Nächste öffentliche Reiseshow: 5.10.2026, 16:00 Uhr ***** Japan: Land der aufgehenden Sonne ***** im Theater in der Seniorenresidenz am Kurpark Oberlaa, Fontanastraße 10, 1100 Wien

Tag 1: Edinburgh

Nach über 41 Grad Celsius in der vergangenen Woche in Wien haben wir uns verzweifelt nach der regnerischen Kühle Schottlands gesehnt. Nach 2:40 Stunden verschlafener Flugzeug sind wir dann bei vorerst 22 Grad gelandet und haben unseren bequemen Mietwagen übernommen. Wir hatten uns für ein großes Auto entschieden, weil außer uns ja auch noch unser Gepräck Platz braucht. Die vierköpfige Familie, die das neben uns geparkte kleine Auto gemietet hatte, musste verzweifelt auf einen größeren Wagen umbuchen. Mein Rat, die Kinder auszusetzen, wurde abgelehnt.

Unser Hotel liegt ideal nahe der Innenstadt und ist mit mehr als € 300,– pro Nacht dass teuerste Hotel auf dieser Rundreise. Ich hoffe sehr, dass das miserable Frühstück das schlechteste sein wird.

EDINBURGH ist überfüllt! Man könnte meinen in Japan zu sein, weil wir diese unglaublichen Menschenmassen bisher nur in Japan erlebt haben.

Der Grund für diesen Massenauflauf ist THE FRINGE, ein seit Jahren an Bedeutung gewinnendes Straßenfestival. Auf 260 Veranstaltungsplätzen werden von Artisten/Künstlern aus 71 Nationen Sage und Schreibe 54.000 Performances geboten! Es gibt alles von Tanz, Musik, Zirkus, Kabarett, Theater etc. etc. Witzig, dass wir sogar ein Plakat mit unseren SUMO RINGERN sahen, die uns in Japan so begeistert hatten! Die Welt ist klein für Reisende ;-))

Für die Besichtigung von EDINBURGH CASTLE konnten wir leider keine Tickets kaufen, weil für viele Tage voraus ausverkauft. Kein Problem, denn wir werden das am Ende der Rundreise nachholen. Diesmal haben wir nämlich die Tickets bereits gekauft!

2. Tag: Edinburgh

Ausgeschlafen erobern wir heute mit dem „Hop on – Hop off – Bus“ die Stadt. Das ist der Plan und wir schlendern bei gutem schottischen Wetter (es nieselt und ist kühl!) durch die Stadt, wo wir auf das Denkmal von GREYFRIARS BOBBY stoßen. Es handelt sich hier um die Legende eines treuen Hundes, der ab 1858 nach dem Tod seines Herrchens (Polizist John Gray) vierzehn Jahre lang an seinem Grab wachte und das nur beim „13 Uhr Läuten“ zum Fressen im Coffee House verließ. Ob das wirklich so war? Es erinnert die Geschichte doch stark an den Hund Argos in Homers Odysee.

Von all den beeindruckenden Punkten unserer heutigen Besichtigung ist besonders HOLLYROOD HOUSE PALACE hervorzuheben. Der teure Eintrittspreis von mehr als € 30,– pro Person war eine lohnende Investition. Immerhin veranstaltet die Königliche Familie bis heute im Garten grandiose Gartenpartys und nutzt die feudalen Räumlichkeiten.

Es war verboten im Palast zu fotografieren. Das fanden wir angesichts der hohen Eintrittspreise unverschämt und haben uns deshalb ganz, ganz heimlich doch einige Fotos erschlichen ;-)) Bei den tollen Schmuckstücken und dem großen Speisesaal hat uns eine besonders aufmerksame Aufseherin leider nicht aus den Augen gelassen und deshalb gibt es keine Foto davon und auch keines vom immer noch sichtbaren Blutfleck, der an ein schreckliches Drama erinnert. Am 9. März 1566 wurde die schottische Königin MARIA STEWARD nämlich Zeugin des Mordes an ihrem Privatsekretär DAVID RIZZIO. Der arme Mann wurde vom eifersüchtigen Gemahl (Lord Darnley) und dessen Gefolgsmännern mit 50 (!) Dolchstichen niedergemetzelt. Ein klassischer Overkill, wie man das in modernen Krimis nennt. Ich habe die Blutspuren im Parkett tatsächlich wahrgenommen. Schaurig. Ob die Eifersucht tatsächlich begründet war? In meinen Augen gilt für Maria Steward die berühmte Unschuldsvermutung!

HOLLYROOD ABBEY, die zum Palast gehörende wunderschöne mittelalterliche Abtei, war früher doppelt so groß. Mich hat auch die aktuelle Größe dieser Ruine schon beeindruckt. Wie muss es hier bei Hochzeiten und anderen Feierlichkeiten wohl gewesen sein?

Nach einem kurzen Besuch im BLACK CAT Pub, wo es Live Musik gab, beenden wir den heutigen Tag. Morgen ziehen wir weiter.

Tag 3: Edinburg -> Stirling

Was für ein großartiger Tag! Perfektes, ganz und gar „unschottisches“ Wetter mit 20 Grad Celsius und sanfter Brise. Mein Süßer hat sich einige Überraschungen für mich auf dem nur rund 100 km langen Weg nach STIRLING ausgedacht. Da Stirling ein hinreißender Ort mit etlichen Sehenswürdigkeiten ist, hatten wir ursprünglich sonst nichts auf unserem Reiseplan.

Doch dann kam BLACKNESS CASTLE, eine wunderschön am Meer gelegene Burganlage und Walter zu seinem ersten Drohnenflug. Da werden seine Gäste bei den Vorträgen Auge machen! Ich habe in der Zwischenzeit meine diversen Gesundheitsübungen absolviert, damit ich diese drei herrlichen Urlaubswochen fit und elastisch verbringen kann.

BLACKNESS selbst ist reizend und überschaubar mit einer eigenen, alten Distillerie, die einen blended Whisky mit dem Namen von Queen Mary produzieren. Der Partnerort von Blackness ist übrigens St. Tropez ;-)) Ich habe den Whisky pflichtbewußt verkostet und für ganz gut, aber doch ein wenig scharf empfunden. Köstlich hingegen war der Hummer den wir uns ehrlich teilten !

Die nächste Burg wäre in LINLITHGOW zu besichtigen gewesen, was wir aber aufgrund der Überzahl an noch zu besichtigenden Burgen ausgelassen haben. Der vordere Burghof war außerdem von parkenden Autos verschandelt und das hat uns gar nicht gefallen. Immerhin wurde in Linlithgow die schottische Königin Mary geboren, die bereits im Alter von 6 Tagen (!) zur Königin wurde. Mit 19 war die Gute dann Witwe und mußte für Nachwuchs sorgen, indem sie ihre Cousin heiratete. Hier blickt sie wehmütig auf ihr Castle.

Weil’s so schön war und wir übermütig, sind wir durch romantische, verschlungene schmale „Straßen“ weiter zum CAIRNPAPPLE HILL. Mein Gott, war das ein endloser, herrlicher weiter Blick bis über das FORTH VALLEY! Während Walter ehrfürchtig im Untergrund eine antike Begräbnisstelle unterhalb eines von einem Steinkreis umgebenen Hügel besuchte, fand ich Erholung und selige Ruhe auf einem Bankerl bis er seinen Ausflug und seinen zweiten Drohnenflug des Tages absolviert hatte. Das nennt man Arbeitsteilung auf Reisen ;-))

So viel mit schönen Erlebnissen und Eindrücken „vertrödelte“ Zeit hat uns natürlich den Besuch von STIRLING CASTLE gekostet. Egal, diese Besichtigung werden wir morgen nachholen, zumal hier ja viele schottische Könige gekrönt wurden und dieses Castle von historischer Bedeutung ist.

