umsteigen war angenehm. Wir hatten eine 12köpfige Gruppe älterer Briten im Waggon, denen die Reiseleiterin Zugnummer und Sitzplatz mit Klebeetiketten auf die Handrücken geklebt hatte. Ein deprimierender Anblick.

Der BAHNHOF KYOTO ist eine architektonische Sehenswürdigkeit und definitiv nichts für Leute, die Menschenmassen nicht ertragen. Ein Gewusel wie in einem Ameisenhaufen!!! Hier stellt sich DIE Herausforderung des Tages: Reservierung für fünf Zugfahrten und Kauf samt Reservierung einer sechsten Zugfahrt an Ticketautomaten. Es gibt in Japan mehr oder weniger ausschließlich Automaten und auch das Einchecken im Hotel geschieht vom Hotelgast am Automaten.

Zum Abschluss des Tages gab es noch einen Waschtag und einen Besuch auf dem Observation Deck des KYOTO TOWER.

Gute Nacht – ich habe fertig ;-))

Herausforderung Kyoto

Frisch und froh sind wir nach einem unzufriedenstellenden Frühstück (kein Kommentar dazu) zum Busbahnhof marschiert. Wir dachten zu wissen, wo wir laut Google Maps hin müssen. Nach langem Herumirren fanden wir bereits leicht erschöpft dann auch den RICHTIGEN der vielen Busbahnhofsstationen/bereiche.

Nach langer, unbequemer Fahrt mit Verspätung – ja, die gibt es in KYOTO aufgrund des unberechenbaren Straßenverkehrs – kamen wir um 2 Minuten zu spät zum SAMURAI & NINJA MUSEUM und zur Führung. Der als Ninja verkleidete Guide hatte viel Spaß an seiner Arbeit und lachte oft über seine Witze, die außer ihm leider niemand verstand. Sein Englisch war schwach und sein Akzent war stark. Wir werden wohl das Internet intensiv befragen müssen, was wir heute gesehen haben.

Nächster Programmpunkt: RURIKO-IN TEMPEL, ein verstecktes Juwel mit wunderschönem Garten und für uns fototechnisch sehr attraktiv. Das war auch wirklich notwendig, denn die Anfahrt gestaltete sich so schwierig, die Busverbindung so unverlässlich, dass wir sogar für den letzten Teil der Strecke ein Taxi nehmen mussten! Ich sage nur: Bus – Taxi – Zug – Bus !

Beschwingt und erwartungsvoll fahren wir mit vollgestopften Bussen ins GEISHA VIERTEL GION ODORI. Dort haben wir Karten für einen Museumsbesuch und eine kurze Tanzvorführung der GEIKO und MEIKO (quasi Geisha-Azubis) gebucht. Das war leider ein Flop. Weitere Bemerkungen spare ich mir.

Dann aber kam das Highlight des Tages für mich: DER PFAD DER PHILOSOPHEN. Natürlich ist der Weg hin wieder sehr beschwerlich mit den Öffis. Natürlich zwingt uns das „April-Wetter im November“ wieder gefühlte 100x dazu, Regenjacke an- und wieder auszuziehen. Aber wir haben Glück, während wir beim EIKANDO TEMPEL und damit beim Pfad der Philosophen sind, gibt es eine Schönwetterphase. Der Aufstieg ist zwar anstrengend, es sind wieder sehr viele Stufen zu besteigen, aber er lohnt sich. So schöne Landschaften, ein schöner Sandgarten inklusive.

Am Heimweg kaufen wir wieder einmal um € 3,– einen Regenschirm, damit mein Süßer nicht nass wird, während wir bei der Bushaltestelle auf unseren Bus warten. Kyoto ist verkehrstechnisch eine Herausforderung. Aber wenn man die Augen offen hält, gibt es auch beim Warten immer wieder was zu sehen ;-))

Bemerkungen/Beobachtungen heute:

  • Stirnfransen/Ponys sind hier sehr beliebt
  • O-Beine kommen hier häufig vor
  • Die meistgehörten Touristen-Sprachen sind außer Japanisch: Chinesisch, Koreanisch, Englisch, Spanisch. Vereinzelt hörte ich: Französisch, Italienisch, Tschechisch/Slowakisch und ganz selten Deutsch.
  • Wie man Besichtigungen früher OHNE Google Maps schaffen konnte, erschließt sich mir und meinem Süßen nicht.

Ein vegarisches Sushi zum Abschluss und dann früh ins Bett. Morgen wird es wieder extrem intensiv in Kyoto.

So viel UNESCO Kulturerbe in und um Kyoto

Heute sind wir wieder einmal von einem UNESCO KULTURERBE zum nächsten gepilgert. Ein toller, sehr intensiver Tag und wir sind mächtig stolz, weil wir wieder alles problemlos geschafft haben. 20.495 Schritte waren es heute wieder.

