Ein grundsätzlich sehr schöner Reisetag hat einen bitteren Nachgeschmack bekommen ;-(( Ich habe nämlich in Stirling im „Café Pompei„ meine Crossbag samt 50 Pfund und allen meinen Ausweispapieren (Mastercard, Bankomatkarte, Personalausweis, Führerschein) auf der Sessellehne hängen gelassen. Ich weiß bereits, dass die Tasche nicht gefunden und abgegeben wurde und das macht mich traurig. Dabei waren mein Süßer und ich dort so glücklich, weil es seine geliebten Canolli (der Mensch lebt nicht vom Lobster allein, manchmal muss es auch was Süßes sein !) und hervorragenden Capuccino gab. Und das muss man in Schottland erst finden!

Zuerst aber sind wir tapfer 3000 Schritte stramm steil bergauf vom Hotel zum STIRLING CASTLE marschiert. Die von einem übermotivierten Tourguide geleitete Führung haben wir bald abgebrochen, weil die so schrill und semilustig war. Da war uns der nüchterne Audioguide viel lieber. Über Humor läßt sich treffflich streiten. Jedenfalls hat uns die schwierige Geschichte Schottlands wieder tief berührt und uns MARIA STUART wieder ein Stück näher gebracht. Dazu sollte man sich unbedingt tiefer informieren, so mein Rat.


Seinen dritten Drohnenflug auf dieser Reise hat Walter zum Turm, der DAS Denkmal für WILLIAM WALLACE, auch als BRAVEHEART bekannt, ist. Die Flugbedingungen gestalteten sich zwar schwierig, aber mein Lieblingsdrohnenpilot war doch erfolgreich. Ich habe in der Zwischenzeit wieder …. ??? …. was wohl? – richtig: meine diversen Gesundheitsübungen praktiziert. Gut genutzte Wartezeit!

Zufällig sah ich ein Schild auf der A90 mit dem Hinweis auf die ÄLTESTE DISTILLERY SCHOTTLANDS, DIE NOCH PRODUZIERT. Also nichts wie hin! THE GLENTURRET ist wirklich ein Schmuckstück und produziert erstklassige Whiskys der Luxuskategorie. Ich habe gewissenhaft einige davon gekostet und auch sofort „meinen“ Whisky gefunden: „aged 14 years Peat Smoked“ zu 150 Pfund (ohnehin zu teuer für mich) und leider seit drei Monaten sold out. Wieso man den dann noch verkosten soll weiß ich nicht.


Ein paar Besonderheiten an diesem (traurige) Tag war der Umstand, dass es auf der A90 tatsächlich einen Kreisverkehr gab UND NOCH SCHLIMMER einen Fußgängerübergang! Wenn wir im urbanen Bereich unterwegs sind, ist es auch gewöhnungsbedürftig, dass es keine Fußgängerampeln gibt, sondern lediglich am Straßenrand ein Bord mit dem Knopf um eine Grünphase auszulösen. Irgendwann wechselt das Männchen von rot auf grün und das muss man erst bemerken.