Heute haben wir jedenfalls noch ROBERT THE BRUCE einen Besuch abgestattet, oder vielmehr seiner Statue. Über diesen Mann gibt es viel nachzulesen und das empfehle ich ausdrücklich! Hier würde es den Rahmen sprengen, wenn ich alle Infos geben würde.

Einen großartigen Blick von hier oben auf das WALLACE MONUMENT, gewidmet dem spätestens seit dem Film bekannten BRAVEHEART, haben wir zum Abschluss auch noch mitgenommen.

Und schon war wieder ein ereignisreicher Tag wie im Flug vergangen. Das Hotel ist Spitze und im dazugehörigen Restaurant wird sensationell gut gekocht. Nach dem köstlichen Hummer und einer Kaffeepause bei den riesigen Pferdeskulpturen THE KELPIES im HELIX PARK hatten wir nur einen kleinen Hunger und waren mit einer geteilten Portion gut satt.

Morgen wartet STIRLING CASTLE auf uns und vielleicht gibt es auch morgen wieder Unvorhergesehenes, wer weiß…

Tag 4: Sterling -> Dundee

Ein grundsätzlich sehr schöner Reisetag hat einen bitteren Nachgeschmack bekommen ;-(( Ich habe nämlich in Stirling im Café Pompei meine Crossbag samt 50 Pfund und allen meinen Ausweispapieren (Mastercard, Bankomatkarte, Personalausweis, Führerschein) auf der Sessellehne hängen gelassen. Ich weiß bereits, dass die Tasche nicht gefunden und abgegeben wurde und das macht mich traurig. Dabei waren mein Süßer und ich dort so glücklich, weil es seine geliebten Canolli (der Mensch lebt nicht vom Lobster allein, manchmal muss es auch was Süßes sein !) und hervorragenden Capuccino gab. Und das muss man in Schottland erst finden!

Zuerst aber sind wir tapfer 3000 Schritte stramm steil bergauf vom Hotel zum STIRLING CASTLE marschiert. Die von einem übermotivierten Tourguide geleitete Führung haben wir bald abgebrochen, weil die so schrill und semilustig war. Da war uns der nüchterne Audioguide viel lieber. Über Humor läßt sich treffflich streiten. Jedenfalls hat uns die schwierige Geschichte Schottlands wieder tief berührt und uns MARIA STUART wieder ein Stück näher gebracht. Dazu sollte man sich unbedingt tiefer informieren, so mein Rat.

Seinen dritten Drohnenflug auf dieser Reise hat Walter zum Turm, der DAS Denkmal für WILLIAM WALLACE, auch als BRAVEHEART bekannt, ist. Die Flugbedingungen gestalteten sich zwar schwierig, aber mein Lieblingsdrohnenpilot war doch erfolgreich. Ich habe in der Zwischenzeit wieder …. ??? …. was wohl? – richtig: meine diversen Gesundheitsübungen praktiziert. Gut genutzte Wartezeit!

Zufällig sah ich ein Schild auf der A90 mit dem Hinweis auf die ÄLTESTE DISTILLERY SCHOTTLANDS, DIE NOCH PRODUZIERT. Also nichts wie hin! THE GLENTURRET ist wirklich ein Schmuckstück und produziert erstklassige Whiskys der Luxuskategorie. Ich habe gewissenhaft einige davon gekostet und auch sofort „meinen“ Whisky gefunden: „aged 14 years Peat Smoked“ zu 150 Pfund (ohnehin zu teuer für mich) und leider seit drei Monaten sold out. Wieso man den dann noch verkosten soll weiß ich nicht.

Ein paar Besonderheiten an diesem (traurige) Tag war der Umstand, dass es auf der A90 tatsächlich einen Kreisverkehr gab UND NOCH SCHLIMMER einen Fußgängerübergang! Wenn wir im urbanen Bereich unterwegs sind, ist es auch gewöhnungsbedürftig, dass es keine Fußgängerampeln gibt, sondern lediglich am Straßenrand ein Bord mit dem Knopf um eine Grünphase auszulösen. Irgendwann wechselt das Männchen von rot auf grün und das muss man erst bemerken.

Tag 5: Dundee -> Aberdeen

Heute war ein schweigsamer Tag. Nach der überaus positiven Überraschung, dass meine Tasche in der Distillery gefunden wurde, sind wir sofort nach dem Frühstück die eine Autostunde zurück nach Glenturret gefahren. Dort habe ich aus Dankbarkeit noch einen anderen Whisky verkostet, den ich dann aber doch nicht kaufen wollte. Wir werden noch so viele Orte mit unglaublich gutem Whisky (und Gin) besuchen, dass ich nicht alles an einem Ort einkaufen kann.

Jedenfalls hat uns dieser unfreiwillige Ausflug die Gelegenheit verschafft, uns die tolle Umgebung noch einmal genauer anzusehen. Und weil es so viel Schönes gab, bedurfte es keiner Worte. Und so tuckerten wir gemütlich durch die Gegend und genossen, was wir sahen.

Außerdem war ich diesmal auf die Beschilderung auf der Autobahn und den Schnellstraßen vorbereitet und konnte „Pedestrians crossing“ fotografieren. Auch den Kreisverkehr mitten auf der A90 habe ich dokumentiert. Ohne Beweisfoto glaubt uns das daheim niemand 😉

Mein Schatz konnte wieder zu pittoresken Ruinen mit der Drohne fliegen, während ich selig meine Dehn- und Entspannungs- und Kräftigungsübungen praktizierte.

Am Ende des Tages haben wir uns Hotel erreicht, welches in einer herrlichen Parkanlage liegt. Ich bemühe mich immer um Vielfalt bei den Urlaubsbuchungen. Hotel, Motel, B&B, Cottage, Farm, Herrenhaus – alles soll vorkommen. Heute ist es ein feudales Herrenhaus mit ganz viel Charme und Patina. Leider wird im Festsaal derzeit eine große Hochzeit gefeiert und das könnte deshalb eine etwas unruhige Nacht werden. Schau ma mal.

Wegen des Trubels sind wir dann doch noch nach ABERDEEN zum Abendessen gefahren. Parken in Schottland ist generell schwierig und teuer und in Aberdeen ist das natürlich auch so Deshalb mussten wir in erster Linie einen Parkplatz und dann erst ein Lokal finden. Hungrig haben wir eine Fehlentscheidung getroffen, die wir dann mit zwei Whisky Verkostungen reparieren mussten. Heute habe ich LAPHROAIG 10y und BALVENIE DOUBLE WOOD 12y probiert. Mein heutiger Favorit ist der Laphroaig 10y

Tag 6: Aberdeen -> Aberlour

Heute gab es unser erstes richtiges „traditional scothish breakfast“ von dem ich mich allerdings nur über das pochierte Ei gewagt habe, weil alles andere zwar sehr gut und interessant aussah, aber eben auch sehr, sehr deftig. Ich vertrags halt einfach nicht.

Danach sind wir frohen Mutes zum CRATHES CASTLE & GARDEN & PARK gefahren, weil wir uns das Gebäude von außen anschauen wollten um uns und unseren Gelenken danach einen ausgiebigen Spaziergang zu gönnen. Das Castle ist momentan zur Hälfte eingerüstet, aber die Vorderseite sah recht nett aus. Der Garten wurde gerade kunstvoll im französischen Stil geschnitten, was mir total imponiert. Der Spaziergang durch den Park war erholsam, obwohl wir unsere Route mangels Beschilderung nicht finden konnten. 1000 Rosen, im Wald waren wir trotzdem 😉

Weiter ging es – heute wieder gemeinsam zufrieden schweigend – vorbei an Feldern, die an das „Majestätsgelb“ von Sterling Castle erinnert, an Wäldern und Wiesen auf denen entweder Rinder oder Schafe gleichmütig grasen. Das Getreide der Felder wird meiner Meinung nach wohl in beachtlichem Umfang für das Brennen von Whisky verwendet, statt für Brot. Denn ich habe hier schon wundervollen Whisky verkostet, aber leider habe ich noch kein gutes Brot zwischen die Zähne bekommen.