Begonnen haben wir in UJI mit dem BYODOIN TEMPEL. Das Wetter hat gepasst, der Tempel war nicht arg überlaufen und es war ein sehr schöner Start in den Tag. Die berühmte PHOENIX HALL mussten wir leider auslassen, weil es nur Führungen auf Japanisch gab und die Gruppe rund 45 Menschen umfasste. Das macht weder Sinn noch Spaß.

Next Stop war der älteste noch bestehende Schrein Japans, der UJIGAMI SCHREIN. Er ist eng mit dem BYODOIN TEMPEL verbunden und dessen Schutzschrein. Er und der UJI SCHREIN haben früher zusammengehört. Alles natürlich ebenfalls UNESCO KULTURERBE!

Weil 3 Tempel für einen Tag nicht genug sind, haben wir noch einen vierten Tempel draufgepackt. Der sogenannte „Blumentempel“ MIMUROTOJI ist ein Geheimtipp. Im Frühling, wenn die Hortensien blühen, muss der Garten überwältigend sein. Aber auch jetzt im Herbst mit der beginnenden Verfärbung war der Anblick ein Genuss!! Die Tempelanlage selbst hat eine wunderbar stille Atmosphäre und wir sind sehr lange verweilt, haben uns wohlgefühlt, Räucherstäbchen gekauft und ein wenig meditiert.

Medidativ entspannt mussten wir uns dann doch ein wenig hetzen, damit wir unsere geführte Teezeremonie in Kyoto nicht verpassen. Obwohl wir Zeitpuffer eingerechnet hatten, haben wir es ganz knapp dann doch noch rechtzeitig geschafft. Und es hat sich gelohn!!! Mit sechs Schotten in einer angenehmen Gruppe wurden wir behutsam in die hohe Kunst der MATCHA TEE ZEREMONIE eingeführt und konnten am Ende jeder seine eigene Teetasse zelebrieren. Das war wirklich, wirklich schön. Unbeschreiblich sind allerdings auch die Schmerzen in den Knien, Knöcheln und den Hüften nach 45 Minuten am Boden sitzen. Ich wäre fast nicht mehr hochgekommen und, endlich hochgekommen, fast wieder umgefallen. Tja, das hohe Alter ist nichts für Feiglinge ;-((

Damit der wundervolle Tag auch einen wundervollen Ausklang findet, haben wir uns zuerst in eine großartige Ramen-Bar zurückgezogen und gestärkt, bevor wir mit der Bahn zum FUSHIMI INARI SCHREIN gefahren sind. Es war ein krönender Abschluss eine wunderbaren Tages, diesen Schrein mit vergleichsweise wenigen Besuchern schön beleuchtet und bei Vollmund zu besichtigen. Wir haben uns lange dort aufgehalten, auch, weil wir uns zwischenzeitlich verloren hatten und er wieder finden mussten. War aber keine verlorene Zeit!!

Heutige allgemeine Bemerkungen/Beobachtungen:

  • Sogar in Japan kann man von einem Taxifahrer reingelegt werden ;-)) Sind also auch nur Menschen.
  • Regionalzüge sind nicht so pünktlich wie der Shinkhansen.
  • Eine besonders hübsche Asiatin im Kimono kam aus Dortmund ;-))

Fulminanter Abschied von Kyoto

Auch der heutige Tag startete mit einem entspannten Spaziergang im wunderschönen Park des TENRYUJI TEMPEL, natürlich auch ein UNESCO WELTKULTURERBE, darunter geben wir uns nicht zufrieden ;-)) Nach Bus- und/oder Zugfahrten tut die Bewegung im Freien ungemein gut!

Wenn wir schon dort sind, dann schauen wir uns natürlich auch den BAMBUSWALD daneben an. Wir hätten uns frischen Wind gewünscht für ein Kurzvideo, aber es war windstill.

Die TOGETSUKYO Brücke bietet einen netten Ausblick auf den Fluss und den regen Bootsverkehr.

Lustig waren die Japan-Makaken im IWATAYAMA MONKEY PARK. Das sind drollige Kerlchen, die sichs entspannt gut gehen lassen und gegenseitig lausen. Lauser eben.

Ein MUSS auf unserer Besichtigungsliste für heute war natürlich die Kaiservilla KATSURA RIKYU, für die wir uns schon in Wien Tickets für eine geführte Besichtigungstour organisiert hatten. Die Kaiservilla ist eines der schönsten Beispiele japanischer Architektur und Gartenkunst. Man darf das Gebäude nur von außen anschauen und in den Garten darf man auch nur mit Guide. Aber auch hier waren es wieder schöne Momente beim einstündigen Spaziergang in dieser wundervollen, harmonischen Umgebung!

Für den Abschluss haben wir uns den GOLDENEN PAVILLON angesehen. Unsere Erwartungen an diesen Touristenhotspot waren gering. Der Tag hatte uns schon so viel Schönes geboten, was sollte da noch kommen? Ja, es waren sehr viele Touristen unterwegs. Es war aber ein wirklich schöner Abschluss mit wieder einem schönen, ausgedehnten Spaziergang und vielen wunderschönen Ausblicken auf den Goldenen Pavillon. Noch schöner hätte es nur noch bei blauem Himmel und Sonnenschein aussehen können, aber das gab es heute nicht. Seien wir lieber dankbar dafür, dass es nicht geregnet hat ;-))

Meine heutigen Bemerkungen/Beobachtungen:

  • Die Busfahrer sprechen live während der Fahrt und bedanken sich bei den Fahrgästen nach Bezahlung des Tickets mit „Arigato Gozaimasu“, was immer wie ein tiefes Brummen klingt.
  • Unser Sicherheitsgefühl ist trotz Menschenmassen sehr gut!
  • Angesichts der Menschenmassen sind wir froh, gegen Covid geimpft zu sein.

Himeji & Miyajima – Weltkulturerbe

Heute hieß es ganz zeitig aufbrechen, denn absolute Highlights warteten auf uns. Zugfahrten, Shinkhansen mit viermal umsteigen – das war auch eine Challenge. Gemeistert natürlich!

Die „Silberreiher-Burg“ HIMEJI ist ein Beispiel perfekter Architektur für höchste Vollkommenheit und so gebaut, dass sie praktisch uneinnehmbar war. Für mich ist sie einfach nur ästhetisch, wunderschön!

Gleich neben der Burg fanden wir für unseren geliebten täglichen Spaziergang den KOKO-EN GARTEN und konnten nach den anstrengenden Stufen in der Burg nun unsere Füße ein wenig erholen und die Seele baumeln lassen. Die Gartengestaltung ist einfach unübertroffen!

Mittags dann husch-husch wieder in den Shinkhansen und damit nach MIYAJIMA, einen Ort voller zauberhafter Highlights. Meine romantische Ader kommt voll auf ihre Kosten. Wilde Rehe tummeln sich mitten in den unzähligen Besuchern herum und versuchen Nahrhaftes zu klauen ;-)) Miyajima zählt laut einem konfuzianischen Gelehrten zu den drei schönsten Landschaften Japans. Soll mir recht sein. Ich finde die Atmosphäre auch sehr angenehm, besonderns nachdem die meisten Touristen wieder mit den Fähren weggefahren waren.

Morgen werden wir wieder zeitig in der Früh einige der vielen Schreine und Pagoden genauer ansehen. Heute haben wir unsere Aufmerksamkeit vorrangig dem berühmten O-TORII-TOR gewidmet. Aber auch dieses wollen wir morgen bei anderem Licht und anderem Wasserpegel noch einmal genießen.

Miyajima & Hiroshima

Wenn das keine Gegensätze sind. MIYAJIMA, die friedliche Insel-Oase vs. HIROSHIMA, Ort einer schrecklichen Tragödie.

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte.

Nur eine halbe Stunde mit einem Zug und wir waren in einer anderen Welt. Besichtigt haben wir (erschüttert) das PEACE MEMORIAL MUSEUM, den A-BOMBDOME, das FRIEDENSFEUER (muss so lange lodern, bis es auf der Welt Frieden gibt) und die FRIEDENSGLOCKE (die man einmal läuten darf) – alles im PEACE MEMORIAL PARK.

Aber auch hier hat sich trotz schlimmer Historie viel Schönheit und japanische Gartenkunst im SHUKKAIEN PARK ihren Platz eingenommen. Den Spaziergang durch diese schöne, harmonische Parklandschaft haben wir sehr genommen. Ein perfekter Tag beginnt mit einem Spaziergang und endet mit einem Spaziergang. Zumindest in meiner Welt ;-))

Lange wollen wir uns hier trotzdem nicht aufhalten. Ich traue der aktuell ungefährlichen Strahlung nicht, ich Angsthase. Morgen geht es weiter nach OKAYAMA.

Kurashiki + Okayama

Und wieder brauchten wir nur 40 Minuten mit dem Shinkhansen für 160 km Entfernung. Herrlich bequem, absolute Sauberkeit!

In Okayama angekommen haben wir nur unser kleines Handgepäck im Hotel abgegeben und sind gleich weiter in das romantische, gut besuchte, Dorf KURASHIKI. Ein Kanal durchzieht das Dorf, das ganz und gar von einem erfolgreichen Unternehmer des 18. Jahrhunderts geprägt ist. Ein toller Geschäftsmann und ein Wohltäter, der pro Jahr 70% seines Gewinns für dörfliche Einrichtungen gespendet hat.

Das alles hat uns der freundliche „Läufer“ erzählt, der uns zwei „Bröckerln“ in seiner Rikscha 20 Minuten lang durch die Gegend geführt hat. Eine längere Tour wollten wir mit Rücksicht auf seine Gesundheit nicht buchen!!!

Jeder gelungene Urlaubstag beginnt und endet mit einem Spaziergang. Für heute haben wir uns dafür in OKAYAMA wieder einmal einen der drei schönsten Landschaftsgärten Japans ausgesucht. Der KORAKU-EN GARTEN wird seinem Ruf absolut gerecht! Der Blick auf das OKAYAMA CASTLE ist auch nett. Aufgrund unserer Erfahrung, dass die Burgen und Schlösser immer leer sind, freuen wir uns nur noch auf den Anblick von außen. Wir wollen nicht mehr hunderte Stufen steigen um dann leere Räume zu betrachten. Basta ;-))

Zum Schluß noch einen kleinen Absacker im 20. Stock in der Hotelbar auf Einladung des Hauses. Sehr fein. Sehr entspannend. Gute Nacht.

Osaka – just for fun

Gesten bei Starkregen angereist und nur ein wenig zur Orientierung unterwegs gewesen. Wir haben uns dann in unserem winzigen Hotelzimmer verkrochen und auf bessere Tage gehofft. Die Stimmung war etwas gedämpft ;-((

Heute gab es schönes Herbstwetter und wir waren wild entschlossen, uns einen angenehmen Tag zu machen. Das Frühstück war der pure Horror und uns beiden danach übel. Wir mussten also wirklich gut zu uns sein!!!

OSAKA CASTLE war von außen ausgesprochen hübsch anzusehen und der Park rundherum nett. Hinein sind wir nicht gegangen. Walter hat sich in HIMEJI geschworen, dass er nie wieder in eine japanische Burg gehen wird.

Unser nächstes Ziel war der TENNOJI PARK und auf dem Weg dorthin haben wir es uns in einer Pizzaria gemütlich gemacht und das Geschehen um uns herum beobachtet. Vor allem aber haben wir unsere Mägen geheilt! Es gab dort richtiges Brot. Es gab Pizza und eine Schinkenplatte. Herrlich! Wir waren danach wie „neu geboren“ ;-))

Beim Spaziergang durch den Park hat sich dann ein Eisvogel für uns so richtig in Pose geworfen

Ein Tempel musste natürlich auch heute wieder besichtigt werden und der SHITENNOJI TEMPEL war es unbedingt wert! Direkt zum großen, goldenen Buddha durften nur Gläubige, die ihre Ahnen verehren. Wir verehren auch unsere Ahnen, aber wir durften trotzdem leider nicht eintreten. Mama und Daddy, wir beten halt so für euch ;-))

Ohne Zwischenstop im (ungemütlichen) Hotel sind wir zu Fuß (heute waren es wieder 21.500 Schritte!!!) durch die Stadt zur SUMO RINGER SHOW spaziert. Am Weg sind wir durch Stadtviertel gegangen, wo ein monströser Anime/Manga Shop neben dem nächsten war.

Die touristische SUMO RINGER SHOW in der SUMA HALL HIRAKUZA war sehr amüsant und gut gemacht. Wir hatten tolle Plätze in der ersten Reihe und viel Spaß.

Gut gelaunt bummeln wir noch am Kanal entlang durch DOTONBORI und staunen, was sich dort abspielt.

Nara – Hirsche, Schreine, Tempel

Für unseren letzten Tag in OSAKA haben wir uns den Ausflug nach NARA als schönen Abschluss mit viel Natur (und Schreinen ….) aufgehoben.

NARA ist auch für seine wilden, frei herumlaufenden Hirsche bekannt. In kleinerem Stil haben wir das ja schon auf MIYAJIMA gesehen, aber hier wimmelt es tatsächlich vor Hirschen aller Altersstufen (ich habe auch „Bambi“ gesehen !!!). Jetzt ist gerade Brunftzeit, da muss man bei den Männchen ein wenig vorsichtig sein. Um 200,– Yen kauft man eine Packung Hirschkekse und schon gewinnt man Freunde.

Es gibt einen sehr schönen Rundweg, wo sich ein Schrein an den nächsten reiht; Tempel natürlich inklusive. Wir konnten hier im TODAI-JI TEMPEL endlich einen großen Buddha sehen. Den ersten großen Buddha haben wir ja verpasst, was Walter fast (Gott-sei-Dank!!) das Leben gekostet hätte, weil er fast unter ein Auto kam.

Der TODAI-JI TEMPEL lädt zum Verweilen ein, weil es in jeder Ecke viel zu sehen gibt.

Der Rundweg ist viel weniger beschwerlich und lange als beschrieben und so nehmen wir uns Zeit für einen ausgezeichneten Lunch in einem kleinen Ausflugslokal. Die Qualität und der Service waren hervorragend, was mich immer wundert, wenn das Lokal aufgrund seiner Lage ein „Muss-Geschäft“ betreibt. Trotzdem: danke der braven Wirtin!! So gestärkt konnten wir noch viele schöne Momente im Park genießen.

Unser Abendprogramm, BOTANICAL GARDEN TeamLAB, haben wir direkt von Nara aus angesteuert, weil wir keine Lust auf unser mieses Hotel hatten. Es war ein Ausklang in Ruhe, mit sphärischen Klängen und bunten Lichtprojektionen auf die Bäume und Sträucher des Botanischen Gartens in Osaka.

