Wechsel von USA -> Kanada

Ganz schön crazy begann unsere Fahrt heute mit DRUNKEN NOODLES bei einem nicht unbedingt vertrauenseinflößenden Thai-Restaurant. Wir blieben NICHT stehen und heben uns unseren Hunger für SAINT JOHN in Kanada auf.

Ein bisserl früh für HALLOWEEN, aber immerhin beginnt die Weihnachtsdeko in Österreich auch häufig schon im Oktober und die Osterdeko gleich nach den Heiligen 3 Königen. In den USA sind die HALLOWEEN Figuren monströs, riesig, gruselig und einfach Kult. Das ärgstens geschmückte Haus war in ein weißes Netz als „Spinnweben“ gehüllt und mit einer 3 Meter großen, schwarzen, fetten Spinne dekoriert. Beeindruckend gruselig, selbst für coole Pensionistinnen, wie ich es bin.

Vielleicht hilft ja ein bisserl Grünzeug gegen die Albträume ?? In den USA ist „Gras“, „Hasch“, „Hanf“, „Canabis“ schließlich in manchen Bundesstaaten legal. Ich tu nur so als ob, denn ich war und bin halt ein braves Mädchen und militante Nichtraucherin ! Meine Droge hat blaue Augen und heißt Walter ;-)) Siehe: www.walterwasinger.at

Kanada erreicht. Der Grenzübertritt war easy-cheesy: keine Fragen nach Feuerholz (wird man gefragt, wenn man mit einem Wohnmobil unterwegs ist) oder nach verbotenen Substanzen. Jetzt heißt es Umstellung von Meilen auf Kilometer. Beim Tempomat müssen wir jetzt im Kopf umrechnen, wieviele km/h des Tempolimits den Meilen/h am Tacho entsprechen. Der Wechselkurs ist wieder anders, als in den USA und auch die Uhrzeit hat sich um eine Stunde verschoben. War in den USA noch manch Info-Tafel englisch/spanisch, sind die Tafeln hier französisch/englisch. Bald werden wir mit Englisch nicht mehr so gut ankommen. Viel zu beachten also.

Damit es nicht so aussieht, als ob wir uns ausschließlich von HUMMER ernähren würden, gab es heute RAMEN vom Koreaner auf dem OLD CITY MARKET, dem ältesten Markt Kanadas (seit 1785). SAINT JOHN, zwar die größte Stadt von NEW BRUNSWICK (wer denkt da an Bowlinghallen in Wien ??) und nach HALIFAX der wichtigste Hafen Kanadas am Atlantik, aber trotzdem eine gemütliche Kleinstadt mit Parks und dem ÄLTESTEN MUSEUM von Kanada. BESONDERHEIT hier ist u.a., dass durch den enormen TIDENHUB der SAINT JOHN RIVER zweimal am Tag seine Fließrichtung ändert. Tja, so etwas schaffen für gewöhnlich doch nur Politiker aller Coleurs weltweit.

Abendmahl im angesagten Fischrestaurant „Billy’s Seafood“. Kanadischer Wildlachs mit Poutine für Walter. Lobster Roll mit Salat für mich. Lobster Roll ist wie Leberkässemmel nur halt mit Hummer und wird an der Ostküste sehr gerne gegessen. Preislich ist das leistbar und wir sind ja schließlich die überhöhten Preise manch österreichischer Autobahn-Raststellen gewöhnt. Ich denke mit Schrecken an den Capuccino um € 7,60! Hier bezahle ich für ein außergewöhnliches Essen mit Lachs und Hummer samt Getränken im Urlaub als Ausnahme gerne € 70–.

Satt und zufrieden sinken wir in viktorianischem Ambiente ins Land der Träume. Morgen wird es ohnehin spannend werden, denn im angepeilten Kejimkujik Nationalpark gibt es nach dem, bereits zum Tropensturm herbgestuften, Hurricane Lee, Probleme mit der Stromversorgung und diverse Sperren.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert