Nächste öffentliche Reiseshow: 5.10.2026, 16:00 Uhr ***** Japan: Land der aufgehenden Sonne ***** im Theater in der Seniorenresidenz am Kurpark Oberlaa, Fontanastraße 10, 1100 Wien

Tag 1: Edinburgh

Nach über 41 Grad Celsius in der vergangenen Woche in Wien haben wir uns verzweifelt nach der regnerischen Kühle Schottlands gesehnt. Nach 2:40 Stunden verschlafener Flugzeug sind wir dann bei vorerst 22 Grad gelandet und haben unseren bequemen Mietwagen übernommen. Wir hatten uns für ein großes Auto entschieden, weil außer uns ja auch noch unser Gepräck Platz braucht. Die vierköpfige Familie, die das neben uns geparkte kleine Auto gemietet hatte, musste verzweifelt auf einen größeren Wagen umbuchen. Mein Rat, die Kinder auszusetzen, wurde abgelehnt.

Unser Hotel liegt ideal nahe der Innenstadt und ist mit mehr als € 300,– pro Nacht dass teuerste Hotel auf dieser Rundreise. Ich hoffe sehr, dass das miserable Frühstück das schlechteste sein wird.

EDINBURGH ist überfüllt! Man könnte meinen in Japan zu sein, weil wir diese unglaublichen Menschenmassen bisher nur in Japan erlebt haben.

Der Grund für diesen Massenauflauf ist THE FRINGE, ein seit Jahren an Bedeutung gewinnendes Straßenfestival. Auf 260 Veranstaltungsplätzen werden von Artisten/Künstlern aus 71 Nationen Sage und Schreibe 54.000 Performances geboten! Es gibt alles von Tanz, Musik, Zirkus, Kabarett, Theater etc. etc. Witzig, dass wir sogar ein Plakat mit unseren SUMO RINGERN sahen, die uns in Japan so begeistert hatten! Die Welt ist klein für Reisende ;-))

Für die Besichtigung von EDINBURGH CASTLE konnten wir leider keine Tickets kaufen, weil für viele Tage voraus ausverkauft. Kein Problem, denn wir werden das am Ende der Rundreise nachholen. Diesmal haben wir nämlich die Tickets bereits gekauft!

Tag 7: Aberlour – > Inverness

Ein wenig Wehmut habe ich heute beim Aufbruch von unserem Übernachtungsquartier schon verspürt. Es war das ein ungemein entzückender Pub in dem man zu Kochen verstand. Das Personal war außerdem absolut outstanding und die Lage ganz nahe am RIVER SPEY. Das Frühstück hat heute alle Stückerln gespielt, wie man in Wien sagen würde. Tolle Eierspeise und großzügig auf den Teller gehäufter Stremmellachs!

Weil ABERLOUR direkt am MALT WHISKY TRAIL liegt, lag es nahe, dass wir wenigstens bei drei der Destillerien neugierig reingeschaut haben.

Die erste Destillerie war natürlich der „Platzhirsch“, ein familiengeführter Traditionsbetrieb. GLENFARCLAS. Die Flaschen und das Logo wie in alten Zeiten. Hier konzentriert man sich auf die Produktion und hält offenbar wenig von modernem Marketing.

Der zweite Betrieb war die nach der Stadt benannte Destillerie ABERLOUR. Hier wurde ich sehr kompetent beraten und habe auch zwei Kostproben genommen. Dieser Whisky war mir nicht mild genug.

Den absoluten Marketing/Vertriebs“hammer“ haben wir bei MACALLAN erlebt! Wir traten durch die sich automatisch öffnende Empfangstore (das waren keine Türen, das war riesig!) ein und es kam unwillkürlich ein bewunderndes „Wow“ über unsere Lippen. Sofort stand ein perfekt geschulter Jüngling vor uns und erklärte uns seine Whiskywelt. Die folgenden Fotos sind selbsterklärend. Und natürlich habe ich auch hier wieder zwei Whiskys ausprobiert und ein wenig kennengelernt. Köstlich – mehr ist dazu nicht zu sagen. (Obwohl der DALWHINNIE WINTER’S GOLD bleibt mein Liebling)

Weil wir uns für Geschichte interessieren UND weil wir die Eltern eines Oberst des Generalstabsdienstes sind, mussten wir unbedingt CULLODEN BATTLEFIELD einen Besuch abstatten. Dieses Schlachtfeld ist so klein, dass wir es in nur 30 Minuten umrunden konnten. Trotzdem haben hier die JAKOBITEN ihre letzte (und natürlich verlorenene) Schlacht gegen die Engländer geschlagen. Es müssen ca. 13.000 Krieger auf diesem kleinen Feld gewesen sein. Die Schotten hatten mit BONNIE PRINCE CHARLIE offensichtlich keinen guten Feldherrn. In weniger als einer Stunde verloren 1600 Krieger ihr Leben. 1500 davon waren Schotten. Es war das Ende des Clan Systems. Dass an diesem schönen Ort so viel Leid widerfahren ist, tut mir immer besonders weh. So viele verlorene Leben, so viele Leidtragende und Hinterbliebene…. heute grasen dort friedlich Rinder und traben Heerscharen an Touristen über die „Blutwiese“.

Einen ruhigen Abschluss fand dieser Tag bei einer Keltenstätte namens CLAVA CAIRN. Unter großen alten Bäumen konnte ich zwischen den einzelnen Resten der Bauwerke flanieren und wieder ein paar weitere Fotos für Walters Vortrag machen. Der Chef überflog das Areal mit seiner Drohne und danach konnten wir zu unserem Quartier für diese Nacht weiter fahren.

Wir haben auch heute wieder unglaublich beeindruckende Landschaften sehen dürfen und uns trotz des intensiven Programmes gut erholt. Morgen geht’s auf Orkney.