Nächste öffentliche Reiseshow: 5.10.2026, 16:00 Uhr ***** Japan: Land der aufgehenden Sonne ***** im Theater in der Seniorenresidenz am Kurpark Oberlaa, Fontanastraße 10, 1100 Wien

Etappe 2: Elmshorn nach Glückstadt

Petrus hat Mitleid mit uns armen Radfahrern und stoppt heute den Regen ein wenig. Schlau wie wir sind, warten wir bis 11:30 mit der Abreise bis der morgentliche Regen weniger wird. Und tatsächlich schaffen wir es heute trocken zu unserem Tagesziel nach GLÜCKSTADT. Ohne Regen, aber wieder mit heftigen Windboen im Sturm. Wir sind aber trotzdem sehr glücklich, denn ohne Regen fühlt sich das Radeln doch deutlich mehr nach Freude und Vernügen an.

Es geht auch heute durch zauberhafte Dörfer mit hübschen Häusern und gepflegten Gärten.

Die Fischbude kommt uns wie gerufen. Walter hat hier vor rund 20 Jahren schon einmal Rast gemacht und dieses Erlebnis gehört aufgefrischt! Mit seinem Backfischbrötchen ist mein Süßer total glücklich! Ich bin noch vom Frühstück satt und bedaure das im Moment sehr. Hier sind die Fische frischer, die Portionen größer und die Preise kleiner!

Immer wieder haben wir nette Begegnungen. Eine junge Mutter steht an einem der Absperrtore am Watt mit ihrer ca. 3jährigen Tochter und das Kind freut sich, uns die schwere Türe (gemeinsam mit Mama) aufhalten zu dürfen ;-)) Dafür gibt es von mir ein Zuckerl als Belohnung.

Die Felder bieten einen weiten Blick und die Ähren und Büsche und Bäume werden vom Sturm gepeitscht. Das heißt aber auch, dass wir auch heute die Aussichten nicht so richtig genießen können, weil wir uns auf das Radfahren konzentrieren müssen. Oft haben wir gerade mal 40 cm Wegbreite und bei seitlichen Böen muss man sich schon sehr konzentrieren um die Spur zu halten.

GLÜCKSTADT feiert heute die „Matjeswoche“ und wir haben da wirklich großes Glück hier mitfeiern zu können. Mitessen zu können ist natürlich auch ein großes Privileg und wir nutzen das auch gerne und gut.

Etappe 4: Brunsbüttel -> Büsum

Heute hatten wir endlich das Wetter, das wir für eine mehrtägige Radtour brauchen. Es war trocken mit wenig Wind und ab 13:30 sogar etwas sonnig. Radlerherz, was willst du mehr?

Weil wir schon kurz nach 13 Uhr in Meldorf (unser heutiges Etappenziel eigentlich) angekommen waren und das Wetter so freundlich war, haben wir uns kurzerhand eine kleine Pause bei der örtlichen Bäckerei gegönnt. Fünf Minuten vor Ablauf der Frist für kostenlose Stornierung fiel meinem Süßen ein, dass wir doch den schönen Tag für weitere 20 km Fahrt nach BÜSUM nutzen könnten. Wer weiß schon, wie das Wetter morgen sein wird….. gesagt, getan. Walter storniert und ich buche zeitgleich ein Appartement in Büsum und wir radeln glücklich weiter.

BÜSUM ist touristisch, da ist was los, aber das stört uns nicht, denn es gibt viele nette Plätze zum Verweilen. Es gibt auch einen großzügigen Strand und Walter macht gleich eine Wattwanderung, während ich mich mit einer bezaubernden 80jährigen Dame aus Bochum am Strand unterhalte. Phantastisch, wie klar und fit sie im Kopf und auch körperlich ist.

Mit der heutigen „Fleißaufgabe“ haben wir die morgige Tour nach Sankt Peter Ording verkürzt und dann dort mehr Zeit.

Etappe 5: Büsum -> Sankt Peter Ording

Heute sollte es ein entspannter Radtag werden. Sollte werden. Das Wetter war ganz okay, kaum Wind und für 500 m sogar zarter Rückenwind, bewölkt, kein Regen. Leider gab es auf der gesamten Strecke auch keine einladende Raststelle zum die Landschaft genießen, plaudern, relaxen, was trinken….. Und damit wird die Strecke dann doch …. wie soll ich sagen? …. doof, es zieht sich dahin, der Popo tut weh, die Schultern verspannen sich.

Genug gejammert! Zwischendurch hat es sich wirklich so angefühlt, aber großteils war es ein superschöner Radtag. Alleine schon die Schafe und Kühe oben am Damm zu sehen mit nur Himmel als Hintergrund zu sehen, war Balsam für die Seele.

Die Menschen an der Küste sind ausgesprochen einfallsreich, wenn es um „Landgewinn“ geht. Mit einem ausgeklügelten System wird hier dem Meer Land abgetrotzt. Toll!

