Nicht nur Tulpen in Amsterdam

Nach einem relativ kurzen Flug von Bonaire (08:40 Stunden) sind wir müde, aber trotzdem tatendurstig in AMSTERDAM Schipol gelandet. Mit dem Zug kommen wir rasch, unkompliziert und kostengünstig um € 11,– für 2 Personen zum Bahnhof Central. Von hier noch ca. 600 Meter Fußweg und schon konnten wir im Hotel einchecken. Da die Hotelpreise in Amsterdam ziemlich deftig sind, haben wir uns für ein kleines 3* Hotel (Hotel Prins Hendrik) entschieden, das wir für zwei Nächte inkl. Frühstück für € 464,– über www.booking.com gefunden haben.

Ohne ein Programm geplant zu haben, einfach nur um uns die Füße zu vertreten und uns durch die Stadt treiben zu lassen, haben wir einen wunderbaren Tag erlebt.

Gesehen haben wir in erster Linie die sogenannten COFFEE SHOPS ( https://www.mr-amsterdam.de/infos-coffeeshop-amsterdam.htm), derer es mehr als 160 in Amsterdam gibt. Canabis ist hier legal, es wird sowohl CBD als auch THC-hältiges verkauft. Ich habe mir nur einen harmlosen CBD-Tee gekauft, der mit beim Einschlafen mit Jetlag helfen soll. Ich bin da eher feig und konservativ. Der Besuch im Coffee Shop hat auch ohne THC viel Spaß gemacht!

Was wir noch in großer Dichte gesehen haben, waren diverse Sex Shops. Davon gibt es keine Bilder, denn in den Schaufenstern waren Sachen ausgestellt, die zum Fürchten (oder möglicherweise für Außerirdische in Größe von Dinosauriern, Elefanten etc.) waren.

Eindeutig wohler gefühlt haben wir uns in den zahlreichen Käseläden (z.B. HENRI WILLIG), durch die wir uns gewissenhaft durchgekostet haben. Gekostet und reichlich eingekauft, wie ich gestehen muss ;-))

Zum Schluss sind wir noch über eine Gedenkstätte für Alexej Nawalni gestolpert und beinahe in eine politische Kundgebung geraten, der wir gerade noch ausweichen konnten.

Morgen machen wir einen Ausflug nach KEUKENHOF und lassen uns von der Farbenpracht der Tulpenblüten verzaubern; so viel sei heute schon verraten. Gute Nacht!

Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat 2

Zwei Tauchgänge hatten wir noch. Einen am „One Ocean Wall“ und den zweiten wieder bei Capt’n Don’s „Machica“, weil es so schön war.

Neben den üblichen schönen Fischen war am „One Ocean Wall“ ein ziemlich großer Barrakuda sowie ein ca. 70 cm großer Papageienfisch das Highlight für uns. Vom Papageienfisch sind die Fotos leider nichts geworden. Egal, hauptsache wir haben ihn gesehen und ihm geht es weiterhin gut! Ich persönlich erfreue mich ja besonders an den kleinen, flinken, bunten Fischen. Ebenfalls eine meiner großen Lieben sind die vielen unterschiedlichen Schwämme, Gorgonien, Korallen und eine spektakuläre Rifflandschaft per sé – und das alles finde ich hier reichlich!

Am Tauchspot „Machica“ hatte Walter beim letzten Mal das Wrack (ein großes Wort für ein kleines Fischerboot) nicht fotografiert. Tja, wenn man nicht alles selber macht!! Mein Süßer war wieder hinter einer Haargarnele her, die er viel spannender fand.

Es gäbe noch soooo viel zu erzählen, wie z.B. wie wichtig Schwämme und Korallen für das Weltklima sind. Ich bin ja keine Biologin oder sonstige Wissenschafterin, aber dass z.B. Schwämme zur ökologischen Funktionsfähigkeit der Weltmeere beitragen, das weiß ich schon. Man liest sich schließlich bei interessanten Themen ein wenig Basiswissen an. Es wird rund 1/3 des ausgestoßenen CO2 (ein ganz böses Treibhausgas!)vom Meer aufgenommen . Näheres siehe z.B. unter: cordis.europa.eu

Eine Zusammenfassung und Erkenntnisse und Infos zu dieser Reise folgen demnächst. Jetzt muss ich mich erst vom heutigen Strömungstauchgang ein wenig erholen. Blubb-blubb und Ciao ;-))

Aller guten Dinge (UND Tauchteams) sind 3

Wir sind heute den dritten Tag auf Bonaire, dem kleinen Inselparadies in der Karibik. Nur rund 20.000 BewohnerInnen hat diese Insel. Gut, dass hier zwar Kreuzfahrtschiffe anlegen, aber nicht so viele gleichzeitig, wie auf anderen Inseln!