Aus Vorfreude auf BALMORAL CASTLE haben wir in BALLATER zuerst den HIGHLAND GAMES einen Besuch abgestattet und anschließend dem BALMORAL PUB. Im Pub war großartige Stimmung und es gab sehr solides, gutes, typisches Pub-Essen. Ein schöner Programmpunkt am heutigen Tag.

BALMORAL hofften wir besichtigen zu dürfen, zumindestens von der Ferne von außen. Leider weilt im August die Royal Family auf Balmoral und damit war dieses für den heutigen Tag geplante Highlight gestorben. Ich habe trotzig das Eingangstor fotografiert und ein bisschen die Gegend rundherum. Die Royals wissen genau, wo es besonders schön ist!

Um dem Flop ein gutes Ende zu geben, sind wir dann die letzte Meile zur ROYAL WHISKY DISTILLERY gefahren und ich habe im Shop noch zwei Whiskys verkostet. Aus medizinischen Gründen, weil ich doch das schottische Essen so furchtbar schlecht vertrage, habe ich mir für unterwegs eine Flasche von phantastischen „Dalwhinnie Winter’s Gold“ gegönnt. Der ist so weich, samtig, süße und brennt überhaupt nicht auf der Zunge. Meine Gesundheit ist gerettet! Oder doch nicht, denn den Dahlwhinnie Winter’s Gold MUSS man unbedingt eiskalt genießen. Ich muss mir also morgen einen anderen Whisky aus medizinischen Gründen besorgen 😉

Tag 7: Aberlour – > Inverness

Ein wenig Wehmut habe ich heute beim Aufbruch von unserem Übernachtungsquartier schon verspürt. Es war das ein ungemein entzückender Pub in dem man zu Kochen verstand. Das Personal war außerdem absolut outstanding und die Lage ganz nahe am RIVER SPEY. Das Frühstück hat heute alle Stückerln gespielt, wie man in Wien sagen würde. Tolle Eierspeise und großzügig auf den Teller gehäufter Stremmellachs!

Weil ABERLOUR direkt am MALT WHISKY TRAIL liegt, lag es nahe, dass wir wenigstens bei drei der Destillerien neugierig reingeschaut haben.

Die erste Destillerie war natürlich der „Platzhirsch“, ein familiengeführter Traditionsbetrieb. GLENFARCLAS. Die Flaschen und das Logo wie in alten Zeiten. Hier konzentriert man sich auf die Produktion und hält offenbar wenig von modernem Marketing.

Der zweite Betrieb war die nach der Stadt benannte Destillerie ABERLOUR. Hier wurde ich sehr kompetent beraten und habe auch zwei Kostproben genommen. Dieser Whisky war mir nicht mild genug.

Den absoluten Marketing/Vertriebs“hammer“ haben wir bei MACALLAN erlebt! Wir traten durch die sich automatisch öffnende Empfangstore (das waren keine Türen, das war riesig!) ein und es kam unwillkürlich ein bewunderndes „Wow“ über unsere Lippen. Sofort stand ein perfekt geschulter Jüngling vor uns und erklärte uns seine Whiskywelt. Die folgenden Fotos sind selbsterklärend. Und natürlich habe ich auch hier wieder zwei Whiskys ausprobiert und ein wenig kennengelernt. Köstlich – mehr ist dazu nicht zu sagen. (Obwohl der DALWHINNIE WINTER’S GOLD bleibt mein Liebling)

Weil wir uns für Geschichte interessieren UND weil wir die Eltern eines Oberst des Generalstabsdienstes sind, mussten wir unbedingt CULLODEN BATTLEFIELD einen Besuch abstatten. Dieses Schlachtfeld ist so klein, dass wir es in nur 30 Minuten umrunden konnten. Trotzdem haben hier die JAKOBITEN ihre letzte (und natürlich verlorenene) Schlacht gegen die Engländer geschlagen. Es müssen ca. 13.000 Krieger auf diesem kleinen Feld gewesen sein. Die Schotten hatten mit BONNIE PRINCE CHARLIE offensichtlich keinen guten Feldherrn. In weniger als einer Stunde verloren 1600 Krieger ihr Leben. 1500 davon waren Schotten. Es war das Ende des Clan Systems. Dass an diesem schönen Ort so viel Leid widerfahren ist, tut mir immer besonders weh. So viele verlorene Leben, so viele Leidtragende und Hinterbliebene…. heute grasen dort friedlich Rinder und traben Heerscharen an Touristen über die „Blutwiese“.

Einen ruhigen Abschluss fand dieser Tag bei einer Keltenstätte namens CLAVA CAIRN. Unter großen alten Bäumen konnte ich zwischen den einzelnen Resten der Bauwerke flanieren und wieder ein paar weitere Fotos für Walters Vortrag machen. Der Chef überflog das Areal mit seiner Drohne und danach konnten wir zu unserem Quartier für diese Nacht weiter fahren.

Wir haben auch heute wieder unglaublich beeindruckende Landschaften sehen dürfen und uns trotz des intensiven Programmes gut erholt. Morgen geht’s auf Orkney.

Tag 8: Invenness -> Insel Orkney

Heute hieß es zeitig aufstehen und dann mit dem Auto durch herrliches Grün und Weizenfeldgelb zur Fähre nach SCRABSTER, die uns in eineinhalb Stunden nach STROMNESS brachte. Ich habe mich mit Tabletten gegen Seekrankheit und einer kleinen Flasche Smirnoff Wodka gewappnet und tatsächlich geschafft, mich nicht übergeben zu müssen. Die See war doch ziemlich rauh, leider!

Die Inseln haben uns sofort in ihren Bann gezogen. Sie sind wirklich schön und haben uns viel zu bieten. Unser Quartier für die kommenden zwei Nächte haben wir im wunderbaren B&B Bed & Whisky gefunden, wo wir von Chris und Stefan gleich mit Tipps und Hilfestellung bei Buchungen sehr gut aufgenommen wurden.

Zuerst haben wir uns die STONES OF STENNESS angesehen. Zum Glück waren keine anderen Besucher da. Morgen wird ein Kreuzfahrtschiff mit 4.000 Passagieren die Insel überrennen ;-( Heute hat uns alles fast alleine gehört. Diese Stones of Stennes hätten fast nicht überlebt, weil ein Bauer sich dadurch gestört fühlte und etliche Stelen einfach wegbrachte. Ein Sturm der Empörung im Dorf hat die restlichen vier von den ursprünglichen elf Säulen (ca. 3000 vor Christi) gerettet. War es doch eine wichtige Kultstätte!

Ein Stück weiter befindet sich ein weit größeres Zeugnis vergangener Kultur, THE RING OF BRODGAR. Das hier ist wirklich riesig und sehr mysteriös und muss einmal das Herz der hier ansässigen Gemeinschaft gewesen sein. So sehr auch geforscht wird, ganz wird man es wohl nie -oder noch lange nicht- ergründen.

Morgen wird der Tag sehr intensiv genutzt werden, aber das verrate ich erst morgen am Abend 😉

Tag 9: Orkney – was für eine Insel

Dieser ereignisreiche Tag hat uns nach ausführlicher Plauderei mit unseren reizenden Vermietern und einem opulenten Frühstück (Lachs und Eier) zuerst zur Sehenswürdigkeit MULL HEAD geführt. Da heute mehrere Kreuzfahrtschiffe das beschauliche Orkney mit einer Überzahl an Passagieren überrannt hat, musste man entweder zeitig unterwegs sein, oder erst spät seine Besichtigungen unternehmen.

Mull Head ist ein wunderschönes Naturschutzgebiet wo man ausfürlich auf sicheren Wegen entlang der Klippen zu einem Aussichtspunkt mit historischem Kultcharakter wandert. Die Schuhe waren nachher total versaut, aber es hat sich gelohnt.

