Besuch und Überflug der Victoria Fälle

An zeitiges Aufstehen dürfen wir uns ab heute gewöhnen. Heute starten wir relativ spät um 7 Uhr mit dem Frühstück in der Ilala Lodge und brechen zu den Fällen auf. Der #Sambesi ist voll, wie schon lange nicht. Rundherum ist alles voller Gischt und wir genießen herrliche Regenbogen! Der Regenponcho nützt wenig, wir sind rasch nass bis auf die Haut. Vor lauter Gischt sehe ich zuerst die #Vic Falls gar nicht, bis ich dann eine gute Perspektive finde. Nicht umsonst nennen die Einheimischen den Wasserfall „donnender Rauch“. Er ist der breiteste durchgehende Wasserfall der Erde und es schießen bis zu 10.000 m3/s Wasser in die Tiefe.

Atemberaubend zeigen sich der Sambesi und die Vic Falls von den verschiedenen Aussichtspunkten! Besonders schön wird aber der Blick vom Helikopter aus aus der Vogelperspektive!

Nach diesem tollen Tag fahren wir nach Botswana ca. 100 Kilometer in 2 Stunden zum Chobe zu unserer nächsten Lodge. Das Abenteuer schreitet voran.

Kalahari und neue beste Freunde

Einst befand sich ein vom Okavango gespeister Binnensee dort, wo sich jetzt die MAKGADIKGADI-SALZPFANNEN befinden. Mit über 12.000 km2 gehören sie zu den größten Salzpfannen der Erde. Wir sind natürlich schon um 5 Uhr früh aufgestanden und nach langer, staubiger Fahrt im Safari-Jeep auf rumpeligen Pisten dort angekommen, um die KALAHARI zu erleben. Heiß war es, aber auch beeindruckend und auf der Fahrt gab es viele schöne Momente und natürlich auch Strauße zu bewundern.

Das absolute Highlight des Tages war für mich jedoch der Besuch der Grundschule! Die Kinder sind allesamt kleine Herzensbrecher. Sie haben es offensichtlich sehr genossen, im Mittelpunkt unserer Aufmerksamkeit zu stehen und wollten gerne fotografiert und gefilmt werden. Wir hatten unendlich viel Spaß zusammen und es wird mir immer unvergesslich bleiben. Ein Stück meines Herzens wird für immer in dieser Schule im Dorf Gweta sein. Natürlich habe ich die Kids gefilmt und WaWa MUSS diese Sequenz im Vortrag einbauen, sonst hängt der Hausfrieden schief!

Über das Schulsystem und die medizinische Versorgung werde ich am Ende des Blogs über diese Reise einen gesonderten Beitrag erstellen. Das ist alles sehr interessant. Aber heute möchte ich die Konzentration auf den süßen Kindern von Botswana lassen.

Traumhaft schönes Okavango Delta

Für dieses Highlight hat es sich tatsächlich gelohnt, wieder um 5 Uhr früh aufzustehen. Um 6 Uhr fahren wir bei Dunkelheit und heftigem Gewitter ab. Die Piste (Straße gibt es nicht) ist rutschig, aber unser Fahrer fährt souverän.

Wir sehen am Weg nach Xakanaxa Elefanten, Giraffen, Zebras, Impalas, Vögel, also alles, was das Herz begehrt und das Auge freut. Das MOREMI WILDRESERVAT bietet tatsächlich einen unglaublichen Artenreichtum, den wir im offenen Safari-Jeep bewundern, bevor wir in ein bloß 100-PS-Boot steigen und zwei Stunden lang durch das weitverzweigte Wasserstraßen-Labyrinth tuckern.

Nach der Bootsfahrt im gleißenden Sonnenlicht bei großer Hitze und ohne Schatten (mein Gott, was war ich doch wieder einmal tapfer ;-)) fahren wir endlich zu einem kleinen Flughafen und besteigen ein Kleinflugzeug für das heutige Tages-Highlight: 30 Minuten Flug über das OKAVANGO DELTA nach Maun! Wir sind sehr aufgeregt!

Im Flugzeug ist es extrem eng und mein Sitznachbar Frank aus Münster/D witzelt die ganze Zeit launig darüber, dass wir beide „Körperflüssigkeiten austauschen“, während unsere Partner gemütliche Einzelplätze einnehmen. Also, das Kleinflugzeug ist tatsächlich nicht optimal eingerichtet für diesen Überflug, aber lustig war es dennoch!