Was wir heute gemacht haben, außer RELAXEN ? Natürlich TAUCHEN, und zwar wieder in der 3er-Familiengruppe. Heute stand ein Tauchspot vor dem Tauchresort „Capt’n Don’s Habitat“ am Programm und der Tauchspot hat uns nicht enttäuscht. Durch den Fotospot wäre ich sehr gerne durchgetaucht, aber ich habe mich nicht getraut. War wohl besser so.

Außer den üblichen, bunten Fischen (alle Arten von Butterflyfish, Hoghfish, Papageienfischen, Snapper, Muränen etc.) konnten wir 2 wunderschöne, große Tarpone und ein kleines Wrack bestaunen. Die Unterwasserlandschaft ist immer wieder erstaunlich.

Aufgeregt von den vielen schönen Eindrücken, habe ich zuerst gar nicht bemerkt, dass ich offenbar an einer Feuerkoralle angestreift bin. Mit Essig gewaschen und schon ist wieder alles fast gut.

Ohne Worte

Tauchen. Schnorcheln. Inselrundfahrt. Gut essen und trinken. Sonst noch was? Nein.

Zur Abwechslung auch ober Wasser erfreuen uns wilde Esel, grazile Flamingos und beeindruckende Salinen. Ich bin müde. Mehr über die Insel erzähle ich in den nächsten Tagen.

Ciao Curacao – Bon Bini Bonaire

Eine kleine, umgebaute Frachtmaschine brachte uns in nur 17 Minuten von Curacao nach Bonaire. Eigentlich waren für den Flug 30 Minuten veranschlagt, aber wir hatten wohl Rückenwind.

Der erste Eindruck von Bonaire ist positiv. Die Insel scheint sauberer zu sein, als Curacao. Der Mietwagen ist gepflegter und wir dürfen ihn sogar versperren! Das Allerbeste ist allerdings der erste Sprung ins Meer direkt vor unserer Ferienwohnung. Es wimmelt nur so von Papageienfischen und deshalb wird sofort ausführlich geschnorchelt.

Die Hauptstadt Kralendijk ist sehr malerisch und wir finden ein schönes Strandrestaurant am Meer und essen köstlich! Nach dem Essen wird noch auf der Straße getanzt. Besser kann ein Aufenthalt nicht beginnen.

Wenn der Vater mit dem Sohne…

… nach vielen Jahren wieder einmal taucht, dann muss es schon ein besonders schöner Tauchspot sein. Also, ich bin ja nicht unbedingt der größte Fan von Dieter Bohlen, ABER er war immerhin ganz sicher schon an vielen der schönsten Plätze der Welt und wenn er sich von Cas Abao begeistert zeigte, dann kann das schon was heißen. Wir haben das zum Anlass genommen, diesen Strand als Ausgangspunkt für einen Vater-Sohn-Tauchgang zu wählen. Mein Süßer wünscht sich seit wir vor 1 1/2 Jahren auf Fidschi waren, wieder einmal mit unserem Sohn zu tauchen. Heute war es endlich soweit und beide waren in völligem Einklang für eine Stunde unter Wasser in einem Zaubergarten verschwunden.

Wir waren danach noch länger auf diesem wunderschönen Strand. Weicher, weißer Sand, genügend Liegen ($ 3,– pro Liege) und kristallklares, türkisfarbenes Meer verströmen perfektes Karibik-Feeling. Ein paar Fotos dokumentieren dies.

Unkomplizierte Parkmöglichkeiten und eine passable Gastronomie runden das Bild ab und ich bin wieder einmal rundum glücklich und zufrieden. Nennt mich ruhig romantisch.

Meine liebe Freundin T. hat mich heute allerdings darauf hingewiesen, dass ich nicht immer nur Positives beschreiben soll. Man soll ja schließlich ein objektives Bild bekommen.

Deshalb habe ich mich heute wirklich, wirklich kritisch umgesehen und möchte – jammernd auf hohem Niveau – anmerken:

1.) Ja, es ist am Straßenrand oft nicht sauber, denn es hängen Papier- oder Plastikfetzen in den Sträuchern und im Straßengraben. Mich schreckt das jetzt trotzdem nicht soooo extrem, weil ich das leider von der Vorarlberger Allee in Wien 23, der Zufahrt zum Großgrünmarkt, auch so kenne. Aber ja, es ist nicht schön.

2.) Es fuhren 2x Boote/Yachten in die Bucht und ankerten zwischen den Badenden. Das finde ich persönlich äusterst unangenehm und es ist wahrscheinlich auch gefährlich. Ob die Skipper das machten, weil sie unbedingt am Strand ankern wollten, oder weil sie um das Riff zu schonen, im Sand ankerten, weiß ich nicht.

