***** Nächste öffentliche Reiseshow: 19.6.2024 +++Heia Safari: Abenteuer im Okavangodelta+++ in der VHS Strasshof im Haus der Begegnung Strasshof *****

Das echte Südafrika

Am 29. März 23 waren noch zwei kurze Flüge zu absolvieren, um zu unseren Freunden nach DURBAN zu kommen. 10 Stunden Reisezeit hat das trotzdem gekostet. Ab jetzt erleben wir, wie man als Südafrikaner/in hier lebt, schauen hinter die Kulissen und lernen ganz neue Facetten dieses wunderschönen Landes kennen.

Unsere Freunde leben in einem sogenannten „GATHERED RESORT“, das heißt, sie leben sicher und geschützt in einem Golf-Resort, das mit hohen Mauern samt Elektrozaun und Stacheldraht umgeben ist und wo Security mit Hunden patroulliert. Das ist in Südafrika aufgrund der hohen Kriminalität leider notwendig. Um 1800 kamen viele tüchtige Inder aus Rajasthan nach Südafrika und begannen Zuckerplantagen und Zuckerfabriken zu betrieben. Unsere Freundin ist geborene Südafrikanerin mit indischen Wurzeln und stammt von so einem „Zuckerbaron“ ab.

Dieser „Gathered Resort“ ist eine traumhaft schön angelegte Anlage, auch für uns Nicht-Golfer. Die Häuser sind in den Golfkurs eingebettet, es laufen überall Antilopen und Äffchen und allerhand Kleintier frei herum. In den Bäumen sitzen Papageien und viele andere bunte Vögel.

Mit dem Golfwagerl zum Clubhaus zu fahren und dort gut und sehr günstig zu essen, macht Freude und ist ein für uns ungewohnter Luxus.

Es gibt täglich angekündigte, mehrstündige Stromabschaltungen, weil die Energie zu knapp ist. In den ärmeren Gegenden am gegenüber liegenden Hügel wird das aufgrund der dort vorherrschenden Kriminalität allerdings nicht gemacht, weil das zu gefährlich wäre. In manchen Townships hingegen gibt es weder Strom, Kanalisation und Wasser. Es gibt auch jede Menge Siedlungen, wo aus dem Bush kommende ZULU einfach ein paar Pflöcke und darüber Plastikfolien gespannt haben, um hier zu leben. Wer hier hineingeboren wird, hat leider ganz schlechte Karten im Leben. Von hier aus geht naturgemäß eine hohe Kriminalitätsrate aus und man darf sich nach Einbruch der Dunkelheit nicht außerhalt der gesicherten Bereiche bewegen. Auch tagsüber ist es in manchen Stadtvierteln ratsam, die Fenster und Türen der Autos zu verriegeln. Traurige Tatsache und krasser Gegenpol zur heilen Welt im Golfresort. Aber zum Glück geht es dem Großteil der Bevölkerung bereits recht gut und man sieht überall gut gekleidete, gut genährte, gut ausgebildete, gut aussehende Menschen mit dunkler Hautfarbe und nicht nur die blassen Nachkommen der Buren. Ich hoffe, das war jetzt politisch korrekt! Denn nichts liegt mir ferner, als Rassismus jedweder Art!

Hier werden wir uns ein paar Tage erholen, Freunde treffen, neue Freundschaften schließen und dann wieder von hier aus auf Safari gehen.

Ausflüge rund um Durban

Wir feiern unseren Hochzeitstag und auch unsere Freunde haben mit nur einer Woche Unterschied Hochzeitstag. Das verlangt förmlich nach einem Ausflug nach Umhlanga, um nach einem schönen Spaziergang bei BUTCHER BOY essen zu gehen.

Für das phantastische Essen für 4 Personen (Vorspeise, 4x Steaks samt Beilagen, 2x Dessert, 4x Aperitiv 1 Flasche Wein sowie alkoholfreie Getränke) haben wir umgerechnet € 60,– bezahlt. Das wäre in einer der Lodges auf der Rundreise unbezahlbar gewesen. Hier war eine tolle Stimmung, tolles Essen, feine Getränke quasi zum Diskontpreis zu bekommen. Das freut die Reisekassa!

Und nach dem guten Essen und lassen wir den schönen Abend daheim bei Jimmy und Geeta ausklingen und lassen uns auf dem Rücken im Pool treiben und genießen das „Kreuz des Südens“, das direkt über uns zu sehen ist. So ein klarer Himmel ist dank der Stromabschaltungen fast immer zu sehen, sofern die Nacht wolkenlos ist. Es ist sehr romantisch!

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So lässt sich’s leben.

Tolle Tage an der Südküste in Port Edward

PORT EDWARD haben wir noch mit unseren Freunden aus Durban besucht und uns alles zeigen lassen. Traumhaft ursprüngliche Natur genießen, die bis zum Haus reicht, Affen vor dem Fenster turnen sehen, vor Schlangen Angst haben, die auch quasi vor der Haustür wohnen, Ruhe genießen, Strandspaziergänge unternehmen und gut essen und trinken. Das bestimmt unsere nächsten Tage. Nicht schlecht, nicht wahr?

Wir wohnen diesmal bei einem Freund, der sein Appartement vermietet. Das Resort ist wieder „gathered“, aber nur vorne, denn hinten reicht der Dschungel mit seinen Mambas bis zur Haustür und von dieser Seite ist kein Einbrecher zu befürchten.

Hier gibt es wundervolle Strände für lange Strandspaziergänge. Es gibt zahllose alte Villen, sehr hübsche Hotels mit viel Grünflächen und einige Bars und unkomplizierte Restaurants. Ein bunter, auch alkoholfreier, Drink ist fast überall zu bekommen. Es ist März/April Herbst in Südafrika, schon recht warm, aber noch nicht brütend heiß. Mit Alkohol passen wir trotzdem auf, denn der steigt schnell zu Kopf.

Ich brauche aus medizinischen Gründen aber trotzdem ab und zu Alkohol. Mein Blutdruck sinkt bei hohen Temperaturen und dann bin ich total schlapp. Ein Irish-Coffee hilft in diesem Fall enorm. Erste-Hilfe sozusagen ;-))

Abschluss an der Nordküste in Ballito

Nach drei wundervollen Wochen mit unseren Freunden in Durban konnten wir noch ein paar Tage an der Nordküste nutzen, um eine andere, sehr liebe Freundin, zu besuchen. Wir haben uns in BALLITO, einem kleinen Küstenort, im VETHO HOUSE https://www.safarinow.com/go/vetho-house/ eingemietet. Sehr kostenfreundlich mit direktem Blick auf das Meer an der „Delphin-Küste“. Das Meer war immer in Bewegung, herrliche Brandung mit den beruhigenden Geräuschen. Zum Baden gibt es immer wieder einen sogenannten „Grannys Pool“, also einen abgegrenzten, geschützen Bereich im Meer ohne hohe Wellen.

Wir besuchen die umliegenden Orte, wie SALT ROCK mit seinem historischen Hotel. Very British, sehr kolonial, sehr sehenswert.

Zum Abschluss durften wir noch einen typischen südafrikanischen BRAII erleben. Das ist ein BBQ mit unfassbar riesigen Steaks, die so gut aussehen und riechen, dass bestimmt auch Vegetarier oder Veganer nicht widerstehen könnten. Wir konnten sowieso nicht widerstehen!

Tja, und nun fliegen wir wieder nach Hause und lassen ein Stück unserer Herzen in Afrika. Hoffentlich kommen wir eines Tages wieder.