Nächste öffentliche Reiseshow: 5.10.2026, 16:00 Uhr ***** Japan: Land der aufgehenden Sonne ***** im Theater in der Seniorenresidenz am Kurpark Oberlaa, Fontanastraße 10, 1100 Wien

Etappe 2: Elmshorn nach Glückstadt

Petrus hat Mitleid mit uns armen Radfahrern und stoppt heute den Regen ein wenig. Schlau wie wir sind, warten wir bis 11:30 mit der Abreise bis der morgentliche Regen weniger wird. Und tatsächlich schaffen wir es heute trocken zu unserem Tagesziel nach GLÜCKSTADT. Ohne Regen, aber wieder mit heftigen Windboen im Sturm. Wir sind aber trotzdem sehr glücklich, denn ohne Regen fühlt sich das Radeln doch deutlich mehr nach Freude und Vernügen an.

Es geht auch heute durch zauberhafte Dörfer mit hübschen Häusern und gepflegten Gärten.

Die Fischbude kommt uns wie gerufen. Walter hat hier vor rund 20 Jahren schon einmal Rast gemacht und dieses Erlebnis gehört aufgefrischt! Mit seinem Backfischbrötchen ist mein Süßer total glücklich! Ich bin noch vom Frühstück satt und bedaure das im Moment sehr. Hier sind die Fische frischer, die Portionen größer und die Preise kleiner!

Immer wieder haben wir nette Begegnungen. Eine junge Mutter steht an einem der Absperrtore am Watt mit ihrer ca. 3jährigen Tochter und das Kind freut sich, uns die schwere Türe (gemeinsam mit Mama) aufhalten zu dürfen ;-)) Dafür gibt es von mir ein Zuckerl als Belohnung.

Die Felder bieten einen weiten Blick und die Ähren und Büsche und Bäume werden vom Sturm gepeitscht. Das heißt aber auch, dass wir auch heute die Aussichten nicht so richtig genießen können, weil wir uns auf das Radfahren konzentrieren müssen. Oft haben wir gerade mal 40 cm Wegbreite und bei seitlichen Böen muss man sich schon sehr konzentrieren um die Spur zu halten.

GLÜCKSTADT feiert heute die „Matjeswoche“ und wir haben da wirklich großes Glück hier mitfeiern zu können. Mitessen zu können ist natürlich auch ein großes Privileg und wir nutzen das auch gerne und gut.

Etappe 3: Glückstadt nach Brunsbüttel

Heute sind bloß 30 km an Radstrecke zu bewältigen und das ist für uns normalerweise keine, gar keine Herausforderung. Heute wurden diese 30 km eine Tour der Qual. 6 Beaufort von vorne und seitlich bei Eiseskälte sind wirklich schwierige Bedingungen. Wir sind hart im Nehmen, aber trotzdem leiden und frieren wir heute.

Einmal blies der Gegenwind so stark, dass ich selbst mit voller Akkuleistung das e-Bike nicht anfahren konnte. Mein Schatz musste mir helfen. Auch er hatte heute einen starken Verbrauch vom Akku und erreichte unser Hotel mit gerade mal 3 % Ladung. Glück gehabt!

Ein anderesmal musste ich kurz anhalten und Walter sah das nicht, weil er das Navi im Blick hatte. Kurz gesagt: er fuhr auf mein stehendes Rad auf und wir hatten schon wieder Glück, denn ich fiel nicht um, es löst sich bloß die eine Packtasche. Kein Ding, sowas passiert schon mal. Was auch passieren kann, ist, dass die Äste der Bäume abbrechen und auf die Straße fallen bzw. auf den Radweg.

Das Hotel ist klein, aber fein. Absolute Ruhelage direkt neben dem örtlichen Bestattungsinstitut :-((

In Brunsbüttel sind die meisten Restaurants und Gaststätten am Montag geschlossen. Ein großartiges Asia Restaurant hatte geöffnet und wir fanden Wärme durch Pho-Suppe und ein exotisches Entengericht. Jetzt heißt es für uns wieder ab ins warme Bettchen, Kraft tanken für morgen.