Ishigaki – „Südsee“ Japans

Zuerst eine Warnung wegen eines vor Taiwan wütenden Taifuns. Dann doch ein recht ruhiger Flug von ca. 2 1/2 Stunden und schon waren wir auf der zur Präfektur OKINAWA gehörigen kleinen Insel ISHIGAKI.

Schon die 30 Minuten Fahrt vom Flughafen zum Hotel durch das tropische Paradies ist Verheißung pur für die kommenden Tage auf dieser Insel. Wir gönnen uns jetzt nämlich Erholung, Strand, Sand, Meer, ausnahmsweise und nur dieses eine Mal All-Inclusive-Urlaub mit einem schönen Zimmer und frontalem Meerblick.

Alle Straßen und die Wege im Resort sind noch vom Regen in der Nacht nass, aber der Sand am Strand ist trocken. Heute werden wir mal ausruhen, uns orientieren und sonst nichts ;-))

Weitere Beobachtungen/Erkenntnisse der letzten zwei Wochen meinerseits:

  • Während Menschen im Westen sich in Sonnenstudios bräunen lassen, gehen Japanerinnen gerne ins Gegenteil, in Studios mit sogenannten „Kollagengeräten“, die die Haut heller machen.
  • Leider wird in Japan viel Plastik verwendet: Einmalhüllen für nasse Schirm, Einmalsackerln für die Schuhe während man in Socken im Tempel unterwegs ist, jedes Zuckerl ist zuerst einzeln in Plastik eingeschweißt und dann erst in der Plastikverpackung, die dann in einem Plastiksackerl überreicht wird. Und das immer und überall in rauhen Mengen.

Fung-Wong – „unser Taifun“ im Inselparadies

Das Geheimnis einer gelungenen Urlaubsreise liegt einerseits in der Auswahl der idealen Reisegesellschaft und da haben wir schon einmal alles richtig gemacht. Mein Schatzi und ich sind die für uns beste, liebste, einfachste und unkomplizierteste „Reisegruppe“.

Andererseits gehört dazu, dass man auch in unerwarteten und unerwünschten Wetterphänomenen das Schöne erkennen mag und das Beste daraus herausfiltert.

Vormittag war noch ein kurzer Ausflug ins Meer mit ein wenig Schnorcheln möglich. Fotoapparat bzw. GoPro ließen wir im Zimmer. Es sollte ja nur erstmal ein grundsätzlicher Überblick verschafft werden, was uns unter Wasser erwartet, wie stark die Strömung ist etc.

  • Es haben sich einige Papageienfische daneben benommen und uns mit der Schwanzflosse auf den Bauch geschlagen und in den Po gezwickt ;-))
  • Eine größere, sehr elegante Schule von Trompetenfischen zog zu unserer Freude ihre Bahn.
  • Alles war gut. Am Nachmittag kommen wir mit Foto-Equipement wieder. Dachten wir.

Dann kam plötzlich ein starker Wind auf. Es begannen dicke Tropfen aus den schwarzen, sehr schnell über den Himmel ziehenden, Wolken zu fallen. Das war’s dann für heute.

Es wurde ein gemütlicher „BB- Tag“ zwischen Bar und Bett ;-)) Lesen. Dösen. Cocktail und Kaffee genießen. Entspannung pur. Die dunklen, schnellen Wolken, das tosende Meer, die wogenden Bäume…..all das wird mir noch lange in Erinnerung bleiben. Und schön fand ich es auch.

Wenn uns „Fung Wong“ allerdings noch länger erhalten bleibt, dann gibt es ein paar Tage keinen Blog. Ich melde mich dann erst, wenn es schöne Fotos und G’schichtln gibt.

Wir sind junge Menschen in alten Körpern

Diesen als Kompliment gemeinten Satz hat uns unser neuer Freund Faustino, der 29jährige argentinische Yoga-Lehrer des Club Med Kabira heute gemacht. Der junge Mann ist entzückend und hat eine sehr interessante Lebensgeschichte. Aber die ist bei uns gut aufgehoben und natürlich top secret ;-))

Gestern waren wir in der Stadt Ishigaki und haben zwei Ausflüge gebucht. Mit dieser Aktion haben wir uns etwa hundert Euro erspart, weil die Hotels/Clubs natürlich auf alle Aktivitäten einen Zuschlag verrechnen (müssen). Die Buchungen waren bereits ein Erlebnis für sich, da die MitarbeiterInnen der Agentur nur japanisch sprechen und kein Wort Englisch. Mit Übersetzungsapp, viel Geduld auf beiden Seiten und viel Freude und Spaß waren wir gemeinsam erfolgreich!!!!

Ein kleiner Schock war dann aber, dass wir nach unserem Alter gefragt wurden. Davon hängt nämlich ab, ob wir überhaupt an dem einen Ausflug (Kayak-Tour durch die Mangroven) teilnehmen dürfen. Eventuell müssen wir aufgrund des Alters einen „Seniorenaufschlag“ entrichten oder eine Zusatzversicherung abschließen. Bei Mietautos ist das auch so.