Unser nächster Programmpunkt wäre eigentlich die ORKNEY DISTILLERY gewesen, wenn sich der Guide nicht eine halbe Stunde vor Start der Führung krank gemeldet hätte. Gute Besserung dem Herrn an dieser Stelle und Danke für den guten (gratis) Whisky als kleines Zeichen des Bedauerns seitens der Destillerie.

Somit hatten wir Zeit gewonnen, den PALACE OF BIRSAY am Weg zum nächsten Highlight einzubauen. Während mein Süßer alles ganz genau besichtigte und natürlich mit seiner kleinen Drohne bis ins kleinste Detail erkundigte, habe ich ein kurzes Powernapping im Auto gehalten. Ahhhhh, das war sehr fein und erholsam.

Entsprechend ausgeschlafen und unternehmungslustig habe ich dann die ausführliche Tour durch das erstaunliche SKARA BRAE durchgehalten und unendlich genossen. Erstaunlich deshalb, weil man hier sieht, dass die Menschen ca. 3000 BC bereits sehr ausgeklügelte Siedlungen und Wohnhäuser hatten. In Skara Brae hat eine kleine Gemeinschaft von ca. 60 – 100 Personen gelebt. Wahrscheinlich sind sie von CAITHNESS gekommen auf der Suche nach einer neuen Existenz. Hier fanden sie fruchtbaren Boden, Wild für die Jagd, reiche Fischgründe, Früchte, Beeren und alles was man sich für ein gutes Leben so wünscht.

Die frische Meeresluft und die überbordenden Informationen machen rechtschaffen hungrig und deshalb haben wir den Tag in einem kleinen Restaurant (eigentlich eher ein kleiner Pub) mit einer großzügigen Fischplatte beendet. Opulentes Frühstück – opulentes Abendessen. Ich werde nie wieder etwas essen können, so voll bin ich!

Tag 10: Orkney -> Rhiconich

Schweren Herzen haben wir uns heute von den Orkney Inseln und unseren Gastgebern verabschiedet. Da glaubt man, dass 25 Tage für eine Rundreise durch SCHOTTLAND genügen und merkt, dass dem nicht so ist und man gerne viel länger Zeit hätte.

Mit der Fähre waren wir nach ruhigen 90 Minuten wieder am Festland in CAITHNESS, jenem wunderbarem Landstrich mit seiner bitteren Vergangenheit; siehe HIGHLAND CLEARANCE. Übrigens war es auch diesmal auf der Fähre angenehm, dass wir ganz vorne hin gewunken wurden und daher auch gleich wieder vom Schiff waren. Wahrscheinlich hat es sich von der Fähre Jarolina in Kroatien bis hierher herumgesprochen, dass mein Schatz ziemlich rabiat werden kann, wenn man ihn auf Fähren schlecht behandelt und benachteiligt. Man möchte es gar nicht glauben, wenn man ihn so sanft kennt wie er es normalerweise ist.

Von hier ging es durch die schönsten Gegenden Schottlands zum nordöstlichsten Teil von Großbrittanien. Walter war vor vielen Jahren schon einmal in JOHN O‘ GROATS und damals gab es ein einfaches Schild auf dem einzigen Haus. Mittlerweile wurde ziemlich viel gebaut. Es gibt etliche Cafe’s, eine Brauerei, einen Whisky Shop mit Verkostungsangeboten, Touristeninformation, Toiletten etc.

Eigentlich wäre CASTLE & GARDEN OF MEY auf unserem Plan gestanden. Und wieder einmal standen wir vor verschlossenem Tor mit dem Hinweistaferl „Closed“.

Kein Problem für uns Meister der Flexibilität 😉 Dadurch hatten wir mehr Zeit für DUNCANSBY HEAD. Die Sonne strahlte vom himmelblauen Himmel, dass es eine Freude war. Die Temperatur war angenehm mit ca. 18 Grad Celsius, auf den weitläufigen Wiesen grasten süße Schafherden, es war ein perfekter Tag! Mein Süßer, Walter, die Liebe meines Lebens ist mir leider auf diesem riesigen Areal verloren gegangen. Und während er um die beeindruckenden Klippen mit seiner Drohne unterwegs war, bin ich dort herumgewandert und habe mich einfach nur wohlgefühlt, meine obligatorischen Übungen für die Erhaltung meiner Beweglichkeit und Gesundheit gemacht. Nach 2 Stunden war ich dann doch etwas beunruhigt und habe ihn angerufen und siehe da, da kam er schon angetrabt ;-))

Jetzt hatten wir noch 3 Stunden Fahrzeit vor uns, bis wir unser Quartier für die kommenden zwei Nächte erreichen. Was wir auf dem Weg nach RHICONICH sahen, hat uns überwältigt und die Zeit vergessen lassen. Da gab es nicht nur die unendliche Weite, da gab es Dünen, da gab es karibisch anmutende weite Strände mit feinstem weißen Sand (oder auch rosafarbenen Sand ! ) und hohe Berge gab es auch.

Im Hotel bewohnen wir ein Zimmer mit traumhaften Blick auf Loch Inchard, der von sanften Hügeln umfasst ist. Gute Nacht.

Tag 11: Gutes schottisches Wetter

Der morgentliche Blick aus dem Fenster auf die Austernbank im „Loch“ vor unserer Haustür machte uns klar, dass wir heute einen Ruhetag einlegen werden. Gutes schottisches Wetter bedeutet Regen. Uns stört das nicht, weil wir entsprechend ausgerüstet sind. Trotzdem haben wir den Vormittag Kreuzworträtsel lösend im Bett verbracht und uns dabei sauwohl gefühlt.

Mittags sind wir dann zu einem Ausflug durch die frisch gewaschene Landschaft unter tiefen Wolkengebilden aufgebrochen und haben diese besondere Stimmung auf uns wirken lassen.

Geplant war eine Bootsfahrt zu dem Naturschutzgebiet KYLESKU in dem besonders viele Vögel, Robben, Wale sowie der höchste Wasserfall Britanniens gesehen werden können. Wir kamen an und es war weit und breit kein Boot zu sehen. Heute hat der gute Mann nämlich nur am Vormittag gearbeitet. Verschieben wir es halt auf morgen 😉

Dafür gönnten wir uns quasi als Trost ein paar Leckerein 😉 Die Key Lime Pie Torte war ein Gedicht und die Austern frisch und fleischig.

So gestärkt hielt meinen lieben Walter natürlich nichts mehr zurück, sich auf glitschigen, schmalen, unsicheren Pfaden zu einem anderen als Naturwunder bezeichneten Wasserfall zu wagen. Ich sag‘ ja immer, dass unsere KRIMMLER WASSERFÄLLE unangefochten zu den Schönsten auf der Welt zählen, aber man muss doch den anderen Wasserfällen eine Chance geben (Gulfoss, Dyjandi, Detifoss etc.in Island zum Beispiel). Sogar er, mein wilder Naturbursche aus dem Waldviertel, musste nachher zugeben, dass die Pfade grenzwertig waren. Zum Glück ist er unversehrt in meine (trockenen, denn ich blieb im Auto für mein Powernapping) Arme zurückgekehrt.

Tag 12: Richonic -> Ullapool

Halbzeit und wir sind immer noch voller Begeisterung für dieses schöne Land! Heute früh war die Landschaft noch so richtig archaisch mit wilden, hohen Bergen und während der Fahrt ins hübsche ULLAPOOL wurde die Landschaft sanfter und hügelig.

Doch der Reihe nach. Heute ist der Kapitän nämlich mit uns in KYLESKU für 28 Pfund pro Person für eine Stunde bei ruhiger See in den Fjord hineingefahren. Das Wasser war spiegelglatt und der Himmel konnte sich zwischen dramatischen Wolkengebilden und blauen Farbkleksen dazwischen nicht entscheiden. Das gab natürlich interessante Effekte auf den Fotos! Gesehen haben wir den höchsten Wasserfall von GB und jede Menge Robben, auch ganz frisch vor wenigen Tagen geborene und einen einzelnen Delphin.