Eine Kolonie aus den unterschiedlichsten Möwenarten nistet auf einer Landzunge vor einer mächtigen Schleuse.

Das Naturschutzgebiet in SANKT PETER ORDNING mit seinen Salzwiesen, Dünen und dieser eigenen Wildnis ist wunderschön anzusehen. Erfreulicherweise gibt es dort auch ein großes „Gosch“-Fischrestaurant ;-))

Die Strecke heute betrug 49 km, Fahrzeit 3:32, in Fahrt 2:23. Morgen bleiben wir hier und erkunden die Umgebung und entspannen uns.

1. Ruhetag: Sankt Peter Ording

Aktivität muss sein, aber auch Regeneration und Ruhe muss sein. Deshalb haben wir uns heute den ersten unserer Ruhetage gegönnt. Weitere Pausen auf Föhr und Sylt werden auf dieser Radtour noch folgen.

Zuerst ein ausgedehnter Spaziergang über den weitläufigen Sandstrand zum Meer, ein bisserl im Wasser „pritscheln“ und dann gemütlich auf einer der Sitzgelegenheiten am Strand rasten und die Sonne genießen. Das macht Appetit auf eine gute Fischsuppe von Gosch am Strand.

Den Tagesabschluss zelebrierten wir in der menschenleeren DÜNEN THERME. Hier standen Dehnübungen und Massagedüsen am Programm. Das war alles, sonst brauchten wir gar nichts ;-))

Warum Radfahrenn so gesund ist?

Radfahren trainiert die Oberschenkel und das entlastet die Knie. Es werden die Bandscheiben durchgepumpt, die Wirbelsäule federt mit den Unebenheiten der Stecke mit, der Schultergürtel wird gestärkt, das Herz-Kreislauf-System aktiviert und trainiert, die Lungen gestärkt und für die Seele und Psyche ist es wie Balsam. Ich kann es sehr empfehlen!

Etappe 6: Sankt Peter Ording -> Husum

55 km bei strahlendem Sonnenschein über Wiesen und Felder und entzückende kleine Dörfer haben mich auch heute wieder rechtschaffen müde gemacht. Bei praller Sonne ist es ungemein wichtig, dass man viel, sehr viel, Wasser trinkt!

Ich frage mich, wer die vielen Schafe essen soll. Auf den Speisekarten findet man neben all den Fischgerichtnn auch das „Salzwiesen Lamm“, aber ich kann mir trotzdem nicht vorstellen, dass die lieben Tiere alle in Deutschland auf den Tisch kommen.

Heute können wir auch zweimal Rast machen und das ist gut, denn es gibt auch wieder lange Strecken auf Feldwegen zurückzulegen und das ist für den Schultergürtel und die Handgelenke anstrengend.

HUSUM gefällt uns sehr. Das ist ein hübscher Ort, an dem man gut zwei Tage verbringen könnte. Leider haben wir keine Zeit für das THEODOR STORM HAUS und das WEIHNACHTSHAUS oder das Museum. Wir begnügen uns damit, durch das Zentrum zu flanieren, uns kulinarisch zu stärken und mit einem Eis zu belohnen.

Etappe 7: Husum -> Nordstrand

Yippie! Ideale Radfahrbedingungen! Die direkte Verbindung von unserem letzten Hotel zum heutigen wären bloß 12 km Distanz gewesen. Es wäre aber ewig schade, diese Abkürzung zu nehmen. Wir haben natürlich die Halbinsel komplett umrundet (gehalbrundet ;-)) und das herrliche Radfahrwetter und die schöne Streckenführung genossen!

Diesmal gab es auch wunderbare kleine Lokale für eine idyllische Rast! Der Popo dankt es uns und die zauberhafte Landschaft hat ein gerüttelt Maß an Muße auch verdient.

Unser heutiges Quartier liegt mitten in einem Naturschutzgebiet zwischen einem Kanal und den Salzwiesen an der Nordsee. Außer unserem Hotel und dem Kanal und den Salzwiesen gibt es hier nichts; nur Natur pur. Schafe wohin das Auge blickt Sogar am Teller des Abendessen.

Etappe 8: Nordstrand -> Insel Föhr

Besser geht es wirklich nicht! Gestern der wundervolle Tagesabschluß im entzückenden Hotel an der ARLAU SCHLEUSE mit einem köstlichen Abendessen auf der Terasse mit Blick auf den Kanal. Herrlich weiches Licht, eine milde Brise und absolute Entspannung inmitten großartiger Natur mit Vogelgezwitscher.

Und heute ging es in dieser Art und Weise weiter. Die zurückzulegende Strecke betrug 34 km auf gut ausgebauten Wegen durch das Naturschutzgebiet. Einzig das häufige Ab- und Aufsteigen auf das Rad bei den Absperrungen wegen der Schafe war ein wenig lästig, aber das ist Jammern auf hohem Niveau.

