Nächste öffentliche Reiseshow: 5.10.2026, 16:00 Uhr ***** Japan: Land der aufgehenden Sonne ***** im Theater in der Seniorenresidenz am Kurpark Oberlaa, Fontanastraße 10, 1100 Wien
Heute hieß es zeitig aufstehen und dann mit dem Auto durch herrliches Grün und Weizenfeldgelb zur Fähre nach SCRABSTER, die uns in eineinhalb Stunden nach STROMNESSbrachte. Ich habe mich mit Tabletten gegen Seekrankheit und einer kleinen Flasche Smirnoff Wodka gewappnet und tatsächlich geschafft, mich nicht übergeben zu müssen. Die See war doch ziemlich rauh, leider!
Die Inseln haben uns sofort in ihren Bann gezogen. Sie sind wirklich schön und haben uns viel zu bieten. Unser Quartier für die kommenden zwei Nächte haben wir im wunderbarenB&B Bed & Whisky gefunden, wo wir von Chris und Stefan gleich mit Tipps und Hilfestellung bei Buchungen sehr gut aufgenommen wurden.
Zuerst haben wir uns die STONES OF STENNESS angesehen. Zum Glück waren keine anderen Besucher da. Morgen wird ein Kreuzfahrtschiff mit 4.000 Passagieren die Insel überrennen ;-( Heute hat uns alles fast alleine gehört. Diese Stones of Stennes hätten fast nicht überlebt, weil ein Bauer sich dadurch gestört fühlte und etliche Stelen einfach wegbrachte. Ein Sturm der Empörung im Dorf hat die restlichen vier von den ursprünglichen elf Säulen (ca. 3000 vor Christi) gerettet. War es doch eine wichtige Kultstätte!
Ein Stück weiter befindet sich ein weit größeres Zeugnis vergangener Kultur, THE RING OF BRODGAR. Das hier ist wirklich riesig und sehr mysteriös und muss einmal das Herz der hier ansässigen Gemeinschaft gewesen sein. So sehr auch geforscht wird, ganz wird man es wohl nie -oder noch lange nicht- ergründen.
Morgen wird der Tag sehr intensiv genutzt werden, aber das verrate ich erst morgen am Abend 😉
Ein wenig Wehmut habe ich heute beim Aufbruch von unserem Übernachtungsquartier schon verspürt. Es war das ein ungemein entzückender Pub in dem man zu Kochen verstand. Das Personal war außerdem absolut outstanding und die Lage ganz nahe am RIVER SPEY. Das Frühstück hat heute alle Stückerln gespielt, wie man in Wien sagen würde. Tolle Eierspeise und großzügig auf den Teller gehäufter Stremmellachs!
Weil ABERLOUR direkt am MALT WHISKY TRAILliegt, lag es nahe, dass wir wenigstens bei drei der Destillerien neugierig reingeschaut haben.
Die erste Destillerie war natürlich der „Platzhirsch“, ein familiengeführter Traditionsbetrieb. GLENFARCLAS. Die Flaschen und das Logo wie in alten Zeiten. Hier konzentriert man sich auf die Produktion und hält offenbar wenig von modernem Marketing.
Der zweite Betrieb war die nach der Stadt benannte Destillerie ABERLOUR. Hier wurde ich sehr kompetent beraten und habe auch zwei Kostproben genommen. Dieser Whisky war mir nicht mild genug.
Den absoluten Marketing/Vertriebs“hammer“ haben wir bei MACALLANerlebt! Wir traten durch die sich automatisch öffnende Empfangstore (das waren keine Türen, das war riesig!) ein und es kam unwillkürlich ein bewunderndes „Wow“ über unsere Lippen. Sofort stand ein perfekt geschulter Jüngling vor uns und erklärte uns seine Whiskywelt. Die folgenden Fotos sind selbsterklärend. Und natürlich habe ich auch hier wieder zwei Whiskys ausprobiert und ein wenig kennengelernt. Köstlich – mehr ist dazu nicht zu sagen. (Obwohl der DALWHINNIE WINTER’S GOLD bleibt mein Liebling)
Weil wir uns für Geschichte interessieren UND weil wir die Eltern eines Oberst des Generalstabsdienstes sind, mussten wir unbedingt CULLODEN BATTLEFIELDeinen Besuch abstatten. Dieses Schlachtfeld ist so klein, dass wir es in nur 30 Minuten umrunden konnten. Trotzdem haben hier die JAKOBITENihre letzte (und natürlich verlorenene) Schlacht gegen die Engländer geschlagen. Es müssen ca. 13.000 Krieger auf diesem kleinen Feld gewesen sein. Die Schotten hatten mit BONNIE PRINCE CHARLIE offensichtlich keinen guten Feldherrn. In weniger als einer Stunde verloren 1600 Krieger ihr Leben. 1500 davon waren Schotten. Es war das Ende des Clan Systems. Dass an diesem schönen Ort so viel Leid widerfahren ist, tut mir immer besonders weh. So viele verlorene Leben, so viele Leidtragende und Hinterbliebene…. heute grasen dort friedlich Rinder und traben Heerscharen an Touristen über die „Blutwiese“.
Einen ruhigen Abschluss fand dieser Tag bei einer Keltenstätte namens CLAVA CAIRN. Unter großen alten Bäumen konnte ich zwischen den einzelnen Resten der Bauwerke flanieren und wieder ein paar weitere Fotos für Walters Vortrag machen. Der Chef überflog das Areal mit seiner Drohne und danach konnten wir zu unserem Quartier für diese Nacht weiter fahren.
Wir haben auch heute wieder unglaublich beeindruckende Landschaften sehen dürfen und uns trotz des intensiven Programmes gut erholt. Morgen geht’s auf Orkney.
Heute gab es unser erstes richtiges „traditional scothish breakfast“ von dem ich mich allerdings nur über das pochierte Ei gewagt habe, weil alles andere zwar sehr gut und interessant aussah, aber eben auch sehr, sehr deftig. Ich vertrags halt einfach nicht.
Danach sind wir frohen Mutes zum CRATHES CASTLE & GARDEN & PARK gefahren, weil wir uns das Gebäude von außen anschauen wollten um uns und unseren Gelenken danach einen ausgiebigen Spaziergang zu gönnen. Das Castle ist momentan zur Hälfte eingerüstet, aber die Vorderseite sah recht nett aus. Der Garten wurde gerade kunstvoll im französischen Stil geschnitten, was mir total imponiert. Der Spaziergang durch den Park war erholsam, obwohl wir unsere Route mangels Beschilderung nicht finden konnten. 1000 Rosen, im Wald waren wir trotzdem 😉
Weiter ging es – heute wieder gemeinsam zufrieden schweigend – vorbei an Feldern, die an das „Majestätsgelb“ von Sterling Castle erinnert, an Wäldern und Wiesen auf denen entweder Rinder oder Schafe gleichmütig grasen. Das Getreide der Felder wird meiner Meinung nach wohl in beachtlichem Umfang für das Brennen von Whisky verwendet, statt für Brot. Denn ich habe hier schon wundervollen Whisky verkostet, aber leider habe ich noch kein gutes Brot zwischen die Zähne bekommen.
Aus Vorfreude auf BALMORAL CASTLE haben wir in BALLATER zuerst den HIGHLAND GAMES einen Besuch abgestattet und anschließend dem BALMORAL PUB. Im Pub war großartige Stimmung und es gab sehr solides, gutes, typisches Pub-Essen. Ein schöner Programmpunkt am heutigen Tag.
BALMORAL hofften wir besichtigen zu dürfen, zumindestens von der Ferne von außen. Leider weilt im August die Royal Family auf Balmoral und damit war dieses für den heutigen Tag geplante Highlight gestorben. Ich habe trotzig das Eingangstor fotografiert und ein bisschen die Gegend rundherum. Die Royals wissen genau, wo es besonders schön ist!
Um dem Flop ein gutes Ende zu geben, sind wir dann die letzte Meile zur ROYAL WHISKY DISTILLERY gefahren und ich habe im Shop noch zwei Whiskys verkostet. Aus medizinischen Gründen, weil ich doch das schottische Essen so furchtbar schlecht vertrage, habe ich mir für unterwegs eine Flasche von phantastischen „Dalwhinnie Winter’s Gold“ gegönnt. Der ist so weich, samtig, süße und brennt überhaupt nicht auf der Zunge. Meine Gesundheit ist gerettet! Oder doch nicht, denn den Dahlwhinnie Winter’s Gold MUSS man unbedingt eiskalt genießen. Ich muss mir also morgen einen anderen Whisky aus medizinischen Gründen besorgen 😉
Heute war ein schweigsamer Tag. Nach der überaus positiven Überraschung, dass meine Tasche in der Distillery gefunden wurde, sind wir sofort nach dem Frühstück die eine Autostunde zurück nach Glenturret gefahren. Dort habe ich aus Dankbarkeit noch einen anderen Whisky verkostet, den ich dann aber doch nicht kaufen wollte. Wir werden noch so viele Orte mit unglaublich gutem Whisky (und Gin) besuchen, dass ich nicht alles an einem Ort einkaufen kann.
Jedenfalls hat uns dieser unfreiwillige Ausflug die Gelegenheit verschafft, uns die tolle Umgebung noch einmal genauer anzusehen. Und weil es so viel Schönes gab, bedurfte es keiner Worte. Und so tuckerten wir gemütlich durch die Gegend und genossen, was wir sahen.
Außerdem war ich diesmal auf die Beschilderung auf der Autobahn und den Schnellstraßen vorbereitet und konnte „Pedestrians crossing“ fotografieren. Auch den Kreisverkehr mitten auf der A90 habe ich dokumentiert. Ohne Beweisfoto glaubt uns das daheim niemand 😉
Mein Schatz konnte wieder zu pittoresken Ruinen mit der Drohne fliegen, während ich selig meine Dehn- und Entspannungs- und Kräftigungsübungen praktizierte.
Am Ende des Tages haben wir uns Hotel erreicht, welches in einer herrlichen Parkanlage liegt. Ich bemühe mich immer um Vielfalt bei den Urlaubsbuchungen. Hotel, Motel, B&B, Cottage, Farm, Herrenhaus – alles soll vorkommen. Heute ist es ein feudales Herrenhaus mit ganz viel Charme und Patina. Leider wird im Festsaal derzeit eine große Hochzeit gefeiert und das könnte deshalb eine etwas unruhige Nacht werden. Schau ma mal.
Wegen des Trubels sind wir dann doch noch nach ABERDEENzum Abendessen gefahren. Parken in Schottland ist generell schwierig und teuer und in Aberdeen ist das natürlich auch so Deshalb mussten wir in erster Linie einen Parkplatz und dann erst ein Lokal finden. Hungrig haben wir eine Fehlentscheidung getroffen, die wir dann mit zwei Whisky Verkostungen reparieren mussten. Heute habe ich LAPHROAIG 10yund BALVENIE DOUBLE WOOD 12yprobiert. Mein heutiger Favorit ist der Laphroaig 10y
Zuerst aber sind wir tapfer 3000 Schritte stramm steil bergauf vom Hotel zum STIRLING CASTLEmarschiert. Die von einem übermotivierten Tourguide geleitete Führung haben wir bald abgebrochen, weil die so schrill und semilustig war. Da war uns der nüchterne Audioguide viel lieber. Über Humor läßt sich treffflich streiten. Jedenfalls hat uns die schwierige Geschichte Schottlands wieder tief berührt und uns MARIA STUART wieder ein Stück näher gebracht. Dazu sollte man sich unbedingt tiefer informieren, so mein Rat.
Seinen dritten Drohnenflug auf dieser Reise hat Walter zum Turm, der DAS Denkmal für WILLIAM WALLACE, auch als BRAVEHEARTbekannt, ist. Die Flugbedingungen gestalteten sich zwar schwierig, aber mein Lieblingsdrohnenpilot war doch erfolgreich. Ich habe in der Zwischenzeit wieder …. ??? …. was wohl? – richtig: meine diversen Gesundheitsübungen praktiziert. Gut genutzte Wartezeit!
Zufällig sah ich ein Schild auf der A90 mit dem Hinweis auf die ÄLTESTE DISTILLERY SCHOTTLANDS, DIE NOCH PRODUZIERT. Also nichts wie hin! THE GLENTURRETist wirklich ein Schmuckstück und produziert erstklassige Whiskys der Luxuskategorie. Ich habe gewissenhaft einige davon gekostet und auch sofort „meinen“ Whisky gefunden: „aged 14 years Peat Smoked“ zu 150 Pfund (ohnehin zu teuer für mich) und leider seit drei Monaten sold out. Wieso man den dann noch verkosten soll weiß ich nicht.
Ein paarBesonderheiten an diesem (traurige) Tag war der Umstand, dass es auf der A90 tatsächlich einen Kreisverkehr gab UND NOCH SCHLIMMER einen Fußgängerübergang! Wenn wir im urbanen Bereich unterwegs sind, ist es auch gewöhnungsbedürftig, dass es keine Fußgängerampeln gibt, sondern lediglich am Straßenrand ein Bord mit dem Knopf um eine Grünphase auszulösen. Irgendwann wechselt das Männchen von rot auf grün und das muss man erst bemerken.
Was für ein großartiger Tag! Perfektes, ganz und gar „unschottisches“ Wetter mit 20 Grad Celsius und sanfter Brise. Mein Süßer hat sich einige Überraschungen für mich auf dem nur rund 100 km langen Weg nach STIRLINGausgedacht. Da Stirling ein hinreißender Ort mit etlichen Sehenswürdigkeiten ist, hatten wir ursprünglich sonst nichts auf unserem Reiseplan.
Doch dann kam BLACKNESS CASTLE, eine wunderschön am Meer gelegene Burganlage und Walter zu seinem ersten Drohnenflug. Da werden seine Gäste bei den Vorträgen Auge machen! Ich habe in der Zwischenzeit meine diversen Gesundheitsübungen absolviert, damit ich diese drei herrlichen Urlaubswochen fit und elastisch verbringen kann.
BLACKNESSselbst ist reizend und überschaubar mit einer eigenen, alten Distillerie, die einen blended Whisky mit dem Namen von Queen Mary produzieren. Der Partnerort von Blackness ist übrigens St. Tropez ;-)) Ich habe den Whisky pflichtbewußt verkostet und für ganz gut, aber doch ein wenig scharf empfunden. Köstlich hingegen war der Hummer den wir uns ehrlich teilten !
Die nächste Burg wäre in LINLITHGOWzu besichtigen gewesen, was wir aber aufgrund der Überzahl an noch zu besichtigenden Burgen ausgelassen haben. Der vordere Burghof war außerdem von parkenden Autos verschandelt und das hat uns gar nicht gefallen. Immerhin wurde in Linlithgow die schottische Königin Mary geboren, die bereits im Alter von 6 Tagen (!) zur Königin wurde. Mit 19 war die Gute dann Witwe und mußte für Nachwuchs sorgen, indem sie ihre Cousin heiratete. Hier blickt sie wehmütig auf ihr Castle.
Weil’s so schön war und wir übermütig, sind wir durch romantische, verschlungene schmale „Straßen“ weiter zum CAIRNPAPPLE HILL. Mein Gott, war das ein endloser, herrlicher weiter Blick bis über das FORTH VALLEY! Während Walter ehrfürchtig im Untergrund eine antike Begräbnisstelle unterhalb eines von einem Steinkreis umgebenen Hügel besuchte, fand ich Erholung und selige Ruhe auf einem Bankerl bis er seinen Ausflug und seinen zweiten Drohnenflug des Tages absolviert hatte. Das nennt man Arbeitsteilung auf Reisen ;-))
So viel mit schönen Erlebnissen und Eindrücken „vertrödelte“ Zeit hat uns natürlich den Besuch von STIRLING CASTLEgekostet. Egal, diese Besichtigung werden wir morgen nachholen, zumal hier ja viele schottische Könige gekrönt wurden und dieses Castle von historischer Bedeutung ist.
Heute haben wir jedenfalls noch ROBERT THE BRUCE einen Besuch abgestattet, oder vielmehr seiner Statue. Über diesen Mann gibt es viel nachzulesen und das empfehle ich ausdrücklich! Hier würde es den Rahmen sprengen, wenn ich alle Infos geben würde.
Einen großartigen Blick von hier oben auf das WALLACE MONUMENT, gewidmet dem spätestens seit dem Film bekannten BRAVEHEART, haben wir zum Abschluss auch noch mitgenommen.
Und schon war wieder ein ereignisreicher Tag wie im Flug vergangen. Das Hotel ist Spitze und im dazugehörigen Restaurant wird sensationell gut gekocht. Nach dem köstlichen Hummer und einer Kaffeepause bei den riesigen Pferdeskulpturen THE KELPIESim HELIX PARK hatten wir nur einen kleinen Hunger und waren mit einer geteilten Portion gut satt.
Morgen wartet STIRLING CASTLEauf uns und vielleicht gibt es auch morgen wieder Unvorhergesehenes, wer weiß…
Ja es ist wieder einmal soweit. Eine mehrtägige Radreise pro Jahr ist für uns ein absolutes „Muss“ und einer der Höhepunkte in unserem Reisejahr. Also haben wir wieder unsere minimalistische Radreiseausstattung in unsere bewährten Radtaschen gepackt. Unsere Reise führt uns von Hamburg nach Sylt.