3.) Die „Locals“ sind aufgrund ihres ungestümen Temperaments oftmals laut und sie achten wenig auf die Menschen rundherum. Heute hat ein Vater im Meer seine etwas übergewichtige Teenager-Tochter direkt in meinen Rücken katapultiert. Ein finsterer Blick und ein entrüstetes „Loco“ meinerseits haben ihn sofort bestraft ;-))

4.) Sunny, der ARA, der vor meinem Bungalow lebt, hat mich gebissen, weil ich ´meinen Obstsalat nicht mit ihm teilen wollte. Das war wirklich fies und tut auch ordentlich weh. Sunny ist ein böser Vogel. Irgendwie habe ich mit Tieren öfter mal Pech. In Plau am See (Mecklenburger Seeplatte, Deutschland) hat mich ein liebestolles Lama auch schon mal heftig bedrängt und ich konnte das Schlimmste (du weißt sicher, was gemeint ist!) gerade noch durch einen beherzten Sprung über einen Zaun verhindern.

Und nun hoffe ich auf einen angenehmen und positiven Abend in Willemstad. Ciao. Ciao.

Same procedere as every day

Es hat sich eine schöne Routine eingespielt. Wir sind völlig im karibischen Lebensgefühl eingetaucht. Caribbean Vibes und sonst gar nichts.

Alle Strände sind wunderschön, an einem haben wir schon 3x Schildkröten aus nächster Nähe erleben dürfen. Auch heute sind wir wieder mit einem recht großen Paar Schildkröten geschwommen. Ich hatte sogar den Eindruck, dass sie auf uns gewartet haben, bis wir sie eingeholt hatten. Gerne lassen wir den Tieren Platz, kommen ihnen nicht zu nahe. Ein gewisser Respektabstand sollte gewahrt bleiben.

Am Strand musste ich ein wenig auf den Umweltschutz pochen. Zuerst habe ich Kinderschuhe aus dem Meer gefischt und an Land gebracht. Später musste (?) ich einen jungen Insulaner auffordern, seinen Müll nicht im Sand zu verstecken, sondern brav zu entsorgen. Offenbar habe ich meinen „Mama-Blick“ gut eingesetzt, denn er hat tatsächlich seine Getränkedose zum Mülleimer getragen. Ein kleiner Erfolg! Das nächste Mal wird er wohl vorsichtig schauen, ob er von einer älteren Europäerin beobachtet wird ;-))

Ein Missgeschick muss ich auch vermelden. Leider habe ich mich auf meine Brille gesetzt und kaputt gemacht. Wenn jetzt gehäuft Tippfehler auftreten, bitte ich um Nachsicht, denn ich sehe jetzt nicht wirklich gut ;-((

Arielle und Neptun erkunden das Meer

Mein Schatz ist ein begnadeter Taucher und das war vor 46 Jahren mit ein Grund, dass wir beide zueinander gefunden haben. Ich war damals nämlich eines der wenigen junges Mädchen, das sich in einen Tauchanzug gezwängt hat. Heute haben wir wieder einen schönen, gemeinsamen Ausflug ins Unterwasserreich unternommen.

Auf Curacao ist Tauchen sehr entspannt. Man registriert sich mit seinem Brevet und Logbuch in der Tauchbasis und ab dann nimmt man sich, was man braucht: Pressluftflasche, Atemregler, Tarierwest … und trägt das in eine Liste ein. Abgerechnet wird am Ende des Urlaubs.

Zu sehen gab es am Tauchplatz Boca Sami eine Vielzahl an bunten Fischen, keine Großfische, da wir nur bis 18 Meter abgetaucht sind. Mehr war nicht notwendig, denn es gab viel zu sehen und waren sehr sehr gemütliche 50 Minuten. Ist man erst einmal unter Wasser, ist es wunderschön. Die Schlepperei davor ist, sorry, „Kacke“ und ich hasse es. Aber mein lieber Walter ist ein Kavalier alter Schule und trägt alles für mich.

Am Nachmittag gab es zum Ausgleich einen Schnorchelausflug zum Daaibooi Beach und da war nach einer Minute mitten im Fischschwarm eine wunderschöne Schildkröte. Ich habe mindesten 50 Fotos gemacht und habe erst am Strand erfahren, dass ich die Kamera hätte einschalten müssen. Mein Mann, ein schweigsamer Geheimniskrämer, hat nichts davon erwähnt und war bass erstaunt, dass ich das nicht wußte. Er ging also selbst ins Wasser und hat die Fotos nachgeholt. Eine Person muss leider immer auf die Wertsachen aufpassen und an Land sein, außer beim Tauchen, denn da nehmen wir außer der Tauchausrüstung nichts mit.