Weiter Blick, immer wieder interessante Begegnungen mit anderen Radfahrern und einmal sogar sehr intimer Kontakt mit zwei Schafen. Als ich einmal auf meinen fotografierenden Schatz wartete, kamen zwei Schäfchen und rieben sich die Köpfchen an meinem Vorderrad, steckten die Näschen zwischen die Fahrradspeichen und rieben sich daran. Dabei blickten sie mich aus seelenvollen Augen vertrauensvoll an.

Das Wetter heute ist perfekt zum Radfahren, der Himmel betört mit liquiden Blautönen und Schäfchenwolken. Herrlich. Und so kommen wir bald zur Fähre und setzen in knapp 50 Minuten zur Insel Föhr über.

In WYK auf FÖHR haben wir uns in ein wunderschönes (wenn auch teures) Hotel direkt an der Strandpromenade und dem Strand mit weißem, karibisch anmutenden, Sand. Die Luft ist weich wie Seide, es herrscht eine frohe, friedliche und entspannte Atmosphäre. Wir suchen uns eine Strandbar und stecken die Füße in den weichen Sand. Genug Aktivität für heute ;-)) Morgen ist auch noch ein Tag …

Ich habe mich in Föhr verliebt

Ich habe einen neuen Lieblingsort auf der Welt! Kilometerlange weiße Sandstrände lassen Föhr karibisch wirken, „Friesische Karibik“, während ein Stück vom Strand entfernt alles herrlich grün ist.

Wir starten gleich mit einem ausgedehnten Spaziergang auf dem Watt und bewundern die Löcher der Sandwürmer. Entschleunigung pur! Unser wunderschönes Hotel liegt direkt am Strand und an der Strandpromenade und so kommen wir heute auf 17.700 Schritte (!!), weil wir gar nicht genug kriegen können

Weil ein 5* Hotel für uns keine Selbstverständlichkeit ist und wir alle Annehmlichkeiten nutzen wollen, verschieben wir Ausflüge in die hübschen Dörfer auf unseren nächsten Aufenthalt auf der Insel Föhr. Dann wollen wir uns NIEBLUM, WITSUM usw. genau ansehen und mit dem Fahrrad erobern. Aber jetzt haben wir gerade mal 2 Übernachtungen, also zwei halbe Tage und einen ganzen Tag und diese Zeit brauchen wir zum Relaxen (oder Relaxieren, wie meine liebe Freundin Tjasa sagt ;-))

Etappe 9: Endpunkt Sylt

Heute ist die Weiterreise von FÖHR nach SYLT spannend, denn zuerst radeln wir zur Fähre, dann setzen wir mit der Fähre von WYK nach DAGEBÜLL über, radeln danach gemütlich 20 km nach NIEBÜLL, von wo es mit einem Bummelzug nach Westerland auf Sylt geht.

Am frühen Nachmittag kommen wir tatendurstig an und beziehen ein kleines Appartement in einer freundlichen kleinen 3*-Pension. Teuer genug auf Sylt und „es kann nicht immer Kaviar sein“ wie es schon in einem Bestseller Roman so schön heißt. Sylt ist nochmal ein schönes Stück teurer als Föhr und da heißt es ein wenig zurückschrauben der Ansprüche.

Der Strand ist jedoch absolut 5 Sterne! So ein schöner Vanilleton und so breit und so unendlich lang. Ich bin mir sicher, dass es weltweit keinen so langen breiten Strand gibt, wie auf Sylt.

Weil gerade Ebbe herrscht, können wir wieder am Watt spazieren gehen, um wieder auf unsere täglichen rund 10.000 Schritte zu kommen. Wenn man sich wie wir täglich mit einer Kugel Eis belohnt, dann muss man kräftig Kalorien verbrauchen;-))

Essen auf Sylt ist ebenso köstlich wie teuer. Als erfahrene Foodfinder werden wir morgen eine Quergasse vom Strand entfernt ein hervorragendes Fischlokal finden und dort die Fisch-Spezialitäten um ein Drittel günstiger genießen, als heute bei GOSCH AM KLIFF (wo auch alles solide und gut gekocht wurde).

Ein Konzert mit Jonas Kaufmann

Als große Fans von JONAS KAUFMANN sind wir ihm zu einem Konzert nach MANNHEIM nachgereist. Es war sehr lohnend, weil sowohl das Konzert großartig war, als auch die Stadt selbst sehenswert.

Gewohnt haben wir im Hotel ALTES RUDERHAUS im nahegelegenen WORMS, am Ufer des Rhein. Hier hat der Legende nach HAGEN den SCHATZ DER NIBELUNGEN im Rhein versenkt. An der Außenwand des ST. PETER Doms haben wir sogar den berühmten Dackel entdeckt.

Es ist einfach immer wieder schön, für ein paar Tage aus dem Alltag auszusteigen und Neues kennenzulernen! Ich liebe meinen Alltag zwar, es geht mir gut, aber trotzdem zieht es mich immer wieder „auf zu neuen Ufern“ . Möglich, dass da eine europäische Nomadin in mir schlummert ;-))