Ich habe wieder zwei besonders schöne Kanaldeckel entdeckt. Walter versteht meine Begeisterung zwar nicht, aber das ist mein Blog und ich will auch diese Entdeckungen nicht vorenthalten.

Heute war das Wetter wie aus dem Bilderbuch. Blauer Himmel, sanfter Wind, türkisblaues Meer und weißer Korallensand. Der Strandspaziergang war das reine Vergnügen. Ich empfehle hier aber unbedingt Strandschuhe, weil der Korallensand für zarte Fußsohlen unangenehm ist.

Walter war heute Tauchen und hat sogar Mantas gesehen. Mantas lieben Wind und Wellen und pflügen mit einem enormen Tempo (Höllentempo würde ich es wohl nennen) durchs Meer. So schnell kann man gar nicht schauen. Beim Fotografieren bzw. Filmen muss man extrem schnell und exakt zielen. Es gab auch andere Fischlein zu sehen. Besonders putzig waren die „Nemos“, die Anemonenfische.

Beim gemeinsamen Schnorcheln gab es als Draufgabe noch zwei sehr große Wasserschlangen. Die sind hier sehr häufig. Sie sind auch blitzschnell und sehr elegant und kraftvoll. Ich bin ja nicht so der Schlangenfreund, aber unter Wasser ist’s okay. An Land gibt’s eine Panikattacke !!

„Manta Ray Ballett“

In Österreich ist es ziemlich unbekannt, dass man in Japan auf Ishigaki hervorragende Möglichkeiten hat, um die riesigen MANTAROCHEN zu bewundern. Gestern gab es die ersten zwei der wunderschönen Mantas zu sehen. Heute, am 29. Tag unserer Reise, waren es gleich ein beeindruckend zahlreicher Schwarm dieser rund 2 bis 2,8 Tonnen schweren Mantas, die schwerelos über der Tauchgruppe schwebten.

Es ist ein unbeschreibliches, ergreifendes Gefühl, wenn diese eleganten Schwimmer über einen mit kräftigen und geschmeidigen „Flügelschlägen“ ihre Kreise ziehen. Es gibt verschiedene Tauchspots, heute war es „Manta City“, wo dieses Ereignis stattfand. Man gewinnt den Eindruck, dass die ästhetischen Mantas die Luftblasen der Taucher wie eine Bauchmassage genießen ;-)) Wellness für Mantas, sozusagen ;-))

Der Tauchgang war insgesamt sehr gut. Das atemberaubende Schauspiel, wie die RIESENMANTAROCHEN quasi als Ballett über unseren Köpfen in den Luftblasen schwebten, ist unvergesslich!!

Am weißen Sandstrand des warmen und türkisblauen Meeres ließ sich gut nachträumen.

Island-Hopping ab Ishigaki: Iriomote – Yubu – Taketomi

Weil uns am Strand liegen nach zwei Tagen schon langweilig wird, haben wir für heute eine Island-Hopping-Tour gebucht. Um 7 Uhr früh saßen wir ziemlich müde für 55 Minuten bereits im Linienbus zum Hafen von Ishigaki, von dort ging es mit einer Fähre um 8:30 nach IRIOMOTE, wo wir eine Stunde lang langsam auf dem NAKAMA RIVER durch die MANGROVEN getuckert sind.

Das Wetter war mild und freundlich. Die Luft duftete fein und die Vögel schrieen in den Bäumen. Das war kein Gezwitscher, das war tatsächlich Geschrei.

Nur 15 Minuten dauerte der Transfer und schon durften wir auf Wägen umsteigen, die von gutmütigen, freundlichen und sehr starken WASSERBÜFFELN gezogen wurden. Das war nicht nur für die Kinder eine Freude! Es war eine touristische, aber sehr gut gemachte, gemütliche Fahrt auf die Insel YUBU. Der Fahrer war sehr gut zu seinem Tier, hat die Fahrgäste so im Wagen verteilt, dass ja kein Druck auf die Wasserbüffelkuh wirkt. Zu uns war er auch gut, denn er hat ein Saiteninstrument hervorgezogen, gespielt und für uns gesungen. Das war unglaublich schön und entspannend! Dazu der angenehme Fahrtwind im Haar – besser geht’s kaum.

Die zweite Attraktion der Insel YUBU war der BOTANISCHE GARTEN mit vielen bunten Blumen und Schmetterlingen und Bäumen.

Die dritte Insel TAKETOMI war heute Schauplatz für ein Fest der Dorfbewohner als Dank für die gute Ernte und die Bitte um Gesundheit, Segen, Wohlstand für das Dorf. Bei der Buchung hat sich die Agentur bei uns dafür entschuldigt, dass auf Taketomi heute wegen des Festes alle Läden geschlossen sein werden. Also ganz ehrlich – uns war das Fest lieber als jeder Touristenshop!!! Das gesamte Dorf war versammelt und wer nicht Akteur war, saß im Publikum. Walter und ich waren die einzigen Fremden und Weißen.