Weil wir ja Zeit haben und das Wetter auf schottische Art und Weise es freundlich mit uns meinte, haben wir einen Umweg gemacht und sind in die einsame Gegend von EDRACHILLES gefahren. Bei jeder Biegung auf dem schmalen Straßerl entfleuchte uns ein begeistertes „Ahhhhh – sooooooo schön“. Wie Mutter Natur oder eine höhere Macht die kleinen Inselchen in den Lochs verstreut hat, sucht seinesgleichen. Die Berglandschaft rundherum zog uns auch in ihren Bann. Also, immer dort leben möchten wir nicht, denn das ist dann wahrscheinlich nicht so wahnsinnig romantisch. Besonders für Jugendliche muss es die Hölle sein – faszinierende Landschaft her oder hin 😉 Aber auf einer Urlaubsreise einmal durchzufahren und zu staunen, das hat schon was!

Ein kurzer Abstecher noch zu einer malerisch gelegenen Ruine von ARDVRECK CASTLE (erbaut vom MACLEODS Clan)und dann ging es flugs weiter nach Ullapool.

ULLAPOOL ist eine reizende kleine Stadt und liegt auf einer Halbinsel die in LOCH BROOM hineinragt. Klein, aber immerhin doch die größte in den nordwestlichen Highlands. Hier haben wir für heute Nacht unser Quartier mit frontalem Blick auf LOCH BROOM in einem sehr angenehmen B&B HARBOUR HOUSE aufgeschlagen. In der örtlichen Räucherstube gab es frischen Stremmellachs und richtiges Brot! Bei einer kleinen Fischbude SEAFOOD SHACK gab es die beste Fischsuppe ever. Als Draufgabe kam noch ein junger Schotte mit seiner Zieharmonika und hat wirklich gekonnt musiziert! Herrlich! So darf der wunderschöne Tag in zufriedener Stimmung enden.

Tag 13: Ullapool -> Aultbea

Und wieder war heute ein rundum entspannter Tag. Schottland ist klein, aber spektakulär. Das Wetter hat wieder im 10-Minuten-Takt gewechselt, die Temperatur lag aber ziemlich konstant bei angenehmen 15 Grad Celsius.

Mein lieber Walter wollte unbedingt, als es gerade regnete, einen sehenswerten Wasserfall mit einer spektakulären Schlucht sehen: CORRIESHALLOCH GORGE NATIONAL NATUR RESERVE. Das war innerhalb von 45 Minuten auf sicheren Pfaden gut machbar. Es war dann schlußendlich nicht nur ein Wasserfall (FALLS OF MEASACH), sondern eine ganze Kaskade an Wasserfällen, die über ruhige Hängebrücken zu erreichen waren. Die Schlucht ist übrigens eine der spektakulärsten Schluchten ganz Englands!

Diverse View Points mit archaischen Landschaften haben uns die Fahrt kurzweilig erscheinen lassen. Wir mussten sehr konzentriert fahren, da sehr viele Wohnmobile unterwegs waren und davon wiederum etliche Linksgesteuert und das merkt man am unsicheren Fahrverhalten dann doch auch.

Eigentlich wollten wir uns den INVEREWE GARDEN anschauen, als mir plötzlich die Idee kam, dass wir uns einen Fluss suchen sollten, wo die Lachse am Weg zu ihrem Geburtsort den Fluss nach oben springen. So etwas haben wir bisher nur im Fernsehen gesehen und noch nie im wirklichen Leben. Also sind wir eine Stunde lang wieder zurück gefahren zu den ROGIE FALLS 😉 Man sagt mir ja immer nach, dass ich keine Geduld habe. Als Gott die Geduld verteilte war ich angeblich schon weg, weil es mir zu lange gedauert hat 😉 Heute habe ich das Gegenteil bewiesen! Wir waren am frühen Nachmittag dort und die beste Gelegenheit ist erfahrungsgemäß immer der frühe Morgen und der späte Abend. Da werden wir schon wieder wo anders sein ;-( Aber wir haben, unserer Geduld sei’s gedankt, trotzdem etliche Lachse gegen den Strom bzw. denn Wasserfall hoch springen gesehen. Beeindruckend! Und das alles nur für die Fortplanzung!!!

Zufrieden, und auch schon hungrig, haben wir uns auf den Weg zu unserem nächsten Hotel gemacht. Ein Lokal zu finden, wo wir bereits um 17 Uhr Abendessen bekommen, war nicht ganz einfach. Wir wollten aber nicht spät essen. Jedenfalls hat uns die Suche wieder an Orte geführt, die wir sonst nicht gesehen hätten. Das war gut so, denn es waren wieder ausnehmend schöne Plätze und wir haben natürlich auch hiervor schöne Fotos gemacht.

Zum Abschluss haben wir dann doch einen kleinen Pub gefunden und gut gegessen.

Das Hotel heute ist ernüchternd. Das Zimmer winzig, das Bett schmal, die Dusche mit Duschvorhang, der Preis dafür stattliche € 216,– OHNE Frühstück. Das Frühstück wird mit 30 Pfund separat zusätzlich verrechnet. Dafür ist die Lage großartig am riesigen, wirklich riesigen LOCH EWE. Im zweiten Weltkrieg war dieser Meeresarm ein wichtiger Sammelplatz für alliierte Nordmehrgeleitzüge in richtung Sowjetunion. Heute ankern hier malerisch viele kleine Segelboote.

Tag 14: Aultbea -> Drumnadrochit

Heute ist es schon spät für mein kleines, feines Reisetagebuch. Es gab einfach zu viel zu sehen. Deshalb heute kurz und bündig, was es zu sehen gab auf unserer Route.

Der INVEREWE GARDENS stand als erster Punkt auf unserer Liste, weil wir es gestern zeitmäßig nicht mehr zu einem Besuch geschafft haben. Der Garten wurde von einem Mann gestaltet, der als Kind von seiner Mutter das damals noch völlig öde Land geschenkt bekam. Im Laufe seines Lebens hat er ein Paradies geschaffen. Witzig finde ich, dass er den gleichen Vornamen trug, wie eine Figur in einem Marilyn Monroe Film: Osgood 😉 16 Pfund Eintritt pro Person war uns der Besuch wert, denn immerhin zählt dieser Garten zu den international wichtigsten. Zumindest behaupten das die Betreiber. Die Azaleen haben leider nicht mehr geblüht, aber die Anlage war auch so sehr schön. Im dazugehörigen Shop haben wir dann die ins Guiness Buch der Rekorde eingetragenen kleinsten Whiskyflaschen um ein Schweinegeld gekauft. Damit wollen wir unseren lieben Schwiegersohn necken, der natürlich auf eine 0,7 Liter Whiskyflasche hofft ;-))

Der EAGLE STONE wird auf das 7. Jahrhundert nach Christi datiert. Die Bedeutung der darauf sichtbaren Symbole konnten bis heute nicht entschlüsselt werden und das macht diesen Stein noch mysteriöser. Bewiesen ist hingegen, dass dieser Stein bereits seinen Standort gewechselt hat und zwar als Zeichen des Sieges des Clan Munro in der Schlacht gegen den Clan Macdonald im Jahre 1411.

Das historische, viktorianische Kurstädtchen STRATHPEFFER verströmt sehr viel Charme und bietet heilsames schwefelhaltiges Quellwasser. Es hat zum Glück dort aber nicht so streng gerochen wie in Oberlaa bei der Wiener Therme ,-)

Ebenfalls in Strathpeffer liegt das LEOD CASTLE. Es ist der Sitz des Clan MacKenzie und diente als Inspiration für das fiktive CASTLE LEOCH in der Serie „Outlander“. Auf einen Besuch haben wir verzichtet und es uns nur von außen angesehen. damit wir noch Zeit für einen Besuch in der schönen Bucht von MORAY FIRTH haben um eine kurze Ausschau nach den dort vorkommenden Bottlenose Delfinen zu halten. Angeblich leben im Moray Firth 200 dieser schönen Tiere und angeblich zeigen sie sich häufig in Strandnähe um in der starken Strömung zu springen und zu spielen. Heute war ihnen wohl nicht danach und wir konnten keine beobachten. Egal, denn es war einfach schön, dass wir im milden Sonnenlicht bei 16 Grad Celsius am Strand sitzen konnten.