Wie man auf diesem Foto sieht, ist wirklich nur das Allernötigste mitgenommen worden. Ich kann am Ende gerne eine Packliste und die Reiseroute angeben.
Da die Anreise nach Hamburg mit dem Zug ein sehr mühsames Unterfangen ist, haben wir uns zur auf zwei Reisetage aufgeteilten Anreise mit dem Auto entschlossen. Über die Anreise gibt es nicht viel zu sagen außer, dass es zwei Tage lang unaufhörlich geregnet hat. Wir blieben optimistisch.
Unser Optimismus wurde belohnt, hurra! In Hamburg gibt es feines Wetter und wir genießen den frühen Abend bei den Landungsbrücken und essen zur Einstimmung auf die Nordsee unsere ersten Fischbrötchen. Die ELBPHILAMONIE erfreut jedes Mal unser Auge. Dass es das Musical „KÖNIG DER LÖWEN“ immer noch spielt ist eine Überraschung. Daneben wird nun auch „MICHAEL JACKSON“
Wir setzen uns in Hamburg bei Schönwetter auf unsere e-Bikes und es beginnt in der gleichen Sekunde zu regnen. Nein, eigentlich regnet es nicht, sondern es ergeht ein sintflutartiges Unwetter, von Sturm begleitet, über uns arme Radfahrer. Die entzückenden Aussichten auf den Elbestrand und Elbchaussee, die hübschen Villen von Blankenese sehen wir nur durch einen Wasserschleier. Jetzt heißt es durchbeissen, durchhalten, nicht aufgeben und vor allem nicht gleich eine Pause in einem der einladenden Strandlokale machen. Nur wer radelt, wird sein Ziel erreichen.
Nach ca. einer Stunde im Regen reißt plötzlich der Regen ab und es wird etwas freundlicher. Gerade rechtzeitig, denn wir haben einen Kindersegelkurs der Klasse „Optimist“ zu beobachten. Da sind einige Talente unterwegs.
Zu früh gefreut. Wir steigen auf die e-Bikes und der Regen setzt promt wieder ein. Diesmal ist der Regen gekommen um zu bleiben. Es war die absolute Härte unter diesen Bedingungen zu radeln. Wir stemmen uns gegen Starkwind mit heftigen Böen von der Seite. Wir fahren auf schlammigen Feldwegen die mit den „Hinterlassenschaften“ der stoisch lagernden Schafe vermischt sind. Bei Seitenwind ein rutschiges Gewackel.
Die Schafe weichen nicht aus und wir müssen zwischen den Lämmern Slalom fahren. Aber auch das kriegen wir hin. Nach 55,7 km haben wir es geschafft und wir selbst sind auch geschafft. Wie gut, dass wir ein gemütliches und komfortables Hotelzimmer gebucht haben. Jetzt ab unter die heiße Dusche, rein ins Hotelrestaurant und dann ab ins Bett. Morgen müssen wir wieder fit und belastbar sein.
Petrus hat Mitleid mit uns armen Radfahrern und stoppt heute den Regen ein wenig. Schlau wie wir sind, warten wir bis 11:30 mit der Abreise bis der morgentliche Regen weniger wird. Und tatsächlich schaffen wir es heute trocken zu unserem Tagesziel nach GLÜCKSTADT. Ohne Regen, aber wieder mit heftigen Windboen im Sturm. Wir sind aber trotzdem sehr glücklich, denn ohne Regen fühlt sich das Radeln doch deutlich mehr nach Freude und Vernügen an.
Es geht auch heute durch zauberhafte Dörfer mit hübschen Häusern und gepflegten Gärten.
Die Fischbude kommt uns wie gerufen. Walter hat hier vor rund 20 Jahren schon einmal Rast gemacht und dieses Erlebnis gehört aufgefrischt! Mit seinem Backfischbrötchen ist mein Süßer total glücklich! Ich bin noch vom Frühstück satt und bedaure das im Moment sehr. Hier sind die Fische frischer, die Portionen größer und die Preise kleiner!
Immer wieder haben wir nette Begegnungen. Eine junge Mutter steht an einem der Absperrtore am Watt mit ihrer ca. 3jährigen Tochter und das Kind freut sich, uns die schwere Türe (gemeinsam mit Mama) aufhalten zu dürfen ;-)) Dafür gibt es von mir ein Zuckerl als Belohnung.
Die Felder bieten einen weiten Blick und die Ähren und Büsche und Bäume werden vom Sturm gepeitscht. Das heißt aber auch, dass wir auch heute die Aussichten nicht so richtig genießen können, weil wir uns auf das Radfahren konzentrieren müssen. Oft haben wir gerade mal 40 cm Wegbreite und bei seitlichen Böen muss man sich schon sehr konzentrieren um die Spur zu halten.
GLÜCKSTADT feiert heute die „Matjeswoche“ und wir haben da wirklich großes Glück hier mitfeiern zu können. Mitessen zu können ist natürlich auch ein großes Privileg und wir nutzen das auch gerne und gut.
Heute sind bloß 30 km an Radstrecke zu bewältigen und das ist für uns normalerweise keine, gar keine Herausforderung. Heute wurden diese 30 km eine Tour der Qual. 6 Beaufort von vorne und seitlich bei Eiseskälte sind wirklich schwierige Bedingungen. Wir sind hart im Nehmen, aber trotzdem leiden und frieren wir heute.
Einmal blies der Gegenwind so stark, dass ich selbst mit voller Akkuleistung das e-Bike nicht anfahren konnte. Mein Schatz musste mir helfen. Auch er hatte heute einen starken Verbrauch vom Akku und erreichte unser Hotel mit gerade mal 3 % Ladung. Glück gehabt!
Ein anderesmal musste ich kurz anhalten und Walter sah das nicht, weil er das Navi im Blick hatte. Kurz gesagt: er fuhr auf mein stehendes Rad auf und wir hatten schon wieder Glück, denn ich fiel nicht um, es löst sich bloß die eine Packtasche. Kein Ding, sowas passiert schon mal. Was auch passieren kann, ist, dass die Äste der Bäume abbrechen und auf die Straße fallen bzw. auf den Radweg.
Das Hotel ist klein, aber fein. Absolute Ruhelage direkt neben dem örtlichen Bestattungsinstitut :-((
In Brunsbüttel sind die meisten Restaurants und Gaststätten am Montag geschlossen. Ein großartiges Asia Restaurant hatte geöffnet und wir fanden Wärme durch Pho-Suppe und ein exotisches Entengericht. Jetzt heißt es für uns wieder ab ins warme Bettchen, Kraft tanken für morgen.
Heute hatten wir endlich das Wetter, das wir für eine mehrtägige Radtour brauchen. Es war trocken mit wenig Wind und ab 13:30 sogar etwas sonnig. Radlerherz, was willst du mehr?
Weil wir schon kurz nach 13 Uhr in Meldorf (unser heutiges Etappenziel eigentlich) angekommen waren und das Wetter so freundlich war, haben wir uns kurzerhand eine kleine Pause bei der örtlichen Bäckerei gegönnt. Fünf Minuten vor Ablauf der Frist für kostenlose Stornierung fiel meinem Süßen ein, dass wir doch den schönen Tag für weitere 20 km Fahrt nach BÜSUM nutzen könnten. Wer weiß schon, wie das Wetter morgen sein wird….. gesagt, getan. Walter storniert und ich buche zeitgleich ein Appartement in Büsum und wir radeln glücklich weiter.
BÜSUM ist touristisch, da ist was los, aber das stört uns nicht, denn es gibt viele nette Plätze zum Verweilen. Es gibt auch einen großzügigen Strand und Walter macht gleich eine Wattwanderung, während ich mich mit einer bezaubernden 80jährigen Dame aus Bochum am Strand unterhalte. Phantastisch, wie klar und fit sie im Kopf und auch körperlich ist.
Mit der heutigen „Fleißaufgabe“ haben wir die morgige Tour nach Sankt Peter Ording verkürzt und dann dort mehr Zeit.
Heute sollte es ein entspannter Radtag werden. Sollte werden. Das Wetter war ganz okay, kaum Wind und für 500 m sogar zarter Rückenwind, bewölkt, kein Regen. Leider gab es auf der gesamten Strecke auch keine einladende Raststelle zum die Landschaft genießen, plaudern, relaxen, was trinken….. Und damit wird die Strecke dann doch …. wie soll ich sagen? …. doof, es zieht sich dahin, der Popo tut weh, die Schultern verspannen sich.
Genug gejammert! Zwischendurch hat es sich wirklich so angefühlt, aber großteils war es ein superschöner Radtag. Alleine schon die Schafe und Kühe oben am Damm zu sehen mit nur Himmel als Hintergrund zu sehen, war Balsam für die Seele.
Die Menschen an der Küste sind ausgesprochen einfallsreich, wenn es um „Landgewinn“ geht. Mit einem ausgeklügelten System wird hier dem Meer Land abgetrotzt. Toll!
Eine Kolonie aus den unterschiedlichsten Möwenarten nistet auf einer Landzunge vor einer mächtigen Schleuse.
Das Naturschutzgebiet in SANKT PETER ORDNING mit seinen Salzwiesen, Dünen und dieser eigenen Wildnis ist wunderschön anzusehen. Erfreulicherweise gibt es dort auch ein großes „Gosch“-Fischrestaurant ;-))
Die Strecke heute betrug 49 km, Fahrzeit 3:32, in Fahrt 2:23. Morgen bleiben wir hier und erkunden die Umgebung und entspannen uns.
Aktivität muss sein, aber auch Regeneration und Ruhe muss sein. Deshalb haben wir uns heute den ersten unserer Ruhetage gegönnt. Weitere Pausen auf Föhr und Sylt werden auf dieser Radtour noch folgen.
Zuerst ein ausgedehnter Spaziergang über den weitläufigen Sandstrand zum Meer, ein bisserl im Wasser „pritscheln“ und dann gemütlich auf einer der Sitzgelegenheiten am Strand rasten und die Sonne genießen. Das macht Appetit auf eine gute Fischsuppe von Gosch am Strand.
Den Tagesabschluss zelebrierten wir in der menschenleeren DÜNEN THERME. Hier standen Dehnübungen und Massagedüsen am Programm. Das war alles, sonst brauchten wir gar nichts ;-))
Warum Radfahrenn so gesund ist?
Radfahren trainiert die Oberschenkel und das entlastet die Knie. Es werden die Bandscheiben durchgepumpt, die Wirbelsäule federt mit den Unebenheiten der Stecke mit, der Schultergürtel wird gestärkt, das Herz-Kreislauf-System aktiviert und trainiert, die Lungen gestärkt und für die Seele und Psyche ist es wie Balsam. Ich kann es sehr empfehlen!
55 km bei strahlendem Sonnenschein über Wiesen und Felder und entzückende kleine Dörfer haben mich auch heute wieder rechtschaffen müde gemacht. Bei praller Sonne ist es ungemein wichtig, dass man viel, sehr viel, Wasser trinkt!
Ich frage mich, wer die vielen Schafe essen soll. Auf den Speisekarten findet man neben all den Fischgerichtnn auch das „Salzwiesen Lamm“, aber ich kann mir trotzdem nicht vorstellen, dass die lieben Tiere alle in Deutschland auf den Tisch kommen.
Heute können wir auch zweimal Rast machen und das ist gut, denn es gibt auch wieder lange Strecken auf Feldwegen zurückzulegen und das ist für den Schultergürtel und die Handgelenke anstrengend.
HUSUM gefällt uns sehr. Das ist ein hübscher Ort, an dem man gut zwei Tage verbringen könnte. Leider haben wir keine Zeit für das THEODOR STORM HAUS und das WEIHNACHTSHAUS oder das Museum. Wir begnügen uns damit, durch das Zentrum zu flanieren, uns kulinarisch zu stärken und mit einem Eis zu belohnen.
Yippie! Ideale Radfahrbedingungen! Die direkte Verbindung von unserem letzten Hotel zum heutigen wären bloß 12 km Distanz gewesen. Es wäre aber ewig schade, diese Abkürzung zu nehmen. Wir haben natürlich die Halbinsel komplett umrundet (gehalbrundet ;-)) und das herrliche Radfahrwetter und die schöne Streckenführung genossen!
Diesmal gab es auch wunderbare kleine Lokale für eine idyllische Rast! Der Popo dankt es uns und die zauberhafte Landschaft hat ein gerüttelt Maß an Muße auch verdient.
Unser heutiges Quartier liegt mitten in einem Naturschutzgebiet zwischen einem Kanal und den Salzwiesen an der Nordsee. Außer unserem Hotel und dem Kanal und den Salzwiesen gibt es hier nichts; nur Natur pur. Schafe wohin das Auge blickt Sogar am Teller des Abendessen.
Besser geht es wirklich nicht! Gestern der wundervolle Tagesabschluß im entzückenden Hotel an der ARLAU SCHLEUSE mit einem köstlichen Abendessen auf der Terasse mit Blick auf den Kanal. Herrlich weiches Licht, eine milde Brise und absolute Entspannung inmitten großartiger Natur mit Vogelgezwitscher.
Und heute ging es in dieser Art und Weise weiter. Die zurückzulegende Strecke betrug 34 km auf gut ausgebauten Wegen durch das Naturschutzgebiet. Einzig das häufige Ab- und Aufsteigen auf das Rad bei den Absperrungen wegen der Schafe war ein wenig lästig, aber das ist Jammern auf hohem Niveau.
Weiter Blick, immer wieder interessante Begegnungen mit anderen Radfahrern und einmal sogar sehr intimer Kontakt mit zwei Schafen. Als ich einmal auf meinen fotografierenden Schatz wartete, kamen zwei Schäfchen und rieben sich die Köpfchen an meinem Vorderrad, steckten die Näschen zwischen die Fahrradspeichen und rieben sich daran. Dabei blickten sie mich aus seelenvollen Augen vertrauensvoll an.
Das Wetter heute ist perfekt zum Radfahren, der Himmel betört mit liquiden Blautönen und Schäfchenwolken. Herrlich. Und so kommen wir bald zur Fähre und setzen in knapp 50 Minuten zur Insel Föhr über.
In WYK auf FÖHR haben wir uns in ein wunderschönes (wenn auch teures) Hotel direkt an der Strandpromenade und dem Strand mit weißem, karibisch anmutenden, Sand. Die Luft ist weich wie Seide, es herrscht eine frohe, friedliche und entspannte Atmosphäre. Wir suchen uns eine Strandbar und stecken die Füße in den weichen Sand. Genug Aktivität für heute ;-)) Morgen ist auch noch ein Tag …
Ich habe einen neuen Lieblingsort auf der Welt! Kilometerlange weiße Sandstrände lassen Föhr karibisch wirken, „Friesische Karibik“, während ein Stück vom Strand entfernt alles herrlich grün ist.
Wir starten gleich mit einem ausgedehnten Spaziergang auf dem Watt und bewundern die Löcher der Sandwürmer. Entschleunigung pur! Unser wunderschönes Hotel liegt direkt am Strand und an der Strandpromenade und so kommen wir heute auf 17.700 Schritte (!!), weil wir gar nicht genug kriegen können
Weil ein 5* Hotel für uns keine Selbstverständlichkeit ist und wir alle Annehmlichkeiten nutzen wollen, verschieben wir Ausflüge in die hübschen Dörfer auf unseren nächsten Aufenthalt auf der Insel Föhr. Dann wollen wir uns NIEBLUM, WITSUM usw. genau ansehen und mit dem Fahrrad erobern. Aber jetzt haben wir gerade mal 2 Übernachtungen, also zwei halbe Tage und einen ganzen Tag und diese Zeit brauchen wir zum Relaxen (oder Relaxieren, wie meine liebe Freundin Tjasa sagt ;-))
Heute ist die Weiterreise von FÖHR nach SYLT spannend, denn zuerst radeln wir zur Fähre, dann setzen wir mit der Fähre von WYK nach DAGEBÜLL über, radeln danach gemütlich 20 km nach NIEBÜLL, von wo es mit einem Bummelzug nach Westerland auf Sylt geht.
Am frühen Nachmittag kommen wir tatendurstig an und beziehen ein kleines Appartement in einer freundlichen kleinen 3*-Pension. Teuer genug auf Sylt und „es kann nicht immer Kaviar sein“ wie es schon in einem Bestseller Roman so schön heißt. Sylt ist nochmal ein schönes Stück teurer als Föhr und da heißt es ein wenig zurückschrauben der Ansprüche.
Der Strand ist jedoch absolut 5 Sterne! So ein schöner Vanilleton und so breit und so unendlich lang. Ich bin mir sicher, dass es weltweit keinen so langen breiten Strand gibt, wie auf Sylt.