Etappe 5: Büsum -> Sankt Peter Ording

Heute sollte es ein entspannter Radtag werden. Sollte werden. Das Wetter war ganz okay, kaum Wind und für 500 m sogar zarter Rückenwind, bewölkt, kein Regen. Leider gab es auf der gesamten Strecke auch keine einladende Raststelle zum die Landschaft genießen, plaudern, relaxen, was trinken….. Und damit wird die Strecke dann doch …. wie soll ich sagen? …. doof, es zieht sich dahin, der Popo tut weh, die Schultern verspannen sich.

Genug gejammert! Zwischendurch hat es sich wirklich so angefühlt, aber großteils war es ein superschöner Radtag. Alleine schon die Schafe und Kühe oben am Damm zu sehen mit nur Himmel als Hintergrund zu sehen, war Balsam für die Seele.

Die Menschen an der Küste sind ausgesprochen einfallsreich, wenn es um „Landgewinn“ geht. Mit einem ausgeklügelten System wird hier dem Meer Land abgetrotzt. Toll!

Eine Kolonie aus den unterschiedlichsten Möwenarten nistet auf einer Landzunge vor einer mächtigen Schleuse.

Das Naturschutzgebiet in SANKT PETER ORDNING mit seinen Salzwiesen, Dünen und dieser eigenen Wildnis ist wunderschön anzusehen. Erfreulicherweise gibt es dort auch ein großes „Gosch“-Fischrestaurant ;-))

Die Strecke heute betrug 49 km, Fahrzeit 3:32, in Fahrt 2:23. Morgen bleiben wir hier und erkunden die Umgebung und entspannen uns.

1. Ruhetag: Sankt Peter Ording

Aktivität muss sein, aber auch Regeneration und Ruhe muss sein. Deshalb haben wir uns heute den ersten unserer Ruhetage gegönnt. Weitere Pausen auf Föhr und Sylt werden auf dieser Radtour noch folgen.

Zuerst ein ausgedehnter Spaziergang über den weitläufigen Sandstrand zum Meer, ein bisserl im Wasser „pritscheln“ und dann gemütlich auf einer der Sitzgelegenheiten am Strand rasten und die Sonne genießen. Das macht Appetit auf eine gute Fischsuppe von Gosch am Strand.

Den Tagesabschluss zelebrierten wir in der menschenleeren DÜNEN THERME. Hier standen Dehnübungen und Massagedüsen am Programm. Das war alles, sonst brauchten wir gar nichts ;-))

Warum Radfahrenn so gesund ist?

Radfahren trainiert die Oberschenkel und das entlastet die Knie. Es werden die Bandscheiben durchgepumpt, die Wirbelsäule federt mit den Unebenheiten der Stecke mit, der Schultergürtel wird gestärkt, das Herz-Kreislauf-System aktiviert und trainiert, die Lungen gestärkt und für die Seele und Psyche ist es wie Balsam. Ich kann es sehr empfehlen!

Etappe 6: Sankt Peter Ording -> Husum

55 km bei strahlendem Sonnenschein über Wiesen und Felder und entzückende kleine Dörfer haben mich auch heute wieder rechtschaffen müde gemacht. Bei praller Sonne ist es ungemein wichtig, dass man viel, sehr viel, Wasser trinkt!

Ich frage mich, wer die vielen Schafe essen soll. Auf den Speisekarten findet man neben all den Fischgerichtnn auch das „Salzwiesen Lamm“, aber ich kann mir trotzdem nicht vorstellen, dass die lieben Tiere alle in Deutschland auf den Tisch kommen.

Heute können wir auch zweimal Rast machen und das ist gut, denn es gibt auch wieder lange Strecken auf Feldwegen zurückzulegen und das ist für den Schultergürtel und die Handgelenke anstrengend.

HUSUM gefällt uns sehr. Das ist ein hübscher Ort, an dem man gut zwei Tage verbringen könnte. Leider haben wir keine Zeit für das THEODOR STORM HAUS und das WEIHNACHTSHAUS oder das Museum. Wir begnügen uns damit, durch das Zentrum zu flanieren, uns kulinarisch zu stärken und mit einem Eis zu belohnen.

Etappe 8: Nordstrand -> Insel Föhr

Besser geht es wirklich nicht! Gestern der wundervolle Tagesabschluß im entzückenden Hotel an der ARLAU SCHLEUSE mit einem köstlichen Abendessen auf der Terasse mit Blick auf den Kanal. Herrlich weiches Licht, eine milde Brise und absolute Entspannung inmitten großartiger Natur mit Vogelgezwitscher.