Am frühen Abend haben wir unser Quartier für die kommenden zwei Nächte in DRUMNADROCHIT am LOCH NESS erreicht. Wir dürfen hier in einem süßen, kleinen „Croft“ (Häuschen) wohnen und haben vom Bett aus sogar Blick auf Loch Ness. Morgen werden wir uns das Castle anschauen und dann viel Zeit bei den Highland Games verbringen. Heute hatten wir noch einen netten Abend in einer kleinen Bar, wo herzhaft getrunken und gesungen wurde.

Tag 15: Wo ist „Nessi“ bloß? Vielleicht auf Urlaub in Österreich!

DRUMNADROCHIT (Drumnadrokit gesprochen) liegt am Westufer von Loch Ness und ist DAS Zentrum für Besucher von Nessi, dem legendären Seeungeheur 😉 Wir wurden gewarnt, dass der Ort überlaufen sein wird. Tatsächlich ist aber alles halb so wild. Natürlich ist es ein sehr touristischer Ort und es leben offenbar viele Einheimische vom Tourismus. Es sei ihnen gegönnt. Nicht gegönnt ist eine Abzocke der Bank beim Bankomaten und davor sei gewarnt: das Display ist so unleserlich, dass mein Süßer irrtümlich den Button „Umrechnung durch Bank in GB“ gedrückt hatte und dieser Irrtum hat ihm/uns gleich 35 Euro gekostet :-((

Wir sind wegen der heute stattfindenden HIGHLAND GAMES hier und haben uns schon einen Stempel auf die Hand drücken lassen. 5 Pfund pro Seniorenticket finden wir adäquat. Es sind das heute schon unsere dritten Highland Games, die wir besuchen und es sind sehr intime, ländliche Games. Die Besucher lagern auf der Wiese oder stehen in kleinen Gruppen zusammen, manche feuern Verwandte/Bekannte bei den Wettbewerben an. Es wird viel (Fettes) gegessen und hauptsächlich Alkoholfreies getrunken. Es ist ein Familienfest! Auffallend war, dass nun auch Frauen in der Truppe „Pipes and Drums“ mitwirken. Bei den österreichischen Tiroler Schützen ist das ein völlig undenkbares Ansinnen. Die Schotten sind hier entweder wesentlich aufgeschlossener, oder sie haben zu wenig männlichen Nachwuchs. Wer weiß das schon.

Um das LOCH NESS ranken sich viele Legenden um „Nessi“, ein großes, dinosaurierähnliches Tier. Nachgewiesen sind bisher allerdings nur Fälschungen und Fehlmeldungen und keine bestätigte Sichtung :-)) Ich sehe einfach nur einen wunderschönen, idyllischen See. Ich sehe ihn sogar aus meinem Bett im entzückenden Häuschen unserer entzückenden Unterkunft. Hört man meine Begeisterung? Der See ist wirklich groß mit rund 56 km2 ! Walter ist übrigens der festen Überzeugung, dass Nessi zur Zeit am schönen Bodensee in Österreich auf Urlaub ist 😉

URQUHART CASTLE ist eine sehenswerte Burgruine und neben Nessi DIE Hauptattraktion und liegt am Ufer von Loch Ness. Es ist eine der bekanntesten historischen Stätten Schottlands. Hier haben sich in 500 Jahren schlimme Konflikte entladen. Und so kam es, dass die letzten Regierungstruppen (Engländer) bei ihrem Abzug die Burg (immerhin eine der größten Burgen Schottlands und die größte der Highlands) bei ihrem Abzug sprengten. Schande über sie! Jedenfalls sind die ikonischen Ruinen jetzt bis heute erhalten geblieben. Hier kann man ganz gut sehen, wie die Adeligen im Mittelalter hier gelebt haben. (Mein’s wär’s ja nicht). Als Walter mit seinem Freund Jimmy vor 50 Jahren hier war, da gab es noch kein Besucherzentrum, kein Restaurant, keine Tickets und keine Timeslots, da stand die Ruine einsam und verlassen am Ufer des Loch Ness. Die Schotten haben gut gelernt Geld zu lukrieren!

Tag 17: Isle of Skye

Heute zeigt sich die ISLE OF SKYE während unserer Inselerkundigung von seiner schönsten Seite! Sonnig von 19 bis 21 Grad Celsius, blauer Himmel mit einzelnen Wölkchen die unsere Fotos noch schöner und interessanter erscheinen lassen. Es ist ein traumhafter Tag. Wir haben uns auch ein ehrgeiziges, strammes Programm vorgenommen und wäre mein Süßer nicht so ein rasanter und beherzter Fahrer, hätten wir es nicht alle Punkte davon geschafft 😉

Unser erster Halt galt ARMADALE CASTLE mit seinem wunderschönen Garten. Vom Castle steht leider nur mehr die sehenswerte Ruine. Der Spaziergang durch den Garten in der klaren Luft bei wunderbar sanftem Licht, der war Erholung pur und ein Quell der Freude. Entspannt haben wir uns die verschiedenen Baumarten – von der Japanischen Tanne bis zu den Redwoods, die wir aus Kalifornien gut kennen – angesehen. Es war die reine Freude! Die 11 Pfund Eintritt pro Person (Seniorentarif) haben wir zwar nur zähneknirschend bezahlt, haben sich allerdings gelohnt.

Auf dem Areal fanden wir schließlich auch ein Museum, das sich der Geschichte des Clans MacDonald widmet. Mehr als eine Stunde haben wir in diesem Museum verbracht, weil es so fesselnd und informativ war.

PORTREE ist ein kleines Küstenstädtchen mit bunten Häusern der Hafenzeile entlang. Ein bisserl hat es mich an Hallstadt erinnert, weil hier wie dort eine Heerschar an Touristen fotografierend durchzieht. Natürlich ist es NICHT genau wie in Hallstadt, denn Hallstadt hat schon Einiges mehr zu bieten und in Portree schließt sich ein Laden an den anderen und ein Esslokal an das nächste Esslokal, während in Hallstadt tatsächlich noch Einheimische leben und diese von den Touristen belästigt werden (besonders, wenn diese einfach in deren Wohnhäuser eindringen!).

Gestern hat mein lieber Mann bereits recherchiert, wo wir heute zum Abendessen hingehen können und ist dabei auf OYSTER SHED gestoßen. Eine hervorragende Idee! Oyster Shed ist im Grunde ein kleiner Imbisswagen mit angeschlossenem Verkaufslokal für Austern und Meeresfrüchte aller Art sowie einigen Kleinigkeiten der Kategorie „Souvenier“. Man sitzt mit Fremden an einem einzigen großen Tisch oder auf roh gezimmerten Planken an der Hauswand. Wir haben uns für einen kleinen Hummer und eine Schale mit Langustinos mit Maiskolben sowie jeweils einer „Soup of the Day“ (Tomatensuppe mit Lachs, eine mutige Kombination) entschieden und dafür inklusive Getränke 50 Pfund bezahlt. Als wir vor einigen Tagen Pizza essen waren, hat man uns für zwei Pizzen mit einem kleinen Beilagensalat und zwei Cola stolze 70 Pfund verrechnet. Essen gehen ist in Schottland wirklich teuer, leider 🙁

Für DUNVEGAN CASTLE haben wir eine lange Anfahrt in Kauf genommen. Auch hier wird wieder Eintritt verlangt. Langsam nervt uns das echt 🙁 Wenn wir geahnt hätten, dass die Schotten für jeden Blick auf eine Ruine, jeden Schritt in einen Garten, jeden Parkplatz horrende Beträge einheben, dann hätten wir uns doch den Explorer Pass zugelegt. In Japan, auf unserer letzten Rundreise, war das alles kostenfrei möglich. Man soll nicht von eine Land auf ein anderes Land schließen.