Vom Hafen Ishigaki haben wir uns dann ein Taxi gegönnt. Es hat wieder Regen eingesetzt und da wollten wir nicht eine Stunde lang auf den Linienbus warten. Wir sind dankbar dafür, dass das Wetter den ganzen Tag „durchgehalten“ hat. Der Kanu-Ausflug für morgen wurde bereits abgesagt. Kein Problem. Wird morgen halt wieder ein Tag zwischen Bar und Bett ;-))

Abschied von Ishigaki – heute viel Text, wenige Fotos

Wir hatten Zeit uns auszuruhen, zu lesen, vom Balkon das stürmische Meer zu genießen und die vielen Eindrücke der letzten Wochen zu verarbeiten. Denn: Das Wetter auf Ishigaki hat leider nicht mehr auf „Sommer-Sonne-Strand“ gewechselt. Einen Tag gab es Sturm und sintflutartiger Regen, einen Tag gab es heftigen Wind und wiederkehrende Regenschauer, heute ist es windig und manchmal nieselt es. Die Temperatur ist trotzdem angenehm um die 20 Grad Celsius. Morgen werden wir von Ishigaki nach Tokyo fliegen und dort noch einen Abend und einen ganzen Tag verbringen.

Abschließend noch ein paar Reiseerfahrungen, die für euch in Japan hilfreich sein können:

  • Bei Nahrungsmittelunverträglichkeiten wie Weizenunverträglichkeit ist zu beachten, dass es in Japan hauptsächlich Weizenweißmehlgebäck/brot gibt. Bei Nudeln gibt es allerdings auch die „SOBA-NUDELN“ aus Buchweizen! Diese Soba-Nudeln waren gut verträglich.
  • Bei Problemen mit zu hohem Blutzucker ist zu beachten, dass in Japan ganz oft und viel weißer Reis zusätzlich zu den Weizennudeln angeboten wird. Light-Limonaden sind eine Seltenheit. Diverse Süßigkeiten wie MOCHI und mit Schokolade überzogene geröstete Marshmallows sind natürlich zu meiden, obwohl das Zeug verdammt gut schmeckt. Ich bin schon auf meinen Langzeitzuckerwert gespannt ;-(( Schokolade ist in Japan kaum erhältlich, allerdings gibt es eine köstliche gesüßte rote Bohnenpaste als Ersatz, die hervorragend schmeckt und für uns wesentlich besser verträglich ist als echte Schokolade.
  • Unbedingt einen mobilen WIFI-ROUTER mieten, damit man überall online ist (z.B. für Recherchen, für GoogleMAPS etc.) und auch um über WhatsApp zu telefonieren (ist sonst nämlich sehr teuer mit rund € 5 pro Minute telefonieren und bis zz 24 Cent pro MB Daten) kann.
  • Leggings werden in Japan nicht gerne gesehen, da sie hier als reine Sportbekleidung gelten. Wenn man trotzdem Leggings tragen möchte (sind halt praktisch und brauchen wenig Stauraum im Gepäck und wiegen weniger als Jeans), sollte undbedingt lange Blusen/Shirts die den Po bedecken, tragen.
  • Das Reisegepäck kann man sehr klein halten. Besser wenig Ballast mit sich rumschleppen auf Rundreisen! Weiterer Vorteil: man hat Freigepäck für Mitbringsel für die Lieben daheim.
  • In jedem Hotel bekommt man sämtliche Hygieneprodukte gratis zur Verfügung gestellt: Zahnbürste, Zahnpasta, Kamm, Rasierzeug, Hautcreme, Wattepads und -stäbchen, Duschhauben, Körpermilch, Duschgel, Shampoo, Conditioner usw. Es gab in einem Hotel sogar ganz tolle Gesichtsmasken zur Pflege der Haut!
  • Pyjama und Hausschuhe dürfen auch ruhig zu Hause bleiben, da beides in guter Qualität in jedem Hotel zur Verfügung gestellt wird. In traditionellen RYOKANs (typische Gasthäuser in Japan) bekommt man sogar hübsche YUKATA (ähnlich wie Kimono, nur aus Baumwolle) geliehen.
  • Kleidung kann man ebenfalls sehr sparsam packen, da in allen Hotels WASCHMASCHINEN und WÄSCHETROCKNER für wenige Yen benutzt werden können. Waschmittel ist bereits inklusive und dosiert die Waschmaschine selbst.
  • GUTES SCHUHWERK hingegen ist wichtig, da man täglich weite Strecken, zum Teil auf (ungenormten, somit manchmal halsbrecherischen) Stufen zurücklegt. Also unbedingt zu Hause probieren, welche Schuhe „gut eingelaufen“ sind nicht drücken!
  • GEPÄCKVERSAND funktioniert in Japan wunderbar. Das heißt, dass die Reisetasche/der Koffer von einem Hotel ins nächste oder übernächste aufgegeben wird und man daher nur mit einem Mini-Handgepäck (in unserem Fall: für ein bis drei Tage) weiterreist. Das Gepäckstück wird abgemessen und danach sowie nach der Transportstrecke richtet sich der Preis. In der Regel haben wir ca. € 30,– für zwei große Reisetaschen bezahlt.
  • SCHLIEßFÄCHER gibt es an allen für Reisende strategischen Orten. Man kann das HANDGEPÄCK somit jeweils deponieren und dann den Ausflug bzw. die Besichtigung ohne Ballast am Rücken machen. Vor der Weiterfahrt holt man das Handgepäck ab und fährt zu seinem Tagesziel weiter. Die meisten Schließfächer kosten je nach Größe 500 – 1000 Yen.
  • EINHEIMISCHE ansprechen, wenn man etwas nicht findet (z.B. einen bestimmten Bus). Keine Scheu haben und sich freuen, dass man mit Einheimischen in Kontakt kommt! Japaner sind sehr hilfsbereit. Auch ohne sprachliche Verständigung funktioniert Körpersprache erstaunlich gut. UND ES GIBT AUCH ÜBERSETZUNGSAPPs !!
  • BARGELD wird im hochtechnisierten Japan immer noch gerne verwendet. Die Fahrkartenaufladestationen akzeptieren ausschließlich Bargeld und keine elektronischen Zahlungsmittel.
  • Mit der SUICA-CARD kann in fast allen öffentlichen Bussen und Zügen bezahlt werden. Die Karte gibt es an allen größeren Bahnhöfen an Automaten und werden nur mit Bargeld geladen.
  • SHINKHANSEN: Reservierungen sind kostenlos und auch über Automaten ODER bei Servicestellen am Bahnhof vorzunehmen.
  • FOREIGN CUSTOMER SERVICE helfen immer weiter und sind auf Bahnhöfen mit einer Armschleife erkennbar.
  • JAPANISCHER WHISKY ist weltweit anerkannt und eignet sich ganz hervorragend bei der Bekämpfung von Magen-Darm-Anpassungsschwierigkeiten an die fremdländische japanische Kost