Weil gerade Ebbe herrscht, können wir wieder am Watt spazieren gehen, um wieder auf unsere täglichen rund 10.000 Schritte zu kommen. Wenn man sich wie wir täglich mit einer Kugel Eis belohnt, dann muss man kräftig Kalorien verbrauchen;-))
Essen auf Sylt ist ebenso köstlich wie teuer. Als erfahrene Foodfinder werden wir morgen eine Quergasse vom Strand entfernt ein hervorragendes Fischlokal finden und dort die Fisch-Spezialitäten um ein Drittel günstiger genießen, als heute bei GOSCH AM KLIFF (wo auch alles solide und gut gekocht wurde).
Obwohl wir eigentlich schon tiefenentspannt von Föhr auf Sylt angekommen sind, ist es extrem wohltuend, dass wir hier drei Nächte gebucht haben und dadurch 2 volle Tage zum Ausspannen haben.
Am ersten Tag nutzen wir unsere Gästekarten für den Bus bis LIST. Dort war es übermäßig touristisch und überrannt, weshalb wir gleich kehrt machten zum FKK-Strand nach WENNINGSTEDT. Es ist eine Augenweide, wie die Heckenrosen die Dünen fast vollständig bewachsen haben.
Da der Bus aber ungemütlich und überfüllt ist, wiederholen wir das am zweiten Tag nicht mehr. Wir sausen lieber mit unseren Fahrrädern auf den gut ausgebauten Radwegen in der Dünenlandschaft bis nach KEMPEN und KLAPPOLDTAL und genießen die herrlichen Ausblicke.
Am Nachmittag landen wir wieder am FKK-Strand. SYLT verfügt über einen 40 km langen Strand. Nur USEDOM an der Ostsee hat mit 42 km Strandlänge mehr Strand in Deutschland zu bieten.
Als besonderes Abschiedsgeschenk „winken“ uns noch einige SCHWEINSWALE (Minkywhales) mit ihren Rückenflossen. Es sind sehr lebhafte und verspielte Tiere, die im hüfttiefen Wasser durch das blaugrüne Meer ganz knapp an uns vorbei ziehen.
Nach 11 1/2 Stunden wartete in der Ankunftshalle GREEN TOMATO auf uns und brachte uns direkt ins Hotel (MIYAKO CITY TOKYO TAKANAWA), wo wir schon mal unser Gepäck abgeben konnten. Einchecken war leider erst ab 15 Uhr möglich. Das Hotel liegt praktisch gegenüber einer U-Bahn-Station und somit sind wir recht unkompliziert mit Öffis in TOKYO unterwegs.
Einen Pass für die U-Bahn kaufen und mit Geld aufladen und in der Rush hour rein in den überfüllten Waggon. Das muss man auch einmal erlebt haben. Ein zweites Mal braucht das kein Mensch.
Ich sag’s gleich: wir haben an diesem ersten Tag mehr als 22.000 Schritte zurückgelegt, viele davon auf Stufen Treppauf/Treppab. Aber es hat sich gelohnt. Wir haben den MEIJI SHRINE samt aller TORI gesehen, sind durch den dazugehörigen YOYOGI PARK spaziert. Das war der allerbeste Einstieg ins Sightseeing, weil wir nach dem langen Sitzen im Flugzeug unseren enormen Bewegungsdrang stillen konnten.
Die stark frequentierte Kreuzung SHIBUYA haben wir uns von der Aussichtsplattform von Starbucks bei einem stärkenden Kaffee und später vom TOKYO METROPOLITAN kostenlos anschauen können. Die Hochhäuser hier sind extrem zahlreich und sehr beeindruckend. Wir haben unseren Bummel durch die Stadt sehr genossen und zum Abschluss noch einen (kostenlosen) Blick vom GOVERNMENT BUILDING auf die Umgebung genossen. TOWER auf Tokyo zu blicken – das geht auch gratis. Das ersparte Geld investieren wir viel lieber in eine gute Mahlzeit ;-))
Gut ausgeschlafen, die Blasen an meiner linken Fußsohle gut verklebt, machen wir uns nach der Rush Hour tatendurstig wieder auf den Weg mit der U-Bahn zu weiteren Besichtigungen.
Heute sind wir schon fast wie Japaner unterwegs, wie ich stolz berichten darf. Da man hier mit dem rechts gesteuerten Fahrzeug auf der linken Straßenseite unterwegs ist, bewegt man sich auf Gehwegen und Rolltreppen auch auf der linken Seite. Für uns, die es andersrum gewohnt sind, eine Aufmerksamkeitsübung!
Das Essen mit Stäbchen hingegen ist für uns keine Schwierigkeit, da wir als überaus begabte Esser damit schon seit Jahrzehnten vertraut sind. Ich liebe die asiatische Küche und koche auch daheim gerne nach diesen Rezepten und dann wird natürlich authentisch mit Stäbchen gegessen, auch in Wien.
Heute stand in ASAKUSA der SENSOJI TEMPEL mit der 5-stöckigen PAGODE sowie das KAMINARI-MON (das Donnertor) am Programm. Sehr sehenswert, wenn man keine Scheu vor Menschenmassen hat! Uns hat das Bad in der Menge sogar gefallen. Es waren auch viele Touristen in Kimonos unterwegs, was wir natürlich für uns abgelehnt hatten. Aber zumindest bei asiatischen Touristinnen hat es sehr hübsch ausgesehen.
Gegessen haben wir endlich in einem winzigkleinen Lokal, in dem auch viele Einheimische waren. Für umgerechnet fast € 12,– wurden wir beide mehr als satt!
Es war so gemütlich und dank Walters guter Fußpflege meiner gestern geschundenen Fußsohle war ich heute schmerzfrei unterwegs! Danke, mein Schatz!!!
Ein Muss war nach einer entspannten Bootsfahrt auf dem SUMIDA FLUSS war ein Besuch im kleinen TEEHAUS im AMARIKYU GARDEN. Ich liebe MATCHA TEA, Walter nennt ihn „Grastee“ und mag ihn nicht. Den Spaziergang durch den Park liebten wir beide!
Mit viel Energie sind wir noch durch GINZA strawanzt, haben die Luxusgeschäft und Kaufhäuser bestaunt und dann doch nicht Luxus geshoppt, sondern im Ginza-Food-Court im Untergeschoß des Mitsucosai Department Store Köstlichkeiten take-away gekauft und uns auf der Terasse schmecken lassen. Empfehlenswert!!!
… in Japan. Die Hauptinsel Honshu ist ungefähr dreimal so groß wie Österreich und hat 100 Millionen Einwohner. Irgendeiner dieser 100 Millionen Japaner spricht uns immer sofort an, wenn wir uns suchend umschauen. Man fühlt sich verantwortlich.
Heute stand eine Zugfahrt nach ODAWARA am Programm und da das Wetter wieder einmal eher durchwachsen war, waren nur wenige Besucher unterwegs, die uns „ins Bild“ laufen. Die Burg ist sehr imposant und man kann erahnen, welchen feudalen Lebensstil die Lords damals pflegten.
Besonders beeindruckend fand ich ja das Museum der SAMURAI. Das waren die edlen adeligen Krieger mit hohem Anspruch an sich und die ihren. Bei Versagen gab es nur noch SEPPUCO zur Ehrenrettung.
Was mir heute sonst noch auffiel:
man sieht keine Hunde und wenn, dann sind es ganz kleine in Kinderwägen
es sind hier vorwiegend junge Touristen unterwegs, in den Dreißigern bis maximal 50jährige
der wunderbare „sing-sang“ des Japanischen
Unser Hotel für die kommenden zwei Nächte ist ein 4* Onsen Hotel in HAKONE. Wir haben ein hübsches Zimmer mit Aussicht auf die umliegenden Berge sowie einen privaten Onsen auf unserer kleinen Terasse.
Außer den in Japan üblichen umfangreichen Pflegeprodukten wird uns hier sogar Kleidung für unsere Besuche im Restaurant zum Frühstück und Abendessen zur Verfügung gestellt. Japanfeeling pur. Arigatou gozaimasu (so bedankt man sich sehr höflich).
Vom 10gängigen Menü im Rahmen der Halbpension haben wir einen Gang mit Haifischflossensauce verweigert. Diese Tierquälerei unterstützen wir nicht! Aber die restlichen 9 Gänge waren spektakulär.
„Nichts Schlechtes, das nicht auch sein Gutes hat“ hat meine liebe Mami oft gesagt und das stimmt auch. Heute wettermäßig der Regen und die Wolken dominiert. Das Gute daran war, dass wir nirgends anstehen mußten und sofort in die Bahn, den Cable Car, die Seilbahn, das „Piratenschiff“ und den Bus einsteigen konnten.
In Nationalparks trifft man ja immer auf Menschen aus aller Welt: aus dem arabischen Raum, aus den USA, aus dem asiatischen Raum, aus Europa usw. Wir haben heute die Bekanntschaft mit einer Familie aus Neuseeland gemacht, die uns mit wertvollen Tipps für unsere 2026 geplante Reise versorgt hat. Toll, mit Menschen einfach plaudern zu können, wenn es eine gemeinsame Sprache (Englisch) gibt.
Was wir heute außerdem beobachtet bzw. gelernt haben:
es wird in den öffentlichen Verkehrsmitteln weder gegessen, noch getrunken!
der noch so harmlose Austausch von Zärtlichkeiten (Busserl, Händchen halten) ist verpönt.
Geld gibt man der Verkäuferin niemals direkt in die Hand, sondern auf den dafür vorgesehenen Teller.
das japanische Frühstück ist für unsere europäischen Mägen wirklich „hard core“ (es war wirklich hübsch anzusehen und sehr, sehr elitär … Walter wäre für ein Butterbrot sehr, sehr dankbar gewesen. Da hilft aber nichts: raus aus der Komfortzone!!!!
wenn Frühstück und Abendessen absolte Gourmetmahlzeiten sind, dann ist es für uns ratsam, dazwischen in einem ganz normalen kleinen „Beisl“ eine dampfende Nudelsuppe zu essen. Es könnte sein, dass man sonst hungrig bleibt.
Heute hatten wir das dringende Bedürfnis nach einem ausgedehnten Spaziergang entlang des ASHI SEE und nach einer wilden Busfahrt auf einer Serpentinenstraße waren wir auch bald dort. Gut so, denn nach dem zweiten Frühstück mit rohem Fisch und anderen lokalen, für meinen europäischen Magen ungewohnten, Köstlichkeiten war mir ziemlich flau im Magen.
Den Spaziergang haben wir dann auch gleich mit einem Besuch beim berühmten HAKONE TORI und HAKONE SCHREIN verbunden. Beides sehr sehenswert! Es hat zwar nicht geregnet, aber es war bewölkt und so waren auch heute wieder relativ wenige Besucher vor Ort. Diese haben sich allerdings in einer gut und gerne 40 Meter langen Warteschlange für ein Instagram-Selfie mit dem HAKONE TORI geduldig angestellt. Mir ist das unbegreiflich, was die Leute dazu treibt. Wir haben ein schönes Foto OHNE Menschen zwischen dem Wechsel zweier „Fotomodelle“ gemacht ;-))
Hurra, wir fahren mit dem berühmten SHINKHANSEN in nur etwas mehr als einer Stunde nach NAGOYA. In Nagoya werden wir dreimal (im 22. Stock mit sensationeller Aussicht!!!) übernachten und von hier aus ab morgen schöne Ausflüge unternehmen.
Der Zug ist unfassbar pünktlich, extrem sauber, wahnsinnig schnell und man wird von den höflichsten Schaffnern der Welt betreut. Nur die Sitze sind so schmal, wie die Sitze in der Ryan Air. Die sind halt für die zarten, schmalen Japaner gemacht und nicht für breitschultrige Europäer.
Heute möchte ich folgende Beobachtungen teilen:
statt Schokolade werden Süßigkeiten mit einer Paste aus roten Bohnen gefüllt und das ist sehr schmackhaft!
die Preise sind hier sehr moderat, auch die bei uns sehr teure Kurtaxe
ein Liter Benzin kostet zwischen 90 Cent und 1,10 €
die Höflichkeit der Japaner ist überall top: im Zug verneigt sich der Schaffner bei jeden Eintreten und Verlassen des Zugabteils (in Österreich hat mir ein Schaffner mal auf meine Bitte um Hilfe gesagt, dass ihm die Radfahrer auf die Nerven gehen und ich selber schauen soll wie ich mein Fahrrad in den Waggon hieve)
heute habe ich drei kleine Hunde an der Leine gesehen und immer noch keine „Kot-Hundehaufen“ und auch keine „Sackerl fürs Gackerl“
Wir haben unsere Reise so angelegt, dass wir viel in der Natur und in den wunderschönen japanischen Gärten unterwegs sind. ABER natürlich gibt es dann doch überall ein Schloss oder eine Burg oder ein Schrein oder ein Tori oder alles zusammen, das angesehen werden will. Und deshalb waren wir wieder genötigt, den ganzen lieben langen Tag unterwegs zu sein.
Der URAKUEN GARTEN war der erholsamste Teil des Tages, obwohl die Teezeremonie in einem der drei zum kulturellen Erbe zählenden Teehäuser schon sitztechnisch für mich eine große, sehr große, Herausforderung war. „Relaxe“ hat die Zeremonienmeisterin gesagt. Mit schmerzender Hüfte war mir das nicht ganz möglich, aber ich habe mich bemüht!
Das INUYAMA CASTLE (1537 errichtet von einem der größten Samurai Krieger) mußte mein Süßer dann schließlich alleine erklimmen, denn die Stufen waren irre hoch und es waren locker 5 Stockwerke, die ich meinen Knien und Hüften nicht zumuten konnte. Walter war danach auch groggy!
Die Anlage rundherum war wiederum purer Genuss mit all den Tori und Schreinen.
Der Besuch in MEIJI MURA hingegen war für uns ein Flop. Aber das ist halt Geschmacksache….
Die Beobachungen des heutigen Tages:
Japans Bahnhöfe sind top organisiert mit einem Farbleitsystem, sodass man leicht den gewünschten Zug und den Platz zum Anstellen in der Warteschleife findet
Japaner nehmen ihren Müll tatsächlich mit nach Hause; es gibt kaum mehr Mistkübeln seit es in der Vergangenheit einmal einen Giftgasanschlag in der U-Bahn gab
für Hundehalter gelten sehr strenge Regeln, weshalb man wenige Hunde auf der Straße sieht (wenn ein Hund uriniert, muss der Platz mit Wasser gereinigt werden, der Hundekot muss mit nach Hause genommen und dort entsorgt werden, der Hund darf nicht bellen, muss angeleint sein etc
Gestern haben wir in einem sehr urigen kleinen Lokal zu Abend gegessen. Dort saßen die Gäste barfuß in Separees, die Schuhe in Regalen davor. Unser Tisch war gegenüber dieser Regale und deshalb kann ich berichten, dass die meisten Gäste käsige Schweißfüße hatten. Leider.
Daher haben wir uns für heute ein chices Restaurant ausgesucht und einen für diese Gegend typischen Hot Pot gespeist. Der Name war Programm. Gute Nacht!°
NAGOYA ist DIE Autostadt von TOYOTA, weshalb den Autos mehr Platz als den Menschen im öffentlichen Raum zur Verfügung steht. Viele Restaurants und Shops sind in unterirdische Malls ausgewichen. Aber natürlich gibt es auch oben Restaurants und Shops.
Die heute besichtigten Attraktionen sind natürlich auch „oberirdisch“ ;-))
NAGOYA CASTLE liegt in einem wunderschönen Park und es war wieder herrlich entspannend, bei sonnigem Herbstwetter hier zu lustwandeln.
Der ATSUTA SHRINE ist laut Reiseführer einer der wichtigsten Schreine in Japan. Uns hat er jetzt nicht sooo beeindruckt, aber der Garten war auch wieder richtig schön. Hinein durften wir ohnehin nicht, weil da alles sehr geheim gehalten wird.
Gut gefallen hat uns jedenfalls der Besuch im OSU–KANNON-TEMPEL kurz vor Einbruch der Dämmerung. Es war richtig idyllisch und gemütlich wandernd anzusehen und mit viel Gold und kleinen Buddha-Figuren hat auch das Auge was davon.
Meine Beobachungen und Erkenntnisse heute:
Japanische Männer gehen mit ernster Miene und mit schwarzen bzw. dunkelblauen Anzügen und blütenweißen Hemden zur Arbeit ins Büro und am Abend trifft man die gleichen Männer ohne Sakko und lauthals lachend und gestigulierend beim „after-work-Bierchen“
Japanische Mädchen lieben sehr kurze Röcke, die aber nicht jede Schuluniform zulässt. Niedlich anzusehen sind sie allerdings alle! Kleine Buben tragen kurze Hosen und riesige Lederschultaschen und oftmals Hüte/Kappen
In Japan gibt es rund 200.000 Muslime (meist Einwanderer) und dafür stattliche 110 Moscheen. Auch arabische Touristen sind eher selten. Heute habe ich erstmals 3 Frauen mit Hijab und den langen, schwarzen Mänteln in der U-Bahn gesehen. Hoffentlich setzt sich das hier nicht so durch, wie in Österreich, wo das Stadtbild mancherorts dadurch schwarz und traurig wirkt. In Tokyo sah man bei Sehenswürdigkeiten, wo Kimonos auszuleihen waren, vereinzelt Frauen, die mutig einen farbenfrohen Kimono mit Hijab kombiniert hatten. Das sah nett und lustig aus.