Und heute ging es in dieser Art und Weise weiter. Die zurückzulegende Strecke betrug 34 km auf gut ausgebauten Wegen durch das Naturschutzgebiet. Einzig das häufige Ab- und Aufsteigen auf das Rad bei den Absperrungen wegen der Schafe war ein wenig lästig, aber das ist Jammern auf hohem Niveau.

Weiter Blick, immer wieder interessante Begegnungen mit anderen Radfahrern und einmal sogar sehr intimer Kontakt mit zwei Schafen. Als ich einmal auf meinen fotografierenden Schatz wartete, kamen zwei Schäfchen und rieben sich die Köpfchen an meinem Vorderrad, steckten die Näschen zwischen die Fahrradspeichen und rieben sich daran. Dabei blickten sie mich aus seelenvollen Augen vertrauensvoll an.

Das Wetter heute ist perfekt zum Radfahren, der Himmel betört mit liquiden Blautönen und Schäfchenwolken. Herrlich. Und so kommen wir bald zur Fähre und setzen in knapp 50 Minuten zur Insel Föhr über.

In WYK auf FÖHR haben wir uns in ein wunderschönes (wenn auch teures) Hotel direkt an der Strandpromenade und dem Strand mit weißem, karibisch anmutenden, Sand. Die Luft ist weich wie Seide, es herrscht eine frohe, friedliche und entspannte Atmosphäre. Wir suchen uns eine Strandbar und stecken die Füße in den weichen Sand. Genug Aktivität für heute ;-)) Morgen ist auch noch ein Tag …

Ich habe mich in Föhr verliebt

Ich habe einen neuen Lieblingsort auf der Welt! Kilometerlange weiße Sandstrände lassen Föhr karibisch wirken, „Friesische Karibik“, während ein Stück vom Strand entfernt alles herrlich grün ist.

Wir starten gleich mit einem ausgedehnten Spaziergang auf dem Watt und bewundern die Löcher der Sandwürmer. Entschleunigung pur! Unser wunderschönes Hotel liegt direkt am Strand und an der Strandpromenade und so kommen wir heute auf 17.700 Schritte (!!), weil wir gar nicht genug kriegen können

Weil ein 5* Hotel für uns keine Selbstverständlichkeit ist und wir alle Annehmlichkeiten nutzen wollen, verschieben wir Ausflüge in die hübschen Dörfer auf unseren nächsten Aufenthalt auf der Insel Föhr. Dann wollen wir uns NIEBLUM, WITSUM usw. genau ansehen und mit dem Fahrrad erobern. Aber jetzt haben wir gerade mal 2 Übernachtungen, also zwei halbe Tage und einen ganzen Tag und diese Zeit brauchen wir zum Relaxen (oder Relaxieren, wie meine liebe Freundin Tjasa sagt ;-))

Etappe 9: Endpunkt Sylt

Heute ist die Weiterreise von FÖHR nach SYLT spannend, denn zuerst radeln wir zur Fähre, dann setzen wir mit der Fähre von WYK nach DAGEBÜLL über, radeln danach gemütlich 20 km nach NIEBÜLL, von wo es mit einem Bummelzug nach Westerland auf Sylt geht.

Am frühen Nachmittag kommen wir tatendurstig an und beziehen ein kleines Appartement in einer freundlichen kleinen 3*-Pension. Teuer genug auf Sylt und „es kann nicht immer Kaviar sein“ wie es schon in einem Bestseller Roman so schön heißt. Sylt ist nochmal ein schönes Stück teurer als Föhr und da heißt es ein wenig zurückschrauben der Ansprüche.

Der Strand ist jedoch absolut 5 Sterne! So ein schöner Vanilleton und so breit und so unendlich lang. Ich bin mir sicher, dass es weltweit keinen so langen breiten Strand gibt, wie auf Sylt.

Weil gerade Ebbe herrscht, können wir wieder am Watt spazieren gehen, um wieder auf unsere täglichen rund 10.000 Schritte zu kommen. Wenn man sich wie wir täglich mit einer Kugel Eis belohnt, dann muss man kräftig Kalorien verbrauchen;-))

Essen auf Sylt ist ebenso köstlich wie teuer. Als erfahrene Foodfinder werden wir morgen eine Quergasse vom Strand entfernt ein hervorragendes Fischlokal finden und dort die Fisch-Spezialitäten um ein Drittel günstiger genießen, als heute bei GOSCH AM KLIFF (wo auch alles solide und gut gekocht wurde).