Wasinger’s Reisetipps für friktionsfreies Reisen als Paar ;-))

  • Im Vorfeld besprechen, wie wir uns in Krisensituationen verhalten wollen und Regeln festlegen
  • Wenn der Partner überfordert ist und vielleicht kurz davor steht, die Nerven zu verlieren, dann NICHT SCHIMPFEN, sondern LIEB SEIN und nachsichtig (er braucht das dann besonders!)
  • Wenn der Partner einen Fehler gemacht hat, etwas verloren oder verlegt hat: TRÖSTEN und beteuern, dass das nicht so schlimm ist
  • Bedürfnisse offen artikulieren und sich bei Bedarf ruhig auch mal für eine Stunde trennen (ER läuft zum Schrein hoch und fotografiert den Schrein – SIE sitzt unten im Park und beobachtet und fotografiert Menschen)
  • SIE packt nur soviel in ihr Gepäck, wie SIE auch selbst tragen kann (sonst schleppt ER als Kavalier der alten Schule sich in den Bandscheibenvorfall!!)
  • Wir haben damit gute Erfahrungen gemacht, dass Walter immer das Bett beim Fenster nimmt, ich das näher zum Bad UND auch welche Bereiche im Kasten wem „gehören“ – das spart enorm viel Zeit beim Einzug, wenn nicht diskutiert werden muss, sondern jedeR weiß, wo sein Platz ist
  • Kompetenzen nutzen! Z.B. ER ist gut mit Google-MAPS – SIE liest die Wegweiser – gemeinsam sieht man alles ;-))
  • Am ersten Reisetag festlegen, wie man sich wieder findet, falls man sich im Getümmel verliert (Gerät finden auf Google App – funktioniert nur bei WLAN) oder Treffpunkt vereinbaren: Eingang, beim Tempel, beim Teich….markanten Punkt.
  • Kurzes Resümee des Tages am Abend ziehen und Vorschau auf den nächsten Tag .
  • Jeden Tag mit einer Liebeserklärung beginnen und mit einer Liebeserklärung beenden.

Wenn es in den nächsten zwei Tagen nichts Besonderes zu zeigen und berichten gibt, dann ist das heute schon der Abschluß des Reisetagebuches unserer Japan-Rundreise. Aber „schau ma mal, dann sehen wir schon“ ……

Yokohama

Unseren letzten Tag haben wir noch voll ausgekostet und mit der Bahn einen Ausflug nach YOKOHAMA unternommen. Unser Flug ging ja schließlich erst um 23 Uhr.

In Yokohama gibt es den großartigen Sankei-en Park mit Schrein und Tempel. Es war ein würdiger Abschluss und wieder einmal extrem angenehm und entspannend!

Ein paar Fotos für einen kleinen Eindruck und dann ist nun wirklich Schluss mit unserer wunderbaren Japan-Reise.