… in den japanischen Alpen ist entzückend und erinnert mich irgendwie an Bad Gastein in Salzburg/Österreich. Die Hotels sind in den Wäldern der umliegenden Hänge versteckt, ein Fluß fließt lebhaft durch das Tal und Thermalquellen sprudeln überall.
Frei und kostenlos zugängliche Onsen für Fußbäder sind überall verfügbar. Ein kleines Handtuch zum Abtrocknen gibt es überall für wenige Yen zu kaufen.
Schon die Fahrt mit dem pünktlichen HIDA Express war ein Genuss! Die Landschaft entlang der ca. 90 Minütigen Fahrtstrecke wurde immer schöner. Der HIDA Express wird übrigens Hybrid betrieben!
Das Abendessen war in der Halbpension enthalten und absolut japanisch. Alles war wunderschön angerichtet und obwohl wir aufgrund der ausschließlich auf japanisch verfügbaren Speisekarte keine Ahnung haben, was wir gegessen haben, hat es gut geschmeckt.
Einige Beobachtungen der letzten Tage:
Am Bahnhof gibt es eigene Mitarbeiter mit einer Schleife um den Oberarm mit der Aufschrift „foreign traveller service“
Wir haben bisher noch keine e-Scooter, e-Roller, e-Bikes in den Städten gesehen, es gibt keine Leih-e-Scooter und nur wenige Radfahrer. Die Radfahrer fahren langsam auf den Gehwegen.
Obwohl kunstvolle Tätowierungen in Japan eine lange Tradition haben, sind Tatoos in Onsen, Bädern und Fitness Studios in der Regel unerwünscht. Grund dafür ist die Assoziation mit den YAKUZAS, der japanischen Mafia. YAKUZA zeigten die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppe häufig durch Ganzkörpertätowierung. Durch den starken Tourismus, der automatisch viele junge tätowierte Menschen ins Land bringt, wird das wohl nicht mehr lange durchgehalten werden können. Momentan muss man aber ein etwaiges Tatoo mit einem Pflaster verstecken ODER man mietet sich einen privaten ONSEN.
Heute hat das Wetter wieder den ganzen Tag durchgehalten und erst beim Weg zum Abendessen begann ein ruhiger, stetiger Regen. Hoffentlich gestaltet es sich morgen auch so.
Nach einem nicht erwähnenswerten Frühstück fanden wir auf dem MIYAGAWA Morgenarkt entlang des Flusses nicht nur nette Souveniershops und Kunsthandwerk, sondern auch kleine Essensstände. Es war eine Freude, dass wir nicht nur Appetit, sondern auch noch ein wenig Hunger hatten. Es gab überall ganz ganz kleine Kostpröbchen von exotischen Leckereien, hmmm!
Und mein Süßer konnte im Fluss wieder seine geliebten Reiher fotografieren ;-))
Mit einem Zug waren es gerade mal 25 Minuten Fahrzeit nach FURUKAWA, einem kleinen verschlafenen Dörfchen, wo die Gassen menschenleer waren und man nur sehr vereinzelt Bewohner und noch seltener Touristen sah.
DIE Sehenswürdigkeit in Furukawa war für uns die FESTIVAL HALL, eine Ausstellung der Festwägen samt Bilddokumentation des beliebten, jährlichen, sehr spektakulären FURUKAWA FESTIVALS.
Dann hieß es aber auch schon wieder zurück. Unsere Reise ist schließlich kein Urlaub! Koffer packen und voraus ins übernächste Hotel senden, das will gut bedacht sein. Im Shinkhansen darf das große Gepäck nicht mit, daher der Versand. Kostenpunkt rund 30 €. Einen Tagesrucksack für eine Übernachtung, da darf auch nichts vergessen werden. Abschließend noch ein schönes Abendessen, diesmal zur Abwechslung beim hervorragenden Vietnamesen. Inkl. Getränke, 4 Frühlingsrollen, 2 Sommerrollen, 2 Hauptspeisen, 3 Gyozas: 3.850,– Yen also wieder rund 20,– €.
Auch heute wieder ein paar Beobachtungen/Bemerkungen aus meiner Sicht zu Japan:
Die Japaner tragen in Öffis die Rücksäcke aus Rücksicht auf die anderen Passagiere auf der Brust und nicht am Rücken. Wir machen es ebenso.
Japan ist äußerst Gay-friendly
Das Design der Autos ist sehr platzsparend ; ich nenne diese Autos liebevoll „stupsnasige Bonsai“, weil die „Nase“ der Autos ganz kurz ist und die Autos selbst klein sind.
Japanische Kinder lassen sich (im Gegensatz zu anderen Ländern) nicht gerne fotografieren und senken sofort den Kopf so tief, dass die Kappe/der Hut (gehört zur Schuluniform) das Gesichtchen verdeckt. Das ist natürlich zu respektieren! Ein Foto ist zufällig entstanden.
Mit dem öffentlichen Bus mit sehr schmalen Sitzen (geeicht für schmale japanische Schultern und Hüften) fahren wir um ca. € 15,– pro Person von Takayama nach Shirakawago. Wir wollen mit ganz vielen Menschen aus der lieben weiten Welt dieses WELTKULTURERBE bestaunen. Erst gilt es einen Storage Platz für unser Tagesgepäck zu ergattern, was für schlappe € 3,– pro Rucksack auch gelingt. Und schon sind wir unterwegs und schauen und staunen.
Das pittoreske Dorf selbst erinnert ein wenig an kleine, alte Bauerndörfer in Tirol, nur sind die Dächer dick mit Reet gedeckt und das erinnert wieder an Sylt. Eine spannende Mischung. Der ausgedehnte Spaziergang tut richtig gut!!
Die Natur rundherum ist berückend schön. Ein klarer, grünlicher Fluss fließt am Rand des Dorfes. Zwischen den Häusern finden sich überall kleine Reisfelder. Wir sehen auch wieder Gräber mittendrin, wie wir sie schon aus Vietnam und Bali kennen.
Wir genießen dieses Stilleben bis zur Weiterfahrt nach KANAZAWA, wo wir eine Reihe von Erledigungen (Zugtickets und Platzreservierungen kaufen) für die Weiterreise nach KYOTO meistern müssen. Aber eine Nacht bleiben wir hier, weil es morgen was ganz Besonderes zu sehen geben wird.
Das Abendessen haben wir uns verdient und probieren ein Restaurant aus, wo wir von SERVICE ROBOTERN überrascht werden. Witzig einerseits. Bedenklich andererseits. Ich bin mir nicht sicher, was ich davon halten soll.
Beobachtungen des Tages:
Polizisten strafen auch Radfahrer wegen Vergehen (Radstreifen nicht benutzen)
Fußgänger dürfen nicht überall gehen, sondern müssen Unterführungen bzw. Fu´ßgängerübergänge und markierte Gehwege benutzen
Japanern ist die Einhaltung von Regeln ein großes Anliegen und Regeln werden 100%ig eingehalten
Ein Tag, der sich wie drei Tage anfühlt, weil so intensiv.
In KANAZAWA gab es ein paar Punkte auf unserer to-do-List, die unverhandelbar waren: der Besuch des alten SAMURAI VIERTELS und dort Haus und Garten der Familie NOMURA. Als wir dort ankamen, begann es „zu schütten“, also ganz stark zu regnen. Gut, dass uns der Besuch dieser Sehenswürdigkeit geschützt hat.
Noch wichtiger war mir allerdings, dass wir Zeit mit einem ausgedehnten Spaziergang im KENROKUEN GARTEN verbringen. Immerhin zählt dieser Garten zu den drei schönsten Landschaftsgärten ganz Japans! Eine angenehme Überraschung war, dass wir als über 65jährige gratis Eintritt hatten!!
Den Besuch im Geisha-ViertelNISHI CHAYA mussten wir leider auslassen, das ging sich einfach nicht mehr aus, da wir den Zug um 14:05 nach KYOTO erwischen mussten. Dafür sind wir einer Empfehlung gefolgt und haben einen Zwischenstop beim OMICHO MARKT genommen und uns dort mit Proviant für die Fahrt mit dem SHINKHANSEN eingedeckt. Der Markt ist ein Erlebnis der Sonderklasse und das pralle Leben. Der Proviant war köstlich und mit umgerechnet ca. € 18,– inkl. Getränken für uns zwei mehr als preiswert.
Die Fahrt mit einmal Umsteigen war angenehm. Wir hatten eine 12köpfige Gruppe älterer Briten im Waggon, denen die Reiseleiterin Zugnummer und Sitzplatz mit Klebeetiketten auf die Handrücken geklebt hatte. Ein deprimierender Anblick.
Der BAHNHOF KYOTO ist eine architektonische Sehenswürdigkeit und definitiv nichts für Leute, die Menschenmassen nicht ertragen. Ein Gewusel wie in einem Ameisenhaufen!!! Hier stellt sich DIE Herausforderung des Tages: Reservierung für fünf Zugfahrten und Kauf samt Reservierung einer sechsten Zugfahrt an Ticketautomaten. Es gibt in Japan mehr oder weniger ausschließlich Automaten und auch das Einchecken im Hotel geschieht vom Hotelgast am Automaten.
Zum Abschluss des Tages gab es noch einen Waschtag und einen Besuch auf dem Observation Deck des KYOTO TOWER.
Frisch und froh sind wir nach einem unzufriedenstellenden Frühstück (kein Kommentar dazu) zum Busbahnhof marschiert. Wir dachten zu wissen, wo wir laut Google Maps hin müssen. Nach langem Herumirren fanden wir bereits leicht erschöpft dann auch den RICHTIGEN der vielen Busbahnhofsstationen/bereiche.
Nach langer, unbequemer Fahrt mit Verspätung – ja, die gibt es in KYOTO aufgrund des unberechenbaren Straßenverkehrs – kamen wir um 2 Minuten zu spät zum SAMURAI & NINJA MUSEUM und zur Führung. Der als Ninja verkleidete Guide hatte viel Spaß an seiner Arbeit und lachte oft über seine Witze, die außer ihm leider niemand verstand. Sein Englisch war schwach und sein Akzent war stark. Wir werden wohl das Internet intensiv befragen müssen, was wir heute gesehen haben.
Nächster Programmpunkt: RURIKO-IN TEMPEL, ein verstecktes Juwel mit wunderschönem Garten und für uns fototechnisch sehr attraktiv. Das war auch wirklich notwendig, denn die Anfahrt gestaltete sich so schwierig, die Busverbindung so unverlässlich, dass wir sogar für den letzten Teil der Strecke ein Taxi nehmen mussten! Ich sage nur: Bus – Taxi – Zug – Bus !
Beschwingt und erwartungsvoll fahren wir mit vollgestopften Bussen ins GEISHA VIERTEL GION ODORI. Dort haben wir Karten für einen Museumsbesuch und eine kurze Tanzvorführung der GEIKO und MEIKO (quasi Geisha-Azubis) gebucht. Das war leider ein Flop. Weitere Bemerkungen spare ich mir.
Dann aber kam das Highlight des Tages für mich: DER PFAD DER PHILOSOPHEN. Natürlich ist der Weg hin wieder sehr beschwerlich mit den Öffis. Natürlich zwingt uns das „April-Wetter im November“ wieder gefühlte 100x dazu, Regenjacke an- und wieder auszuziehen. Aber wir haben Glück, während wir beim EIKANDO TEMPEL und damit beim Pfad der Philosophen sind, gibt es eine Schönwetterphase. Der Aufstieg ist zwar anstrengend, es sind wieder sehr viele Stufen zu besteigen, aber er lohnt sich. So schöne Landschaften, ein schöner Sandgarten inklusive.
Am Heimweg kaufen wir wieder einmal um € 3,– einen Regenschirm, damit mein Süßer nicht nass wird, während wir bei der Bushaltestelle auf unseren Bus warten. Kyoto ist verkehrstechnisch eine Herausforderung. Aber wenn man die Augen offen hält, gibt es auch beim Warten immer wieder was zu sehen ;-))
Bemerkungen/Beobachtungen heute:
Stirnfransen/Ponys sind hier sehr beliebt
O-Beine kommen hier häufig vor
Die meistgehörten Touristen-Sprachen sind außer Japanisch: Chinesisch, Koreanisch, Englisch, Spanisch. Vereinzelt hörte ich: Französisch, Italienisch, Tschechisch/Slowakisch und ganz selten Deutsch.
Wie man Besichtigungen früher OHNE Google Maps schaffen konnte, erschließt sich mir und meinem Süßen nicht.
Ein vegarisches Sushi zum Abschluss und dann früh ins Bett. Morgen wird es wieder extrem intensiv in Kyoto.
Heute sind wir wieder einmal von einem UNESCO KULTURERBE zum nächsten gepilgert. Ein toller, sehr intensiver Tag und wir sind mächtig stolz, weil wir wieder alles problemlos geschafft haben. 20.495 Schritte waren es heute wieder.
Begonnen haben wir in UJI mit dem BYODOIN TEMPEL. Das Wetter hat gepasst, der Tempel war nicht arg überlaufen und es war ein sehr schöner Start in den Tag. Die berühmte PHOENIX HALL mussten wir leider auslassen, weil es nur Führungen auf Japanisch gab und die Gruppe rund 45 Menschen umfasste. Das macht weder Sinn noch Spaß.
Next Stop war der älteste noch bestehende Schrein Japans, der UJIGAMI SCHREIN. Er ist eng mit dem BYODOIN TEMPEL verbunden und dessen Schutzschrein. Er und der UJI SCHREIN haben früher zusammengehört. Alles natürlich ebenfalls UNESCO KULTURERBE!
Weil 3 Tempel für einen Tag nicht genug sind, haben wir noch einen vierten Tempel draufgepackt. Der sogenannte „Blumentempel“ MIMUROTOJI ist ein Geheimtipp. Im Frühling, wenn die Hortensien blühen, muss der Garten überwältigend sein. Aber auch jetzt im Herbst mit der beginnenden Verfärbung war der Anblick ein Genuss!! Die Tempelanlage selbst hat eine wunderbar stille Atmosphäre und wir sind sehr lange verweilt, haben uns wohlgefühlt, Räucherstäbchen gekauft und ein wenig meditiert.
Medidativ entspannt mussten wir uns dann doch ein wenig hetzen, damit wir unsere geführte Teezeremonie in Kyoto nicht verpassen. Obwohl wir Zeitpuffer eingerechnet hatten, haben wir es ganz knapp dann doch noch rechtzeitig geschafft. Und es hat sich gelohn!!! Mit sechs Schotten in einer angenehmen Gruppe wurden wir behutsam in die hohe Kunst der MATCHA TEE ZEREMONIE eingeführt und konnten am Ende jeder seine eigene Teetasse zelebrieren. Das war wirklich, wirklich schön. Unbeschreiblich sind allerdings auch die Schmerzen in den Knien, Knöcheln und den Hüften nach 45 Minuten am Boden sitzen. Ich wäre fast nicht mehr hochgekommen und, endlich hochgekommen, fast wieder umgefallen. Tja, das hohe Alter ist nichts für Feiglinge ;-((
Damit der wundervolle Tag auch einen wundervollen Ausklang findet, haben wir uns zuerst in eine großartige Ramen-Bar zurückgezogen und gestärkt, bevor wir mit der Bahn zum FUSHIMI INARI SCHREIN gefahren sind. Es war ein krönender Abschluss eine wunderbaren Tages, diesen Schrein mit vergleichsweise wenigen Besuchern schön beleuchtet und bei Vollmund zu besichtigen. Wir haben uns lange dort aufgehalten, auch, weil wir uns zwischenzeitlich verloren hatten und er wieder finden mussten. War aber keine verlorene Zeit!!
Heutige allgemeine Bemerkungen/Beobachtungen:
Sogar in Japan kann man von einem Taxifahrer reingelegt werden ;-)) Sind also auch nur Menschen.
Regionalzüge sind nicht so pünktlich wie der Shinkhansen.
Eine besonders hübsche Asiatin im Kimono kam aus Dortmund ;-))
Auch der heutige Tag startete mit einem entspannten Spaziergang im wunderschönen Park des TENRYUJI TEMPEL, natürlich auch ein UNESCO WELTKULTURERBE, darunter geben wir uns nicht zufrieden ;-)) Nach Bus- und/oder Zugfahrten tut die Bewegung im Freien ungemein gut!
Wenn wir schon dort sind, dann schauen wir uns natürlich auch den BAMBUSWALD daneben an. Wir hätten uns frischen Wind gewünscht für ein Kurzvideo, aber es war windstill.
Die TOGETSUKYO Brücke bietet einen netten Ausblick auf den Fluss und den regen Bootsverkehr.
Lustig waren die Japan-Makaken im IWATAYAMA MONKEY PARK. Das sind drollige Kerlchen, die sichs entspannt gut gehen lassen und gegenseitig lausen. Lauser eben.