Am Abend können wir in unserer wunderbaren GOMOTI RIVER LODGE wieder gut Essen, den Tag Revue passieren lassen und neue Kraft schöpfen. Von allen wunderbaren Unterkünften auf dieser Reise wird diese Lodge mein Lieblingsplatz sein.

Bei den San

Gleich vorweg: diese SAN leben nicht mehr im Busch, sondern sind in der für sie glücklichen Lage, in einigen der Hotels als KöchInnen, im Servicebereich oder anderen Jobs, beschäftigt zu sein.

Sie leben aber natürlich dennoch ihre Kultur, zeigen uns gerne, wie man (sehr wichtig!) aus Pflanzenfasern durch mehrfaches Verknoten ein umweltfreundliches Toilett“papier“ herstellt. Wir lernen Heilpflanzen und Nahrungsmittel in der Natur kennen und es ist sehr spannend. Zum Schluss werden uns noch einige Tänze vorgeführt und wir dürfen uns zu Idioten machen und ungelenk und , leider völlig aus dem Takt, mittanzen. Europäer halt. Ich habe natürlich den Vorteil, vor vielen Jahren unter anderem auch einen Kurs in Afro-Tanz besucht zu haben!!

Weil auch DAS sein MUSS, werden wir zu allem Überfluss von den SAN auch noch bekocht. Bei allem Respekt vor fremden Kulturen und Vertrauen in die Sauberkeit der Gastgeberin: mir ist ein wenig mulmig zumute. Mein Süßer, beherzt wie immer, stürzt sich auf alle Angebote und zwar bis zu den Raupen, Würmern etc.

Hier sehen wir auch das, was SAN und Reiseleitung uns eigentlich nicht zeigen wollen. Ich schleiche mich nämlich kurz hinter die Küche und werfe einen Blick in die Hütten. Das nimmt dann sofort ganz viel von der romantischen Folklore, denn die Wohnsituation ist erbärmlich. Wir werden allerdings später, in Südafrika, die schlimmen Slums der ZULU sehen und dagegen ist das hier das Paradies.

Die Fotos der Hüttenausstattung werde ich aus Respekt nicht herzeigen, weil ich da schließlich einen Blick erhascht habe, der von den Gastgebern nicht gewollt war. Dafür ein paar Straßenszenen:

Wir wohnen jedenfalls (ich sehr nachdenklich) im bestens ausgestatteten SYMPHONIA GUESTHOUSE mit Pool und Bar und allem erdenklichen Luxus, der den Reisenden hier geboten wird. Ich bin froh, dass einige der SAN hier Arbeit und Brot finden!

Entspannte Fuß-Safaris, Massagen, Relaxen, bevor es weiter geht

Nach wieder einmal etwas mühsamen Grenzformalitäten zwischen BOTSWANA und NAMIBIA samt Seuchenteppich für Auto und je zwei Paar Schuhe geht es nun zu unserer letzten Station der Rundreise mit CHAMÄLEON REISEN.

Zum Ende der Rundreise sind zwei Nächte in der traumhaft schönen ONJALA LODGE vorgesehen und mein lieber Mann und ich hatten die gleiche Idee. Wir buchten die Panorama Suite. Es hat sich tatsächlich gelohnt, den kleinen Aufschlag zu bezahlen! Ein weiter Blick in den 1.700 Hektar großen Naturpark nordöstlich von Windhoek von der Veranda aus und schon zieht es uns immer wieder zu kleinen Safaris zu Fuß in die Natur.

Ein heftiger Regenguss vergeht so schnell, wie er gekommen ist und die klare Fernsicht ist wieder gegeben.

Wir sehen Paviana auf Felsen Ausschau halten und auch sehr viele der anderen Tiere (Kudus, Strausse, Echsen, Vögel, Zebras, Giraffen etc.) Afrikas. Wir frühstücken sehr beeindruckt während der frühen Morgensafari und lassen uns zwischendurch mit Massagen und Wohlfühlbehandlungen verwöhnen. Die Rundreise war interessant, aber auch fordernd und deshalb lassen wir es uns jetzt mal so richtig gut gehen!

Erholt geht es nun weiter nach SÜDAFRIKA, wo wir die nächsten drei Wochen mit lieben Freunden verbringen und weitere, schöne Ausflüge und Safaris unternehmen werden.