Weite Wälder, kleine Städte

Ein bisserl wehmütig haben wir das malerische Fisherman’s Cove verlassen. Weil die Sonne schien und ein paar hübsche Schäfchenwolken den blauen Himmel schmückten, haben wir das Schiebedach geöffnet und sind gemütlich zu unserem nächsten Ziel, AMHERST, getuckert. Ganz viele Fotostopp’s haben wir gemacht, weil Walter ganz selig war, seine geliebten Vögel fotografieren zu können. Seeadler in ihren schönsten Posen werden im Vortrag zu sehen sein! Während er seine Fotos schoss, hatte ich am Straßenrand Gelegenheit für meine schönsten Posen von FIT MIT PHILIPP und aus dem QI GONG. Davon wird es NIE Fotos geben, keine Sorge.

Auf der Fahrt am Highway kann sich das Auge auf den endlosen Wäldern ausruhen. Dieser weite Blick hat hohen Entspannungsfaktor und es überrascht, wenn dann plötzlich, wie aus dem Nichts, eine Stadt aus dem Wald heraus wächst.

Ein interessantes Erlebnis im SOBEY Supermarkt hatten wir als umweltbewußte Europäer. Selbstverständlich wollten wir die Plastikpfandflaschen retournieren. Als wir einen Mitarbeiter nach der Rückgabebox fragten, sah er uns perplex an und meinte, so etwas gäbe es nicht. Was passiert also in Nordamerika mit den Pfandflaschen? Ein weiteres ungeklärtes Mysterium für mich.

Mein Süßer, immer noch der ungestüme, wilde Desperado von 1977, hatte sich bereits in Wien für die Fahrt im Schlauchboot auf der höchsten Tidenwelle angemeldet. Es sieht so harmlos aus, aber die Strömung war so heftig (man bedenke: der Fluss hatte seine Richtung umgekehrt und floß nun quasi flussaufwärts ;-)) , dass das PS-starke Boot bloß am Flußrand gegen die Strömung ankam; keine Chance, in der Mitte zu fahren. Sind jetzt alle endgültig verwirrt ??

Immer die ATLANTIK-KÜSTE entlang auf dem TRANS CANADA HIGHWAY sehen wir linker Hand immer auf das Meer mit seinen vom Fluss angeschwemmten rosafarbenen Sandpartikel, die einen eigenen Zauber verströmen. Immer wieder stoßen wir wieder auf die Spuren der FIRST NATIONS, der MIK’MAQ, die so wunderbare, sprechende Namen für Orte fanden, wie z.B. „heilendes Wasser“ oder „Fluss, der schnell fließt“. Da kann man sich doch was darunter vorstellen! Jetzt heißt der genannte Ort allerdings „Mitland“ nach Sir Mitland, einem britischen Offizier und erfolgreichen Cricket-Spieler.

AMHERST, eine Stadt, die ich wohl eher als Dörfchen bezeichnen würde. Walter meinte, dass sogar im Zwettl seiner Jugend mehr los war und es für Jugendliche ziemlich frustrierend sein müsse, hier Party machen zu wollen. Trotzdem hat diese verschlafen wirkende Stadt viel Charme und eine hübsche VIKTORIANISCHE ALTSTADT sowie eine schmucke VORSTADT mit beeindruckenden VILLEN. Die Vorgärten haben locker die Größe von zwei Fußballfeldern! Da kann man sich als Kind/Jugendlicher jedenfalls gehörig austoben.

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