19. – 21.7.25: Rothenburg ob der Tauber

Endlich finden wir Zeit für diese wunderschöne ALTMÜHL-RADTOUR. Wir starten im romantischen, mittelalterlichen Städtchen ROTHENBURG OB DER TAUBER. Sofort sind wir „schockverliebt“. Jedes Haus atmet Geschichte. Jedes Haus hat Könige und Kaiser beherbergt; na ja, fast jedes Haus. Wir marschieren an zwei Tagen gut und gerne jeweils über 20.000 Schritte ohne dass es uns langweilig wird.

Auf Rothenburg wurden im 2. Weltkrieg von 9 Tonnen Bomben laut US-Bericht „erfolgreich abgesetzt“. Daher musste ein Großteil der historischen Gebäude originalgetreu wieder aufgebaut werden. Es ist sehr gut gelungen!

Aber schon davor, 1631, wurde die Stadt vor der endgültigen Zerstörung durch den sogenannten MEISTERTRUNK gerettet. Der Eroberer wollte die Stadt niederbrennen, ließ sich dann aber mit dem Bürgermeister auf einen Deal ein. Wenn der Burgermeister 3 1/4 Liter Wein auf einen Zug austrinken kann, dann wird die Stadt verschont. Gesagt, getrunken und Rothenburg war gerettet.

Alle zwei Jahre kommen aus einigen Bundesstaaten der USA die „AMBASSADORS OF MUSIC“ nach Rothenburg ob der Tauber. Wir hatten das Glück, dass gerade 250 jugendliche MusikerInnen aus Utah gastierten. Die Gelegenheit, sowohl in der Kirche, als auch am Rathausplatz, die Konzerte zu genießen, war ein großes Geschenk. Alle Ami-Jugendlichen lieben Deutschland – wahrscheinlich wegen der Gelegenheit, vor dem 21. Geburtstag Alkohol zu konsumieren ;-))

21.7.25: Rothenburg nach Herrieden

50 km war unsere erste Etappe nach HERRIEDEN und musste leider vorwiegend bei Regen zurückgelegt werden. Das ist natürlich nicht so angenehm, aber man muss das Wetter nehmen, wie es kommt.

Grundsätzlich verfügen wir ja über eine komplette Regenausrüstung. Da laut Wetterprognose eine Hitzewelle in Europa zu erwarten war, haben wir diese zu Hause gelassen. Ein großer Fehler, wie wir bald erkannten.

„Food Desert“ war das, was mir immer in Erinnerung bleiben wird. Gab es in Rothenburg noch unzähliche Restaurants und Gaststätten, fanden wir am Weg nach HERRIEDEN keine einzige offene Lokalität. Aufwärmen und ein bisserl ausrasten, das blieb uns versagt. Wir mussten nass, aber unverdrossen die Strecke ohne Pause zurücklegen.

Die heiße Dusche im schönen Hotel wurde ein besonderer Genuss!!

22.7.25: Herrieden nach Gunzenhausen

Es hat die ganze Nacht heftig geregnet. Es hat auch am Morgen heftig geregnet. Wir sind ohne Regenausrüstung 90 Minuten abwartend in der Hotelhalle gesessen und haben auf eine trockene Phase gewartet. Dann rasch auf den Fahrradsattel und tüchtig in die Pedale getreten!

Die heutige Etappe war lediglich 36 km lang und das kam uns zugute, denn wir konnten den nächsten Regenguss bei einem wunderbaren fränkischen Biergarten bei „SAUREN ZIPFELN“ im Trockenen überbrücken.

Trocken schaffen wir es nach GUNZENHAUSEN in das wunderbare Zimmer im HOTEL ADLERBRÄU. Ich kaufe mir sofort Goretex-Schuhe für trockene Füße, denn die Wetterprognose schaut düster, bzw. nass, aus! GUNZENHAUSEN kommt uns wie eine Metropole vor, weil es so viele Shops und Gaststätten gibt! Wir essen phantastisch bei MR AN, zumal die fränkische Küche doch eher deftig ist und wir ja schlank sein (wohl eher: werden) wollen.

23.7.25: Gunzenhausen nach Dollnstein

Ein idealer Radreisetag, hurra! Bewölkt bis leicht sonnig, trocken mit wenig Wind. Die 60 km lange (oder kurze, wenn man so mag) Strecke war in Mitten von Wäldern, Wiesen, der Altmühl und kleinen Seen gelegen. Unzähliche Störche ruhten in Feldern oder zogen am Himmel ihre Kreise. Es war wunderschön, bei diesen Bedingungen zu radeln!

Auf der ALTMÜHL tummelten sich die Kanus mit ausgelassen lachenden Familien und Freundesgruppen. Ein längerer Aufenthalt in dieser schönen Gegend ist durchaus anzudenken.

Besonders angetan hat uns das Dorf (oder ist es gar schon ein Städchen??) PAPPENHEIM. Allein der Name zur Redewendung „ich kenn‘ doch meine Pappenheimer und Sie mein Herr, sind auch so einer“ ;-))

Beeindruckt hat uns vor allem eine NATURKIRCHE, aus Weiden geformt, mit der Einladung an E-Bike-Fahrer, doch das E-Bike hier an der Ladestation aufzuladen und derweil ein wenig Einkehr zu halten. Mein Süßer hat sofort den Plan geschmiedet, dass wir hier in drei Jahren unsere Goldhochzeit feiern. Sehr romantisch, mein Schatz!

Gesteinsformationen, genannt die ZWÖLF APOSTEL, mussten von einem Rastplatz genauer studiert und gezählt werden. Jede Zählung ergab ein anderes Ergebnis….

Wenn nur noch mehr so schöne und vor allem regenfreie Radtage möglich wären.

24.7.25: Urdonautal-Radweg

Es regnet in Strömen und so ziehen wir uns mit unseren E-Book-Readern am Vormittag in unser Zimmer zurück. Zu Mittag scheint der Regen nachzulassen und wir schwingen uns auf unsere Fahrräder, um das URDONAUTAL zu besuchen. Deshalb haben wir hier schließlich zwei Übernachtungen in einem etwas aus der Zeit gefallenen Gasthof gebucht. Wir wollen den 80er-Jahre-Style gerne „charmant“ nennen, denn „man bemüht sich“ ;-))

Rechts und links des Radweges kann man erahnen, wie früher ein europäischer Urwald ausgesehen haben mag. Wo sich auch jetzt noch mehrere, kleine Flußarme verzweigen, muss früher der Strom unberechenbar und mächtig gewesen sein, bevor der Mensch regulierend eingegriffen hatte.

Irgendwie verständlich, wenn man bedenkt, dass dadurch Ackerflächen geschaffen werden konnten, die für die Versorgung der Menschen notwendig war. Die Äcker gibt es immer noch und sie sehen wunderschön aus. Manche Felder sind schon „Stoppelfelder“ (super gut geeignet für Galoppstrecken beim Ausreiten!), auf anderen Felder wogt noch das Korn.

Am Wegesrand findet man simple Wildpflanzen, die uns auch sehr erfreuen! Es war nicht viel, aber immerhin konnten wir im Regen doch zumindest 26 km Radfahrvergnügen genießen. Danach waren wir nass bis auf die Haut und, wieder einmal, dankbar für eine heiße Dusche!

25.7.25: Dollnstein nach Kipfenberg

Heute selig 46 km bei trockenem Wetter durch Wiesen und Wälder und bezaubernde kleine Dörfer/Städtchen. Erst nach dem Einchecken im Hotel in KIPFENBERG beginnt es wieder zu regnen. Was sind wir doch für Glückskinder!!! Unser Zimmer ist modern und stylisch und sehr gemütlich und bietet direkten Blick auf die BURG KIPFENBERG. Im Ort werden wir sogar noch Zeugen einer standesamtlichen Hochzeit mit historisch gekleideten Musikern.

Entlang der ALTMÜHL mit ihren vielen Seerosen und Rastplätzen für Vögel, bezauberte uns EICHSTÄTT mit seinem schönen Marktplatz und ebenso schönem Dom. Die WILLIBALDSBURG thront auf einem Felsstock und wacht über den Ort. Ich wache auf meinen Schatz und dass er sein tägliches Eisstanitzel bekommt. Heute eben in Eichstätt und es war köstlich gemacht von einem tunesischen Eiskonditor, der sein Handwerk in Italien erlernt hatte.

Es war heute wieder ein atemberaubend schöner Abschnitt des Radweges. Jetzt bitte, bitte noch zwei Tage ein wenig Wetterglück.