Ein MUSS auf unserer Besichtigungsliste für heute war natürlich die Kaiservilla KATSURA RIKYU, für die wir uns schon in Wien Tickets für eine geführte Besichtigungstour organisiert hatten. Die Kaiservilla ist eines der schönsten Beispiele japanischer Architektur und Gartenkunst. Man darf das Gebäude nur von außen anschauen und in den Garten darf man auch nur mit Guide. Aber auch hier waren es wieder schöne Momente beim einstündigen Spaziergang in dieser wundervollen, harmonischen Umgebung!
Für den Abschluss haben wir uns den GOLDENEN PAVILLON angesehen. Unsere Erwartungen an diesen Touristenhotspot waren gering. Der Tag hatte uns schon so viel Schönes geboten, was sollte da noch kommen? Ja, es waren sehr viele Touristen unterwegs. Es war aber ein wirklich schöner Abschluss mit wieder einem schönen, ausgedehnten Spaziergang und vielen wunderschönen Ausblicken auf den Goldenen Pavillon. Noch schöner hätte es nur noch bei blauem Himmel und Sonnenschein aussehen können, aber das gab es heute nicht. Seien wir lieber dankbar dafür, dass es nicht geregnet hat ;-))
Meine heutigen Bemerkungen/Beobachtungen:
Die Busfahrer sprechen live während der Fahrt und bedanken sich bei den Fahrgästen nach Bezahlung des Tickets mit „Arigato Gozaimasu“, was immer wie ein tiefes Brummen klingt.
Unser Sicherheitsgefühl ist trotz Menschenmassen sehr gut!
Angesichts der Menschenmassen sind wir froh, gegen Covid geimpft zu sein.
Heute hieß es ganz zeitig aufbrechen, denn absolute Highlights warteten auf uns. Zugfahrten, Shinkhansen mit viermal umsteigen – das war auch eine Challenge. Gemeistert natürlich!
Die „Silberreiher-Burg“ HIMEJI ist ein Beispiel perfekter Architektur für höchste Vollkommenheit und so gebaut, dass sie praktisch uneinnehmbar war. Für mich ist sie einfach nur ästhetisch, wunderschön!
Gleich neben der Burg fanden wir für unseren geliebten täglichen Spaziergang den KOKO-EN GARTEN und konnten nach den anstrengenden Stufen in der Burg nun unsere Füße ein wenig erholen und die Seele baumeln lassen. Die Gartengestaltung ist einfach unübertroffen!
Mittags dann husch-husch wieder in den Shinkhansen und damit nach MIYAJIMA, einen Ort voller zauberhafter Highlights. Meine romantische Ader kommt voll auf ihre Kosten. Wilde Rehe tummeln sich mitten in den unzähligen Besuchern herum und versuchen Nahrhaftes zu klauen ;-)) Miyajima zählt laut einem konfuzianischen Gelehrten zu den drei schönsten Landschaften Japans. Soll mir recht sein. Ich finde die Atmosphäre auch sehr angenehm, besonderns nachdem die meisten Touristen wieder mit den Fähren weggefahren waren.
Morgen werden wir wieder zeitig in der Früh einige der vielen Schreine und Pagoden genauer ansehen. Heute haben wir unsere Aufmerksamkeit vorrangig dem berühmten O-TORII-TOR gewidmet. Aber auch dieses wollen wir morgen bei anderem Licht und anderem Wasserpegel noch einmal genießen.
Wenn das keine Gegensätze sind. MIYAJIMA, die friedliche Insel-Oase vs. HIROSHIMA, Ort einer schrecklichen Tragödie.
Ein Bild sagt mehr als tausend Worte.
Nur eine halbe Stunde mit einem Zug und wir waren in einer anderen Welt. Besichtigt haben wir (erschüttert) das PEACE MEMORIAL MUSEUM, den A-BOMB–DOME, das FRIEDENSFEUER (muss so lange lodern, bis es auf der Welt Frieden gibt) und die FRIEDENSGLOCKE (die man einmal läuten darf) – alles im PEACE MEMORIAL PARK.
Aber auch hier hat sich trotz schlimmer Historie viel Schönheit und japanische Gartenkunst im SHUKKAIEN PARK ihren Platz eingenommen. Den Spaziergang durch diese schöne, harmonische Parklandschaft haben wir sehr genommen. Ein perfekter Tag beginnt mit einem Spaziergang und endet mit einem Spaziergang. Zumindest in meiner Welt ;-))
Lange wollen wir uns hier trotzdem nicht aufhalten. Ich traue der aktuell ungefährlichen Strahlung nicht, ich Angsthase. Morgen geht es weiter nach OKAYAMA.
Und wieder brauchten wir nur 40 Minuten mit dem Shinkhansen für 160 km Entfernung. Herrlich bequem, absolute Sauberkeit!
In Okayama angekommen haben wir nur unser kleines Handgepäck im Hotel abgegeben und sind gleich weiter in das romantische, gut besuchte, Dorf KURASHIKI. Ein Kanal durchzieht das Dorf, das ganz und gar von einem erfolgreichen Unternehmer des 18. Jahrhunderts geprägt ist. Ein toller Geschäftsmann und ein Wohltäter, der pro Jahr 70% seines Gewinns für dörfliche Einrichtungen gespendet hat.
Das alles hat uns der freundliche „Läufer“ erzählt, der uns zwei „Bröckerln“ in seiner Rikscha 20 Minuten lang durch die Gegend geführt hat. Eine längere Tour wollten wir mit Rücksicht auf seine Gesundheit nicht buchen!!!
Jeder gelungene Urlaubstag beginnt und endet mit einem Spaziergang. Für heute haben wir uns dafür in OKAYAMA wieder einmal einen der drei schönsten Landschaftsgärten Japans ausgesucht. Der KORAKU-ENGARTEN wird seinem Ruf absolut gerecht! Der Blick auf das OKAYAMA CASTLE ist auch nett. Aufgrund unserer Erfahrung, dass die Burgen und Schlösser immer leer sind, freuen wir uns nur noch auf den Anblick von außen. Wir wollen nicht mehr hunderte Stufen steigen um dann leere Räume zu betrachten. Basta ;-))
Zum Schluß noch einen kleinen Absacker im 20. Stock in der Hotelbar auf Einladung des Hauses. Sehr fein. Sehr entspannend. Gute Nacht.
Für unseren letzten Tag in OSAKA haben wir uns den Ausflug nach NARA als schönen Abschluss mit viel Natur (und Schreinen ….) aufgehoben.
NARA ist auch für seine wilden, frei herumlaufenden Hirsche bekannt. In kleinerem Stil haben wir das ja schon auf MIYAJIMA gesehen, aber hier wimmelt es tatsächlich vor Hirschen aller Altersstufen (ich habe auch „Bambi“ gesehen !!!). Jetzt ist gerade Brunftzeit, da muss man bei den Männchen ein wenig vorsichtig sein. Um 200,– Yen kauft man eine Packung Hirschkekse und schon gewinnt man Freunde.
Es gibt einen sehr schönen Rundweg, wo sich ein Schrein an den nächsten reiht; Tempel natürlich inklusive. Wir konnten hier im TODAI-JI TEMPEL endlich einen großen Buddha sehen. Den ersten großen Buddha haben wir ja verpasst, was Walter fast (Gott-sei-Dank!!) das Leben gekostet hätte, weil er fast unter ein Auto kam.
Der TODAI-JI TEMPEL lädt zum Verweilen ein, weil es in jeder Ecke viel zu sehen gibt.
Der Rundweg ist viel weniger beschwerlich und lange als beschrieben und so nehmen wir uns Zeit für einen ausgezeichneten Lunch in einem kleinen Ausflugslokal. Die Qualität und der Service waren hervorragend, was mich immer wundert, wenn das Lokal aufgrund seiner Lage ein „Muss-Geschäft“ betreibt. Trotzdem: danke der braven Wirtin!! So gestärkt konnten wir noch viele schöne Momente im Park genießen.
Unser Abendprogramm, BOTANICAL GARDEN TeamLAB, haben wir direkt von Nara aus angesteuert, weil wir keine Lust auf unser mieses Hotel hatten. Es war ein Ausklang in Ruhe, mit sphärischen Klängen und bunten Lichtprojektionen auf die Bäume und Sträucher des Botanischen Gartens in Osaka.
Zuerst eine Warnung wegen eines vor Taiwan wütenden Taifuns. Dann doch ein recht ruhiger Flug von ca. 2 1/2 Stunden und schon waren wir auf der zur Präfektur OKINAWA gehörigen kleinen Insel ISHIGAKI.
Schon die 30 Minuten Fahrt vom Flughafen zum Hotel durch das tropische Paradies ist Verheißung pur für die kommenden Tage auf dieser Insel. Wir gönnen uns jetzt nämlich Erholung, Strand, Sand, Meer, ausnahmsweise und nur dieses eine Mal All-Inclusive-Urlaub mit einem schönen Zimmer und frontalem Meerblick.
Alle Straßen und die Wege im Resort sind noch vom Regen in der Nacht nass, aber der Sand am Strand ist trocken. Heute werden wir mal ausruhen, uns orientieren und sonst nichts ;-))
Weitere Beobachtungen/Erkenntnisse der letzten zwei Wochen meinerseits:
Während Menschen im Westen sich in Sonnenstudios bräunen lassen, gehen Japanerinnen gerne ins Gegenteil, in Studios mit sogenannten „Kollagengeräten“, die die Haut heller machen.
Leider wird in Japan viel Plastik verwendet: Einmalhüllen für nasse Schirm, Einmalsackerln für die Schuhe während man in Socken im Tempel unterwegs ist, jedes Zuckerl ist zuerst einzeln in Plastik eingeschweißt und dann erst in der Plastikverpackung, die dann in einem Plastiksackerl überreicht wird. Und das immer und überall in rauhen Mengen.
Das Geheimnis einer gelungenen Urlaubsreise liegt einerseits in der Auswahl der idealen Reisegesellschaft und da haben wir schon einmal alles richtig gemacht. Mein Schatzi und ich sind die für uns beste, liebste, einfachste und unkomplizierteste „Reisegruppe“.
Andererseits gehört dazu, dass man auch in unerwarteten und unerwünschten Wetterphänomenen das Schöne erkennen mag und das Beste daraus herausfiltert.
Vormittag war noch ein kurzer Ausflug ins Meer mit ein wenig Schnorcheln möglich. Fotoapparat bzw. GoPro ließen wir im Zimmer. Es sollte ja nur erstmal ein grundsätzlicher Überblick verschafft werden, was uns unter Wasser erwartet, wie stark die Strömung ist etc.
Es haben sich einige Papageienfische daneben benommen und uns mit der Schwanzflosse auf den Bauch geschlagen und in den Po gezwickt ;-))
Eine größere, sehr elegante Schule von Trompetenfischen zog zu unserer Freude ihre Bahn.
Alles war gut. Am Nachmittag kommen wir mit Foto-Equipement wieder. Dachten wir.
Dann kam plötzlich ein starker Wind auf. Es begannen dicke Tropfen aus den schwarzen, sehr schnell über den Himmel ziehenden, Wolken zu fallen. Das war’s dann für heute.
Es wurde ein gemütlicher „BB- Tag“ zwischen Bar und Bett ;-)) Lesen. Dösen. Cocktail und Kaffee genießen. Entspannung pur. Die dunklen, schnellen Wolken, das tosende Meer, die wogenden Bäume…..all das wird mir noch lange in Erinnerung bleiben. Und schön fand ich es auch.
Wenn uns „Fung Wong“ allerdings noch länger erhalten bleibt, dann gibt es ein paar Tage keinen Blog. Ich melde mich dann erst, wenn es schöne Fotos und G’schichtln gibt.
Diesen als Kompliment gemeinten Satz hat uns unser neuer Freund Faustino, der 29jährige argentinische Yoga-Lehrer des Club Med Kabira heute gemacht. Der junge Mann ist entzückend und hat eine sehr interessante Lebensgeschichte. Aber die ist bei uns gut aufgehoben und natürlich top secret ;-))
Gestern waren wir in der Stadt Ishigaki und haben zwei Ausflüge gebucht. Mit dieser Aktion haben wir uns etwa hundert Euro erspart, weil die Hotels/Clubs natürlich auf alle Aktivitäten einen Zuschlag verrechnen (müssen). Die Buchungen waren bereits ein Erlebnis für sich, da die MitarbeiterInnen der Agentur nur japanisch sprechen und kein Wort Englisch. Mit Übersetzungsapp, viel Geduld auf beiden Seiten und viel Freude und Spaß waren wir gemeinsam erfolgreich!!!!
Ein kleiner Schock war dann aber, dass wir nach unserem Alter gefragt wurden. Davon hängt nämlich ab, ob wir überhaupt an dem einen Ausflug (Kayak-Tour durch die Mangroven) teilnehmen dürfen. Eventuell müssen wir aufgrund des Alters einen „Seniorenaufschlag“ entrichten oder eine Zusatzversicherung abschließen. Bei Mietautos ist das auch so.
Ich habe wieder zwei besonders schöne Kanaldeckel entdeckt. Walter versteht meine Begeisterung zwar nicht, aber das ist mein Blog und ich will auch diese Entdeckungen nicht vorenthalten.
Heute war das Wetter wie aus dem Bilderbuch. Blauer Himmel, sanfter Wind, türkisblaues Meer und weißer Korallensand. Der Strandspaziergang war das reine Vergnügen. Ich empfehle hier aber unbedingt Strandschuhe, weil der Korallensand für zarte Fußsohlen unangenehm ist.
Walter war heute Tauchen und hat sogar Mantas gesehen. Mantas lieben Wind und Wellen und pflügen mit einem enormen Tempo (Höllentempo würde ich es wohl nennen) durchs Meer. So schnell kann man gar nicht schauen. Beim Fotografieren bzw. Filmen muss man extrem schnell und exakt zielen. Es gab auch andere Fischlein zu sehen. Besonders putzig waren die „Nemos“, die Anemonenfische.
Beim gemeinsamen Schnorcheln gab es als Draufgabe noch zwei sehr große Wasserschlangen. Die sind hier sehr häufig. Sie sind auch blitzschnell und sehr elegant und kraftvoll. Ich bin ja nicht so der Schlangenfreund, aber unter Wasser ist’s okay. An Land gibt’s eine Panikattacke !!
In Österreich ist es ziemlich unbekannt, dass man in Japan auf Ishigaki hervorragende Möglichkeiten hat, um die riesigen MANTAROCHEN zu bewundern. Gestern gab es die ersten zwei der wunderschönen Mantas zu sehen. Heute, am 29. Tag unserer Reise, waren es gleich ein beeindruckend zahlreicher Schwarm dieser rund 2 bis 2,8 Tonnen schweren Mantas, die schwerelos über der Tauchgruppe schwebten.
Es ist ein unbeschreibliches, ergreifendes Gefühl, wenn diese eleganten Schwimmer über einen mit kräftigen und geschmeidigen „Flügelschlägen“ ihre Kreise ziehen. Es gibt verschiedene Tauchspots, heute war es „Manta City“, wo dieses Ereignis stattfand. Man gewinnt den Eindruck, dass die ästhetischen Mantas die Luftblasen der Taucher wie eine Bauchmassage genießen ;-)) Wellness für Mantas, sozusagen ;-))
Der Tauchgang war insgesamt sehr gut. Das atemberaubende Schauspiel, wie die RIESENMANTAROCHEN quasi als Ballett über unseren Köpfen in den Luftblasen schwebten, ist unvergesslich!!
Am weißen Sandstrand des warmen und türkisblauen Meeres ließ sich gut nachträumen.
Weil uns am Strand liegen nach zwei Tagen schon langweilig wird, haben wir für heute eine Island-Hopping-Tour gebucht. Um 7 Uhr früh saßen wir ziemlich müde für 55 Minuten bereits im Linienbus zum Hafen von Ishigaki, von dort ging es mit einer Fähre um 8:30 nach IRIOMOTE, wo wir eine Stunde lang langsam auf dem NAKAMA RIVER durch die MANGROVEN getuckert sind.
Das Wetter war mild und freundlich. Die Luft duftete fein und die Vögel schrieen in den Bäumen. Das war kein Gezwitscher, das war tatsächlich Geschrei.
Nur 15 Minuten dauerte der Transfer und schon durften wir auf Wägen umsteigen, die von gutmütigen, freundlichen und sehr starken WASSERBÜFFELN gezogen wurden. Das war nicht nur für die Kinder eine Freude! Es war eine touristische, aber sehr gut gemachte, gemütliche Fahrt auf die Insel YUBU. Der Fahrer war sehr gut zu seinem Tier, hat die Fahrgäste so im Wagen verteilt, dass ja kein Druck auf die Wasserbüffelkuh wirkt. Zu uns war er auch gut, denn er hat ein Saiteninstrument hervorgezogen, gespielt und für uns gesungen. Das war unglaublich schön und entspannend! Dazu der angenehme Fahrtwind im Haar – besser geht’s kaum.
Die zweite Attraktion der Insel YUBU war der BOTANISCHE GARTEN mit vielen bunten Blumen und Schmetterlingen und Bäumen.