Die FAIRY POOLS sind ein absolutes MUSS. So sagte man uns, so steht es im Reiseführer. Also wollten wir sie natürlich nicht auslassen. Parkplatz wieder mit 8 Pfund Parkgebühr und dann ging es – wenigstens das war gratis – rund 4 km einen gut gehbaren Pfad abwärts, dann aufwärts, einem kleinen Fluss entlang. Immer wieder sahen wir kleine Wasserfälle. Indische Touristen sind vor Begeisterung ausgerastet. Wir fanden den Spaziergang nett und vor allem wohltuend, weil die Temperatur so angenehm, das Licht so schön und die Atmosphäre insgesamt, so super war. Nach der langen Zeit im Auto war es eine willkommene Abwechslung.

Morgen geht es weiter nach Fort William.

Tag 18: Isle of Skye -> Fort William

Heute ist ein ruhiger Tag auf unserer Schottland Rundreise. Nach ehrlicher und heftiger Kritik unsererseits an der nächstlichen Unruhe im Hotel sind wir gerne ins Auto gestiegen und weggefahren. Das Hotel hatte eine wunderschöne Lage in einer reizenden Buch, aber keinerlei Schalldämmung! Als um 23 Uhr mehrere Hotelmitarbeiter versuchten eine Tür aufzubrechen, indem sie sich gemeinsam geräuschvoll gegen die Tür warfen, war es mit unserer Toleranz vorbei. Ein Türsystem MUSS in einem Hotel ermöglichen, eine Tür geräuschlos zu öffenen! Aufgrund dieses Krachs war an eine ruhige Nachtruhe nicht zu denken. Leider.

Und so sind wir über’s Land getuckert und konnten daher schon bald in FORT WILLIAM in unserer Unterkunft für die nächsten zwei Tage einchecken. Das GUISACHAN GUESTHOUSE liegt auf einem kleinen Hügel und bietet einen hübschen Blick auf die Bucht und die kleine Insel innerhalb der Bucht. Die Schotten sind bekanntlich geizig, so sagt man oder so sagt es ein Vorurteil. Unser Vermieter gab Walter keine Eiswürfel und sagte trocken, dass es die nur bei ihm an der Bar für bei ihm gekaufte Getränke gibt. Da hat mein Süßer Augen gemacht und ging seines Weges. Die Schotten sind also DOCH geizig 🙁 Einen Punkt Abzug bei der Bewertung auf @booking.com hat sich Mr. Guisachan hiermit eingehandelt, denn das ist eine Frechheit!

Gerne hätten wir die GLENALADAL CRUISE mit dem Boot auf dem LOCH SHIEL und mit dem Zug auf dem HARRY POTTER ZUG durch die als Heimat des MacDonald-Clans Gegend unternommen, allein es gab und gibt für beides keine Tickets verfügbar, nicht mal für eine Person. Also sind wir zu einer kleinen Wanderung aufgebrochen und das war gut so. Bewegung nach längeren Autofahrten ist immer ein Segen für die Gelenke. Herrlich klare Luft, frisches Grün und ganz tolle Landschaften haben uns begleitet. Aus Sicherheitsgründen, weil der steile Weg dann doch zu rutschig war, sind wir 20 Minuten vor dem Ziel umgedreht. Wir brauchen heile Knochen für den Rest der Rundreise.

Ein feines Abendessen in einem Lokal mit dem lustigen Namen LOCHYS lassen wir als Abschluss dieses ruhigen Tages so stehen. Morgen haben wir viel vor und werden daher früh schlafen gehen.

Tag 19: Rund um Fort William

Auch heute wieder kein Regen, hurra! Der Himmel ist zwar bewölkt, mitunter sogar stark bewölkt, ABER es bleibt den gesamten Tag trocken. So viel Wetterglück auf dieser Rundreise !

Walter wollte sich unbedingt diesen Kanal – NEPTUNE’S STAIRCASE – anschauen, was mich natürlich überhaupt nicht interessierte. „Hohe Ingenieurskunst“ schwärmt mein Süßer und ist schon mit seiner Kamera unterwegs zu etwas, das für mich nur wie eine Aneinanderreihung von Schleusen ausschaut. Mich hat das in Kanada schon wenig bis gar nicht beeindruckt. Das ist wohl eher so eine Männersache 😉

Bemerkenswert schöne Landschaften begleiten uns auf dem Weg zum GLENFINNAN VIADUCT auf dem die „Harry Potter Dampflok“ verkehrt. Leute, das ist eine schöne Gegend und das Viadukt ist wirklich sehenswert! Wie die Location-Scouts vom Film das hier wohl gefunden haben??? Für uns war es eine willkommene Auszeit, den kleinen Hügel aufzusteigen, von dem man den besten Blick auf das Viadukt hat. Eine Stunde vor der planmäßigen Überfahrt sind wir zwei Hübschen bereits ganz oben auf einem Felsen gesessen, haben unseren Platz belegt und verteidigt, damit sich ja niemand vor uns stellen kann und dann seine Hand in unseren Fotoblick streckt 😉 Es hat sich gelohnt, auch wenn der Augenblick der Überfahrt nicht einmal eine Minute dauerte. Wir sind dem Zug später noch einige Male begegnet und konnten sogar seine Einfahrt in einen Bahnhof aus nächster Nähe filmen und vor allem erleben! Das war schon cool.

Das GLENFINNAN MONUMENT befindet sich wenige Schritte vom Weg zum Viadukt entfernt und natürlich wurde auch dieses von uns entsprechend gewürdigt. Immerhin krönt ein „Unknown Kilted Highlander“ das Monument.

Mehr erwartet hätten wir uns vom SILVER STRAND, der überall als „karibisch“ gepriesen wird. Also sind wir auch dort noch hingefahren und haben uns durch ein kleines Wäldchen bergab bis zum Strand durchgeschlagen. Ich bestätige hiermit, dass der Sand tatsächlich ganz fein und weiß ist. Der Strand selbst hat mich ungefähr so stark beeindruckt, wie der Kanal.

Ein feines Süppchen haben wir uns schließlich in MALLAIG gegönnt. Das Städtchen hat durch den Bau der Brücke nach Skye an Bedeutung verloren und ist auch heute noch der Fährhafen, aber eben nicht mehr der einzige Verbindungspunkt.

Tag 20: Fort William -> Loch Lomond

Mein Süßer ist krank und das ist sehr ungewohnt für uns beide. Normalerweise ist er immer der Starke und Unverwüstliche und der Fels in der Brandung. Heute morgen aber lag ein Mann mit rotem Kopf und (ungewohnt) schwacher Stimme neben mir. Jetzt wird er von mir auf „Teufel komm raus“ bemuttert, mit Tee abgefüllt und natürlich fahre heute ich die gesamte Strecke und er darf am Beifahrersitz dösen. Das gefällt ihm gar nicht 🙂

Auf der Strecke bleiben wir dann doch bei einigen View Points stehen und schauen uns ein wenig um.

Als ich einen Hinweis auf einen Parkplatz bei einem „außergewöhnlichen“ Wasserfall sehe, biege ich ab und wir gehen ganz langsam und vorsichtig die rund 500 Meter bis zur Aussichtsplattform. Der „außergewöhnliche“ Wasserfall ist gerade mal 10 Meter hoch 🙂 Für uns Österreicher natürlich keine große Aufregung, aber die Inder sind wieder völlig verzückt.

Die Strecke bietet weiterhin einige hübsche Aussichtsplätze, es ist verkehrsmäßig wenig los und so kommen wir schon um 13 Uhr bei LOCH LOMOND an, wo wir im sehr schönen Hotel THE INN ON LOCH LOMOND ein wunderschönes Zimmer gebucht haben. Der Preis liegt um 130 Euro unter dem nicht sehr angenehmen auf Skye UND es ist sogar ein umfangreiches Frühstück im Preis inkludiert. SKYE ist einfach wirklich, wirklich teuer, es ist DAS SYLT von Schottland. Und ein Upgrade auf eine tolle Suite mit Blick auf Loch Lomond gab man uns hier obendrein.