26.7.25: Kipfenberg nach Riedenburg

Jubel!!! Erst auf den letzten 5 km der insgesamt 51 km langen Strecke von KIPFENBERG nach RIEDENBURG hat uns der Regen erwischt. Aber da waren wir scon so dankbar für die 46 regenfrei gefahrenen Kilometer, dass wir das lächelnd hinnehmen konnten.

Die Strecke heute ist vielleicht sogar der schönste, romantischste Teil des Altmühlradweges. Hinter jeder Wegbiegung verbirgt sich eine neue Überraschung: mal eine kleine Wasserstelle mit rastenden Vögeln, mal eine kleine Insel aus Seerosen, mal ein besonders hübsches Wäldchen oder einfach nur ein wogendes Weizenfeld. Wir finden, diese Gegend sollte ein Weltnaturerbe oder zumindest Europaschutzgebiet sein! Aber immerhin befinden wir uns im NATURPARK ALTMÜHLTAL (südliche Frankenalb) mit 3.000 km2 Fläche und somit einer der größten Naturparks Deutschlands.

Durch die Regenfälle der letzten Tage ist die Luft herrlich. Samtig, staubfrei, frisch – eine Wohltat für die Bronchien, die Lungen und die Haut. Ich werde verjüngt wieder nach Hause reisen, soviel ist gewiß!

27.7.2025: Riedenburg nach Regensburg

Das Ziel ist erreicht! Der Weg von Riedenburg nach REGENSBURG war genußvolle 58 km zu radeln und ich möchte keinen Kilometer davon missen. Dunkle Wolken standen bedrohlich am Himmel. Der Regen setzte erst ein, als wir im Hotel eingecheckt hatten und mein Süßer das Abenteuer „Deutsche Bahn“ in Angriff genommen hatte. Schließlich mußte er unser Auto aus Rothenburg holen, damit wir mit unseren Rädern huckepack wieder nach Hause düsen können.

Der Flußlauf wird immer breite, da in DIETFURT der MAIN-DONAU-KANAL in die ALTMÜHL mündet. Da der Mensch ja immer in die Natur eingreift, wurde auch hier das Flußbett begradigt und an einigen Stellen aufgestaut.

Das Ende des Altmühlradweges passierten wir in KELHEIM, wo die Altmühl in die DONAU mündet. Ab da sind wir wieder einmal am DONAURADWEG unterwegs. Jeden Meter radeln wir jetzt schon ein wenig wehmütig, denn es ist klar, dass unsere schöne Radtour bald beendet sein wird. Jetzt fürchen wir nicht einmal mehr einen Regenguss – soll er nur kommen, das Hotel mit der heißen Dusche wartet schließlich in Regensburg auf uns.

Wir sind gemütlich 326 km mit unseren E-Bikes geradelt, haben wie immer ein klein wenig zu viel Gepäck mitgeführt und hatten trotz düsterer Wolken und wiederkehrenden Regenschauern eine wundervolle Radtour mit wertvollen Erfahrungen. Ich kann diese Art des Reisens unbedingt empfehlen!!

In Regensburg werden wir zwei Nächte bleiben, planlos durch die wunderschöne Altstadt wandern und liebe Freunde aus Landshut treffen. Dann geht’s wieder heimwärts, denn die nächste Reise wartet und will vorbereitet werden.

Ein Konzert mit Jonas Kaufmann

Als große Fans von JONAS KAUFMANN sind wir ihm zu einem Konzert nach MANNHEIM nachgereist. Es war sehr lohnend, weil sowohl das Konzert großartig war, als auch die Stadt selbst sehenswert.

Gewohnt haben wir im Hotel ALTES RUDERHAUS im nahegelegenen WORMS, am Ufer des Rhein. Hier hat der Legende nach HAGEN den SCHATZ DER NIBELUNGEN im Rhein versenkt. An der Außenwand des ST. PETER Doms haben wir sogar den berühmten Dackel entdeckt.

Es ist einfach immer wieder schön, für ein paar Tage aus dem Alltag auszusteigen und Neues kennenzulernen! Ich liebe meinen Alltag zwar, es geht mir gut, aber trotzdem zieht es mich immer wieder „auf zu neuen Ufern“ . Möglich, dass da eine europäische Nomadin in mir schlummert ;-))