Die dritte Insel TAKETOMI war heute Schauplatz für ein Fest der Dorfbewohner als Dank für die gute Ernte und die Bitte um Gesundheit, Segen, Wohlstand für das Dorf. Bei der Buchung hat sich die Agentur bei uns dafür entschuldigt, dass auf Taketomi heute wegen des Festes alle Läden geschlossen sein werden. Also ganz ehrlich – uns war das Fest lieber als jeder Touristenshop!!! Das gesamte Dorf war versammelt und wer nicht Akteur war, saß im Publikum. Walter und ich waren die einzigen Fremden und Weißen.
Vom Hafen Ishigaki haben wir uns dann ein Taxi gegönnt. Es hat wieder Regen eingesetzt und da wollten wir nicht eine Stunde lang auf den Linienbus warten. Wir sind dankbar dafür, dass das Wetter den ganzen Tag „durchgehalten“ hat. Der Kanu-Ausflug für morgen wurde bereits abgesagt. Kein Problem. Wird morgen halt wieder ein Tag zwischen Bar und Bett ;-))
Wir hatten Zeit uns auszuruhen, zu lesen, vom Balkon das stürmische Meer zu genießen und die vielen Eindrücke der letzten Wochen zu verarbeiten. Denn: Das Wetter auf Ishigaki hat leider nicht mehr auf „Sommer-Sonne-Strand“ gewechselt. Einen Tag gab es Sturm und sintflutartiger Regen, einen Tag gab es heftigen Wind und wiederkehrende Regenschauer, heute ist es windig und manchmal nieselt es. Die Temperatur ist trotzdem angenehm um die 20 Grad Celsius. Morgen werden wir von Ishigaki nach Tokyo fliegen und dort noch einen Abend und einen ganzen Tag verbringen.
Abschließend noch ein paar Reiseerfahrungen, die für euch in Japan hilfreich sein können:
Bei Nahrungsmittelunverträglichkeiten wie Weizenunverträglichkeit ist zu beachten, dass es in Japan hauptsächlich Weizenweißmehlgebäck/brot gibt. Bei Nudeln gibt es allerdings auch die „SOBA-NUDELN“ aus Buchweizen! Diese Soba-Nudeln waren gut verträglich.
Bei Problemen mit zu hohem Blutzucker ist zu beachten, dass in Japan ganz oft und viel weißer Reis zusätzlich zu den Weizennudeln angeboten wird. Light-Limonaden sind eine Seltenheit. Diverse Süßigkeiten wie MOCHI und mit Schokolade überzogene geröstete Marshmallows sind natürlich zu meiden, obwohl das Zeug verdammt gut schmeckt. Ich bin schon auf meinen Langzeitzuckerwert gespannt ;-(( Schokolade ist in Japan kaum erhältlich, allerdings gibt es eine köstliche gesüßte rote Bohnenpaste als Ersatz, die hervorragend schmeckt und für uns wesentlich besser verträglich ist als echte Schokolade.
Unbedingt einen mobilen WIFI-ROUTER mieten, damit man überall online ist (z.B. für Recherchen, für GoogleMAPS etc.) und auch um über WhatsApp zu telefonieren (ist sonst nämlich sehr teuer mit rund € 5 pro Minute telefonieren und bis zz 24 Cent pro MB Daten) kann.
Leggings werden in Japan nicht gerne gesehen, da sie hier als reine Sportbekleidung gelten. Wenn man trotzdem Leggings tragen möchte (sind halt praktisch und brauchen wenig Stauraum im Gepäck und wiegen weniger als Jeans), sollte undbedingt lange Blusen/Shirts die den Po bedecken, tragen.
Das Reisegepäck kann man sehr klein halten.Besser wenig Ballast mit sich rumschleppen auf Rundreisen! Weiterer Vorteil: man hat Freigepäck für Mitbringsel für die Lieben daheim.
In jedem Hotel bekommt man sämtliche Hygieneprodukte gratis zur Verfügung gestellt: Zahnbürste, Zahnpasta, Kamm, Rasierzeug, Hautcreme, Wattepads und -stäbchen, Duschhauben, Körpermilch, Duschgel, Shampoo, Conditioner usw. Es gab in einem Hotel sogar ganz tolle Gesichtsmasken zur Pflege der Haut!
Pyjama und Hausschuhe dürfen auch ruhig zu Hause bleiben, da beides in guter Qualität in jedem Hotel zur Verfügung gestellt wird. In traditionellen RYOKANs (typische Gasthäuser in Japan) bekommt man sogar hübsche YUKATA (ähnlich wie Kimono, nur aus Baumwolle) geliehen.
Kleidung kann man ebenfalls sehr sparsam packen, da in allen Hotels WASCHMASCHINEN und WÄSCHETROCKNER für wenige Yen benutzt werden können. Waschmittel ist bereits inklusive und dosiert die Waschmaschine selbst.
GUTES SCHUHWERK hingegen ist wichtig, da man täglich weite Strecken, zum Teil auf (ungenormten, somit manchmal halsbrecherischen) Stufen zurücklegt. Also unbedingt zu Hause probieren, welche Schuhe „gut eingelaufen“ sind nicht drücken!
GEPÄCKVERSAND funktioniert in Japan wunderbar. Das heißt, dass die Reisetasche/der Koffer von einem Hotel ins nächste oder übernächste aufgegeben wird und man daher nur mit einem Mini-Handgepäck (in unserem Fall: für ein bis drei Tage) weiterreist. Das Gepäckstück wird abgemessen und danach sowie nach der Transportstrecke richtet sich der Preis. In der Regel haben wir ca. € 30,– für zwei große Reisetaschen bezahlt.
SCHLIEßFÄCHER gibt es an allen für Reisende strategischen Orten. Man kann das HANDGEPÄCK somit jeweils deponieren und dann den Ausflug bzw. die Besichtigung ohne Ballast am Rücken machen. Vor der Weiterfahrt holt man das Handgepäck ab und fährt zu seinem Tagesziel weiter. Die meisten Schließfächer kosten je nach Größe 500 – 1000 Yen.
EINHEIMISCHE ansprechen, wenn man etwas nicht findet (z.B. einen bestimmten Bus). Keine Scheu haben und sich freuen, dass man mit Einheimischen in Kontakt kommt! Japaner sind sehr hilfsbereit. Auch ohne sprachliche Verständigung funktioniert Körpersprache erstaunlich gut. UND ES GIBT AUCH ÜBERSETZUNGSAPPs !!
BARGELD wird im hochtechnisierten Japan immer noch gerne verwendet. Die Fahrkartenaufladestationen akzeptieren ausschließlich Bargeld und keine elektronischen Zahlungsmittel.
Mit der SUICA-CARD kann in fast allen öffentlichen Bussen und Zügen bezahlt werden. Die Karte gibt es an allen größeren Bahnhöfen an Automaten und werden nur mit Bargeld geladen.
SHINKHANSEN: Reservierungen sind kostenlos und auch über Automaten ODER bei Servicestellen am Bahnhof vorzunehmen.
FOREIGN CUSTOMER SERVICE helfen immer weiter und sind auf Bahnhöfen mit einer Armschleife erkennbar.
JAPANISCHER WHISKY ist weltweit anerkannt und eignet sich ganz hervorragend bei der Bekämpfung von Magen-Darm-Anpassungsschwierigkeiten an die fremdländische japanische Kost
Wasinger’s Reisetipps für friktionsfreies Reisen als Paar ;-))
Im Vorfeld besprechen, wie wir uns in Krisensituationen verhalten wollen und Regeln festlegen
Wenn der Partner überfordert ist und vielleicht kurz davor steht, die Nerven zu verlieren, dann NICHT SCHIMPFEN, sondern LIEB SEIN und nachsichtig (er braucht das dann besonders!)
Wenn der Partner einen Fehler gemacht hat, etwas verloren oder verlegt hat: TRÖSTEN und beteuern, dass das nicht so schlimm ist
Bedürfnisse offen artikulieren und sich bei Bedarf ruhig auch mal für eine Stunde trennen (ER läuft zum Schrein hoch und fotografiert den Schrein – SIE sitzt unten im Park und beobachtet und fotografiert Menschen)
SIE packt nur soviel in ihr Gepäck, wie SIE auch selbst tragen kann (sonst schleppt ER als Kavalier der alten Schule sich in den Bandscheibenvorfall!!)
Wir haben damit gute Erfahrungen gemacht, dass Walter immer das Bett beim Fenster nimmt, ich das näher zum Bad UND auch welche Bereiche im Kasten wem „gehören“ – das spart enorm viel Zeit beim Einzug, wenn nicht diskutiert werden muss, sondern jedeR weiß, wo sein Platz ist
Kompetenzen nutzen! Z.B. ER ist gut mit Google-MAPS – SIE liest die Wegweiser – gemeinsam sieht man alles ;-))
Am ersten Reisetag festlegen, wie man sich wieder findet, falls man sich im Getümmel verliert (Gerät finden auf Google App – funktioniert nur bei WLAN) oder Treffpunkt vereinbaren: Eingang, beim Tempel, beim Teich….markanten Punkt.
Kurzes Resümee des Tages am Abend ziehen und Vorschau auf den nächsten Tag .
Jeden Tag mit einer Liebeserklärung beginnen und mit einer Liebeserklärung beenden.
Wenn es in den nächsten zwei Tagen nichts Besonderes zu zeigen und berichten gibt, dann ist das heute schon der Abschluß des Reisetagebuches unserer Japan-Rundreise. Aber „schau ma mal, dann sehen wir schon“ ……
Trotz körperlicher Schwäche treibt uns das pulsierende Leben einen ganzen Tag lang durch PALERMO(16.000 Schritte laut Smartwatch) mit seinem schönen BOTANISCHEN GARTEN und durch die engen Gassen und den Hafen entlang. Witzig, dass man uns zuerst die Seniorentickets verweigert hat, weil wir angeblich nicht alt genug aussehen. Mit dem Personalausweis konnten wir dann doch überzeugen. Ein bisserl geschmeichelt gefühlt haben wir uns trotzdem! Tut auch gut!
Es hat uns sehr überrascht, dass im 21. Jahrhundert noch so gewohnt wird, wie in Palermo. Immer noch die engen Gassen mit den alten Häusern. Immer noch die Wäsche auf Leinen vor den Fenstern. Immer noch die Stoffmarkisen gegen die Sonneneinstrahlung an den Fenstern.
Schön finde ich, dass in Sizilien generell alles noch kleinteiliger ist, als bei uns in Österreich. Es gibt eine Vielzahl netter kleiner Geschäfte, Shops, Boutiquen statt gesichtsloser und seelenloser Filialketten! Es gibt ganz viel Flair und Persönlichkeit. Bei uns daheim ist es traurig, dass vor jedem Dorf beim Kreisverkehr die ewig gleichen Supermärkte, Schuhketten, Drogeriemärkte, Fastfood“restaurants“ etc. angesiedelt werden, während im Dorfzentrum die Läden aufgelassen wurden.
In PALERMOtummeln sich natürlich viele Touristen. Hier liegen Kreuzfahrtschiffe und „spucken“ hunderte Passagiere in geführten Reisegruppen aus. In unserem kleinen Altavilla war es da schon sehr viel beschaulicher, sprich: es war nichts los. Hier in Palermo, wälzen sich Menschenmassen durch die engen Gassen. Schön ist es trotzdem hier. Besonders die KATHEDRALE VON PALERMO hat es uns angetan.
Was für ein Tag! In unserem entzückenden B&B LE SUITES DI CONSTANZA in CEFALUwurde ich mit einem Kerzerl in einem Muffin überrascht und alle Gäste brachten mir ein Geburtstagsständchen. Zu einem Strandtag mit Schwimmen konnte ich mich noch nicht entschließen, obwohl das Meer ungefähr 19 – 20 Grad Celsius hat. Walter konnte natürlich nicht widerstehen, ich schon ;-)) Die Preise für die Sonnenbetten und Sonnenschirme sind übrigens mit € 55,– pro Tag schon recht saftig. In anderen Regionen werden wahrscheinlich noch höhere Tarife verlangt.
Cefalu ist in jedem Fall ein guter Ort für ein paar unbeschwerte Urlaubstage!
Da ich immer noch immer sehr müde und nicht wirklich fit bin, hat mein Süßer beschlossen, mich mit dem Auto durch das einsame MADONIEGebirge zu fahren. So konnte ich ohne große Anstrengungen die Weite und die herrliche Naturlandschaft genießen. Immerhin befindet sich hier das zweitgrößte Naturschutzgebiet der Insel. Rund 3000 verschiedene Pflanzenarten wachsen hier bis auf 1979 Meter Seehöhe!
Natürlich haben wir zwei besonders schöne Bergdörfer besucht. PETRALIA SOPRANAist mit 1147 Meter Seehöhe der höchstgelegene Ort der Madonie. PETRALIA SOTTANA ist der etwas tiefer gelegene Nachbarort. Beide Dörfer sind sehr, sehr verwinckelt und die Gassen extrem eng. Leider gab es keinen Hinweis darauf, WIE ENG die Gassen tatsächlich sind und so sind wir einmal fast steckengeblieben. Nur der Nervenstärke und Fahrkunst von Walter war es zu verdanken, dass wir dieses Abenteuer (nahezu) unbeschadet überstanden haben. Tja, und das war der Moment, wo wir sehr dankbar waren, dass wir € 500,– aufgezahlt haben für 0 Selbstbehalt!!!! Es wäre hilfreich gewesen, wenn an den Ortseinfahrten bekanntgegeben wird, wie schmal die für Autos zugelassenen Gassen tatsächlich sind. Ich habe nur einmal in einem Dorf so ein Verkehrszeichen gesehen. In den beiden Petralia Dörfern gab es keinen Hinweis. Mir ist mittlerweile klar, warum Ape und Puch 500 in Sizilien so stark verbreitet sind.
Zwischendurch immer wieder mal ein kleiner Halt in einer einfachen Bar. Zwischendurch immer wieder mal einen Campari Soda oder einen Capuccino. So lässt es sich Geburtstag feiern.
Schon die Anfahrt nach TAORMINA war sehr interessant. Wir hatten das Glück, einen Markttag zu erleben. Knackig frisches Obst und Gemüse – das Wasser läuft einem unweigerlich im Mund zusammen. Von solchen Zwiebeln und Knoblauch können wir in Wien maximal träumen. Ich habe ja nichts gegen China, aber den Knoblauch brauche ich nicht aus China. Knoblauch wünsche ich mir regional.
Zum Abschluß haben wir uns in einem sehr guten Eissalon für diese Ausdauer belohnt.
Natürlich herrscht hier modernes Raubrittertum. Für einen Parkplatz zahlt man pro Stunde € 4,–, wobei jegliche Verantwortung für Diebstahl oder Beschädigung „natürlich! (!!) ausgeschlossen wird.
Heute sind wir einer Empfehlung unseres Gastgebers gefolgt und sind wieder in die schönen Berge von Taormina gefahren. Zuerst hat er uns natürlich , wie jeden Tag, ein phantastisches und ungewöhnliches Frühstück serviert. Ich darf gar nicht davon zu schwärmen beginnen, sonst gibt es „Zungenaquaplaning“.
In der Gegend von ALCANTARAgibt es einen sehr schönen Fluss, der sich in Kaskaden durch das Lavagestein seinen Weg bahnt. Es ist sehr angenehm an einem heißen Tag wie heute, dort Zeit zu verbringen, zu faulenzen und ein wenig entlang zu wandern. Gesagt, getan.
CASTELMOLAliegt oberhalb von Palermo und ist über sehr schmales Wegenetz (aber befahrbar!!!) zu erreichen. Man muss allerdings die vielen Haarnadelkurven mit dem Magen vertragen, ODER einen behutsamen und rücksichtsvollen Fahrer haben. Castelmora ist eine mittelalterliche Burgruine, die auf die Normannen zurückgeht. Ein Außenlift verheißt einen bequemen Aufstieg. Alles Lüge und falscher Schein! Man muss schon selbst über ganz, ganz viele Stufen hochsteigen, um zur Burgruine zu gelangen. Ein wirklich grandioser Ausblick auf Taormina und das Meer ist Belohnung! Fitnessaufbau ist der zweite Teil der Belohnung! Stiegensteigen ist unglaublich gesund und sollte ohnehin viel öfter praktiziert werden!
Am Ende des Tages gab es das obligate „Rosi-Hoppala“ in einer Pizzeria. Ich wollte einen Salat und man hat mit Bedauern gesagt, dass es keinen Salat gäbe, nur Pizza. Das konnte ich nicht glauben, da ich doch ein Gericht mit allerlei Meeresfrüchten auf der Karte sah und deshalb begeistert bestellte. Was ich bekam, zeigt das folgende Foto. Ich kann nur so viel sagen: es war eine große Anstrengung, alle Muscheln auszulösen, die Shrimps zu pulen, die Gambaretti auszupacken usw. Aber lecker war es trotzdem ;-))
Heute haben wir das Weihnachtsgeschenk unseres lieben Sohnes eingelöst und eine geführte Tour auf den ÄTNAunternommen. Schon die Fahrt durch verschiedene Vegetationszonen zu den Abfahrtsplätzen der geführten Touren war ein Erlebnis. So viel schöne, interessante Landschaft! Die Tour startete auf 1.800 Meter Seehöhe und führt mit etlichen Stopps zum Herumgehen bis auf 2.800 Meter. Da oben ist die Luft schon ziemlich dünn (ungefähr so dünn wie in Cusco/Peru) und ich war dankbar dafür, nicht mehr arg viele Höhenmeter aufsteigen zu müssen. Ein bisserl hochwandern mußten wir trotzdem, aber das war – schwer atmend – schaffbar.