Und täglich grüßt das Erdmännchen

5 Uhr früh war wieder Tagwache, aber es hat sich gelohnt, wie die folgenden Fotos beweisen.

Aus diversen Natur-Dokus, UNIVERSUM Sendungen im ORF kannten wir Erdmännchen natürlich. Aber im wirklichen Leben sind die kleinen Kerle (und Kerlinnen, so viel gegendert muss heutzutage schließlich werden) einfach zuckersüß und hinreißend. Wir haben uns sofort in die ERDMÄNNCHEN verliebt und die Erdmännchen haben sofort WaWa als höchsten Aussichtspunkt für das „Security-Erdmännchen“ ernannt.

Die Natur ist überwältigend und die Gespräche mit unserer kompetenten Rancherin Gemmi sind es auch. Sie erzählt, dass sie, aus ärmlichen Verhältnissen stammend, bereits als Kind um 3 Uhr früh aufstehen und Frühstück kochen musste, sich mit den anderen Kindern barfuß (!!) auf den 5 km langen Schulweg machen musste. Im Gegensatz zu heute gab es damals noch keine kostenlosen Schuluniformen und Schulessen vom Staat. Trotz bester Zeugnisnoten (AAA) durfte sie nicht auf die Universität, sondern ihr Bruder. Mädchen haben zum Lebensunterhalt beizutragen bis zur Heirat. Gerne wäre Gemma Zahnärztin geworden, aber statt dessen ist sie nun (eine großartige!!! ) Rangerin. Ob mein Versuch sie zu trösten gelang? Ich sagte ihr, dass sie als Zahnärztin wohl meistens weinerliche Gesichter sehen würde und als Rangerin nur glücklich lachende und dankbare Gäste. Das Trinkgeld wurde großzügig bemessen, denn sie hatte es sich unbedingt verdient.

Wir sehen natürlich nicht nur die putzigen Erdmännchen, sondern viele andere Tiere bescheren uns ebenfalls besonders schöne Momente!

Wir sind nun endgültig und ganz tief in das Safari-Feeling eingetaucht und können gar nicht genug staunend und dankbar die Natur genießen! In Botswana leben 120.000 Elefanten. Ich glaube, wir haben jeden davon gesehen UND fotografiert.

Bei den San

Gleich vorweg: diese SAN leben nicht mehr im Busch, sondern sind in der für sie glücklichen Lage, in einigen der Hotels als KöchInnen, im Servicebereich oder anderen Jobs, beschäftigt zu sein.

Sie leben aber natürlich dennoch ihre Kultur, zeigen uns gerne, wie man (sehr wichtig!) aus Pflanzenfasern durch mehrfaches Verknoten ein umweltfreundliches Toilett“papier“ herstellt. Wir lernen Heilpflanzen und Nahrungsmittel in der Natur kennen und es ist sehr spannend. Zum Schluss werden uns noch einige Tänze vorgeführt und wir dürfen uns zu Idioten machen und ungelenk und , leider völlig aus dem Takt, mittanzen. Europäer halt. Ich habe natürlich den Vorteil, vor vielen Jahren unter anderem auch einen Kurs in Afro-Tanz besucht zu haben!!

Weil auch DAS sein MUSS, werden wir zu allem Überfluss von den SAN auch noch bekocht. Bei allem Respekt vor fremden Kulturen und Vertrauen in die Sauberkeit der Gastgeberin: mir ist ein wenig mulmig zumute. Mein Süßer, beherzt wie immer, stürzt sich auf alle Angebote und zwar bis zu den Raupen, Würmern etc.

Hier sehen wir auch das, was SAN und Reiseleitung uns eigentlich nicht zeigen wollen. Ich schleiche mich nämlich kurz hinter die Küche und werfe einen Blick in die Hütten. Das nimmt dann sofort ganz viel von der romantischen Folklore, denn die Wohnsituation ist erbärmlich. Wir werden allerdings später, in Südafrika, die schlimmen Slums der ZULU sehen und dagegen ist das hier das Paradies.

Die Fotos der Hüttenausstattung werde ich aus Respekt nicht herzeigen, weil ich da schließlich einen Blick erhascht habe, der von den Gastgebern nicht gewollt war. Dafür ein paar Straßenszenen:

Wir wohnen jedenfalls (ich sehr nachdenklich) im bestens ausgestatteten SYMPHONIA GUESTHOUSE mit Pool und Bar und allem erdenklichen Luxus, der den Reisenden hier geboten wird. Ich bin froh, dass einige der SAN hier Arbeit und Brot finden!