Bevor wir um 15 Uhr im Hotel einchecken, schauen wir uns noch LUSS an, welches als das schönste Village ganz Englands gepriesen wird. Und tatsächlich bietet Luss einen netten Strand (es waren sogar Menschen im See baden!), etliche historische -aber noch bewohnte – Häuser und angenehme Freizeitanlagen.

Der LOCH LOMOND ist übrigens der größte Südwassersee Schottlands und er ist wunderschön! Für uns allerdings ist um 15 Uhr Schluß. Walter ist erschöpft und alle Knochen schmerzen, als wäre ein Lastkraftwagen über ihn gefahren. Der Mann gehört ins Bett und dort dämmert er dann auch bald friedlich dahin. Um 17 Uhr noch das tägliche „Süppchen“ und dann endgültig ab ins Bett zum „Gesundschlafen“ . Morgen ist ja auch wieder ein neuer Tag und dann sehen wir weiter…

Tag 21: Loch Lomond -> Glasgow

Mein Mann ist ein starker Typ und nach einem Tag krank sein wieder völlig genesen 🙂 Somit konnten wir heute wieder einen ganzen langen Tag die schönen Plätze entlang unserer Strecke nach Glasgow anschauen und genießen.

Dafür hat sich heute mein linkes Knie schmerzhaft gemeldet und deshalb musste ich im Cafe sitzend auf seinen Rundgang durch KELBURN CASTLE samt Garten warten. Es waren wohl doch zu viele Stufen in den letzten 3 Wochen für meine lädierten Gelenke. Diese Burg ist an manchen Stellen recht originell modern bemalt und es stehen auch im Park etliche moderne „Kunstwerke“ herum. Es wird wohl Kunst sein, auch wenn ich Banausin das nicht erkennen kann 😉 Jedenfalls ist der ganze Park ein Paradies für Familien mit Kindern, denn es gibt unendlich viele Spielplätze und Wiesen und Tische mit Bänken. Wir haben eine dieser Sitzplatzgarnituren auch gleich für ein feines Mittagspicknick genutzt. So gestärkt ging es dann auch gleich weiter zum nächste Castle.

DUMBARTON CASTLE thront auf dem markenten, 73 Meter hohen Dumbarton-Rock, einem erloschenen Vulkanpropfen an der Mündung des Flusses Leven in den Clyde. Sehr imposant, wie das Castle schon von unten wirkt und den absoluten Überblick verspricht. Und so einen Vulkanpropfen haben wir auch noch nie (zumindest bewußt) gesehen, das war schon sehr beeindruckend. Ja, und dann haben wir auch als Draufgabe den Raddampfer gesehen mit dem wir übermorgen eine schöne Fahrt unternehmen werden. Ticket sind schon im Wallet!

KENMURE HILL TEMPLE ist eine achteckige Ruine aus dem 18. Jahrhunder hat auch unser Interesse geweckt. Wozu das Ganze errichtet wurde, weiß man bis heute nicht. Aber so ist das im Leben: man MUSS gar nicht alles wissen, man MUSS gar nicht alles verstehen. Manches ist einfach wie es ist. Basta 😉

Am Abend haben wir gemacht, was man als Nicht-Brite nach 3 Wochen in Schottland so macht: wir haben uns ein indisches Restaurant gesucht und gut gewürzte Speisen genossen 🙂 Morgen werden wir wieder Highland Games besuchen, diesmal in Glasgow. Gute Nacht.

Tag 22: Cowal Gathering 2026

Der heutige Tag hat sich wie Urlaub angefühlt. Deshalb gibt es heute auch nicht viel Text, sondern einfach ein paar Fotos.

Schon in Wien hatte Walter vor Monaten die Karten für diese Highland Games, das seit 1948 stattfindende COWAL GATHERING gekauft. Wäre nicht nötig gewesen, denn es war nicht überlaufen. Wir wollten halt „auf Nummer sicher“ gehen. Diesmal hatten wir sogar Platzkarten! Auf diesen Plätzen wären wir allerding nicht glücklich geworden, weil wir sonst nur die Mädchen beim schottischen Tanz gesehen hätten. Also sind wir sehr glücklich auf einem Hügel auf der Wiese gelegen und hatten den totalen Überblick.

Tag 23: Eine Fahrt mit einem Raddampfer …

…war für heute geplant und gebucht und sollte ein entspannter Ausklang der Rundreise vor dem letzten Tag in Edinburgh werden. Sollte werden, aber es kam anders. In einer Kurve hat sich leider unser Auto unerwünscht verhalten und dynamisch Kontakt zum Randstein gesucht und gefunden. Das Resultat: ein kaputter linker Vorderreifen. Soll nie etwas Schlimmeres passieren.

Wir waren allerdings in guter Gesellschaft, denn einer fröhlichen Damenrunde (Schottinnen) ist das gleiche Schicksal widerfahren. Und so standen wir mit zwei Autos in einer Einfahrt und warteten stundenlang auf die Servicemänner zum Reifenwechsel.

Nach der Reparatur haben wir alle weiteren Pläne verworfen und uns zur Feier des Tages ein nettes indisches Restaurant gesucht und gut gegessen.

Als krönenden Abschluss dieses speziellen Tagen hat mein Süßer noch eine kleine Runde mit seiner Drohne zu einem hübschen Leuchtturm geflogen. Es war ein Flug of no return, denn die Drohne verlor die Funkverbindung und ward nicht mehr gesehen. Soll nie etwas Schlimmeres passieren.

Um mich zu beschäftigen während mein Süßer mit seiner Drohne beschäftig ist, habe ich noch ein paar nette Fotos vom Newark Castle Park gemacht. Die Sitzbänke und auch einige Plätze rundherum sind nämlich dem Gedenken geliebter Verstorbener gewidmet.

Für heute lassen wir es gut sein. Wer weiß, was sonst noch alles passiert? Morgen geht es zurück nach Edinburgh.

Tag 24: Abschied ohne Wehmut…

…aber mit Dankbarkeit. Wir hatten eine gute Zeit in Schottland. Wir haben viel Schönes gesehen und erlebt und auch viel dazugelernt. Es ist wichtig, immer für neue Erfahrungen offen zu sein. Heute, gleich nach dem Frühstück, wurden flugs unsere zwei Reisetaschen gepackt und das Handgepäck für die letzte Übernachtung von heute auf morgen gerichtet. Am Weg nach Edinburgh konnten wir uns den kleinen Umweg über BLACKNESS nicht verkneifen und haben im LOBSTER POT noch einmal nett Hummer gegessen 🙂

Die Weiterfahrt nach EDINBURGH zur Garage unseres Vertrauens war bereits eine leichte Übung, denn wir kennen uns jetzt ja schon aus. Auto geparkt, Hotel eingecheckt und schon sind wir im EDINBURGH CASTLE. Hier verbringen wir einen wunderschönen Nachmittag mit der Besichtung dieser beeindruckenden Anlage und sind einmal mehr froh darüber, keine Könige/innen zu sein und in der Gegenwart zu leben.

Das enttäuschend Abendessen hätten wir uns besser erspart. 🙁

Wir sind ca 3.500 km mit dem Mietauto gefahren, haben unzählige Stufen erklommen, sehr viele Kilometer zu Fuß zurück gelegt.

Wir haben gelernt, dass die Briten ihre Kennzeichentafeln vorne weiß und hinten gelb haben.

Wir wurden von den exorbitant hohen Preisen überrascht.

Wir hatten unglaubliches Glück mit dem schönen Wetter.

Wir dürfen sehr dankbar sein, dass unsere „Schutzengel“ gut gearbeitet haben, denn einige Male waren wir in brenzlichen Verkehrssituationen.

Morgen geht es wieder nach Hause und das ist gut so, denn ich habe Heimweh.