2002 war ein sehr intensiver Ausbuch, der große Zerstörung ausgelöst hatte. Man sieht heute noch deutlich die Spuren, die die glühend heiße Lava hinterlassen hat. Auf den Fotos sieht man ein Hotel, das dem Lavastrom zum Opfer fiel.
Aber Vulkanausbrüche bringen nicht nur Tod und Verwüstung. Die Lava ist extrem nährstoffreich und fruchtbarer Boden für Gemüse, Obst und Wein. Das ist auch der Grund dafür, dass sich Menschen seit Urzeiten den Gefahren eines Vulkanausbruchs ausgesetzt haben und auch heute noch aussetzen.
Hungrig sind wir nach der spannenden Exkursion ins Restaurant oberhalb der Parkplätze eingekehrt und promt durften wir uns beim Bezahlen der Rechnung über einen anderen Preis für ein Glas Wein als auf der Speisekarte angeführt, wundern. Wieder mal „Idiotensteuer“ bezahlt. Der Wirt gab als Erklärung an, dass er mehr als 1/4 l eingeschenkt hätte und ich verabschiedete mich mit „Ciao Mafiosi“, weil das natürlich nicht der Wahrheit entsprach. Also, hiermit Lernerfahrung 3: Niemals in der Nähe einer Touristenattraktion einkehren.
Dafür war das Frühstück vom besten Gastgeber ever (ein Italofranzose bzw. Frankoitaliener = das Beste aus beiden Welten!!!) imMAR DEI POETY – LUXERY SUITES wieder göttlich! Diese Unterkunft ist sehr, sehr empfehlenswert!
Dieser abwechslungsreiche Tag begann mit einem überaus köstlichen, energiereichen Frühstück. Unser Gastgeber verwöhnte uns mit einer Parmegiana al Melanzane und wieder mit den von uns so geliebten Involtini aus Melanzani, Speck und Mozarella. Der Mann kann kochen, wie kein Zweiter! Wir haben tatsächlich den ganzen Tag sonst nichts mehr essen können und wollen. Morgen beim Frühstück geht, vielleicht (???) wieder was.
Dermaßen gestärkt haben wir uns in CATANIA(UNESCO Kulturwelterbestadt) einem ausgiebigen (16.500 Schritte) Sightseeing hingegeben. Zuerst mussten wir allerding noch zu der Garage im Zentrum finden und vor allem IN die Garage kommen. Die Einfahrt ist so schmal, dass die Breite unseres Peugeot fast die gesamte Einfahrt eingenommen hat und lediglich pro Seite Platz von ca. 12 cm blieb. Ein Nervenkitzel für mich, den ich später mit einem Grappa beruhigen mußte. Der Grappe war auch für meinen vollen Magen ein Segen!
Gleich um’s Eck, ebenfalls im historischen Zentrum, befindet sich auf der Piazza Carlo Alberto der eindrucksvolle und geruchsintensive Fischmarkt LA PESCHERIE, der nahtlos in den täglichen Wochenmarkt übergeht. Ein Rausch an Farben und Gerüchen. Ewig schade, dass wir keinen Bissen runterbringen konnten und deshalb nur ein wenig Haltbares als Souvernier eingekauft haben. Interessant auch das AMPHIETEATRO ROMANO.
Über die beliebte Flaniermeilen VIA ETNEA und VIA CROCIFERI haben wir uns noch an prächtigen barocken Bauwerken hochgeschleppt zum PARK VILLA BELLINI. Dort war ein sehr angenehmes Klima und auch Schatten. Aber wir wollen natürlich noch weiter hoch zum BOTANISCHEN GARTEN. Seit 1980 haben wir noch keinen einzigen Botanischen Garten ausgelassen, der auf unserer Route war. Und auch dieser Botanische Garten hat uns für Bergauftour belohnt. Ein absolutes Muss für jeden Liebhaber (und -in) von Sukkulenten. Eine Pracht ohnegleichen!
Erschöpft, aber tatendurstig, ging es weiter zur CHIESA SAN NICOLO, der geräumigsten Kirche Siziliens mit einer wuchtigen Fassade. In dem Kirchenraum hätten einige Kirchen Platz. Mit der Fassade konnten wir zwei Architektur-Banausen wenig anfangen. Sie war halt schon anders und mächtig…wahrscheinlich müßte man was von Architektur verstehen, um sie schätzen zu können.
Der Rückweg zum Auto geht bergab. So versprach es mir mio grande Amore Walter. Meinen Hinweis, dass es doch immer noch bergauf gehe, konterte er mit einem trockenen „das schaut nur so verzerrt aus“.
Unser Quartier für die nächsten drei Nächte befindet sich in einem kleinen Dorf am Meer, ABOLA. Es ist eine nette, einfache kleine Wohnung in einem ruhigen Wohnviertel wenige Meter vom Meer entfernt.
Es war ein gemütlicher Tag in SYRAKUSgeplant und es wurde auch ein definitiv gemütlicher Tag in Syrakus, der ältesten Stadt Siziliens (734 vor Christus). Gemeinsam mit Bekannten, die zufällig auch gerade eine Rundreise durch Sizilien unternehmen, haben wir uns am Vormittag ausführlich den PARCO ARCHEOLOGICO NEAPOLIS angesehen. Das Amphietheater hat uns jetzt nicht wirklich beeindruckt, aber das berühmte Ohr ORECCHIO DI DIONISIO hat es uns angetan. Immer wieder trafen Schülergruppen ein und brüllten sich begeistert die Seele aus dem Leib.
Auch die vielen modernen Skulpturen eines regionalen Künstlers MITORAJhaben uns gut gefallen.
Da uns heiß war wir schon ein wenig müde Füße hatten, stiegen wir kurzentschlossen in ein Boot für eine 1stündige Rundfahrt (€ 40,–) um die Altstadt ORTYGIA. Das war ein absoluter Gewinn, denn wir sind bei schönstem Wetter und einer leichten, kühlen Brise einmal rundherum geschippert und bekamen alles erklärt – so gut es die rudimentären Englischkenntnisse des Bootsführers halt zuließen.
Witzig war eine 5köpfige Gruppe junger Italienerinnen (ca. 18-20 Jahre alt) die an Bord die komplette Stunde mit Selfies für Instagram beschäftigt war. So hübsche junge Dinger mit so schöner Haut und so viel Freude und Lachen zu erleben, war eine Bereicherung.
Von der Rundfahrt neugierig gemacht, haben wir uns gleich darauf beim TEMPIO DI APOLLO eine Elektro-Rikscha mit einem lieben Guide für eine weitere 1stündige Rundfahrt (€50,–) engagiert. Der junge Mann mit marokkanischen Wurzeln hat sich extrem bemüht und uns alle Sehenswürdigkeiten genau erklärt. Am besten gefallen hat uns die CHIESA DI SANTALUCIA ALLA BADIA. Die Heilige Lucia ist die Schutzheilige von Syrakus. Der DOM bzw. der komplette Domplatz ist faszinierend. Vom Domplatz geht ein Eingang zu einem Bunker aus dem WW2, der beim Meer seinen Ausgang hat.
Auch beim FONTE ARETUSA (natürliche Süßwasserquelle neben der Küste und einer von drei Orten in Europa, wo Papyrus wächst! ) und beim CASTELLO MANIACEmachten wir natürlich Halt.
Nach mehr als 14.000 Schritten hatten wir dann endgültig genug erlebt und sind in unser gemütliches Appartment gefahren. Morgen wollen wir ja für neue Abenteuer frisch sein.
befindet sich in ENNAund hatte heute „Waschtag“, das heißt, es hat in Strömen gerechnet. Sintflutartig hat es geregnet und an die Toskana erinnernde Landschaft verschwamm völlig im Nebel. Wir wollten eigentlich die Burgen sehen und durch die Altstadt bummeln. Aber es sollte wohl nicht sein und so sind wir flugs weitergefahren.
In der VILLA ROMANA DEL CASALE dann reich entschädigt! Nichts Schlechtes, das nicht auch sein Gutes hat. Häufig von mir zitierte weise Worte meiner lieben Mami! Durch das Regenwetter ließen sich viele Besucher abschrecken und blieben dieser Top-Sehenswürdigkeit fern. Statt in einer Endlosschlangenreihe durch die Villa geschoben zu werden, hatten wir die Gelegenheit zu einem entspannten Rundgang in aller Ruhe! Der Eintritt war mit € 14,– pro Person fair und wir konnten uns überzeugen, dass man wirklich viel in die behutsame Renovierung investiert.
Herrliche Mosaike und vor allem die berühmten BIKINI MÄDCHEN hatten es uns angetan. Auffallend, dass diese sportlichen Frauen nicht tätowiert waren und dass sie wenig Oberweite hatten. So war damals wohl das Schönheitsideal. Bei den WOLKENMÄDCHEN in Sri Lanka hat der Künstler bei der Restauration seinem persönlichen Geschmack folgend, den Damen Größe DD Oberweiten verpasst, was nicht dem Original entsprach. Hier, in Sizilien, nimmt man es wohl ernster und die Damen dürfen Größe A behalten ;-))
Nach so viel Kultur und Unternehmungen haben wir uns heute einen Strandtag gegönnt. Der Weg zum Strand unserer Wahl zeigte uns, dass die SizilianerInnen am Samstag die Bettwäsche waschen. Alle, wirklich alle Balkone hatten Bettzeug auf den Wäscheleinen hängen. Ein fröhlicher Anblick!
Am Strand „Lido Sabbia D’Oro“ in Cala Manbru waren wir die einzigen Gäste, die sich (für € 15,–) zwei Strandliegen und einen Sonnenschirm gemietet hatten. Das Strandrestaurant war auch mit Köstlichkeiten für unseren Komfort vorhanden. Mit anderen Worten, es war ein sehr entspannter Tag bei wundervollem Wetter. Es war zwar extrem windig, aber dafür war das Meeresrauschen ungeheuer stark und ließ uns die Kraft des Meeres erahnen!
Auf der Heimfahrt bot sich noch ein kleiner Umweg zu den SCALA DEI TURCHI (Türkentreppe) an. Meine Erwartungen an diese Mergelfelsen (hoher Kalkgehalt und diverse Ablagerungen) waren gering und umso angenehmer war die Überraschung. Die Scala dei Turchi sind bestechend schön und der Kontrast zum türkisblauen Meer blendet direkt.
Gleich nach Passage der Porta Trapani, erschließt sich dem staunenden Blick rechter Hand die Chiesa di Sant’Isodoro mit dem massiven Campanile della Chiesa Madre. So begann eine irre „Hatscherei“ über eine extrem schöne, aber holprige Steinpflasterung. Was abgetreten ist, wird im gleichen Stil neu gemacht und so macht die gesamte kleine Stadt ERICEein hübsches und einheitliches Bild.
Wir schlendern die Via Vittorio Emanuelle (wie könnte eine Flaniermeile in Italien anders heißen) hinauf. Die Infrastruktur setzte sich zu je einem Drittel aus alten Wohnhäusern, einem Drittel aus Kirchen/religiösen Gebäuden und einem Drittel aus (natürlich) Touristenläden zusammen.
Die wieder einmal sehr enge Gasse öffnet sich zur Piazza della Loggia, von der aus es zum höchsten Punkt des Städchens führt, der als Höhepunkt einen phänomenalen Blick auf das CASTELLO del BALIO,TORRETTA PEPOLI und natürlich ins Tal auf die Stadt TRAPANI bietet.
Erice hat uns positiv überrascht. Das Städtchen hat Charme und nette kleine (überteuerte) Läden und auch angenehm gute Touristenrestaurants.
Den Besuch von TRAPANI haben wir nach einer Stunde abgebrochen. Die Stadt hat uns nicht angesprochen. Da sind wir doch lieber ins Hotel gefahren und haben uns ein wirklich gutes und typisch sizilianisches Abendessen gegönnt.
Ich gestehe, dass ich die letzten Tage keine Lust auf mein kleines Reisetagebuch hatte. Ein kleines Highlight war allerdings ein Ausflug um DRACHENFEST in SAN VITO LO DAPO. Kleine und große Flugdrachen, wunderschön bunt und mit phantasievollem Design kurvten, teilweise sogar im Formationsflug, durch die Lüfte.
Faule Strandtage und dann die Reise von CASTELLAMMARE DEL GOLFO zum Flughafen Punta Raisi zur Retournierung unseres braven und schönen Mietwagens schienen mir nicht erwähnenswert. Auch die Fahrt mit der Bahn nach MILAZZO, von wo wir nach einer Übernachtung mit der Fähre nach LIPARIübersetzten, gaben mir die Ausrede vor mir selbst, nichts zu schreiben.
Wir sind überall sehr nett aufgenommen worden. Gestern sind wir im verschlafenen CANETTO auf Lipari nur ein wenig auf der Strandpromenade spazieren gewesen, haben mit Blick auf den menschenleeren Strand kühlen Campari Soda und Cinotto geschlürft und einfach nur entspannt.
In CANETTOwollen wir eine Woche lang bleiben. Ich hoffe, dass dieser Ort es schafft, dass uns langweilig wird. So richtig gelangweilt und erholt möchte ich die Heimreise nämlich antreten ;-))
Heute sind wir allerdings mit dem Bus in die „Inselhauptstadt“ Lipari gefahren und sind dort durch die Gassen gezogen. Die schöne Burg CASTELLO DI LIPARI wollte von Walter besucht werden. Ich habe auf einer Piazza den Möwen zugesehen, wie sie um Futter kämpfen. Ich arbeite hart daran, in die ersehnte Langeweile zu kommen 😉
Eigentlich hatte mein Süßer Vespas für die ganze Woche gebucht. Ich hatte allerdings Bedenken ob des wilden Fahrverhaltens hier. Rasch war entschieden, dass wir für uns ein kleines Mietauto nur für zwei Tage nehmen. Für € 30,– Tagesmiete bekamen wir ein altes, rotes Fiat Punto Cabrio.
LIPARIlässt sich in 4 Stunden (viele, viele Pausen inbegriffen!!!) leicht umrunden. Die Ausblicke auf die Küste nahmen uns gefangen. Der Blick auf die Nachbarinseln lässt Vorfreude auf die bevorstehenden Ausflüge aufkommen! PANAREA, STROMBOLIund VULKANOwerden wir in den kommenden Tagen noch besuchen.
Der stetig wehende Inselwind um die Ohren, ein himmelblau strahlender Himmel und ein tiefblaues Meer vor Augen – das ist das Rezept für einen unbeschwerten, glücklichen Urlaubstag!
Lipari ist ca. 7,5 km lang und ca. 5 km breit. Gemessen an den engen Gässchen in Sizilien sind die Bergstraßen hier wunderbar komfortabel. Trotzdem musste mein Schatz einmal im Retourgang zurück fahren, weil plötzlich die Straße endete und zum Wenden kein Platz war 😉
Mit einem schönen Sonnenuntergang nach sättigender Pasta klingt auch dieser Tag harmonisch aus.
Wenige Reisende übernachten auf den AEOLISCHEN INSELN und wenn, dann meistens nur eine Nacht. Mein Süßer und ich bilden hier eine Ausnahme mit acht Übernachtungen. Das gibt uns die Zeit, uns über den duftenden Ginster zu freuen, der hier verschwenderisch vorhanden ist und derzeit in voller Blüte steht.
Die Tagesbesucher erkunden die Insel entweder per Taxi, Inselbus oder einem Mietfahrzeug. Viele Tagesbesucher sind mit mittleren bis großen Bussen unterwegs. Da gibt es die Wandergruppen, die in der stärksten Mittagssonne mit roten, erhitzten Gesichtern schwitzend auf glühendem Asphalt am Straßenrand wandern. Dann gibt es noch die geführten Radgruppen (E-Bikes meistens), die im „Gänsemarsch“ brav hintereinander radeln.
Wir sind heute den zweiten Tag als Individualreisende mit unserem liebgewonnenen roten Cabrio unterwegs und genießen wieder die wunderbare Landschaft. Heute hatten wir auch mehr Muße als gestern und konnten daher entdecken, dass VULCANO raucht. In ein paar Tagen werden wir dort sein und uns die Sache näher betrachten.
Bei einem unserer zahlreichen Stopps sind wir in eine Touristenfalle geraten, wo man uns für einen simplen Campari Soda stolze 15€ verrechnet hat. Bisher haben wir zwischen 2,50 – 8 € berappt. Gut, dieses Lokal wird uns nicht als Stammgäste gewinnen!
Aber wir haben ja schon unser Lieblingslokal gefunden. Direkt am Meer mit der Meeresbrandung im Ohr und den gesunden Meerwasseraerosolen in den Bronchien haben wir heute wiederum ein ausgesprochen gutes und gesundes (spätes) Mittagessen (oder frühes Abendessen) bekommen.
Übrigens sind die Sizilianer wesentlich besser als ihr Ruf!!!!! Mio Amore hat bereits mehrfach seinen Tagesrucksack (mit all seinen Ausweisen und Karten) liegen lassen UND SIE WURDEN IHM NACHGETRAGEN!!! Ich sag’s ja immer: Gute gibt’s überall und Schlechte gibt’s auch überall. Es ist keine Frage der Nationalität.
Gestern hatten wir einen Tag „wie aus dem Bilderbuch“. Nach dem Frühstück schwammen wir im angenehmen Meer, dann bummelten wir gemütlich bis zur Abfahrt unseres Ausflugsbootes durch Lipari. Um 14 Uhr startete unsere Bootsfahrt „Stromboli by night“.
Der erste Halt wurde auf der kleinen Insel PANAREAgemacht. Nur rund 300 Menschen leben auf diesem kleinen Eiland. Es war recht entspannend, im kleinen Hafen zu promenieren und gleich mal einen gesunden Salat zu schmausen. Das hatte ich mir nach dem steilen Aufstieg zum Kirchlein der Insel auch verdient.
Auf STROMBOLI(ca. 500 Einwohner und schon immer bewohnt) hatten wir fast 3 Stunden Zeit für Erkundungen und natürlich gab es auch hier wieder eine kleine Kirche zu besuchen, die es über steile Wege von der Uferpromenade aus zu erklimmen galt. Je höher wir stiegen, desto tiefer sank meine Stimmung ;-( Als Belohnung gab es dann in einem netten Lokal wirklich gutes Essen. Das haben wir nicht erwartet. Normalerweise sind bei solchen Attraktionen ja typische „Touristenfallen“ zu finden. Hier war die Qualität von Service und Speisen hervorragend!
Der VULKAN STROMBOLI, vor ungefähr 200.000 Jahren entstanden, gab den ganzen Tag über kleine Gasexplosionen von sich. Bei wolkenlos blauem Himmel sah das sehr interessant aus! Wir waren großer Hoffnung, später, in der Dunkelheit, auch eine kleine Erruptionen sehen zu können. Versprach doch der Bootssprecher „Stromboli, eine Fackel im Meer“…. Leider haben sich durch die vielen und heftigen Gastexplosionen zu viele Wolken gebildet, sodass Explosionen nicht sichtbar waren.
Es war trotzdem ein empfehlenswerter Ausflug, den wir ungemein genossen haben! Auch der kleine STROMBOLITOmit dem (mittlerweile mit Solarkraft betriebenen) Leuchtturm bot im Sonnenuntergang gute Fotomotive.
Rasch mit dem Taxi zum Hotel und dort für 10 Minuten in den Rooftop-Pool, natürlich mit Thermalwasser, zum Abschluss eines gelungenen Ferientages.
Heute wird es nichts zu berichten geben, denn wir planen für heute einen letzten, oder vorletzten, Strandtag. Am Samstag beginnt die leider etwas umständliche Heimreise.
Im charmanten, kleinen Hotel LA SETTIMA LUNA im verschlafenen CANETTOhaben wir uns bis zum frühen Nachmittag einfach nur erholt. Unser Programm: 150 Schritte zum Meer zum Baden, dann ein wenig im warmen Rooftop-Pool plantschen und sonst auf einer komfortablen Doppelliege träumen.
In Canetto gibt es einen öffentlichen Kleinbus, der mit einer Frequenz von 15 Minuten an (oftmals nicht gekennzeichneten, aber das ist Italien 😉 Busstopps hält. Nach kurzer Fahrt ist man in LIPARI City. Es ist faszinierend in Zeiten des Overtourism, dass hier sogar die Flaniermeile Vittorio Emanuele fast menschenleer ist. Es ist eben noch Vorsaison. Wir genießen es, dass fast ausschließlich Italienisch zu hören ist und freuen uns über die entspannte, gelöste Stimmung.
Die Überfahrt nach VULCANOdauert ungefähr 10 Minuten mit der Fähre. Gleich bei der Ankunft am Fährhafen empfängt uns der geschäftstüchtige Taxifahrer Marinaro mit dem Angebot, uns für € 60,– eine Stunde lang durch Vulcano zu fahren. Deal!
Auf Vulcano gibt es vier Vulkane, wovon 3 inaktiv sind und nur einer fast ständig qualmt. Überall dampft es und auch der Schwefelgeruch ist allgegenwärtig. Gelbe Ablagerungen oder terrakottafarbene Hänge zeugen von den Mineralien des Vulkans. Überall finden wir interessante Formationen und tolle Blicke auf die riesige Caldera und die Vulkankegel für unsere Fotos für den Multimedia-Reisevortrag! Die Insel ist äußerst fruchtbar und blühende Sträucher und Blumen bestimmen das Bild. Frei laufende Ziegen naschen sich durch die Wiesen und Felder und scheinen sehr zufrieden mit ihrer Existenz zu sein. Mit köstlichem Ricotta und diversen Käseprodukten werden Sie es uns danken, dass sie so frei leben und fressen dürfen.
Nach der Fährfahrt zurück nach Lipari beenden wir den schönen Ausflug mit einem netten Abendessen am Hafen und werden wieder einmal von der ausgezeichneten Qualität positiv überrascht.
Heute ist unser letzter Tag in Canetto, denn morgen beginnt unsere Weiterreise mit Fähre und Bahn nach Palermo. Übermorgen fliegen wir dann nach Hause.
Weihnachten war toll. Ich habe wirklich sehr gerne gekocht und geputzt. Aber jetzt reicht es. Es ist Zeit für die Transformation von der Hausfrau zur Meerjungfrau 😉
Es ist dringend notwendig, unsere Köpfe unter Wasser zu stecken und den lauten Trubel der modernen Welt hinter uns zu lassen! Unser Tauchurlaub in der Karibik ist immerhin schon 8 Monate her! Außerdem habe in einen neuen, frechen Tauchanzug mit langen Ärmeln und Beinen investiert und der will schließlich verwendet werden! Taucherinnen haben mich sehr um dieses fröhliche Modell beneidet.
Wir haben für uns ein schönes Zimmer im JAZ LAMAYA in MARSA ALAM in ÄGYPTEN gebucht. Auf dem Hotelareal gibt es die Tauchbasis der CORAYA DIVERS, was für uns natürlich sehr praktisch ist.
Da mir beim letzten Tauchgang in der Karibik meine Unterwasserkamera „abgesoffen“ ist, hat mir mein Süßer zu Weihnachten eine tolle Unterwasser-Lampe und ein Unterwasser-Gehäuse für mein Mobiltelefon (beides von SeaLife) geschenkt. Hoffentlich komme ich damit gut zurecht!! Ich bin ja technisch nicht unbedingt die Allergeschickteste – zwar nicht ganz unbegabt – aber es soll (bitte, bitte!!!!!!) schon einfach in der Handhabung sein. Immerhin ist immer wieder die Taucherbrille „auszublasen“, wenn Wasser eingedrungen. Auch die perfekte Tarierung unter Wasser erfordert Aufmerksamkeit und eine Hand nahe der Tarierweste, dem BCD.
Normalerweise sind wir als Individualreisende unterwegs und erkunden ein Land abseits der Touristen-Hotspots. Nach Ägypten sind wir auf dem „Trampelpfad“ der Wärme und Entspannung suchenden unterwegs. Das ist für uns natürlich ungewohnt! Schon im Fluggzeug war bemerkbar, dass sich das Publikum ganz anders zusammensetzt, als auf einer Reise zum Beispiel nach Irland oder Nepal.
Schon die Anreise mit der AIR CAIRO unterschied sich von unseren Fernreisen. Auf der 4-Stunden-Mittelstrecke haben wir gespart und eine billige Airline (€ 317,– pro Person für den Hin- & Rückflug) gewählt. Dafür darf man sich natürlich keine Verpflegung erwarten. Die erfahrene Frau und Reisende von Welt baut vor und packt ein köstliches Lunchpaket für ihren Süßen und sich selbst ein, füllt nach dem Security Check die mitgebrachten Wasserflaschen und lacht sich ins Fäustchen, wenn sie dem Bordpersonal beim Verkauf überteuerter und wenig Genuss verheißender Sandwiches eine höflich lächelnd eine Absage erteilt ;-))
Mein Motto lautet stets: Sparen, wo’s nicht weh tut und Geld mit Freude ausgeben, wo’s Spaß macht ;-)) Und unter Wasser macht das Leben definitiv Spaß und gibt Freude. Schau dir mal die bunten Bilder an – du wirst mir nicht widersprechen können!
Die Tauchbasis und das Hausriff der COROYA DIVERS gefiel uns auf Anhieb. Gut gewartetes Equipement und ein professionelles Team mit vielen hilfsbereiten jungen Ägyptern, die unsere schweren Flaschen für uns transportieren. Dazu viele Niederländer, die ISS Kurse für Tauchen mit NITROX abhalten. Mein lieber Walter und ich haben natürlich sofort die Gelegenheit genutzt und € 130,– in den 90minütigen Kurs investiert. NITROX bietet viele Vorteile durch den (von 27 % auf 32-40 %) erhöhten Sauerstoffanteil in der Pressluftflasche. Nach erfolgreich abgelegter Prüfung sind wir nun zertifizierte Nitrox-Taucher und können weltweit mit diesem Gemisch tauchen.
Vorerst erobern wir aber gemeinsam das schöne Hausriff (Süd und Nord) der CORAYA BAY mit Namen „Marsa Umm Gerifat“ . Marsa = Marsa Alam, Gerifat = die Berge , Umm = Mutter. Der Tauchplatz heißt somit grob übersetzt „Mutter der Berge vor Marsa Alam. Ein schöner Name, wie ich finde!
Ich gestehe: ich bin eine Prinzessin, was das Essen betrifft. Essen würde ich zwar fast alles, ABER leider, leider vertrage ich dann doch Vieles nicht. Da kann der engagierte Hotelküchenchef gar nichts dafür. Ich bin eben eine Prinzessin mit einem was Fett, Weizen, Laktose etc. betrifft, empfindlichen Magen. Das missfällt meinem Süßen natürlich und tut ihm auch leid.
Und so kam es, dass ich ab Tag 2 massive Probleme mit dem Magen hatte. Sprich: mir war speiübel :-(( Und leider war mir nicht bloß an Land schlecht, nein, mir war auch unter Wasser übel. Jetzt ist das nichts Neues für mich, denn ich habe schon in etlichen Weltmeeren unter Wasser erbrochen (gekotzt, gespieben) – nenne es, wie du willst).
Problem gelöst mit meiner Methode: Regler aus dem Mund – kotzen – Regler in den Mund – atmen – Regler aus dem Mund – kotzen und so weiter und so fort, bis es wieder normal weiter geht.
Mein „Unterwasser-Kotz-Know-how“ hat mir dann aber auch viel Anerkennung bei den meine missliche Lage beobachtenden Tauchern eingebracht ;-)) Denn am Ende des Tauchganges, beim sogenannten „Sicherheitsstop“, also der Deko-Pause, hat es mich regelmäßig überkommen und dort waren mein Süßer und ich eben nicht mehr alleine, so wie während des Tauchganges davor. Das hat mir ungewollte Prominenz eingebracht ;-))
Wir haben die Tauchgänge trotzdem genossen. Gekonnt gekotzt habe ich allemal ;-))
Mit großer Dankbarkeit haben wir uns täglich ins Meer gestürzt. Richtig gierig kann man da glatt werden! Es gibt so viel Schönes zu entdecken. Egal, ob am Ende gekotzt wird, oder (wie bei meinem Schatz) nicht.
Schildkröten sind meine absoluten Lieblinge unter Wasser. Deshalb bekommt meine liebe „Schildi“ auch ganz prominent den Platz im Blog für ein Einzelfoto. In Marsa Alam gibt es häufig die „GRÜNE MEERESSCHILDKRÖTE„.
Blaupunkt-Rochen gab es auch viele zu sehen. Das sind besonders schöne Rochen und sie haben uns immer aufmerksam beäugt und nahe rankommen lassen. Danke, liebe Blaupunkt-Rochen! Rotfeuerfische gibt es ohnehin bei jedem Tauchgang inflationär zu sehen – ich freue mich trotzdem, dass wir sogar eine Unterart bestaunen durften, die uns noch nicht so wahnsinnig oft begegnet ist. Ja, und wie gesagt, das Riff war erstaunlich schön.
Wie immer sind die Tage viel zu schnell vergangen. Wir hatten unendlich viel Spaß unter Wasser, wir haben Überraschendes gesehen, sind durch Canyons und Torbogen getaucht, haben vor allem gefilmt und oft, sehr oft, beim Tauchen Händchen gehalten, weil wir uns halt so sehr mögen.
Schönes mit dem geliebten Partner gemeinsam zu sehen, neue Erfahrungen zu machen, das ist nicht zu toppen. Das ist wohl nicht nur meine Meinung.
Zwei, wie ich finde, witzige Erkenntnise haben wir ebenfalls gewonnen:
1.) Vergiss niemals ausreichend Pflaster mitzunehmen, denn in Marsa Alam verlangt Abdul doch glatt 50 Cent pro Stück! Wucher, aber andererseits, sei es ihm gegönnt.
2.) Am Flughafen gibt es mit mitgebrachten Wasser am Security-Checkpoint keinerlei Probleme. Der Security-Mitarbeiter riecht einfach an der Flasche, befindet Wasser als ungefährlich und winkt dich durch ;-)) Man stelle sich diese Situation in den USA vor :=()
3.) Ohropax sind in Marsa Alam zwar unerlässlich (Partystimmung im Hotel UND enorm laute Fernsehgeräte am Flughafen im Wartebereich), aber mit € 7,– pro Stück auch hochpreisig. Es ist daher empfehlenswert, zu den vorhin genannten Pflastern auch Ohropax einzupacken.
Tja, das wäre es diesmal gewesen. Kurz und knackig. Und obwohl wir keine allzu hohen Erwartungen an diesen Trip hatten, wurden wir reich beschenkt und positiv überrascht. So war zum Beispiel die Mülltrennung in der gesamten CORAYA BAY in allen Hotels vorbildlich organisiert! An dieser Stelle ein Zitat von MAHATMA GHANDI: „Du musst selbst verändern …..um es in der Welt zu sehen“. Damit verabschiede ich mich bis zu meinen nächsten Beiträgen. Ciao, eure Rosi
Ich bin in der glücklichen Lage, in schönen WIENgleich vor meiner Haustür ein Naherholungsgebiet genießen zu können: den WIENERBERGmit seinem Wienerbergsee, einem Ziegelteich und vielen verschlungenen Pfaden und Wegen. Das Gebiet, „mein Hausberg“ ist zu jeder Jahreszeit schön und erholsam!
Ein Wochenendkurztrip in die schöne, grüne Steiermark ist immer eine gute Idee. Auch diesmal haben wir wieder ein paar erholsame Tage in HARTBERG verbracht. Schön war’s! Unspektakulär, aber trotzdem, oder gerade deshalb, schön.
Natürlich darf ein Bummel durch GRAZ, die bezaubernde Hauptstadt der Steiermark nicht fehlen. Die MURströmt kraftvoll um die MURINSEL, der UHRTUM wird von der Sonne angestrahlt. Das Leben ist wieder einmal schön!!
„Too good to go“ entspricht vollkommen dem Zeitgeist der Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung. Hier wurden offensichtlich alle Stoffreste für ein Kleidungsstück aufgebraucht. Ob dieses Sakko allerdings jemals einen Träger finden wird, bezweifle ich sehr!
Tag 2 mit einem klassischen, biederen, braven Touristenprogramm. Nachdem wir uns gestern die „sündigen“ Touristenmeilen in Amsterdam angeschaut haben, wollten wir heute lieber in der Natur sein.
Also fix in einen Bus gesetzt und raus nach KEUKENHOF in den 200 ha großen Blumenpark, auf dem rund 700 Tulpenarten präsentiert werden. Insgesamt sind 7 Millionen Blumen zu bestaunen. Es ist unbeschreiblich, wie gut diese Farbenpracht und die Schönheit der Blumen für die Seele ist!
Da jetzt gerade Hochsaison in Keukenhof ist, waren wir natürlich nicht alleine, sondern in Gesellschaft vieler gutgelaunter Blumenliebhaber ;-))
dav
Da uns die Füße nach 4 Stunden bei den Blumen immer noch nicht weh genug taten, sind wir im Anschluss in den Zug gestiegen und zu den berühmten historischen Windmühlen nach ZAANSE SCHANS gefahren. Wirklich romantisch und sehenswert, entspannt und ebenfalls gut besucht. Offenbar waren doch nicht ALLE Touristen bei den Tulpen ;-))
Viel zu müde, viel zu sehr schmerzende Füße – großartig Essen gehen war heute nicht mehr möglich. Eine rasche RAMEN-Suppe im China Restaurant um’s Eck, unter die Dusche und ab ins Bettchen, um den Jetlag zu pflegen. Gute Nacht!